Günstig Wohnen in Wien. 7 Euro, oder wie sonst?

Wohnen in vielen Städten, auch in Wien wurde in den letzten Jahren signifikant teurer.
Genauer:
Nicht der „durchschnittliche Preis“ ist das große Problem. Besonders stark sind die Preise für Neuabschlüsse gestiegen. Das spürt schmerzhaft jeder, der eine Wohnung sucht. Das werden immer mehr, vor allem junge Menschen.
Maria Vassilakou hat jetzt eine öffentliche Debatte angestoßen. Ihr und unser Ziel: Wohnen in Wien muß leistbar bleiben (auch und v.a.für Menschen mit Durchschnittseinkommen oder darunter).
Hier (einmal mehr, hoch lebe ein Blog, wo ich ohne Zeilenbeschränkung ein bisschen argumentieren kann) jetzt einige mir wichtigen Gedanken über Ursachen und Lösungsvorschläge dazu.

Die Ursache:
Die Hauptursache ist nicht neu, spielt aber in der öffentlichen Debatte (leider) kaum eine große Rolle. Ich hab schon oft darüber geschrieben, unzählige Reden im Gemeinderat dazu gehalten oder auf Bürgerversammlungen dazu gesprochen – vielleicht war ich zuwenig „populistisch“ 🙂
Wiens Bevölkerung wächst sehr stark. Damit wächt die Nachfrage nach Wohnraum.
Allein in den letzten zehn Jahren hat Wiens Bevölkerung um 170 000 (Melderegister) Menschen zugenommen.
Nur zum Vergleich: Das ist deutlich mehr, als Innsbruck Einwohner hat (121000).
Dieses Bevölkerungswachstum scheint sich sogar noch zu beschleunigen: Allein im letzten Jahr (Zählzeitraum Sept 2011 bis Sept 2012) ist Wien um exakt 24 255 Menschen gewachsen.
Stadtplanung heisst, in längeren Zeiträumen zu denken. Wir Grüne (hauptverantwortlich für Stadtentwicklung) planen Stadt für einen Zeitraum von rund 20 Jahren.
Multipliziert man das Bevölkerungswachstum mit dieser Zahl, wird klar, daß in einem ziemlich kurzen Zeitraum die zweitgrößte Stadt Österreichs mitten in Wien gebaut werden muß (unterschiedlich verteilt auf 23 Bezirke).
Das ist eine gewaltibe Herausforderung.
Dieses Bevölkerungswachstum hat seinerseits wieder eine Reihe von Ursachen. Einerseits Zuwanderung aus den Bundesländern. Schauen Sie sich in ihrem Arbeitsumfeld bzw. ihrem Bekanntenkreis um. „Autochthone“ Wiener/innen (ich gehöre zu dieser raren Spezies) sind eher die Ausnahme.
Weiters sind wir (ich meine eindeutig zu unserem Vorteil) Mitglied der EU. Deswegen dürfen Menschen aus allen möglichen EU Ländern zu uns kommen.(Übrigens: Jenes EU-Land, aus dem die meisten Menschen nach Wien kommen ist Deutschland)
Wie es uns Wiener/innen erlaubt ist, ungehindert in jedem Land der EU zu leben, zu arbeiten, zu studieren, ohne jemanden um Genehmigung zu fragen.
Ich halte das für einer gewaltige zivilisatorische Errungenschaft.
Insofern sind die Zahl rund 20 000 Menschen, um die Wien jährlich wächst ein bloßer Saldowert.
Der tatsächliche Wert sieht ca so aus: Es kommen jährlich ca 60 000 Menschen nach Wien, 40 000 ziehen weg (gemeint sind die „Grenzen“ Wiens)

Dieses Bevölkerungswachstum, vergleichbar mit der Gründerzeit in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts, ist aber nicht die einzige Ursache.
Der Wohnabedarf wird auch durch die stark steigende Wohnfläche pro Kopf deutlich erhöht. Diese hat sich in den letzten Jahrzehnten um fast 50% erhöht.
Ursachen davon sind einerseits das (verständliche) Bedürfnis, nicht allzu gedrängt zu wohnen, v.a. aber die steigende Anzahl an Ein-Personen Haushalten.In Wien ist die Scheidungsrate mit rund 50% die höchste aller neun Bundesländer, die Zahl der Alleinlebenden besonders hoch und der daraus resultierende Wohnbedarf entsprechend.
Diese Faktoren führen zur „Boomstadt Wien“ und eine sehr starke Wohnnachfrage. Alle Wohnbauträger können ein Lied von massiv steigenden Vormerklisten singen.

Neben dieser steigenden Nachfrage gibt es weitere Ursachen der Preissteigerungen.
*) die derzeitige „Eurokrise“. Auch Menschen, die über Geldvermögen verfügen haben Angst. „Überlebt“ der Euro? Kommt die große Inflation? Wie kann ich mein Geld „sicher“ anlegen? fragen sich viele.
Und „sicher“ scheint vielen etwas, das man angreifen kann: Eine Wohnung, ein Haus, ein Grundstück.
So findet eine gewaltige Flucht in Sachwerte statt, die ihrerseits die Preise weiter ansteigen lässt. Eine „Grundstücksblase“ wie in den USA scheint es jedoch noch nicht zu sein, da das meiste aus eigenem Anlagevermögen und nicht auf Kredit erworben ist.
*) Die Eigentumsverhältnisse bei Zinshäusern haben sich verändert. Nicht mehr vorrangig Einzelpersonen oder Familien halten diese, sondern institutionelle Anleger. Diese wollen eine Rendite für ihr eingesetztes Kapital sehen. So haben sich in den letzten drei Jahrzehnten die Preise von Häusern vervielfacht, und die Einnahmen-die Zinszahlungen an die Kapitalgeber-sind eben beinahe ausschliesslich die (steigenden)Wohnungskosten.
Weiters: Da wir (glücklicherweise meine ich ) ein strenges Mietrechtsgesetz haben, welches Kündigungen beinahe völlig ausschliesst, jedoch auch alte (sehr günstige) Mietverträge schützt, kann die erwartete Rendite v.a. aus neuen Mietabschlüssen erzielt werden.Das verstärkt das Problem weiter.
Schliesslich: Immer mehr Wohnungen fallen aus der Preisregelung des Mietrechtsgesetzes heraus. V.a. die sogenannten Vorsorgewohnungen dürfen frei vermietet werden.

Was keine Lösung darstellt:
„Die Grünen sind doch eine wachstumskritische Partei“, wird mir oft entgegengehalten.
„Stimmt“, antworte ich.
„Aber Wien darf dann eben nicht so stark wachsen.Baut einfach nicht soviele Wohnungen!“
„Nein!“ antworte ich, denn die Alternative ist eine ganz schlechte.
Ein paar Gedanken dazu:
Daß die Städte und deren Umland stark wachsen, weite Teile Österreichs jedoch schrumpfen ist ein großes, ein ganz großes Problem. Ich hab mich wiederholt (zuletzt hier) mit diesem völlig unterschätzen Thema auseinandergesetzt.
Wien allein kann dieses Problem nicht lösen.
Denn was würde passieren:
Schon jetzt ist das Wiener Umland die stärkst wachsende Region Österreichs (siehe diese Grafik )
Würde Wien nicht ausreichend Wohnungen und „Stadt“ bauen, wären Menschen gezwungen ins Umland auszuweichen.
Wohnen in Suburbia heisst: Noch mehr Autoverkehr, weil dort, infolge geringer Dichte die öffentlichen Verkehrsmittel zwangsläufig schlechter sind, ebenso ist eine dichte Nahversorgung unmöglich, Shoppingcenter die traurige Regel. Die öffentlichen Kosten der technischen wie sozialen Infrastruktur sind deutlich höher als im Ballungsraum, der ökologische Fußabdruck signifikant größer.
Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Jede/r soll dort leben wo er/sie möchte.
Ich will aber eines sicher nicht: Daß Menschen, die in der Stadt leben wollen gezwungen werden, ins Umland auszuweichen.
Diese Situation gibt es längst in München, in London oder in Paris.
Wir Wiener Grünen wollen nicht, daß dies auch in Wien passiert.

Schritte zum leistbaren Wohnen
Vorweg: Es gibt keinen singulären, simplen Schritt.
Es gibt jedoch eine Reihe von Maßnahmen auf Bundes- wie Gemeindeebene, um sich dem anzunähern (…Bohren harter Bretter und so)
Um diese durchzusetzen bedarf es aber des politischen Drucks und einer öffentlichen Debatte (dazu aber erst später)
Der wichtigste Schritt: Ein kostengünstiges Wohnangebot hochhalten.
Hier hat Wien mit seinem geförderten Wohnbau eine große, international anerkannte Tradition.
Aber darüber hinaus muß und wird es weiterer Schritte bedürfen.
Eine zeigen und andere Städte vor: Wo Widmungen neue Stadtteile mit (auch) freifinanzierten Wohngen ermöglichen, und Widmungsgewinne erzielt werden, soll die Stadt bestimmte Anteile an günstigen Wohnungen vereinbaren.
Folgende weiter Maßnahme scheint mir besonders verfolgenswert (Salzburg ist hier in eine interessante Richtung gegangen.)
Wenn Menschen ihr Geld sicher in Immobilien anlegen wollen, warum sie dann v.a. Richtung Altbestand lenken.
Dieses Geld kann und soll auch für den Wohnungsneubau verwendet werden.
Und wenn gar ein städtischer Fonds teilweise Haftungen übernimmt, dann könnte die Stadt Wien gar auf den Spuren Heini Staudingers wandeln:
Ersparnisse werden dann nicht über Banken irgendwo in eine weltweise Spekulationsmaschine geworfen, sondern dafür verwendet, das Notwendige in der eigenen Region, z.B. Wohnungen zu finanzieren.
Denn die Hauptkosten bei der Errichtung von Häusern sind die Kapitalkosten.
Jeder halbe Prozentpunkt, um den es günstiger geht sind deutlich geringere Wohnkosten (Zinsen).
Das ist jetzt eine Idee, ein Vorschlag (da ich Teil einer Regierung bin noch kein ausgehandelter Vorhaben, das möchte ich zur Sicherheit dazusagen):
Die Stadt Wien legt selbst eine Wohnanleihe auf, haftet dafür, und führt diese Mittel direkt dem Wohnbau zu; mit der Auflage die Wohnungsmieten zu deckeln (z.B. „7 Euro“)
Damit könnte zusätzlich zum geförderten Wohnbau auch „frei finanziert“ günstiger Wohnraum angeboten werden.
Wien hat mit seiner „Wohnbauinitiative“ in diese Richtung erste Schritte gesetzt. Weitere werden folgen müssen.

Eine weiter Maßnahme: Grundstückskosten sparen.
Wie?
z.B. so
Dafür gibt’s in Wien ein weites Feld an flächenverschwendenden Nutzungen.

Überarbeitet gehört weiters das enorm komplizierte Bundesmietrecht.
Zuschläge zum Richtwert müssen sich auf das konzentrieren, was der Vermieter geleistet hat. Dazu gehört weder eine U-Bahnanbindung, die die Steuerzahler finanziert haben, noch Skurrilitäten wie „Lage in Schutzzone, Prostitution verboten“
Wo es Zuschläge gibt, muß es auch Abschläge geben, z.B. für befristete Mietverträge.
Ausserdem: Alle Wohnungen die in den letzen Jahrzehnten(nach 1945 bzw 1953 errichtet wurden, unterliegen nur extrem eingeschränkt eine Mietzinsbegrenzung. Hier sind Anpassungen jedenfalls notwendig.

Schließlich muß eine große Reform, die günstiges Wohnen zum Ziel hat, die vorhandenen günstigen (abgeschriebenen, mit Steuergeld errichteten) Wohnungen im Auge haben.
Die Vergabe freiwerdender günstiger Genossenschafts- bzw Gemeindewohnungen ist eine politisch sehr heikle, aber zentrale politische Herausforderung.
Jedenfalls darf es nicht Tabu sein (ich formuliere jetzt bewusst extrem vorsichtig) ein unbegrenztes Weitergaberecht sehr billiger Sozialwohnungen massiv in Frage zu stellen.

Conclusio
Es ist für uns Grüne ein ganz wichtiges Ziel, Iin der stark wachsenden Stadt wie Wien ausreichend günstigen Wohnraum zur Verfügung zu stellen.
Dafür bedarf es einer Reihe einschneidender Reformen auf Gemeinde- wie Bundesebene .Und eine öffentliche Debatte, die diese ermöglichen.

PS:
Viele begrüßen es, daß Maria Vassilakou diese Debatte angestoßen hat.
Einige kritisieren heftig, daß ihr Vorschlag nach einer Miethöhe von 7 Euro „populistisch, kommunistisch, realitätsfremd, dumm, etc“ sei.
Ich möchte hier namentlich die zwei Journalisten Peter Rabl und Werner Beninger nennen, denen ich diesen Blogbeitrag, wenn auch nicht exklusiv 🙂 widme.
Habe ich doch mit Ihnen auf twitter darüber debattiert.
(Und diesen Beitrag in Aussicht gestellt, da 140 Zeichen für dieses komplexe Thema eindeutig zu kurz sind)
Ihnen und den anderen Kritikern möchte ich mit folgender Überlegung kontern.
Glauben sie im Ernst, daß mit einem der Sache notwendig angemessenen, differenzierten Vorschlag (wie z.B. diesem Blogbeitrag) eine große öffentliche Debatte entstanden wäre?
Es liegt auch am Wesen unseres Journalismus, der „den Sager“ sucht, daß oft nur durch Zuspitzung und Vereinfachung eine Wahrnehmungsschwelle überwunden wird.
Wie oft wurde uns Grünen nicht vorgeworfen, allzu kompliziert zu kommunizieren?
Also: Wir wollen Reformen auch in der Wohnungspolitik.
Wir wollen, daß in Wien Wohnungen leistbar bleiben (das ist bedroht)
Dazu bedarf es einer großen, breiten öffentlichen Debatte.
Diese zu eröffnen ist Maria Vassilakou geglückt.
Einfach, indem sie „leistbares Wohnen“ in eine Zahl gefasst hat: 7 Euro.
So funktioniert Politik in Österreich.
Auch und v.a. wegen Euch Journalisten, lieber Peter Rabl, lieber Werner Beninger.
mit freundlichen Grüßen
Ihr
Christoph Chorherr

31 Gedanken zu “Günstig Wohnen in Wien. 7 Euro, oder wie sonst?

  1. 2 Sachen Hallo,
    ich finde den Artikel ausgezeichnet, kann aber die permanente EU-Euphorie der Grünen nicht verstehen, wie er auch in diesem Artikel kurz widergegeben wird. Diese EU bringt so viele Nachteile, Gefahren und hat schon so viele Schäden verursacht, dass ich im Gegenzug gerne auf die unbeschränkte Mobilität in andere Länder verzischten würde.
    Weiters muss ich widersprechen, dass sich ein öv im Wiener Umland offenbar nicht rechnet und deshalb dort nicht stattfindet. Sie wissen doch selbst, was die Foglekosten sind, die sie mit ihrer Aussage offenbar unberücksichtigt gelassen haben und sich damit leider kaum mehr von den Aussagen der sp und övp unterscheidet. Als Niederösterreicher kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass der ÖV sukzessive schlechter wird. Ein Auto hab ich erst, seit „meine“ Nebenbahn nicht mehr fährt. Damit fahre ich jetzt auch, damit es sich für mich rechnet, alle anderen Strecken, selbst die, wo es einen öv gibt. Das Problem ist der Pröll, der sich einen Dreck um den öv in NÖ schert.
    lg mm

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  2. Forderung kontraproduktiver Massnahmen Meine Verwunderung ist vielmehr die, dass eine Massnahme gefordert wurde, die, würde sie so übernommen werden, genau den gegenteiligen Effekt hätte. Die also die „Situation“ noch zusätzlich verschärfte: Eine Preisbeschränkung, ohne zusätzliche flankierende Massnahmen, führt zu weniger und schlechteren Wohnungen, d.h., höhere Mieten für miesere Wohnungen. Wem mit so einer Massnahme geholfen wäre?

    Und das erlaube ich mir Populismus zu nennen, die Forderung des Gegenteils meiner (angeblichen) Ziele:
    – Zuviele Unfälle: Aufhebung der Geschwindigkeitsbeschränkungen! („War ja nur ein Aufhänger, um in die Schlagzeilen zu kommen, eigentl wollen wir ja schon flächendeckend Tempo 30.“)
    – Zuviele Abgase: Bezin soll gratis sein! („So funktioniert die Presse in Ö, eigentl will ich ja €xy/l.“)
    – usw.

    Mfg, r’b

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  3. Aus einem etwas anderen Blickwinkel Wie bereits auf Twitter angekündigt, möchte ich den Themenkomplex von einem etwas anderen Blickwinkel betrachten, nämlich: „Wird bereits bestehender Wohnraum effizient genutzt?“ oder „Wieviel an zusätzlich geplantem Wohnraum könnte eingespart werden, würde vorhandener gezielter genutzt?“
    I
    ch darf mir in diesem Zusammenhang den Luxus als Normalbürger erlauben, etwas polemischer die Dinge zu beleuchten und nur einige, selbst erlebte Beispiele gezielter Wohnraumvergeudung plakativ und stellvertretend nennen. Dabei geht es lediglich um effiziente Nutzung und nicht um Eigentumsverhältnisse und dergleichen. Also ein durch und durch philosophischer Ansatz.

    Beobachtung 1:
    Einige meiner Kollegen sind, nachdem sie ursprünglich in Wien aufgewachsen sind und auch hier ihre Familiengründungen vollzogen haben, in späteren Jahren ins wesentlich „lebenswertere Umland“ gezogen, ohne deren in Wien vorhandene Wohnungen bzw. Häuser aufzugeben. Sie arbeiten weiterhin in Wien und pendeln täglich ein. Unabhängig von den vielen damit verbundenen, gerade jetzt auch im Zuge der Parkpickerl-Problematik evidenten, verkehrs- und umwelttechnischen Probleme ist das Verhalten dieser Stadtflüchtlinge (als Fachterminus und nicht zwingend abwertend gemeint) auch aus anderen Gründen oftmals „sozial grenzwertig“. So brüstet sich ein Kollege z. B. damit, bewusst nicht in Wien sondern in seinem neuen Wohnort einkaufen zu gehen und in anderer damit, rechtzeitig (da gibt’s offensichtlich Fristen) sich wieder in Wien anzumelden, um einmal einen Platz in einem Seniorenwohnheim zu ergattern, weil er dort, wo er jetzt wohnt, keine Chance auf eine vergleichbare Einrichtung hat bzw. es dort viel zu teuer wäre…
    Und davon, dass ein weiterer Kollege seit Jahren ganz bewusst Mülltourismus betreibt, indem er seine Mistsack’ln von NÖ nach Wien transportiert und hier entsorgt und sich, darauf angesprochen, königlich darüber amüsiert, es den Wienern damit wieder einmal gezeigt und hier Kosten verursacht zu haben, während er „draußen“ seine Kommunalabgaben entrichtet, will ich gar nicht reden. Hat auch nur bedingt mit dem Wohnraumthema zu tun…

    Beobachtung 2:
    Ein anderer, mir bekannter Fall betrifft eine mehr als 200m² große Altbauwohnung am Schottenring, in der, nachdem Ihr Mann verstorben ist, seit Jahren nur noch die Witwe alleine lebt.

    Beobachtung 3:
    In einem weiteren Fall ist eine betagte und mobil eingeschränkte Dame ins Haus ihres Sohnes gezogen. Durchaus verständlich und nachvollziehbar. Nur jene Wohnung, aus der sie weggezogen ist und sicherlich auch nie wieder hinziehen wird, hat sie deshalb nicht aufgegeben, weil sie’s für’s Enkerl aufheben will. Besagtes Enkerl ist jetzt 7 Jahre alt. Falls das Konzept tatsächlich aufgehen sollte und das Enkerl wirklich dort einmal einziehen will (wer weiß das jetzt schon), steht die Wohnung also noch mindestens 10 Jahre leer.

    Die genannten Beobachtungen erheben selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit und sind demnach leider erweiterbar…

    Sie schreiben völlig zurecht und ich bin dankbar für die Aussage: „Jedenfalls darf es nicht Tabu sein (ich formuliere jetzt bewusst extrem vorsichtig) ein unbegrenztes Weitergaberecht sehr billiger Sozialwohnungen massiv in Frage zu stellen.“ In meinem Fall – ich wohne ihn einer Genossenschaftswohnung – besteht diese Möglichkeit gar nicht mehr. Denn jede Wohnung, bei der sich das Mieterverhältnis ändert, mutiert seit einiger Zeit automatisch zu einer Eigentumswohnung.

    Soweit ein paar aus der Praxis der beobachteten Wohnraumvergeudung niedergeschriebene Gedanken, hoffentlich nicht zu sehr am Thema vorbei. Dass meine de facto nicht vorhandenen Lösungsansätze dabei stark in die Richtung nicht wirklich erwünschter, zentralistisch verwalteter Wohnraumordnung kommunistischer Prägung statt marktwirtschaftlich orientierter Bedürfnisdeckung gehen, ist mir durchaus bewusst.
    Ich darf mir was wünschen, Sie sind der Politiker, der’s auf die Straße bringen muss 😉

    Liebe Grüße und viel Erfolg!
    Ihr
    Christian Lenzenhofer

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    • 7 auf eien Streich Auch miene Beobachtungen erfassen eine ähnliche Entwicklung. Deshalb plädiere ich als Bautensprecherin der Grünen für einen sinnvollen Maßnahmen-Mix, der 7 Schwerpunkte umfasst:
      1. Raumordnung in Richtung verdichtetem Wohnbau mit attraktiver Gestaltung des öffentlichen Raums und ÖV-Anschluss; Reform der PenderlInnenbeihilfe, die keine Zersiedlungsprämie mehr sein darf
      2. günstige Baugründe durch Widmungsvorteile für die öffentliche Hand nach dem Vorbild Südtirols (ein Teil des Umgewidmeten muss günstig für sozialen Wohnba weitergegeben werden)
      3. Attraktivierung des Wohnbausparens und der Wohnbauanleihen
      4. Zweckbindung der Wohnbauförderung und Sanierungsförderung, beides in Richtung günstiger kleinerer Wohneinheiten mit Standardausstattung, Reform der Stellplatzverordnung zum Zweck der Kostensenkung
      5. keine Weitergabe von Friedenszins- oder Sozialwohnungen innerhalb der Familie oder Verwandtschaft, sondern Pool günstiger Startwohnungen
      6. Generalreform des Mietrechts in Richtung Einheitlichkeit, Transparenz und Aufhebung der Befristungen bei gleichzeitiger Neuregelung der Kündigungsmöglichkeiten; verbessserte Möglichkeiten für thermische Sanierungen
      7.klar definierte, einklagbare Zu- und Abschläge im Richtwertsystem, sodass sich Quadratmeterpreis um 7 Euro einpendelt

      Ao wird Wohnen wieder leistbar

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  4. Faire Wohnungsvergabe Nicht nur an einen fairen Preis, sondern auch an eine faire Wohnungsvergabe denken!

    Geförderte Wohnungen werden z. T. über das wohnservice-wien.at vergeben. Leider werden da neue Projekte einfach irgendwann veröffentlich und in der Praxis hat man fast keine Chance sich über eine bestimmte Wohnung zu informieren und sich dann anzumelden. Das gehört vollkommen neu gestaltet, denn wenn Wohnungen mit Steuergeld finanziert werden, sollten sie auch fair und transparent vergeben werden. z. B. Anmeldebezirk, Wohnungsgröße, etc. angeben und Warteliste…dann bekommt man z. B. 3 Wohnungen angeboten, wenn man keine nimmt -> kurze Sperrzeit (ähnlich wie bei Gemeindewohnungsvergabe).

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    • Bei Genossenschaftswohnungen muss man sich eh sofort anmelden, und danach erst informieren. Ist eh unverbindlich. Aber ja, das wohnservice-wien hast wirklich fast nur komplett ausgebuchte Wartelisten online. Ich frag mich, wieso die überhaupt online sind, wenn man sich dann nimmer anmelden kann.

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  5. Gemeindewohnungen vor allem Gemeindebauten sollten für Paare die zusammen ziehen wollen, leichter zugänglich sein, und vor allem sollten Gemeindewohnungen günstiger werden bzw leistbar bleiben, auch wenn Renovierungen notwendig sind, kann man dadurch die Betriebskosten enorm erhlöhen. Manche Menschen leben ja sowieso knapp am Minimumm.

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  6. 5 % der Wohnungen haben frei vereinbarte Mietzinse. Der Rest ist bereits beschränkt! derstandard.at/1350261094996/Mieten-Aufklaerung-statt-Populismus

    seit 1994 wurde kein Gemeindebau mehr errichtet!

    Und wer die Mietabrechnung genau unter die Lupe nimmt, wird sehen: das was am Meisten gestiegen ist, sind die Betriebskosten, weil die Stadt Wien beständig und immer mehr Einnahmen fordert.

    Stattdessens sollte man bei Steuerausgaben sparen:
    Warum verdient Herr Chorrherr 6.528 Euro pro Monat (2010) im Gemeinderat Wien?
    Qualität hat nichts mit der Höhe der Gehälter zu tun.
    Man hat die letzten Jahrzehnte gesehen, wie sich Politiker aus den Steuertöpfen bedienen.
    http://www.wien-konkret.at/politik/politikergehaelter/

    3.000 EUR pro Monat sind genug!!!

    Man könnte Millionen EUR damit einsparen und hätte die meisten Geldgierigen Menschen los, die in Top Unternehmen sowieso NIE eine Stelle bekommen hätten.
    Als Politiker reicht nämlich der Hauptschulabschluss. Soll das die Qualifikation eines Top-Managers sein?

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    • Einkommen Man merkt aus Ihrem Posting, wie wenig Ahnung Sie von den Arbeitsaufwänden von Politikern, die es ernst meinen – und gehört Christoph Chorherr zweifellos dazu – haben.

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    • und du meinst, ein Wissenschaftler arbeitet weniger und liegt auf der faulen Haut?

      Wenn jemand 50% arbeitet, soll er auch 50% mehr verdienen. Trotzdem sollten Gehälter in normaler Relation stehen. Und das tun sie nicht mehr.
      Genau deshalb werden die Armen immer Ärmer, weil sie die gesamten Gehälter fürs Leben ausgeben, aber die Löhne sehr wenig steigen, um die gesamte Inflation abzufedern und darüber hinaus zu verdienen.

      Trotzdem sind die Gehälter bei Politiker nicht leistungsorientiert, noch anhand einer Qualifikation/Ausbildungsgrad orientiert.
      Und Qualität in der Politik hat nichts mit der Entlohnung zu tun, das sind zwei paar Schuhe, die man nicht vermischen darf.

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    • und man merkt, dass Hänschen keine Argumente entgegenzusetzen hat, weil er selbst keine Ahnung hat.
      Chorherr wäre sicher nicht wegen dem Geld in der Politik. und mit 3.000 EUR kann er auch noch locker ein überdurchschnittliches bessergestelltes Leben finanzieren.

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    • INDIREKTE intransparente Parteienförderung man sollte auch noch erwähnen, dass (zumindest bei der SPÖ meinte das Herr Matznetter) ca. 15-20 % des Gehaltes an die Partei fliest, weil es eben die Partei so ausmachte. Also eine INDIREKTE intransparente Parteienförderung.

      Deshalb sollte man auch die „Gehälter“ der Politiker kürzen. So könnte man die Parteienförderung transparenter gestalten.

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  7. Inzwischen scheint es ja zwei Vorstöße der (Wiener) Grünen zu geben:

    1) spezielle Mietzinsobergrenze von 7€/qm für Erstvermietungen von Neubauwohnungen (Vorsorgewohnungen);
    2) allgemeiner Mietzinsrichtwert von 500€ für eine 2ZKB Altbauwohnung.

    1) richtet sich (wohl) an die rund 5% in der Mietzinsfestlegung „freien“ Wohnungen, die in der Regel als „Vorsorgewohnungen“ für mittlere Einkommensschichten gebaut wurden und zumeist mit staatlich geförderten Krediten finanziert werden, für die massiv geworben wurde und die „in der Krise“ als sichere Anlageform gelten. Die Pläne der Grünen richten sich also an die seit einigen Jahren von Abstiegsängsten geplagte Mittelschicht, die aufgrund der demographischen Prognose ihre Pensionsvorsorge auch über vermietetes Eigentum sichern wollen und müssen. Die Furcht vor den Auswirkungen der Finanzkrisen hat die Nachfrage nach wertsicheren Immobilien steigen lassen was sich in Neubau-Whg. Kaufpreisen von 2500-3500 €/qm in mittleren bis besseren Lagen niederschlägt.

    Klar: 7,- € netto/qm heißt nicht, daß 7,00 € im Geldbörsel des Vermieters ankommen und bleiben; Steuern, Abgaben, Rücklagen und andere nicht umlagefähigen Kosten gehen davon noch weg.

    Wenn man den Projektentwicklern glauben darf, lukriert man vor Steuern eine Rendite von 3-4% bei einem aktuell veranschlagten Mietzinssatz von 11-12,50 €/qm, bei gedeckelten 7,-€ reduziert sich die Rendite aliquot. Wie attraktiv ist damit eine Vorsorgewohnung also für den Privatanleger in Zukunft im Vergleich zu anderen Anlageformen, welche Auswirkungen hat eine Deckelung auf den WIllen und die finanziellen Möglichkeiten der privaten Wohnungseigentümer aus der Mittelschicht, den Bestand zu erhalten und nicht „abwohnen“ zu lassen?

    Desgleichen bei Vorstoß

    2) Das Stadtbild Wiens hat sich in den letzten 20 Jahren deutlich verbessert, jetzt falls die Zienshäuser auf, die noch nicht modernisiert wurden, während früher, in der allgemeinen „Dritter-Mann-Atmosphäre“ jene frischen Fassaden und hergerichteten Stiegenhäuser herausstachen, die nicht im Einheitsgraubraundreckig der bis in die 80er, 90er verlängerten Nachkriegszeit gehalten waren.

    Wie, glauben Sie, schaut unsere Stadt in 20 Jahren aus, wenn die Betrieskosten aufgrund der steigenden ökologischen Standards weiter in die Höhe gehen, aber der Gesamtpreis inkl. USt. und BK bei einer 2-ZKB AB-Wohnung nicht mehr als 500 € betragen darf (mit welcher Progression)? Wer hat dann noch Geld und Lust, sich um die Wohnungen und die allgemeinen Flächen zu kümmern, bei absolut unumgänglichen Reparaturen nicht immer nur die Billigst-Lösung zu wählen?

    Klar I, Spekulanten und Immobilienhaien, die von Zinshaus zu Zinshaus ziehen, Altmieter hinausgraulen und ein schönes neues und aseptisches Wohnghetto für DINKs oder Alt-BOBOs schaffen und noch den letzten Dachboden ausbauen, sind nicht sympathisch und es lohnt sich, hier Hürden, Sicherheiten und Riegel einzuschieben.

    Klar II, Wien soll nicht Paris, London, Berlin oder München werden und ich muß immer über die neidigen Kommentare von früheren Kollegen und Bekannten lächeln, wenn ich ihnen sage, was man in Wien so für Wohnen ausgibt – denn das ist im Vergleich zu genannten Metropolen wirklich wenig.

    Ich halte den Ansatz der Grünen jedoch für grundlegend falsch, mittels wohlwollendem Paternalismus und staatlichem Dirigismus noch in die letzte Ecke regulierend eingreifen zu wollen. Wenn die Grünen leistbaren und lebenswerten Wohnraum schaffen wollen, sollen sie, d.h. die Gemeinde und der Staat, selbst solchen Wohnraum bereitstellen. Sie sollen ein Angebot schaffen, das in Konkurrenz zu den anderen tritt und eine Alternative am Wohnungsmarkt bietet.

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  8. Staatliche Regulierung privaten Besitzes Christoph Chorherr macht sich hier sehr differenzierte Gedanken und versucht den unüberlegten 7 Euro Sager seiner Parteichefin schön zu reden.

    Wenn nicht Angebot und Nachfrage den Markt bestimmen, wird es halt bei Abschluss des Mietvertrages eine Schwarzgeldzahlung geben müssen, der Wettbewerb unter den Mietern um eine Wohnung wird dadurch ja bei den besseren Wohnunge angeheizt. Für den Mieter bleibt es gleich und dem Staat entgeht die Steuer…

    Bauträger werden dann auch nicht mehr viel Geld in Niedrigenergiehäuser investieren können, wenn über den Umweg der Miete die Investitionen wieder reinkommen.

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    • Glaube an unsichtbare Hand? Gehören Sie zu den leider immer noch vielen, die an die segensreiche Wirkung der unsichtbaren Hand glauben und daher jede Preisregulierung (von Mieten, von Löhnen, …) als Gift ansehen?

      Von 1945 bis zum Beginn des Neoliberalismus in Österreich vor ca. 30 Jahren war in Österreich alles besser! Damals waren fast alle Preise reguliert.

      Im Bereich Wirtschaft sollte man sicht nicht auf den Glauben, sondern auf Fakten verlassen.

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    • Würde man bei Bäckern auch einen Einheits-Brotpreis mit Zu- und Abschlägen einführen, gäbe es massive Proteste Preisregulierung funktioniert aber eben nur dann, wenn so gut wie fast alles Preisreguliert ist, aber nicht in einer EU, wo der freie Markt vorherrscht.

      Würde man bei Bäckern auch einen Einheits-Brotpreis mit Zu- und Abschlägen einführen, gäbe es massive Proteste. Weil eben nicht jedes Brot gleich ist.

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  9. Ich glaube nicht, dass das Herumdoktern mit den bekannten Maßnahmen (Preisgrenzen, etc.) von Erfolg gekrönt sein kann. Sonst hätte er sich schon einstellen müssen.

    Man muss sich einen grundsätzlich anderen Zugang zum Wohnthema aneignen.

    Was spricht dagegen, die gesamte Preisregelungen ersatzlos zu streichen?

    Den Preis regelt man über das Angebot, nicht übers Gesetz.

    Unterm Strich werden durch das bestehende System ja nur die unterschiedlichen Mietergruppen gegeneinander ausgespielt.

    Für alle Mieter (inkl. Gemeindebau, damit dieses elende Gerangel ein Ende hat) soll im Wesentlichen das selbe Preisniveau gelten, Altmieten müssen schrittweise angepasst werden können. Dann erübrigen sich auch zur Weitergabe ans Enkerl gehortete billige Altmietwohnungen und überhaupt die gesamte Weitergabeproblematik.

    Wer sich adäquaten Wohnraum nicht leisten kann, soll direkt unterstützt werden, solange wie notwendig – aber auch nicht länger. Geförderte Wohnungen z.B. für Jungfamilien sind eine super Sache, aber wenn die Kinder aus dem Haus sind und die berufliche Karriere am Höhepunkt sehe ich keine Förderwürdigkeit mehr.

    Bei der Treffsicherheit der öffentlichen Gelder, die in den Wohnbau gelenkt werden haperts gewaltig.

    Hier lässt sich viel Geld mobilisieren, um neuen Wohnraum zu schaffen.

    Durch eine Renditevorgabe an die eigenen Wohnbaugesellschaften kann die öffentliche Hand damit das gesamte Preisniveau steuern ohne Privatinvestitionen in Wohnbau zu verdrängen.

    Passt das Angebot, passt auch der Preis.

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  10. Arme haben keine Zeit! „Schritte zum leistbaren Wohnen
    Vorweg: Es gibt keinen singulären, simplen Schritt.
    Es gibt jedoch eine Reihe von Maßnahmen auf Bundes- wie Gemeindeebene, um sich dem anzunähern (…Bohren harter Bretter und so)“

    Dazu haben Obdachlose, Menschen, die von Obdachlosigkeit bedroht sind oder in belastenden Wohnsituationen leben, keine Zeit. Die brauchen SOFORT ausreichend Wohnraum!

    Ob die Grünen diese Dringlichkeit spüren, bezweifle ich, da ich vermute, dass die Grünen fast nur Mitglieder haben, die privilegiert sind und 0 Ahnung haben, wie sich Betroffene von sozialen Problemen fühlen.

    Die Grünen sind mir unsympathisch. Sie erscheinen mir als Partei, die von oben herab agiert, die eine Politik für die Betroffenen anstatt eine Politik mit den Betroffenen machen.

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    • SOFORT… … könnens nur helfen, wenn sie jemandem Geld zustecken. In der Politik geht halt nix sofort. Und die Politik der Grünen ist mir dann doch lieber, als die der anderen Parteien, die es anscheinend eh super finden, dass das Wohnen so teuer ist.

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  11. frage eine frage an sie direkt hr. ch:

    ist mit 7,- pro m2 eine nettokaltmiete gemeint oder bruttomiete? also inkl. ust? heizung usw.?

    diese angabe wäre wichtig um differenzieren zu können, wovon hier die rede ist und vergleichen zu können,

    ich (als laie) sehe unter meinen bekannten, dass alle die in einer genossenschaftswohnung wohnen, deren miete ohnehin unter 7,- nettokalt liegt, lediglich jene, die in nicht in einer genossenschaftswohnung oder nicht in einer gemeindewohnunge leben, z.b. in einem zinshaus, zahlen mieten weit drüber,

    warum? weil der eigentümer davon leben will/muss, und einen gewinn erzielen möchte?
    warum? weil div. großbauunternehmen zinshäuser aufkaufen, umbauen, teuer renovieren und teuer vermieten?

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  12. Meine Frage Woher kommt die Annahme, dass jeder ein Recht hat an jedem Platz zu wohnen auch wenn er es sich nicht leisten kann? Ich denke, dass es schon an diesem Denkansatz scheitert.
    Wie wollen sie fördern? Sie senken also die Mietkosten um dann die Abgabenquote zu erhöhen oder kommt das Geld dafür aus den noch geheimen Schatztruhen des Wiener Rathauses?

    Es ist wunderbar immer nur das gute Argument der bösen bösen Banken und Fonds zu bedienen. Was immer verschwiegen wird ist, dass sehr viele Wohnungsbesitzer ihr Eigentum ehrlich erworben haben und dafür mehrfach auch noch Steuern bezahlt. Wollen sie diese durch Deckelung der Mietziensen teilenteignen?

    Viele Grüße

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  13. Teuerungen Alles richtig: Wohnen wird natürlich besonders durch die Gebührenlawine verteuert, die eine überforderte Vassilakou (mit) zu verantworten hat. Also runter mit den überteuerten Gebühren für Heizungm Wasser, Strom, Müll, etc. Und gleich eine Obergrenze einziehen. Oder zumindest auch darüber abstimmen lassen. Danke.

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  14. Viele Unsichtbare-Hand-Gläubige hier? Beim Überfliegen der Kommentare hier, drängt sich bei mir die Frage auf, ob hier viele Unsichtbare-Hand-Gläubige hier sind.

    Wundern würde es mich nicht in einem Blog eines Grünpolitikers. Die Grünen sind ja leider eine Partei, die nicht komplett antineoliberal ist, sondern zur – ich schätze einmal – Hälfte neoliberale Parteimitglieder hat. Dementsprechend katastrophal ist auch die Politik der Grünen. Das ist ja logisch! Eine Partei, die teilweise neoliberale Politik macht, kann nur katastrophale Politik machen. Denn: Das neoliberale Wirtschaftsmodell funktioniert nicht! Es kann nur katastrophale Politik herauskommen, wenn man sich teilweise an einem Wirtschaftsmodell orientiert, das nicht funktioniert. Da die Grünen teilweise neoliberal sind, habe ich sie auch nicht gerne in der Regierung.

    Zum Thema zurück:

    Wer an die unsichtbare Hand glaubt, verteufelt natürlich Eingriffe der Gesetzgebung in die Preisbildung.

    Fakt ist: Von 1945 bis zum Beginn des Neoliberalismus in Ö vor ca. 30 Jahren war in Österreich ALLES besser. Als in Österreich alles besser war als heute, waren fast alle Preise (Mieten, Löhne, Warenpreise (Brotpreis, z.B.!), …) reguliert.

    Wenn es um Wirtschaf geht, sollte man sich nicht auf den Glauben verlassen, sondern auf Fakten!

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  15. Viele Unsichtbare-Hand-Gläubige hier? Beim Überfliegen der Kommentare hier, drängt sich bei mir die Frage auf, ob hier viele Unsichtbare-Hand-Gläubige hier sind.

    Wundern würde es mich nicht in einem Blog eines Grünpolitikers. Die Grünen sind ja leider eine Partei, die nicht komplett antineoliberal ist, sondern zur – ich schätze einmal – Hälfte neoliberale Parteimitglieder hat. Dementsprechend katastrophal ist auch die Politik der Grünen. Das ist ja logisch! Eine Partei, die teilweise neoliberale Politik macht, kann nur katastrophale Politik machen. Denn: Das neoliberale Wirtschaftsmodell funktioniert nicht! Es kann nur katastrophale Politik herauskommen, wenn man sich teilweise an einem Wirtschaftsmodell orientiert, das nicht funktioniert. Da die Grünen teilweise neoliberal sind, habe ich sie auch nicht gerne in der Regierung.

    Zum Thema zurück:

    Wer an die unsichtbare Hand glaubt, verteufelt natürlich Eingriffe der Gesetzgebung in die Preisbildung.

    Fakt ist: Von 1945 bis zum Beginn des Neoliberalismus in Ö vor ca. 30 Jahren war in Österreich ALLES besser. Als in Österreich alles besser war als heute, waren fast alle Preise (Mieten, Löhne, Warenpreise (Brotpreis, z.B.!), …) reguliert.

    Wenn es um Wirtschaf geht, sollte man sich nicht auf den Glauben verlassen, sondern auf Fakten!

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    • „waren fast alle Preise (Mieten, Löhne, Warenpreise (Brotpreis, z.B.!), …) reguliert.“

      mit dem ist eigentlich alles gesagt.

      Man muss sich eben entscheiden, welches Wirtschaftssystem man möchte. Man kann jedoch nicht das eine überregulieren, und beim anderen (z.B. Sanierung von Wohnungen durch Handwerker) steigen weiterhin die Preise nach dem Marktpreis.

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  16. Erst das Zu- und Abschlagsystem verkompliziert die Sache beim Wohnen.
    Dadurch wird Wohnen und die gesamten Mietverträge „zur Wissenschaft“ und undurchsichtig, weil für einfache Leute nur der Gesamtpreis, was man fürs Wohnen ausgibt, interessiert, und Vergleiche erst möglich macht. Man sieht ja beim Besichtigen einer Wohnung, „welche Leistung sie erbringt“.

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  17. Bauen S.g. Herr Chorherr!

    Ich stimme Ihnen zu. Wie passt das mit den steten Verschärfungen im Baurecht (Dachgeschoße, div. Regelungen die es nur in Wien gibt) zusammen? Ich habe selbst bauverhandelt und es hat sich 9 Monate gezogen wegen diverser Wiener Eigenheiten. Ich denke da muss eine klare Linie drinnen sein.

    MFG

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  18. Befristete Mieten Das Thema befristete Hauptmieten wäre es evtl. auch mal wert in diesem Zusammenhang genauer zu untersuchen. Diese erzwungene Mobilität mit damit einhergehender Unsicherheit und Unmöglichkeit so etwas wie eine Lebensplanung zu machen, ganz zu schweigen von damit automatisch immer höheren Kosten für’s Wohnen durch immer wieder neue Mietverträge scheint mir auch ein „interessantes“ Problemfeld zu sein. Damit wird sich natürlich niemand von einer Wohnung mit altem MIetzins trennen, das ist ja logisch.

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  19. Fragen Warum wurde die Wohnbauförderung 2011 von ROTGRÜN um 10% gekürzt?

    Warum werden keine neuen Gemeindewohnungen mehr gabut (angeblich 1994 die letzten) & Kontrollen von Gehältern alle 5 Jahre in Gemeindewohnungen?

    Wer über 2000 Euro Netto verdient (Single) soll sich gefälligst eine Wohnung am freien Markt besorgen oder dementsprechend mehr bezahlen.

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