Städtebau am Nordbahnhof.Ein großer Wurf

Der Wiener Nordbahnhof ist das letzte große zentrumsnahe Stadterweiterungsgebiet.
Vier lange intensive Tage arbeitete eine Fachjury, um aus 120 anonymen Entwürfen ein Siegerprojekt auszuwählen.
Das kann, glaube ich, ein ganz großer Wurf werden.
Hier ein schnelles Foto,

und hier eine genauere Beschreibung

Kurzbeschreibung: Der große Freiraum im Zentrum wird nicht flächig verbaut, sondern bleibt in großen Teilen erhalten.
Die Bebauung säumt mit hoher Dichte und 7 ca 70 Meter hohen Häusern dieses Park.
Empfehlung:
Unbedingt die Ausstellung besuchen, das Siegerprojekt und auch die anderen 119 Projekte anschaun und vergleichen. Es gibt unzählig viele Möglichkeiten, an diesem Ort „Stadt zu bauen“.
Wo: 22.11.2012 bis 2.12.2012 im Foyer A der Messe Wien (U2-Station Messe-Prater) ausgestellt. Die Ausstellung ist Montag-Freitag von 15.00-19.00 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 13.00-17.00 Uhr geöffnet.

PS: Niemals lerne ich mehr über Städtebau, als in Auswahlverfahren wie diesem, das wie so oft auch kontrovers war.

16 Gedanken zu “Städtebau am Nordbahnhof.Ein großer Wurf

  1. Dramatisierung unterschiedlicher Qualitäten Gut am Entwurf ist mEn die Zuspitzung der verschiedenen Merkmale wie z.B. Hochhäuser am Park und Hochhaus.fahnen zur Strukturierung entlang der Bahn… Frage: Wie und von wem und wann werden die Baulose der ÖBB nun vergeben? Wird juriert oder lukrativ an Bestbieter verkauft?

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    • und was wiereinmal vergessen wurde, der überlastete radweg lassallestrasse-praterstraße braucht dringend eine parallel führende hochwertige alternative mit eigener brücke über die donau und weiterführung bis city.
      so wies jetz ausschaut wirds dann halt wieder ein im nachhinein dazugewurschteltes irgendwas, über das die autofahrer zurecht schimpfen, weil es mangels atraktivität kaum genutzt wird.

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    • Die Straßenbahnlinie O ist vorgesehen: sie biegt von der Norbahnstraße nach rechts in Am Tabor ab, dann nach links in die Bruno-Marek-Allee und fährt diese entlang bis zur Taborstraße, in die sie nach rechts abbiegt. Eine Umkehrschleife ist gleich neben dem Wasserturm geplant. Eine eventuelle Verlängerung würde die Taborstraße entlang bis zur Engerthstraße führen.

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  2. Kein großer Wurf – nur mehr Deppen in der Politik? MIV unter 25% – Im grünen Tübingen sind es im französischen Viertel nur 10%!

    Parken auf der Oberfläche ist z.B. in Zürich bei Neubauten komplett verboten. Darüber hinaus gibt es autofreie Siedlungen. Garagen unter Wohnbauten. Noch nie was von Äquidistanz gehört?

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    • Fußgängerzonen als Lösung zu Leerstände in Geschäftsstraßen das Problem sind die Shopping-Zentren: de facto bilden sie eine Geschäftsstraße ab, bei der aber eine Fußgängerzone herrscht. d.h. man hat in der Regel die selben Fußwege. Und die Leute wollen ja auch ohne sich zwischen Autos zu quetschen zwischen den Geschäften einkaufen und flanieren: sieht man auch bei der SCS: da kann man ja auch nicht mit dem Auto vors Geschäft fahren. Da läuft auch jeder vom Parkhaus zur „Geschäftsstraße des Einkaufstempels“.
      Vor allem würde man den Trend zu Shopping-Zentren entgegensteuern.

      Da wäre es eine Überlegung: mehr Fußgängerzonen zu schaffen, wobei am Beginn und Ende einer jeden Fußgängerzone Parkgaragen sein könnten: das würde a) die Geschäftsstraßen in den Bezirken attraktiver machen zum Einkaufen (sieht man z.B. anhand der Meidlinger Hauptstraße sehr gut) und b) würden die Leerstände reduziert werden. und c) man fördert damit den Öffi-Verkehr, weil man damit Autoverkehr in der Stadt einschränkt, weil weniger Straßen zum Durchfahren da sind.

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  3. Wiener Öffi fehlen Schnellverbindungen Bei den ÖBB gibt es am selben Gleis schnelle und langsame Verbindungen (also Züge, die in jeder Station, und Züge, die nur an Knotenpunkten halten).
    Und genau das fehlt meiner Meinung bei der U-Bahn, bei den Autobussen, …. und insbesonders bei der Badnerbahn (Ich finde das wäre nämlich viel wichtiger, als eine kürzere Taktung)!
    Die Menschen schaffen das schon zu Unterscheiden (dazu muss es ja nicht andere Zugwagons geben): schließlich funktioniert das bei den ÖBB ja auch.

    Die Schnellverbindungen machen den Öffi-Verkehr erst attraktiver!
    Bei vielen Straßen baut man in Wien mehr als zwei Spuren, und bei den Wiener Öffis (ausgenommen: ÖBB) ist das maximale zwei Spuren?
    Auch daran kann man die eindeutige Priorisierung des Autoverkehrs erkennen, die sich durch die Grüne Regierungsbeteiligung noch nicht geändert hat!

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    • Die ÖBB schaffens innerhalb von Wien auch nicht, dass die REX-Züge wirklich schneller sind als die S-Bahn. Auf der Stammstrecke bleiben die Wiesel mittlerweile überall stehen – ganz einfach weil sie eh nicht überholen können.

      Solange genug Fahrgäste da sind, zahlen sich dichtere Intervalle schon aus – ganz einfach weil Öffentliche Verkehrsmittel eher angenommen werden, wenn sie so oft fahren, dass man den Fahrplan gar nicht mehr benutzt. Statt Express-Linien, die 2 Minuten rausreissen, wären eher mehr parallele Linien sinnvoll, da sie die Fußwege verkürzen können. Wir aber bei U-Bahnen auch niemand machen, da Tunnels eh schon exorbitant teuer sind.

      Ein paar Express-Buslinien wären allerdings sinnvoll – da müsste man aber wirklich sinnvolle Punkt-zu-Punkt Verbindungen, die von vielen Leuten genutzt werden, aber trotzdem im Moment schlecht ausgebaut sind, finden. Flughafenbus & SCS Bus fallen mir da konkret ein. Keine Ahnung, wo es sonst Sinn machen würde.

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    • Intervallverkürzung ist auch sinnvoll, aber ist nicht alles, vor allem wenn man 50 min. von Floridsdorf nach Alterlaa fährt.

      Hier gehts um Schnellverbindungen: z.B. mit der S-Bahn: Liesing-Südbahnhof-Floridsdorf in z.B. 15 min. statt z.B. 40 min.
      Gerade für Arbeiter/Arbeitnehmer rentieren sich Schnellverbindungen, weil man so die Öffis priorisiert und nicht die Straßen für die Autos.

      da gehts nicht um 2 Min., sondern um ca. Halbierung der Zeit.
      Naja wenn REX Züge innerhalb Wien bei jeder Station stehen bleiben, ists auch klar, dass sie nicht schneller sind.

      z.B. könnte es an der Ubahn U6 so sein: Floridsdorf – Spittelau – Alserstraße – Westbahnhof – ….

      Natürlich geht das bei der Ubahn derzeit nicht, weil man vorsorglich keine dritte Spur baut. Warum erhalten Autobahnen immer eine neue Spur dazu, wenn viel Verkehr ist?

      Also einfach nur Knotenverbindungen, nur Knoten anfahren, wo viele Fahrgäste in der Mehrheit aus/einsteigen, für die Schnellverbindungen.

      SCS Bus? damit man die Nahversorgung noch stärker bluten lässt? das ist der größte Blödsinn. Wir wollen ja Verkehr nicht produzieren, wo er auch nicht hingehört.
      Da gehören mehr Busse, Straßenbahnen her für die Nahversorgung.

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    • Autofahrer haben ihre Schnellverbindungen in Wien: Tangente, Donauuferautobahn, …

      Und die S-Bahnen oder der REX dackelt herum von JEDER Station zu JEDER Station.

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    • 30 minuten sinds von flodo nach alt erlaa Und auch was den Rest angeht: Wenn man schon ein paar Milliarden rausschmeisst, sollte es nicht der einzige Benefit sein, dass man ein paat Minuten schneller ist. Und viel mehr ists nicht.

      Liesing – HBF – Flodo macht überhaupt keinen Sinn. So wichtig ist Liesing nicht – zumindest weniger wichtig als Meidling, Landstraße und Praterstern. Und bei 4 Zwischenstops rücken die 15 Minuten in weite Ferne.

      Und zum SCS-Bus: Dass die SCS städteplanerisch ein Griff ins Klo ist, mag ja sein. Aber die SCS ist da, und die Leute fahren hin. So einfach ist das. Und wenns einen Bus gibt, fahren ein paar Leute halt mit dem Bus und nicht mit dem Auto hin. Der Bus sorgt sicher nicht dafür, dass Innenstadtbewohner ständig in der SCS abhängen, sondern eher dafür, dass sie damit einmal im Jahr zum Ikea fahren, und dafür halt keinen Kumpel wegen des Autos anschnorren.

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    • 30 min.? woher hast du den Wert?

      Ich fahre täglich auf der U6, brauche aber immer ca. 40-45 min.

      Wer Verkehrsrouten sät, wird auch Verkehr ernten. Einfache Regel, die allgemein gültig ist. Wobei es es ja schon einen Bus, als auch eine Badnerbahn in die SCS gibt? Wo ist also das Problem?

      Schnellverbindungen sind ja eh schon durch die S-Bahn da. Intervallverkürzung wäre da aber gefragt und Ausbau vom Streckennetz.

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    • Hoppla Der VfGH ist mit mir per du? Da fühl ich mich aber geehrt. Die 30 Minuten kommen aus der Fahrplanauskunft, und nachdem ich die dort angegebenen Zeiten bisher auf allen öffentlichen Strecken in Wien zum Großteil wirklich erreiche, gehe ich davon aus, dass es dort genau so ist.
      Mit Fußwegen und Wartezeiten wirds natürlich mehr, aber das kann keine Schnellverbindungen wegzaubern.

      Ihre anderen Fragen sind ja hoffentlich nicht an mich gerichtet.

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  4. Nix mit zwingt Grün rein – zwingt verbaute Fläche rein.

    Das letzte zentrumsnahe Projekt ? Aha, und die weiteren 150 000 von Herrn vdB angereizten Wien-Zuwanderer werden dann Wohnungen bauen, von Wien aus bis zum Semmering?

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