Franz-Josefs-Bahnhof: das Ergebnis des Wettbewerbs

Heute:

Ein versteckter, hässlicher  Bahnhof, darüber ein bald leerstehendes Bürogebäude sowie eine Hochgarage. Der gesamte Komplex trennt die Bezirksteile und es gibt keine Querungsmöglichkeiten. Die Erdgeschosszonen sind gelinde gesagt wenig urban und stark verbesserungswürdig.

Jetzt liegt das Ergebnis des Wettbewerbs vor.

Da ich für die Stadt in der Jury sein durfte, berichte ich gern über das einstimmige Juryergebnis. Kurz zusammengefasst: Wenn dieses Projekt in ein paar Jahren realisiert ist, wird es zu einer signifikanten Verbesserung in diesem Stadtteil kommen.

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Deswegen:

1.) Querungsmöglichkeiten.

Das ganze Areal wird aufgebrochen. Es wird von allen Seiten zu- und durchgängig werden.

2.) Öffnung und Belebung auf der Fußgänger/innenebene.

Hier werden nicht nur Öffnungen, sondern auch kleine Geschäfte, Restaurants, Werkstätten und Restaurants entstehen.

3.) Park
Im Inneren der Anlage entsteht ein langgestreckter Park

4.) Gemischte Nutzung
Statt wie derzeit Büro und Hochgarage kommt in Zukunft eine gemischte Nutzung, die Arbeiten, Freizeit und Wohnen umfassen wird.

5.) Leistbare Wohnungen
Das Ziel der Stadt und des Bezirks ist es, ein beträchtliches Maß an leistbaren Wohnungen zu realisieren.

Dieser Punkt, ebenso wie viele andere, muss in den nächsten Monaten in einem städtebaulichen Vertrag mit dem Liegenschaftseigentümer präzisiert und verhandelt werden.

Hier das Siegerprojekt der Architekten ARTEC

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Wie gehts jetzt weiter?

Jetzt liegt ein aus meiner Sicht ausgezeichneter städtebaulicher Entwurf vor.

In einer Ausstellung wird dieser allen Interessierten gezeigt. Genauso wie alle anderen Projekte, die eingereicht wurden.

Das Siegerprojekt der Architekten ARTEC ist Grundlage für eine neue Widmung für dieses Areal und wird rund 1-2 Jahre dauern.

Und zum Thema Hochhäuser…

In den Ausschreibungsbedingungen wurde den Architekt/innen die Möglichkeit von „Höhenfenstern“ angeboten.

Der jetzt beendete Wettbewerb hatte ua die Aufgabe zu prüfen, ob an diesem Standort ein ausgearbeitetes Projekt mit Hochhäusern das städtebaulich beste, oder eine deutlich geringere Höhenentwicklung auch möglich ist.

Der Vergleich (den sich alle in der Ausstellung ansehen können) hat die Jury sicher gemacht. Statt der befürchteten 126 m Hochhäuser kommt es nur zu geringfügigen Hochpunkten, die mit 58 Metern begrenzt sind.

Hier ein vertiefender Artikel von Wojciech Czaja im Standard.