bikecity: So soll der Autobestand reduziert werden

Wie kann Autoverkehr und Autobesitz in Wien deutlich reduziert werden?
Bauträger können hier eine Schlüsselrolle spielen.
Denn bei Wohnungswechsel überdenken viele ihr Verkehrsverhalten.

Wir starten ein Pilotprojekt.
Weitere sind in Vorbereitung.
Und so funktionierts:

In der Perfektastraße in Wien-Liesing entsteht eine neue Bike-City mit Vergünstigungen beim öffentlichen Verkehr und einem carsharing- sowie e-bike-Angebot für die BewohnerInnen. Das Projekt soll zeigen, wie attraktive Wohn-Angebote den Autoverkehr in Wien reduzieren können. Diese Vorgangsweise soll auch bei weiteren Projekten zur Anwendung kommen.

In der Perfektastraße in Wien-Liesing ensteht eine neue Bike-City. Bike-Cities dienen einerseits dem Klimaschutz und reduzieren das Verkehrsverhalten signifikant zu Gunsten des öffentlichen Verkehrs sowie des Rad- und Fußverkehrs. Lokale Emissionen wie Lärm und Abgase in der Umgebung der Bike-Cities werden deutlich gemindert.

Das Österreichische Siedlungswerk hat nun für ein Wohnprojekt noch zusätzliche Maßnahmen angeboten, mit denen noch ein weiterer Schritt in Richtung verstärkte Nutzung der Öffis und auch von Car-Sharing-Angeboten gegangen werden soll. Statt einer Stellplatzverpflichtung von 1:1 (Verhältnis Wohnung zu Garagenplätzen) wird eine Stellplatzverpflichtung von 1:0,7 festgelegt.

Konkret bietet das Österreichische Siedlungswerk folgende beachtlichen Maßnahmen an: (Auszug aus dem Angebot)

1) Netzticket der Wiener Linien

Für jede Wohnung gibt es beim Erstbezug gratis eine Jahreskarte für die Wiener Linien für die Dauer eines Jahres.

2) Für die BewohnerInnen, die täglich den Umweltverbund nutzen, aber gelegentlich (an Wochenenden, zu Lieferzwecken, bzw zu Urlaubsfahrten) ein Auto benötigen, bieten wir als besondere Leistung an:

Wir möchten in Kooperation mit einem Autoverleiher bzw einem carsharing-Anbieter zu besonders günstigen Kondiditonen (je nach Bedarf bzw bei dieser Anlage bis zu 5 Stück), darunter je nach technischer Entwicklung und Nachfrage auch mindestens ein elektrisch betriebenes Fahrzeug zur Verfügung stellen.

Wir erhoffen und erwarten uns dadurch, dass viele BewohnerInnen davon Gebrauch machen und schrittweise auf ein eigenes Auto verzichten. Dieses finanziell günstige Angebot können wir derzeit für 10 Jahre zusagen.

3) Quantitativ ausreichende sowie qualitativ hochwertige Radabstellplätze sollen das Angebot unterstützen.

4) Außerdem bieten wir die Nutzung von E-Bikes an. Wir werden einmalig 10 E-Bikes gratis zur Verfügung stellen und, sofern die BewohnerInnen das wollen, sie bei der Selbstorganisation unterstützen.

5) Eine Umfangreiche Mobilitätsberatung bei Besiedelung soll sicherstellen, dass möglichst viele BewohnerInnen diese Angebote kennenlernen und auch nutzen.

6) Um auch für weitere Projekte Erfahrungen zu sammeln und zu nutzen, werden wir eine wissenschaftliche Untersuchung beauftragen, welche das Verkehrsverhalten der BewohnerInnen untersucht und evaluiert.

Fazit: Für jene Menschen, die im Regelfall Rad oder Öffentlichen Verkehr wählen, aber gelegentlich (Wochenende, Ferien, etc.) doch ein Auto nutzen wollen gibt es jetzt in diesen bike-cities günstige Alternativen.
Man besitzt nicht ein Auto, das teuer herumsteht, sonder kann besonders günstig aus vielen wählen, wenn man sie braucht.
So kann Autoverkehr und Autobesitz in Wien deutlich reduziert werden.
Wir sind sehr gespannt.

43 Gedanken zu “bikecity: So soll der Autobestand reduziert werden

  1. Carsharing-Förderung? Gibts eigentlich schon einen Budget-Topf für Förderung von Carsharing?

    Carsharing leidet an einem Henne-Ei-Problem, ein Carsharing-Standplatz kann sich nur halten, wenn das Angebot entsprechend genutzt wird. Die Leute brauchen aber Zeit, bis sie aufspringen und beginnen das Angebot intensiver zu nutzen, was einige Jahre dauern kann.

    Daher braucht Carsharing eine intensive Einstiegsförderung, bei der dem Carsharing-Betreiber für die ersten paar Jahre eine Ausfallsgarantie geboten wird, die ihm die Abgänge wegen zu geringer Nutzung ersetzt.

    Habe ich leider am eigenen Leib erlebt, wir hatten für zwei Jahre einen Carsharing-Standplatz in der Wohnanlage, der wurde jedoch wegen zu geringer Nutzung wieder aufgelassen…

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  2. Liesing?!? Sehr gut, dass sich auch in Liesing solche Projekte realisieren lassen. Leider ist die Mobilität dort sehr stark aufs Auto ausgerichtet..

    Gerade im dicht bewohnten Gebiet wäre ähnliches Wohnprojekt doch auch attraktiv – etwa am Althangrund (FJ-Bahnhof, WU), den möglicherweise freiwerdenden Flächen entlang des Westbahnhofs sowie am Hauptbahnhof…

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  3. Verschlafen in Wien Ich finde die Vorschläge sehr gut, möchte aber auf einen Artikel hinweisen, über den ich kürzlich gestolpert bin. Die Zusammenfassung:

    „The Department of City Planning recently completed its most ambitious study of parking in Manhattan in three decades. The report found that the way cars are used in the city has changed since the early 1980s, when the Clean Air Act’s stricter codes limited the number of new parking lots. Developers were no longer required to provide parking in new developments, and special permission was needed to build large garages.“

    Mehr hier http://www.nytimes.com/2012/02/05/realestate/developers-eye-garages-and-parking-lots.html?pagewanted=all

    Es ist immer wieder erstaunlich wie weit Städte wie New York der Zeit voraus sind (30 Jahre) und es ist ärgerlich wie unzeitgemäß Wien ist, vor allem die SPÖ. Wäre toll wenn man das mal einfach kopieren würde.

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  4. Perfektastraße. Also U6 und 64A. Wobei der 64A seit viele Jahre immer seltener fahrt auf immer kurzere Strecken…

    Wir sind gerade auf der Suche nach eine Wohnung, und können durchaus noch etwas warten. Gibt es schon wo nähere Infos über dieses Projekt? Pläne, Preise?

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  5. zu langsam Ehrlich gesagt finde ich, dass es Zeit wäre, über die Phase von Symbolprojekten wie diesem endlich hinaus zu kommen.

    Das es geht zeigen ja bereits rojekte wie die autofreie Siedlung in Floridsdorf oder ein Projekt im 2. Bezirk.

    Dabei war das Interesse so gross, dass die Vormerklisten heillos voll waren und man einfach keine Wohnungen dort bekommt.

    In den Mühen der ebene sieht es hingegen völlig anders aus: beispielsweise kämpfe ich in meinem Wohnhaus vom Träger „Sozialbau“ nach wie vor – bisher vergeblich – um adäquate und sichere Fahradabstellplätze.

    Die Wiener Poltik sollte endlich einerseits Verpflichtungen für Bauträger zur Errichtung solche Abstellplätze auf den Weg bringen, andererseits durch optimierte Fördermöglichkeiten Anreize schaffen, dass die Bauträger so etwas verwirklichen.

    Damit könnte wesentlich mehr Menschen geholfen werden, als durch irgend ein Leuchtturmprojekt im 23., dass sich zum Schluss dann ohnehin nur gutebetuchte Bobos leisten können.

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    • Nur betuchte Bobos? Das ÖSW ist jetzt nicht grad dafür bekannt, Villenviertel zu Russenmafiapreisen aus dem Boden zu stampfen. Und der 23. ist an der U6 auch absolut nicht versnobt. Das wird eine ganz normale Genossenschaftswohnanlage mit den paar Zusatzfeatures, die cc erwähnt.
      Die Vormerklisten sind im übrigen bei fast allen genossenschaftlichen Neubauprojekten voll, was aber auch daran liegt, dass sich viele Leute bei mehreren Projekten anmelden. Aber ja, man sollte sich zu einem Zeitpunkt anmelden, der oft noch lange vor Baubeginn liegt. Nachdems aber völlig unverbindlich ist, ists ja nicht so schlimm. Für die kurzfristige Wohnungssuche ist das nix.

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    • Mehr Radabstellplätze als Standard überall Auch ich sehe die Bike CIty Projekte zwar als gute Aktion und wichtigen Impuls. Allerdings ist es schade, wenn gleichzeitig tausende Wohnungen pro Jahr mit viel zu wenigen Radabstellplätzen gebaut werden. Da muss die Bauordnung geändert werden. Beispielsweise gibt es in meinem Haus (Baujahr 2008) max. 1 Radabstellplatz/Wohnung. Das ist natürlich viel zu wenig und dementsprechend sieht es in dem Abstellraum dann auch aus – man muss viel herumhantieren, bis man sein Rad befreit hat oder irgendwo dazwischen gequetscht hat.
      Frage an Cc: Ist der Vorschlag die Radabstellplätze zu verdoppeln bereits in der nächsten Bauordnungsnovelle inkludiert? Wenn nein, warum nicht?

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    • Außerdem sind viele Fahrradabstellräume einfach nur Räume. Zu einem Fahrradabstellraum gehören zumindest irgendwelche Bügel, wo man das Rad anhängen kann. Mal abgesehen davon, dass einen die Versicherung auslacht, wenn aus so einem Raum das Fahrrad geklaut wird. Also doch wieder ins Kellerabteil schleppen.

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    • genau @Wolfgang: die Versicherung „lacht einen nicht aus“, hatte genau den Fall: so lange der Raum versperrbar ist, in dem die Räder abgestellt werden, muss die Versicherung zahlen.

      Mir wurde das Rad gestohlen und meine Haushaltsversicherung hat den Schaden anstandslos berappt.

      Insofern hatte ich keinen finanziellen Schaden durch den Diebstahl, allerdings hat mich das auch nur bedingt froh gemacht. Den Ärger mit Anzeige erstatten, Versicherung kontaktieren, neues Rad bestellen, auf neues Rad warten hätte ich mir gerne erspart.

      Deshalb wird’s echt zeit, dass sich substanziell was ändert – die Bauordnung muss angepasst waren. Hab das sowhl CC als auch Rüdiger Maresch gegenüber erwähnt, leider hab ich keine Ahnung ob in der Richtung etwas passiert ist.

      @martin: mich würde erstens interessieren, wieviele Wohnungen jährlich in Wien errichtet werden, und wie viele davon wirklich „Fahrradgerecht“ sind? Fürchte mal das ist ein Tropfen auf dem heißen Stein. Zweitens können auch Genossenschaftswohnungen ziemlich teuer sein. Nicht jeder hat einige 10.000 Euro für den Genossenschaftsanteil parat.

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    • Danke Das mit der Versicherung ist eine interessante Information. Haben die sich den Raum auch wirklich angesehen?
      Wer die 10000*x nicht hat, kann ein ziemlich günstiges Eigenmittelersatzdarlehen aufnehmen, dessen Rückzahlung+Miete auch nicht mehr ausmacht, als sonstige Mieten in Wien. Und man bekommt dieses Geld beim Auszug auch noch zurück.

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  6. Schnapsidee! Sorry, das ist eine Schnapsidee von vorne bis hinten. Das kann unter Umständen in ein oder 2 ausgewählten Standorten funktionieren aber niemals flächendeckend.

    Dafür muß man sich mal die Voraussetzungen überlegen
    1) Wohnort und Arbeitsplatz müssen öffentlich ideal erreichbar sein; Verhältnisse wie: 10 min Auto vs. 30 min Öffi sind nicht tragbar; man hat seine Zeit ja nicht gestohlen

    2) sämtliche regelmäßig besuchten Freizeiteinrichtungen (z.B.: Fitnesscenter) müssen in unmittelbarer Nähe oder zumindest ideal öffentlich erreichbar sein und der Preis muß dem Benutzer dieser Einrichtungen eingermaßen egal sein (wenn das wesentlich preisgünstigere abseits von Öffi-Routen liegt, dann ist die Hochpreiseinrichtung zwar lieb aber unbrauchbar)

    3) Sollte parallel dazu eine 2. Freizeiteinrichtung besucht werden (USI-Kurs, VHS-Kurs, Sportclub,…) muß gewährleistet sein, daß all diese Möglichkeiten entweder unmittelbar an einer hinreichend idealen Öffi-Anbindung liegen oder in der unmittelbare Umgebung – alles andere ist nämlich speziell im Winter in der Nacht (Ja, derartige Kurse sind üblicherwese am Abend)relativ witzlos.

    4) sämtliche Einkaufsmöglichkeiten müssen praktisch neben der Wohnung sein – mehrere Taschen nach dem Wocheneinkauf wesentlich weiter als 500m zu tragen ist eher witzlos.

    5) es muß gewährleistet sein, daß der gesamte Bekannten- und Freundeskreis ebenfalls ideal öffenltich angebunden ist; was spätestens bei Bewohnern von Außenbezirken hinfällig ist. Also müssen ersatzweise zumindest Parkplätze zur Verfügung stehen. Damit ist das Projekt 0,7 Parkplätze/Wohnung unbrauchbar. Bei aller Liebe aber für den unter Umständen wöchentlichen Besuch bei Bekannten und Freunden, der u.U. bis weit nach MItternacht dauern kann, bin ich nicht bereit ein Taxi 2x quer durch Wien zahlen zu müssen.

    Aber wenn man einen Chauffeur hat, sind derartige Überlegungen leider nicht abseits der eigenen Wahrnehmung…

    Fazit: 2 Stellplätze/Wohnung verpflichtend und weg mit dem Parkpickerl für Bezirke außerhalb des Gürtels – das ist nämlich reine Geldbeschaffung und sonst nichts.
    Sorry, das ist die Realität. In Wahrheit funktionieren Öffis in einem erträglichen Maß (Zeitverlust gegenüber Auto < 20% oder 10 Minuten;je nachdem) nur in einem relativ geringen Teil der Fälle

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    • Soll natürlich heißen „Aber wenn man einen Chauffeur hat, sind derartige Überlegungen leider ABSEITS der eigenen Wahrnehmung… („nicht“ gehört weg)

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    • @chris „10 min Auto vs. 30 min Öffi“

      fahrzeit oder lebenszeit?

      bei den ganzen zeitvergleichen zw. einer fahrt mit auto und öffi wird halt leider zu 99% nur die reine fahrzeit verglichen, das ist meiner meinung nach nicht ganz richtig.

      schon mal überlegt wieviel stunden mehr du arbeiten mußt, um sich ein auto zu leisten, gegenüber dem fahren mit öffis. wenn das nämlich mit einberechnet wird, sinkt 1. die durchschnitts geschwindigkeit von pkw in der stadt nochmal drastisch, und nur weil man mit den öffis dann länger fährt heißt das ja nicht das man in summe weniger zeit hat.

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    • @Flo Also sich ein Auto zu leisten ist nicht so dramatisch…
      einen Gebrauchtwagen, der durchaus noch ein paar Jahre halten kann bekommt man locker unter 3000€. Klar, Luxus ist es keiner aber das Ding erfüllt seinen Zweck, um von A nach B zu kommen und zwar schneller als die Öffis (Gürtel zu den Stoßzeiten oder Tangente bei Stau mal agbesehen).
      Ja, mir ist bewußt, daß ich auch Versicherung und Bezin zahlen muß, klar aber ganz gratis ist die Öffikarte auch wieder nicht; genauso wenig wie der Mietwagen, den ich hin und wieder brauche für gewisse Transporte (falls ich gar keinen Wagen hätte).
      Selbst wenn ich, um mir den Wagen leisten zu können, 40h arbeite… verzeih, aber ein qualifizierter Job mit 30h existiert schlichtweg nicht – das zu glauben ist naiv.
      Also ist es plus/minus gleich null. in Bezug auf die Zeit und dein Argument somit hinfällig. Was übrig bleibt, ist die Fahrzeit.

      Zum Thema Garagen: ist nun mal leider so, daß auch etwaige Elektroautos Platz benötigen – wieder ein Argument mit dem die 0,7 Stellplätze/Wohnung als Marktschreierei enntarnt werden, die bar jeglichen Realitätsbezuges sind.

      Und… doch es heißt, daß man in Summe weniger Zeit hat. Ich spreche aus leidvoller Erfahrung. Ich war ursprünglich ein intensiver Öffi-Fahrer, habe den Wagen nur genommen, wenn unbedingt notwendig. Hat genau so lange funktioniert, wie ich einen Job direkt an der U-Bahn hatte und nicht 3x umsteigen mußte. Die Realität hat mich eines besseren belehrt – ohne Auto geht’s fast nicht, wenn man in Außenbezirken wohnt

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    • Ich frag mich echt, was alle dauernd transportieren. Das meiste größere kann man sich eh liefern lassen, und wenn man mal umzieht, holt man sich vorher den Preisepass vom XXXLutz und leiht sich gratis einen Transporter aus.

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    • Für mich wäre so eine „Schnapsidee“ genau das richtige Ich habe kein Auto – und schon gar keine Lust, 2 Garagenplätze mitzufinanzieren.
      Ich brauche auch kein „Fitnesscenter“ (ich halte so eine Einrichtung schlicht für ein Zeichen von Dekadenz), denn ich bewege mich aus eigener Kraft (Radfahren, Laufen, Skaten) – und das auch in die Arbeit oder zum Einkaufen (Packtaschen sind schon erfunden, http://www.ortlieb.de). Ergo ist für mich das Argument der Fahrzeit keines, denn ich nütze sie ja. Und wenn etwas weiter weg sein sollte, dann kann man ja das Fahrrad in U-Bahn und S-Bahn mitnehmen.

      Und die „Realität“, die wird bald eine andere sein…

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  7. Sparen bei Förderungen und Politikern Für was braucht man diese Förderung solcher Wohnanlagen? Sie kosten Geld. Eine Steuer sollte sinnvoll UND SPARSAM ausgegeben werden.
    Stattdessen sollten Gesetze, Verordnungen so geändert werden, dass gute Wohnprojekte umgesetzt werden müssen.
    Einzelbeispiele bringen meiner Meinung nicht viel, außer dass sich Politiker dadurch medial profilieren können.

    Für was verdient ein Herr Chorherr mehr also 6000 EUR pro Monat?
    Bei Pensionen, Beamten, bei den Bausparverträgen und bei privaten Pensionsvorsorgen kürzt man. Und die Darlehen, die Menschen aufnahmen, um sich ein Eigenheim zu finanzieren, und sowieso ein Leben lang oder noch länger dies abbezahlen, verteuern sich somit auch. Also spart man bei Menschen, die ohnehin schon wenig verdienen. Bei politischen Gehältern spart man keinen Cent, zahlt ihnen sogar den Espresso oder den Opernbesuch. Wozu? Können Sie sich das nicht leisten bei einer Top-Gage? Dass ein Freibetrag möglich sein soll, und ein gratis Opernbesuch oder ein gratis Festspiel-Besuch nicht mehr unter Korruption fallen soll, ist eine Frechheit. Wird ein Angestellter oder eine Billa-Kassiererin zu sowas eingeladen? Jeder Normalangestellte müsste sich sowas selbst bezahlen.

    POLITIKER SCHÄMT EUCH!!!!!

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    • WTF? Solche Wohnanlagen soll man nicht fördern, aber eine Kürzung beim Bausparen ist ein Skandal? Kommens wieder, wenns ihren Rausch ausgeschlafen haben.

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    • wenn man gscheite Gesetze macht, braucht man das als Staat nicht fördern, weil die Wirtschaft dazu verpflichtet ist.

      Gstopfte, wie Sie haben ja leicht reden! Schlafen Sie sich Ihren Rausch aus.

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    • den Schuldenberg haben wir genau wegen lauter solchen Projekten. und dann „kürzt“ man den Pensionen, Beamten usw. ihr Einkommen, um solche Projekte zu finanzieren, nur dass ein paar Gstopfte wie Sie besser leben können?

      Besser wäre es einen höheren Standard als Mindestmaß in die Bauverordnung schreibt.

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    • 100, 200 EUR sind bereits für die Meisten eine große Belastung. Für Gstopfte Politiker ist das alles kein Problem.

      es ist kein wunder, dass ein sozialmarkt nach dem anderen aufsperrt. da müssten bereits Alarmglocken der Politiker läuten!!!
      und den sozialmarkt besuchen leute, die ein reguläres Einkommen, einen Job haben, aber mit dem Geld einfach nicht mehr auskommen, weil es unterbezahlt ist.

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    • „Die Reichen tragen mit einer befristeten Steuer zur Konsolidierung bei, die anderen unbefristet bis rückwirkend! “ (Resetarits)
      Rückwirkend, weil es auch für bestehende Bausparer gilt.

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    • Erklärens bitte einmal allgemeinverständlich Warum ist Wohnbauförderung böse und Förderung von Bausparen gut? Das betrifft beides die selbe Personengruppe aus der Mittelschicht. Den oberen 10000 ist das wurscht, und den unteren 10000 genauso. Für Leute mit wirklich niedrigem Einkommen gibts noch extra die Superförderung.

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  8. Gasometer-Pleite von Häupl und Co. „Und die Pleite wurde laut Rechnungshof überhaupt nur abgewendet, weil die Gläubiger Schulden erließen – und die Stadt Wien die Stromrechnungen.“

    „2001 hatte Michael Häupl den neuen Stadtteil in Simmering als „Diamant der Stadtentwicklung“ bezeichnet, aber auch eingeräumt, dass er in der ersten Phase des Projekts „nicht geglaubt“ habe, „dass das funktioniert“.“

    http://derstandard.at/1329870054395/Gasometer-City-Fachgeschaefte-statt-Shoppingcenter

    es führt kein Weg daran vorbei, endlich direkte Demokratie in der Stadt Wien einzuführen!!!

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  9. Schade, dass es solche Projekte immer nur für größere Stadt gibt. Ich wohne auf dem Dorf, wir haben noch nicht einmal einen Nahverkehr, den ich nutzen könnte. Alles abgebaut in den letzten Jahren….

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    • Schön und gut – aber welche Alternative schlagen sie vor? Die Beheizung ungedämmter Häuser werden wir uns schon bald nur mehr mit Mühe leisten können.
      Wie man die Styroporplatten richtig aufklebt, weiß am Land jeder Häuslbauer (vielleicht ist das auch der Grund, warum es nur in „fachmännisch“ sanierten Häusern Schimmelprobleme gibt – wenn man später selbst drin wohnen will, macht mans ordentlich).
      Außerdem gibts Schimmelprobleme in ungedämmten Häusern noch viel eher – nur da eben nicht durchsickernd von außen, sondern gleich an der Innenseite der Außenwände, weil die eiskalt sind.

      Den Brandschutz kann man verbessern, klar. Aber wenn man nen Raucher unter sich wohnen hat, ists eh gscheiter, gleich umzuziehen.

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    • Polystyrol ist Gift für die Umwelt indem man Wärmedämmung hernimmt, die entweder gar nicht brennt (Alle A Brandklassen), oder die zumindest ökologisch besser sind und auch bei der Brandklasse genauso mithalten kann.
      z.B. Dämmung mit Stroh. Und einem Lehmverputz.

      „Styropor“ ist einfach nur Gift. Gift fürs Wasser, für unseren Lebensraum. Und die grüne Politik fördert das!!!
      Es wird eigentlich nur deswegen derzeit so massiv eingesetzt, weil es einfach nur billig ist. In 30 Jahren wird man aber sehen, dass die Reparaturkosten explodieren werden.

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