Ithuba – eine persönliche Bilanz

Wahljahr ist.
Und deswegen werden wieder Gerüchte, anonyme Anzeigen uvm rund um Ithuba,  die beiden Schulen in Südafrika medial und parteipolitisch motiviert skandalisiert werden.
Nicht nur, weil viele Vorwürfe so absurd sind, habe ich nicht auf jeden geantwortet.
Aber schon länger ist es mir ein Anliegen, die gesamte Geschichte aus meiner Sicht zu erzählen.
Da sich diese Initiative über eine Zeitraum von jetzt schon 25 Jahren erstreckt, wird dieser Text notwendig etwas länger.

Vorgeschichte: Warum Südafrika?

Es begann mit Fernsehen. 1994. Erste freie Wahlen in Südafrika.
Ich kann mich noch genau erinnern. Es war CNN. Ein Hubschrauber fliegt über kahle Landschaften. Mitten drin, eine Blechhütte. Das Wahllokal. Davor eine schier endlose Menschenschlange, aus dem Hubschrauber von oben gefilmt. Dann Landung und Interviews mit jenen, die sich stundenlang anstellen, um erstmals in ihrem Leben, nach Abschütteln der Apartheid, frei wählen zu dürfen.
Glückliche, begeisterte Menschen.
Sie schwärmen von ihrer Zukunft: Endlich Schulen für unsere Kinder, endlich Zugang zu guten Spitälern, endlich eigene Wohnungen, endlich gute Jobs, endlich Wasser- und Strom in unsere Häuser.
All das, erzählen sie, wird jetzt „unsere“ Regierung für uns machen.
Mich hat das tief berührt.
Schon damals war unsere heimische Politik tief von Zynismus durchzogen, Politik auch schon irgendwie „pfui“.
Aber hier, in dieser gerade geborenen Demokratie soviele Erwartungen.
Ich wußte wenig über Südafrika.
Internet gabs noch nicht, dessen Vorläufer hieß für mich: Fischer-Weltalmanach. Ich blätterte nach.
Einwohner Südafrikas (damals) ca 40 Mio, und eine Wirtschaftsleistung (BIP) die deutlich unter unseren österreichischen (Einwohner 8 Mio) lag.
Ausserdem: Südafrika hatte damals schon (leider auch heute noch) im globalen Maßstab eine der ungleichsten Verteilungen von Einkommen und Vermögen.
Man musste kein Ökonom sein, um zu begreifen: All diese Wünsche werden nicht zu erfüllen sein.

„Wir  (im Verhältnis)  reiche Europäer, wir hier im vergleichsweise reichen Wien sollen unbedingt diesen demokratischen Neubeginn unterstützen und einen Beitrag leisten“, das war mein Gedanke.
Ich eilte damit zu damaligen Bürgermeister Zilk.
Und wie so oft im Leben spielte dann der Zufall eine wichtige Rolle.
Ich schildere ihm meine Idee: Wir, die Stadt Wien sollte in einem township in Südafrika eine Schule gründen. Denn gute Bildung, so war damals (wie heute) meine Überzeugung, ist der Schlüssel für ein persönlich wie politisch erfülltes Leben.

Helmut Zilk rief seinem Sekretariat zu: „Gebt’s ma meinen Buam.“
Was ich bis dahin nicht wußte: Helmut Zilks Sohn Thomas lebte in Südafrika und war damals bei der AUA tätig.
Zilk ins Telefon zu seinem Sohn: „Da is grad der kleine Chorherr bei mir. (Zilk nannte mich oft, in Unterscheidung zu meinem Vater der „kleine Chorherr“, ich nahm es ihm nie übel). Der meint, wir sollten da unten eine Schule bauen. Was meinst?“
Ich hörte die Antwort zwar nicht, aber offenbar war sie positiv.
Zilk zeigte daraufhin mit dem Finger auf mich und sagte: „Du bist jetzt die Wiener Delegation. Fahr hin, und schau, was wir tun können“.
Die weitere Geschichte ist schnell erzählt.
Ich traf in Johannesburg verschiedene NGOs, ua die von Thomas Zilk vorgeschlagene NGO education Africa, die uns ein Grundstück im township Orangefarm zeigte und glaubhaft belegen konnte, eine hervorragende Schule bauen und betreiben zu können.
In der Folge beschloss der Wiener Gemeinderat (soweit ich mich erinnern kann in verschiedenen Tranchen) eine Unterstützung von rund 1,5 Mio Euro, mit der das Masibambane College gegründet wurde.
Ich durfte dann bei der Eröffnung dabei sein, wo als Ehrengast Mandelas engster Freund und jahrzehntelanger Gefängnisnachbar Walter Sisulu extra anreiste, um zu zeigen, wie wichtig diese Bildungsinitiative aus Wien in Südafrika gesehen wird.
Heute ist gilt das Masibambane College als eine der besten Schulen im großen township Orangefarm. Ca 1100 Schüler/innen und Schüler lernen dort. Nach der Anschubfinanzierung in Wien sind auch andere Länder (ua Japan) aufgesprungen und haben den Ausbau finanziert.

Vorbild für s2arch: das rural studio in Alabama

Ich fühlte mich für das Gedeihen des Masibambane College ein bißchen mitverantwortlich, verbrachte Urlaube in Südafrika, reiste immer wieder in die townships, erlebte ein in Österreich unbekanntes Ausmaß an Not, Arbeitslosigkeit und Armut, und suchte Wege weitere Schritte der Kooperation und Unterstützung zu finden.
Denn es war mir klar, daß es nicht Aufgabe Wiens sein kann, im großen Ausmaß Schulen oder Kindergärten in Südafrika zu finanzieren.
Dann kam im März 2003 die Ausstellung „just build it“ des Architekturprofessor Samuel Mockbee ins Wiener Architekturzentrum.
Seine Initiative, die mich sofort faszinierte: Architekturstudent/innen entwerfen in ihrem Studium konkrete Gebäude für soziale Zwecke und bauen sie dann auch selbst.
Der Gedanke war bei mir rasch gereift: Das versuchen wir jetzt in für Südafrika.
Ich kannte Peter Fattinger von der TU Wien, der ähnliche Projekte bereits in Wien umgesetzt hatte, und fragte ihn, ob er daran Interesse hätte.
Er sagte ja, und so entstanden, nach Vorbereitung und Fundraising die ersten Projekte. Das feedback der Studierenden, die wochenlang in Südafrika ihr Projekt realisiert hatten  war extrem positiv, auch das Medienecho, und weitere Architekturfakultäten meldet sich bei mir , die ähnliche Projekte realisieren wollten.
Ich dachte, daß sei für die Stadt Wien eine große Chance: Eine Vernetzung europäischer Architekturfakultäten, welche im Zuge ihrer Ausbildung Kindergärten und Schulen für Entwicklungsländer entwerfen und dann diese unter dem Motto „build together learn together“ auch selbst gemeinsam mit der Bevölkerung vor Ort auch errichten.
Ich schlug diese Idee  Verantwortlichen der Stadt Wien vor (zur Erinnerung, damals waren wir Grüne Oppositionspartei), stieß auf positives Echo, und gründete mit Unterstützer/innen zur Koordination den Verein s2arch, um gemeinsam mit anderen ehrenamtlich auch Verantwortung für die Realisierung zu übernehmen.
Per Gemeinderatsbeschluss (zu Beginn einstimmig durch alle Parteien) wurde eine jährliche Unterstützung von 50 000 Euro beschlossen, welche als Anschubfinanzierung v.a. für Baumaterial diverser Kindergärten verwendet wurde.
Von 2003 bis 2008 wurden auf diesem Wege sechs  Kindergärten und zwei Pflegeeinrichtungen für Menschen mit Behinderungen errichtet. Zusätzlich zur Unterstützung durch die Stadt Wien sammelten Student/nnen mit großem Engagement selbst (z.B. so) , nutzten ihre Kontakten in die Baubrache, zu Finanzmitteln der Bundesländer aber auch zu ihren Universitäten.
S2arch kümmert sich um die Gesamtkoordination va darum, daß alle Projekte auch wirklich fertiggestellt wurden.
Hier ein paar Fotos von realisierten Projekten

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Ein Kindergarten, untergebracht in Wellblechhütten, bevor ein s2arch-Projekt dafür eine neues Gebäude realisiert hat.

Dieses sieht nach Fertigstellung dann so aus:

Bildschirmfoto 2020-02-22 um 17.18.34Student/innen beim Bau eines Kindergartens.

Und ein Überblick, welche universitäten Projekte fertiggestellt haben:

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Zwei Ithuba Schulen

Ab 2007 reifte die Idee, nicht „nur“ Gebäude zu errichten, so notwendig sie auch sind, sondern auch dort eine beispielgebende Schule zu gründen, wo besonderer Mangel herrscht.
So entstand ab 2008 das Ithuba-Community- College nahe Johannesburg, welches maßgeblich von Willi Hemetsberger finanziell unerstützt wurde. Er gab seiner Investmentfirma als Zeichen der Verbundenheit mit unserem Projekt auch den Namen ithubacapital.  Nachdem 2009 die Bank Austria eine mehrjährige finanzielle Unterstützung für eine weitere Schule zugesagt hatte, wurde auch das Ithuba Wild-Coast Community College im Eastern Capegegründet, dem ärmsten der neun südafrikanischen Bundesländer.

Heute (2020) kann eine Bilanz gezogen werden, die mich stolz macht:
8 Kindergärten und eine Einrichtung für behinderte Menschen wurden errichtet
Es werden in Summe rund 600 Schüler/innen in den beiden Ithuba Schulen unterrichtet.
Es gibt neben Kindergartengruppen Klassen der Jahrgänge 1-7.
Absolvent/innen beider Schulen zeigen in den von ihnen besuchten weiterführenden Schulen hervorragende Leistungen, und werden deswegen sehr gerne genommen.
Mehr als 700 Studierende aus 12 europäischen Architekturfakultäten haben Gebäude geplant und errichetet.
Alle begonnenen Gebäude wurden fesrtiggestellt und ihre Bestimmung übergeben.
Die beiden Schulen sind Anlaufstellen für idealistische junge wie ältere Menschen aus Europa, die sei es als pensionierter Baupolier, als ausgebildete Sozialpädagogin , ihren Beitrag einbringen um zu unterstützen aber auch selbst zu lernen.
Die südafrikanischen Bildungsbehören haben beide Schule „registriert“ und unterstützen den Betrieb (das sind va Lehrer/innenkosten) mit Subventionen.
Zahlreiche europäische Medien (z.b. hier oder hier) haben wiederholt ausführlich darüber berichtet.
Mir ist keine andere europäische Architektur-Initiative bekannt, bei der 12 Fakultäten aus 4 Ländern (Österreich, Deutschland, Schweiz, Slowenien) über derart lange Zeit ein so großes Projekt gemeinsam realisiert haben.
Aus dieser Initiative könnte viel gelernt werden.
Es kann gelingen durch Vernetzung von Universitäten, NGOs, freiwillige Arbeit und Professionalität in Kooperation mit lokalen Behörden den großen Milleniumszielen der UNO(va Bildung ) deutlich näherzukommen.
Gerade in den Europa naheliegenden Ländern des nördlichen Afrikas oder des arabischen Raums könnte, politischen Willen vorausgesetzt, ähnliches versucht werden. (So meine vielleicht ein bisschen naive Weltsicht)
Hier einige Fotos der beiden Schulen.

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Wer sind die Unterstützer?

Die beiden Hauptsponsoren über die vielen Jahre betrachtet sind einerseits Willi Hemetsberger und andereseits die Bank Austria.

Aber es gab auch Sponsoren aus der Baubranche.

Da es sich in den Aufbaujahren, die erst seit kurzem abgeschlossen sind (beide Schulen sind weitgehend fertiggebaut) um ein Bau- und Architekturprojekt handelt, kamen viele Unternehmen aus der Baubranche damit in Verbindung.
Ganz wesentlich war da eine weitere Ausstellung des AZW Think Global, Build Social! Bauen für eine bessere Welt, im Jahre 2014.
In dieser Ausstellung wurde umfangreich über alle Bauten von s2arch berichtet.
Viele Architekt/innen und Mitarbeiter/innen von Bauträgern besuchten diese Ausstellung, waren vom Geleisteten der Studierenden beeindruckt und zeigten Interesse, weitere Projekte zu unterstützen.
Auch waren die hunderten Studenten quasi „Botschafter/innen“ des Projektes, nützen ihre Kontakte, die als Architekten naturgemäss in der Baubrache zu finden waren.
So spendeten viele.
Auch weil sie aufgrund des bereits Realisierten Vertrauen hatte, daß ihr Geld nicht in Verwaltungsstrukturen versickert, sondern direkt bei konkreten, sozial wirksamen und architektonisch innovativen Projekten landet.
Einige nützen auch ihren Urlaub, um sich vor Ort die Projekte anzusehen.
So sprach sich das Projekt im Architekten/Bauträgerkreis herum.
2017 kam es zu einer Anzeige, welche unterstellte, daß meine Tätigkeit als Gemeinderat der Grünen und die Mitgestaltung im Stadtplanungsbereich durch Spenden beeinflußt wäre. Daraufhin nahm die Staatsanwaltschaft Vorerhebungen auf.
Ich habe damals sofort unmissverständlich klargestellt: Mein Handeln als Gemeinderat und Stadtplanungspolitiker war ausschließlich von sachlichen Zielen im Interesse Wiens geleitet und in keinster Weise von Spenden beeinflußt.
Niemals hat mich ein Spender um eine Begünstigung ersucht, noch habe ich eine solche auch nur indirekt in Aussicht gestellt.
Jetzt, nach drei Jahren teilweise akribischer Ermittlungen der Staatsanwaltschaft bin ich von den Ermittlungsergebnissen bestätigt.
Die Staatsanwaltschaft hat dutzende Widmungsfälle analysiert und 19 (!) Mitarbeiter/innen der zuständigen Behörde, der MA 21 unter Wahrheitspflicht einzeln befragt. (Ich kenne als Beschuldigter deren Aussagen)
Die Aussagen bestätigen das für mich Selbstverständliche: Es gibt bis heute keinerlei Hinweis, daß ich in irgendeiner Weise jemanden begünstigt hätte. Ganz im Gegenteil:

Alle Beamten sagen aus, daß ihnen  keinerlei sachwidrige Handlung von mir aufgefallen ist.
Der falter hat den Akt gelesen und in einem ausführlichen, auch sehr kritischen Artikel  das geschrieben:

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Deswegen hoffe ich sehr, daß die Staatsanwaltschaft das Verfahren bald einstellt, denn angenehm sind all die auch öffentlich vorgetragenen parteipolitisch motivierten Vorwürfe  gar nicht.

Weiters möchte ich in Erinnerung rufen, daß s2arch gegründet wurde und Projekte realisiert hat und Spenden erhalten hat, lange bevor Grüne und damit ich in Regierungsverantwortung kamen.
Aus heutiger Sicht wäre es besser gewesen,  ich hätte sieben Jahre nach Gründung von s2arch im Jahre 2010, nach Eintritt der Grünen in die Regierung  meine Vorstandsfunktion bei S2arch zurückgelegt.

DamiAber wie so oft im Leben: Im Nachhinein ist man immer klüger.

Als Erklärung, nicht Entschuldigung: Ich ging immer davon aus, daß zählt, was jemand wirklich „tut“ , und nicht, wie etwas (bei maximalem Misstrauensvorschuß) „erscheint“.
Ich weiss, was ich getan habe:
Ich habe mich ehrenamtlich für den Aufbau – und Betrieb zweier Schulen in Südafrika engagiert. Das Ergebnis möge für sich sprechen.
Und ich habe mein politisches Wirken unbeeinflußt und ausschliesslich nach sachlichen (ökologischen und sozialen) Kriterien ausgerichtet. Auch hier möge das Ergebnis Maßstab sein.
Zum Abschluss ein Statement vom Architekten Wolf Prix, besser bekannt unter coop himmelblau:
„Christoph Chorherr, die Politik und die Architektur * * *
DIE POLITIK
In was für einem Land leben wir, in dem es möglich ist, dass man dem anderen unterstellt, was man selber gerne machen würde, wenn man könnte. Zum Beispiel: bestechen. Christoph Chorherr ist einer der wenigen Politiker, der sich aufrecht und energiegeladen für Architektur und Stadtplanung eingesetzt hat. Ich habe ihn mehrmals in wichtigen Jurys kennengelernt und seine Beiträge als äußerst kompetent erfahren.
Ihm vorzuwerfen, er könnte sich aus persönlichen Gründen für die Widmung von Projekten eingesetzt haben, ist eine Beleidigung der Stadtplanungsabteilung der Stadt Wien.
DIE ARCHITEKTUR
Heute leben wir auf schwankendem unsicherem Grunde. Nicht wissend, wohin wir gehen sollen. Denn die alten Strukturen liegen im Sterben – sind aber noch nicht tot. Und die neuen Strukturen wachsen heran, aber sie sind noch nicht geboren.
„Alles ist möglich“ wäre ein Motto um Innovationen zu überprüfen und Entwicklungen einzuleiten, die die späteren und die heranwachsenden neuen Strukturen beeinflussen. Leider folgen nur wenige Architekturschulen dieser Möglichkeiten. Sie ziehen sich mit ihrer theoretischen Auseinandersetzung in einen Elfenbeinturm zurück. Körperlose Theorie, die nichts mehr mit einem erlebbaren Raum zu tun haben, nehmen überhand. Sie dienen nur dem frisieren banaler Entwürfe. Nichts ist mehr be-greifbar. Die heranwachsenden Architekten können nicht mehr nachvollziehen, was dreidimensionaler Raum bedeutet und sie haben vor dem Diplom kaum Architektur zu bauen selber erlebt.

Christoph Chorherr hat es Studenten der TU Wien und anderen Universitäten ermöglicht, nicht nur das Erlebnis des Selbstbauens zu erfahren, er hat auch mit seinen zwei Schulprojekten einen wichtigen Entwicklungshilfebeitrag für Südafrika geleistet.
Für mich erstaunlich ist, dass ein Politiker so weitreichende Ideen entwickeln konnte und kann. Er ist nicht nur ein eloquenter Politiker, sondern auch ein Ideengeber und Motor für eine Stadtplanung, die nicht dem 19. Jahrhundert nachhängt.
Das man in einem unsäglichen Wahlkampf – der manchen Politikern moralische Verkommenheit attestiert hat – dem Politiker Chorherr vorwirft, seine Ideen nur mit angeblicher Bestechung  Geld für sich nehmen) zu verwirklichen, ist nicht nur ungeheuerlich, sondern zeigt auch, wie man hier in Österreich zu denken pflegt. Nämlich: Wie der Schelm denkt so ist er. UND MIT SCHELM IST NICHT CHRISTOPH CHORHERR GEMEINT.
* * *

PS:

Auch der Wiener Stadtrechnungshof hat auf Antrag der FPÖ s2arch geprüft.

Hier der seit einem Jahr öffentlich zugängliche Bericht des Stadtrechnungshofs, sowie die zusammenfassende Antwort des amtierenden Vorstands von s2arch.

Darin wird auch auf die Kritik geantwortet, die Abrechnungen seien nicht ausreichend ausführlich abgegeben worden.

3 Gedanken zu “Ithuba – eine persönliche Bilanz

  1. Lieber Christoph,

    vielen Dank für diesen umfangreichen und lebendigen Bericht! Als grüner Kollege kenne ich dich leider nicht persönlich, schätze dich aber schon länger als ich selbst bei den Grünen mitarbeite. Dass du immer völlig korruptionsfrei agierst, stand für mich von Anfang an außer Frage – wie klar muss das dann erst jenen Personen sein, die dich persönlich kennen und trotzdem anzuschwärzen versucht haben? Es wird wohl eine große Portion „politisches Kleingeld“ dabei sein, und möglicherweise noch eine viel größere Portion Neid auf das Engagement von dir! Lass dich nicht unterkriegen (aber das brauche ich dir eh nicht zu sagen …)!

    Liebe Grüße Wolfram Lindl (Grüne Puchenau)

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  2. Lieber Christoph Chorherr!
    In Schönheit zu scheitern, ohne dabei seine Ziele aus dem Auge zu verlieren! Das könnte ein künstlerisches Lebensmotto sein. Der Weg ist jedenfalls anspruchsvoll. Auch ich hätte die politische Optik vermutlich unterschätzt. Ich gratuliere Dir, manche Fehler muss man wahrscheinlich begehen, sonst wäre das menschliche Engagement nicht groß genug.
    Liebe Grüße Friedl Wegenstein (Grüne Perchtoldsdorf)

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  3. Die projekte finde ich großartig und bin auch überzeugt von deinem ehrlichen engagement und deiner subjektiven Nicht-Bestechlichkeit.
    trotzdem hättest du – abgesehen vom grundfehler, den du selber anführst- im vereinsvorstand nicht zu rückgetreten zu sein- folgendes tun müssen:
    bei den abstimmungen über die förderung im GR nicht mitstimmen- du hättest dich befangen erklären müssen.
    die liste der spender*innen veröffentlichen- Intransparenz geht da gar nicht, solltest du nacholen, wenn du kannst. Wenn die spender dir das nicht erlauben (erlaubt haben), müssten alle alarmglocken bei dir läuten.
    Und mehr selbstreflexion und distanz würde ich mir auch wünschen: KEIN mensch agiert „objektiv“ und unbeeinflusst von seinen subjektiven interessen im hinblick auf die eigene wirklichkeitswahrnehmung/konstruktion, drum sind grundsätzliche unvereinbarkeiten ohne ansehen der person so wichtig

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