Preis & Dank den ÖBB

Ich steh am Bahnhof Landstrasse und wart auf die S7 Richtung Flughafen.
Bissl zu früh, denn alles ist genau kalkuliert.
Vertiefe mich in eine Zeitung.
Guter, lustiger Artikel (Martenstein in der Zeit)
Ein Geräusch schliessender Zugtüren lässt mich aufblicken.
Ich stand zu weit vorne am Bahnsteig,
Mein Zug setzte sich schon in Bewegung.
„Ich Idiot!!“
Begann trotzdem zu laufen.
Zugsfahrer sieht mich laufen.
Und es geschieht ein Wunder: Er lächelt mich aus seinem Führerstand an, bleibt wieder stehen und lässt die Türen öffnen.
Lob & Preis &Dank & Ehr den ÖBB und diesem Engel im T-Shirt.
(Falls hier zufällig ein höherer ÖBBler mitliest: es war S7 Abfahrt 11.46)

Bin mir übrigens sicher, kein Promifaktor. Er hat mich nicht erkannt, und so „well-known by face“ bin ich zum Glück nicht.

Weil so viele oft (zu recht) über unsere Bundesbahn schimpfen.
Zumindest einige Monate lang haben sie jetzt in mir einen begeisterten Fan.

Und jetzt Ende, sonst versäum ich den Flieger (der wird wohl nicht stehnbleiben)

10 Gedanken zu “Preis & Dank den ÖBB

  1. S7 Das Hauptproblem der S7 ist meiner Ansicht nach, dass dieser Zug seit einigen Jahren tw. als Kurzzug geführt wird und man zw. Wien-Mitte uns Flughafen meist zwischen (gemeint ist gleichermaßen Gepäck und trottelige Fahrgäste, die geruchsintensiv essen oder laut telefonieren) stehen darf. Insbes. am Abend. Vermutlich war in ihrem Fall wieder ein Kurzzug, so dass man den halben Bahnsteig zurücklaufen muss 😦
    Die S7 war leider DER Grund, dass ich jetzt wieder viel mehr Auto fahre, weil ich mir das zu manchen Zeiten einfach nicht mehr antue – Umwelt hin oder her.

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    • nach zwischen… … fehlt „Koffern“ 😉

      PS: Ich habe mich bezüglich des Kurzzug-Problems schon öfter an die öbb gewandt, außer automatisierten Antworten folgte nichts. Jetzt bin ich als Fahrgast weg.

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    • Kurzzug Deswegen steht das auch auf den Zugzielanzeigen über dem Bahnsteig: „Kurzzug“.
      Wenn noch andere Infos angezeigt werden müssen, zB eine Verspätung, dann steht dieser Text leider nur abwechselnd mit dem „Kurzzug“ auf der Anzeige, da kann es bei flüchtigem Hinsehen schon passieren, dass man das übersieht.

      „Pensionistenjogging“ nannte das der Niavarani:

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    • Die Flughafenschnellbahn ist eine Frechheit Dass durch den CAT die Frequenz auf der S7 halbiert wird, ist Frechheit Nr. 1. Beim CAT kann man halt das fünffache verlangen (dass man mit dem CAT-Ticket bis zur Landstraße kommt, bringt einem auch nix, wenn man nicht genau dort wohnt – man braucht ja dann trotzdem noch ein weiterführendes Ticket oder ein Taxi). Bei vielen innerstädtischen Zielen ist man sogar langsamer, weil man öfter umsteigen muss, oder gar ein Stück zurückfahren.

      Frechheit Nr. 2 ist die Tatsache, dass am Flughafen extra prominent auf den CAT hingewiesen wird, während es für die S7 nur ein sehr unauffälliges Schild gibt. Wollen die ÖBB keine Tickets für die S7 verkaufen? Der CAT zahlt die Schienenmaut doch sowieso.

      Frechheit Nr. 3 ist dass auf der Flughafenschnellbahn Kurzzüge verkehren, obwohls gerade dort genug Fahrgäste für lange Züge gäbe. Sogar Doppelstockzüge wären argumentierbar. Wird nicht gemacht.

      Das ganze sollte mal von politischer Seite genau untersucht werden. Mir ist nicht so ganz klar, welche sauberen Gründe es für die ÖBB gibt, sich selbst das Geschäft zu vermiesen.

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  2. … Für einzelne Personen kann der ÖBB nichts, weder im positiven noch im negativen. Diese Geschichte klingt nämlich bis zu einem gewissen Punkt sehr sehr ähnlich wie die Geschichte die mein Vater erlebt hat: Er kommt um Sekunden zu spät, Zug steht, macht die Türen zu, Fahrer sieht ihn, lächelt ihn an, nur fährt dieser dann grinsend weg… Ob jemand ein Gfrast oder ein netter Mensch ist, hat nichts mit dem Arbeitgeber zu tun…

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  3. flasche Bezeichnung Lieber Christian,
    du könntest dieses positive Erlebnis doch zum Anslass nehmen endlich den Text auf dieser deiner Seit zu ändern. Eines der Bilder da oben ist noch immer mit „Bahnhof Wien Europa Mitte“ hinterlegt – worüber du dich zwar verwundert zeigst, nur wird er schon längst von wirklich niemandem mehr so genannt.
    Georg

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  4. Der Neoliberalismus hat die ÖBB kaputt gemacht! Der Privatisierungswahn des Neoliberalismus hat die ÖBB kaputt gemacht.

    Die Post und die Stromerzeuger sind sowieso schon komplett zerstört.

    Der Neoliberalismus hat einen extrem hohen wirtschaftlichen Schaden angerichtet (Privatisierungswahn, ungezügelte Finanzmärkte, Umweltzerstörung, usw.).

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  5. Management ist das Problem Mir fällt oft auf, dass die ÖBB und ihr Personal meist besser ist als ihr Ruf. Freundliche, bemühte Zugbegleiter sind gegenüber den grantigen eindeutig in der Mehrheit. An der Pünktlichkeit hab ich eigentlich auch nichts auszusetzen.
    Nur in der Management-Ebene scheint sich die Inkompetenz etwas zu konzentrieren. Nur so ist für mich die Wahl der Railjet-Sitze und der Bistro-Wagen (die jetzt ja zu Speisewagen umgebaut werden) zu erklären. Und vom Einstellen von Nebenstrecken beim gleichzeitigen Bau extremst sinnloser Projekte (Koralm) fang ich jetzt lieber nicht an.

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  6. Danke Lieber Christoph Chorherr, danke für den netten Blogbeitrag. Ich weiß jetzt nicht ob ich mich als „höherer“ Öbbler einstufen soll :-), aber ich gebe die netten Worte sehr gerne weiter. Der Kollege wird sich bestimmt darüber freuen.

    lg Michael Schacherhofer

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  7. ÖBB Bashing nervt eh ein schönes Beispiel für engagierte Personen in einem Unternehmen. Das ständige ÖBB Bashing nervt ohnehin schon. Immerhin ist dieses Unternehmen mehr als andere an unserer Zukunft beteiligt – vergleicht man es z.B. mit einer OMV. Also, ich habe das Gefühl, dass sich durch den neuen Chef Kern einiges in Bewegung gesetzt hat und vielleicht können wir in ein paar Jahren auch so stolz wie die Schweizer auf ihre Bahn sein.

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