Schluss mit diesen Kästen

Das ist ein Meilenstein grüner Planungspolitik:
Wir kennen sie alle: Die ebenerdigen Lidls, Hofers, Billas, Merkurs, Kikas, und wie sie alle heissen.
Platzverschwendend, hässlich, antiurban.

Damit ist jetzt Schluss.
Solche Geschäfte sollen in Wien bei Neubauten künftig überbaut werden. Sei es mit Wohnungen, sei es mit Büros.
Diese ebenerdigen Kisten soll es nicht mehr geben.
Artikel dazu hier.

22 Gedanken zu “Schluss mit diesen Kästen

    • hm. Also ehrlich gesagt empfinde ich das nicht als „Meilenstein“, denn erstens frag ich mich, wer freiwillig in eine Wohnung oberhalb eines Supermarkts ziehen wollen würde – man denke nur daran, dass teilweise früh Morgen geliefert wird und Supermärkte heute zwischen 7:00 und 21 Uhr offen halten und damit Lärm verursachen. Zweitens wäre gerade die Solaridee interessanter für solche Dächer.

      Und Drittens: wo sind die heißen Eisen, die großen Würfe der grünen Regierungsbeteiligung? Ich sag nur Zusammenleben vonautochtonen Österreichern und solchen mit Migrationshintergrund? Arbeitslosigkeit?

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    • @Stefan Mackovik 1) Ich finde es recht seltsam, dass du von einem Politiker, der für und mit der Planungs- und Verkehrsstadträtin arbeitet und der sich seit vielen Jahren schwerpunktmäßig mit Themen wie dem vorliegenden beschäftigt, verlangst, dass er nun auf einmal sich um „die heißen Eisen“ kümmern soll.
      2) Ich kann nicht erkennen, was an den „heißen Eisen“ so heiß sein soll. Zusammenleben von verschiedenen Kulturen – um was geht es da konkret? Und Arbeitslosigkeit sehe ich erstens derzeit nicht als sehr drängendes Problem, und zweitens frage ich mich, ob das überhaupt ein thema für Kommunalpolitik ist.

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    • Wer in der Stadt wohnt, kommt zwangsläufig mit Verkehrslärm in Berührung und wird das akzeptieren müssen, anderenfalls er ja aufs „stille Land“ mit seinen Traktoren, Kirchenglocken, Einflugsschneisen usw. ziehen kann.

      Ich jedenfalls habe jahrelang direkt gegenüber einem grossen Supermarkt gewohnt und könnte nicht behaupten, dass der Lärm des Lieferverkehrs den des normalen Strassenlärms überschritten hätte.

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  1. also ich… …finde das super!

    wirklich eine super sache, und eine richtungsweisende langfristige stadtplanerische maßnahme (genau so wie die planwertabgabe übrigens auch)

    und zu den skeptikern kann ich sagen, dass ich selber direkt über einem fitness-studio wohne und direkt gegenüber einer filiale einer supermarkt-kette. dass da täglich mit dem LKW geliefert wird hat mich noch nicht eine sekunde gestört. dass ich aber wenn ich mal die milch vergessen hab nur auf die andere straßenseite gehen muss finde ich sehr angenehm!

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  2. MSc Ich find das sehr gut. Es ist gleichzeitig auch für die Leute, die im Haus wohnen, bequem, weil sie dann gleich am Wohnort auch einkaufen können. Wir haben mal in New York in so einem Wohnhaus gelebt, ich fand es äußerst praktisch. Was ich noch dazu vorschlagen würde: den Parkplatz davor mit Solarpanelen überdachen. So etwas habe ich in Wien bereits einmal gesehen – hat doppelten Nutzen: es erzeugt sauberen Strom, und die Autos bleiben kühl oder trocken.

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  3. Grundsätzlich eine richtige Maßnahme… …aber das kann nur ein Anfang sein. Auch Stellplatzabgabe etc. sind nötig.

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  4. Dumme Frage Warum „rechnet“ sich diese Platzverschwendung in eigentlich auch ziemlich zentralen Lagen – also zumindest findet man das ja durchaus auch abseits des Gemüses, wo Fläche also nicht mehr ganz umsonst ist.

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  5. Bislang enttäuschend Abgesehen davon, dass ein Frau Vassilakou gelegentlich von einem Fahrrad huldvoll in die Kameras lächelt und abgesehen von wilden Absichtseerklärungen, noch weitere Radwege zu pinseln, ist bislang von den grünen leider wenig zu bemerken.
    Bei essentiellen Fragen wie Atompolitik graben Ihnen Häupl und Co das Wasser ab, Umweltschutz wird heute endeutig mit SPÖ identifiziert, die Grünen verschwinden in der charmanten Umarmung des Herrn Bürgermeisters.
    Die deutschen Grünen zeigen doch sehr gut vor, wie man es macht.
    PS Ich wollte immer schon über einem Supermarkt wohnen!

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    • Liegt vielleicht daran, dass die Grünen das Verkehrs- und Planungsressort haben… und nicht das für „Umweltschutz“, hm ?

      Oder sollen sie weiterhin Oppositionspolitik betreiben, anstatt Dinge verändern ?

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    • @coyote Umweltschutz lässt sich gerade in diesem Ressort für Verkehrsplanung zu realisieren.

      z.B. Schnellbahn-, Ubahn- und Straßenbahnausbau in Wien; Stop der Lobauautobahn; Zentralbahnhof mit der U1 und U2 zusammenlegen und Abstand nehmen von einer Seilbahn;
      aber auch neue Parks in Wien, neue Grünflächen, usw. lassen sich realisieren.

      aber wahrscheinlich wird nur das Radwegenetz durch Aufpinseln von Farbe erweitert z.B. vor dem Parlament, so wie es die SPÖ auch machte.

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    • Das befürchte ich mittlerweile auch… „aber wahrscheinlich wird nur das Radwegenetz durch Aufpinseln von Farbe erweitert z.B. vor dem Parlament, so wie es die SPÖ auch machte.“

      Einfach als Trittbrettsurfer der „Radwegkilometer“ – Schinderei billig Scheinerfolge einholen, weil auch das grüne Stimmvieh zu blöd ist, den Schwindel zu durchschauen, nämlich !

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    • Gibts so viele neue Mini-Streifen? Ich glaub, das größere Problem ist eher, dass Dinge, die jetzt fertig werden, vor rot grün geplant wurden, und Dinge, die jetzt geplant werden, vor der nächsten Wahl nicht fertigwerden. Und wenns bei der Wahl einen halb fertigen 13er gibt (was leider eh unwahrscheinlich ist), denkt jeder nur an den Baustellenlärm, und nicht an die Zeit danach.
      Mal sehen, ob und wann (und wo) die Fahrradstraßen kommen.

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  6. bravo – weiter so!

    aber unglaublich wie „hochintelligent“ die meisten der postings auf presse.com sind – da kann man pos. in die zukunft blicken…

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  7. Besser wäre es, solchen Schrott gar nicht zu bauen. Der Inhalt, der dort vercheckt wird, seien es Werkzeugatrappen oder Futtermittel, haben den Namen nicht verdient, den sie tragen. Drauf etwas aufzubauen macht die Sache nicht besser, sondern versuchts vielleicht zu maskieren. Grosse shopping center werden nach wie vor Strukturen zerstören. Christoph, das solltest auch Du bereits wissen. Der Meilenstein mag vielleicht eine Reduktion des Übels sein, von einer wirklich Lösung oder einem Idealzustand ist man meilenweit entfernt!

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  8. Tankstellen, Fast Foodketten, Baumärkte, fehlen da aber noch. Auch diese sollten überbaut werden.
    Oder schließt das diese Gebäude nicht aus?

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  9. schön!

    Werden dann jetzt auch alle bisherigen Schachteln überbaut werden?

    Eine Verbesserung wäre auch, bei Parkplatzbauten auch Baumpflanzungen zu verpflichten.

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