verdoppelter Ring-Radweg

Der Ringradweg ist der mit Abstand meist befahrene Radweg Wiens.
Fußgänger wie Radfahrer kennen die Probleme:
Viel zuwenig Platz für zum Glück schon viele Radler; Konflikte mit Fußgängern.
Und es sollen noch viel mehr Radler/innen werden.
Als ersten Schritt der „Entlastung“ soll jetzt zügig auf der Aussenseite des Rings eine „Entlastung“ gebaut werden. Von Donaukanal zu Donaukanal.
Am Donnerstag präsentierte ich unsere Pläne der Öffentlichkeit.
Darf ich ganz frech auf die sehr gute Zusammenfassung durch die APA verlinken.

Dieses Projekt ist aber nur eines von vielen Maßnahmen, um unser ambitioniertes Ziel zu erreichen, den Radverkehr in Wien zu verdoppeln.
Rach sollen weitere Innenstadtquerungen geschaffen werden.
Und wenn endlich in der Straßenverkehrsordnung (Bundeskompetenz) die Radwegbenützungspflicht fällt, sollten „zügige“Radler einfach auf der Ringstrasse fahren.

Hier der Bericht im Kurier

Hier jener im Standard.

und hier ein launiger Bericht in Wien heute (ORF)

29 Gedanken zu “verdoppelter Ring-Radweg

  1. schon interessant – täglich steigt die Zahl der Arbeitenden, die auf Sozialhilfe angewiesen sind, unsere Schulen entlassen Kinder, die nicht lesen und schreiben können, die Aussichten eines Jugendlichen auf eine, anständig bezahlte, Vollzeitstelle sind sehr schlecht, Mangelkrankheiten wie TBC tauchen in Wien wieder auf, Pensionen werden gekürzt, wichtige Einrichtungen des öffentlichen Dienstes werden zu Tode gespart, die Korruption feiert muntere Urständ, Richter brechen im Gerichtssaal Gesetze, Polizisten schlagen vor laufender Kamera auf Journalisten ein, aber die Grünen ….

    Pilz macht sich plötzlich Sorgen um das Bundesheer und von ihnen hört man nur mehr was über Radwege. Gibt’s wirklich keine dringenderen Probleme als der Radweg neben dem Donaukanal und neben dem Ring?

    Wenn sie wollen zeige ich ihnen gern einmal die wirklichen Menschen und die wirklichen Probleme – dann verstehen sie vielleicht, wie lächerlich der Gedanke an Radwege ist, wenn man nix zum essen hat.

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    • Das sind auch alles Probleme die man am besten im Stadtplanungsressort angeht. Sorry, aber das meiste davon kann man eh nur auf Bundesebene angehen, und da sind die Grünen halt nicht in der Regierung. Auf Prügelpolizisten wird eh reagiert, aber aus der Opposition könnens halt nicht so viel machen.

      Abgesehen davon: Grad wenns am Geld mangelt, ist gute Radinfrastruktur eine Möglichkeit, seine Fixkosten zu senken.

      Dass Armutsbekämpfung eins der wichtigsten Ziele sein sollte, ist klar, nur kann man deswegen nicht alles andere einfach abwürgen.

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    • @wolfgang diese Probleme kann oder will man auf Bundesebene eben nicht angehen – das sehen wir ja täglich. Außerdem ist auf Bezirksebene eine Änderung wesentlich rascher und effizienter umzusetzen, als für ganz Österreich. Die Ausrede mit der „Bundesebene“ ist nur eine Methode den schwarzen Peter den Anderen zuzuspielen.

      Und natürlich hängen diese Probleme auch mit der Stadtplanung zusammen. Es kann jedenfalls nicht Aufgabe der Stadtplanung sein nur Radwege zu planen.

      Zu dem Hinweis, daß man mit Radlfahren Geld sparen kann – vielen Dank dafür. Ich fahr am Wochenende wieder Lebensmittel verteilen. Haben sie vielleicht Lust mitzukommen und den Leuten, die nix zum fressen haben, diese wichtige Erkenntnis mitzuteilen? Ich bin mir sicher, daß sie für diesen Zynismus die passende Antwort bekommen.

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    • Was wünschen sie sich denn von der Stadtplanung damit sie diese Probleme löst? (siehe mittlerer Absatz)

      Meine Fixkosten-Aussage bezog sich nicht auf mittellose, sondern auf Geringverdiener, die sich z.B. das U-Bahn-Ticket für ein paar Monate sparen, und dann mit dem Rad fahrn können. (Könnens jetzt schon, aber deren Situation zu verbessern, kann ja nicht schaden)

      Ein Bezirk ist halt keine gesetzgebende Gebietskörperschaft, drum könnens einige Sachen da eben nicht machen. Auf Landesebene schon eher – Wien hat ja als eines der ersten Bundesländer die Mindestsicherung übernommen.

      Meine Meinung bleibt aber: Man kann sich nicht einfach nur das wichtigste Thema rauspicken, und alles andere links liegen lassen. Und das Ressort für Gesundheit und Soziales liegt halt auch bei der SPÖ. Das heißt jetzt nicht, dass man sich komplett raushalten muss, aber die erste Anlaufstelle ist halt nicht unbedingt ccs blog.

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    • Die ewige „Gibts-keine-anderen-Probleme“ – Leier… Diese infantile Totschlagargument hab ich schon ad nauseam konsumiert:
      * beim Thema Hundekot
      * beim Thema Mitrauchzwang
      wahrscheinlich auch schon 1978 beim Thema Zwentendorf…

      Radfahren ist einfach ein Multi-Problemlöser:
      * „Lärm“: das Fahrrad macht keinen
      * „Parkplätze“: 8 Fahrräder = 1 Autostellplatz
      * „Feinstaub“: das Fahrrad macht keinen
      * „Stau“: das Fahrrad macht keinen
      * „Unsere Kinder leiden unter Bewegungsmangel / sind zu dick“: lasst sie wieder Radfahren
      * „Immer mehr Menschen sind auf Sozialhilfe angewiesen“: Radfahren kostet nichts.

      Wenn ich Zeit hätte (Verzeihung, dass ich zu arbeiten habe !), dann fielen mir sicher noch einige Probleme ein, die durch das Fahrrad gelöst werden.

      Komisch: wenn man NICHTS tut, bekommt man keinen Vorwurf, aber wenn man etwas tut, dann kommen die üblichen Heckenschützen und Detracteurs und werfen einem vor, etwas anderes nicht zu tun.

      CC: Du bist auf dem richtigen Weg !

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    • @wolfgang – hier finden sie einen interessanten Artikel über den Zusammenhang zwischen Stadtplanung und sozialen Konflikten – http://www.scienceblogs.de/frischer-wind/2010/06/pruittigoe-und-der-tag-an-dem-die-moderne-starb.php – tatsächlich ist es so, daß die Stadtplanung sogar einen wesentlichen Anteil am prosperieren der Stadt und am Wohlbefinden der Bevölkerung hat. Die Zusammenhänge sind halt äußerst komplex und bereits kleine Eingriffe können viel bewirken. Diese Eingriffe sind sehr wohl auf Bezirksebene möglich. Es würde aber den Rahmen hier sprengen, darauf näher einzugehen.

      Geringverdiener arbeiten nur selten im 1. Bezirk und haben daher von dem Radweg genau nix – ebenso wie von dem am Kanal. Die größte Gruppe von Armen ist die der Alleinerziehenden. Was glauben sie, warum die nur selten den Ringrundweg brauchen werden?

      Wenn sie mal aufmerksam und objektiv dieses Blog durchlesen, werden sie bemerken, warum ich hier versuche darauf aufmerksam zu machen, daß Stadtplanung halt nicht nur aus der Planung von Radwegen besteht. Gut die Hälfte! der Beiträge hier drehen sich ums Radlfahren. Schaun sie selbst nach 🙂 Ah ja – Passivhäuser sind auch lieb und nett – nur ist es halt derzeit für eine junge Familie, die nicht aus reichem Haus stammt, völlig unmöglich sich so eine Wohnung zu leisten.

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    • @coyote

      – sie beleidigen und verleumden jemand, von dem sie nichts wissen, nur weil ihnen seine Meinung nicht gefällt,
      – sie versuchen Bildung, durch die Verwendung von lateinischen bzw. französischen Ausdrücken, vorzutäuschen, kennen aber die Bedeutung des Lateinischen nicht so genau und finden auf ihrer Tastatur den Accent nicht,
      – sie bemühen sich klarzumachen, daß sie arbeiten, obwohl das Keiner in Frage gestellt hat,
      aber ich, respektive meine Argumente, sind infantil?

      Wissens was, ……

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    • Der erste Absatz in Ehren klingt nachvollziehbar, teilweise no-na, teilweise aha.
      Allerdings müssen Sie eines bedenken: Wenn man Wohnviertel aufwertet, verschafft man den Hausbesitzern Gewinne, die Mieten steigen, die armen Leute ziehen weg. Denen gehts deswegen nicht besser, die sind dann halt woanders arm.
      Die alleinerziehende Supermarktkassierin arbeitet übrigens so gut wie überall, in Favoriten, Grinzing und der Donaustadt. Und gerade weil sie sichs in vielen Gegenden nicht leisten kann, nahe bei der Arbeit zu wohnen, macht es Sinn, sich drüber Gedanken zu machen, wie sie günstig hinkommt.
      Und selbst wenn sie den Radweg nicht braucht – darf man nix mehr planen, was nicht-armen Leuten etwas bringt? Die Kosten sind angesichts der Projekte Skylink, KH Nord und der ganzen Straßenprojekte eh minimal.
      Für junge Familien ist es übrigens durchaus möglich, in eine geförderte Niedrigenergie- oder Passivwohnung zu ziehen. Darum gibts die Förderungen ja.

      Dies ist übrigens nur der Weblog von Christoph Chorherr, und nicht die offizielle Website der Grünen. Dort finden sie auch Beiträge zum Thema Soziales.

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    • @Peter Persönliche Eitelkeit gepaart mit Helfersyndrom, das ist Ihr Motiv, das Thema zu kidnappen, gell ?
      Wenn man sich selbst zu klein ist, dann adoptiert man ein paar Opfer der Gesellschaft als Legitimation.
      Wissen’s was ?
      Lassen Sie sich wählen, bevor Sie irgendjemand zu vertreten vorgeben !
      Mir geht diese larmoyante „linke“ Pose einfach nur auf den Keks, hab sie schon zu oft gehört !

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    • @wolfgang – Die weitaus grössten Wohnungsbesitzer in Wien sind Gemeinde und staats- bzw. gemeindenahe Genossenschaften. Aufwertung von Wohnungen, von der ich übrigens nie gesprochen habe, würde in diesem Fällen nur minimale Kosten verursachen, aber helfen soziale Brennpunkte zu entschärfen. Wenn es sie wirklich interessiert – Puitt-Igoe ist ein ausgezeichnetes Stichwort für weiterführende Recherchen.

      Ansonsten meine ich aber, daß das nicht der Ort für entsprechende Diskussionen ist. Meine Botschaft habe ich angebracht – ob sie ankommt oder gar etwas bewirkt werden wir ja sehen.

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    • Wenn jemand dagegen ist… …ohne einen wirklichen Grund sagen zu können, dann kommt wieder mal das ständige „haben wir keine anderen Probleme?“ Ja, haben wir. Aber dass wir große Probleme haben heißt nicht, dass wir uns nicht auch um kleine Probleme kümmern können.

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    • was hab ich gelacht über die Autofahrer-antwort zum Thema Fahrradstraßen „Es gibt eh die Donauinsel.“ – Ja, klar werde ab jetzt nur mehr auf der Donauinsel fahren, zur Arbeit, zum Kindergarten zur Oper..

      Wir könnten der Dame auch entgegnen, warum fahrens denn hier Auto, es gibt doch die Tangente, den Österreich-Ring..

      zum Thema Ring: Warum nicht gleich so eine Fahrradstraße auf den Nebenfahrbahnen des Rings. Wir kennen alle die Probleme des Ringradwegs, die werden nicht besser durch seine Verdopplung!

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    • Radfahrer als „Randgruppe“ … Da sieht man die Auswirkungen einer Politik / Kultur, die das Radfahren zur Randgruppen – Angelegenheit oder zur „Freizeitgestaltung“ degradiert hat.
      „Parkplatznot“, DAS ist ein ECHTES Problem. Und der Treibstoffpreis !

      Das Augenmerk, das man in Wien dem Radverkehr in letzter Zeit geschenkt hat, hat diese Einstellung ja noch verstärkt: der Radverkehr wird sonderbehandelt, vor lauter Sorge um sein Wohl auch noch behindert (10 km/h – Limit bei ungeregelten Querungen, Nachrangtafeln bei – anlog zum Schutzweg – implizit bevorrangten „Radfahrüberfahrten“), er wird per Mehrzwangstreifen an den Fahrbahnrand gedrängt (wo er am meisten gefährdet ist).
      Und so heimlich, still und leise wird ihm durch Parkplatzbeschaffung in den verkehrsarmen Nebenstraßen der Lebensraum und Sicherheitsabstand geraubt („Radfahren-gegen-die-Einbahn“ wird immer mehr zum Trick zur Schaffung von Schrägparkzonen, z.B. im 16. Bezirk)…

      Wolfgang Rauh, Mitbegründer des VCÖ und ungefähr mein Jahrgang, hat einmal zu mir gesagt: „In den 70er – Jahren war man wenigstens noch gleichberechtigter Verkehrsteilnehmer“. Und in den 70ern sind auch mehr Kinder mit dem Rad in die Schule gefahren…

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  2. Ein erster Schritt in die richtige Richtung. Als erster Schritt ist das ok – wobei das Ziel aus meiner Sicht weiterhin ist, auf der Hauptfahrbahn am Ring wieder auf 2 breiten Fahrspuren im Begegnungsverkehr zu fahren: T30, alle Ampeln könnten entfallen (bei T30 das ernstgenommen wird gibts keine Ampeln), Autos nur Zulieferverkehr. Dann brauchen die Radler auch keine eigenen Wege mehr. Fussgänger hätten die Gehsteige wieder für sich, und könnten noch dazu an vielen Stellen gefahrlos queren..

    Ok, ist heute noch Vision, aber man braucht sich nur die nackten Zahlen anschauen: 16.000 Autler pro Tag, 5.000 Radler. In 5 Jahren Autler -30%, Radler +100% (Regierungsprogramm), macht Gleichstand: 10.000:10.000.

    Gibt also keinen Grund mehr, warum die Autler eine 3spurige Autobahn haben sollen, und die Radler auf den Gehsteigen die Touristen belästigen müssen..

    Und für gaaanz kleine Kinder, die Radfahren üben wollen (weil dieses Argument kommt ja immer) wird dann hoffentlich auf den ehemaligen Radwegen genug Platz sein zum Üben 🙂

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    • Wenn „ganz kleine Kinder“ das Radfahren lernen können … gemeinsam mit einem Papa wie mir (die Mütter haben es leider selbst selten gelernt, wenn sie nicht gerade vom Land kommen, wo sie nicht ihrerseits davon abgehalten wurden, weil es „viel zu gefährlich“ sei),
      und wenn sie es dann als Jugendliche z.B. auf dem Schulweg selbst praktizieren können (wir haben hier einen historischen Tiefpunkt erreicht),
      dann sind sie als Erwachsene im Stande, sich im Verkehr zu behaupten.
      Und dann verhalten sie sich wie gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer – nicht wie Desperados mit eingebauter Opferrolle – und benötigen keine Bevormundungs-Radwege.
      Derzeit erlebt allerdings das „Erwachsene fahren auf dem Gehsteig“ eine Hochkonjunktur.

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  3. PVC Bitte versäumt das Plastiksackerthema nicht. Das PVC – Verbot könnte man auch vorerst auf Wien begrenzen! Wo ist die Grüne Initiative?

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  4. Ruhenden Verkehr vom Fließverkehr TRENNEN!!! derzeit ist folgendes der Fall:

    Gehsteig-Radweg-Parkplätze-Straße.
    Der Fließverkehr wird 2 x durch ruhenden Verkehr getrennt.
    Das ist jedenfalls für Fußgänger (als ruhenden Verkehr) gefährlich,
    aber auch für die Radfahrer, wo Autotüren plötzlich aufgehn, oder Fußgänger einfach am Radweg gehen.

    Besser:

    Gehsteig-Parkplätze-Radweg-Straße

    So wäre Fließverkehr und ruhender Verkehr getrennt.

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    • hu? Also erstens gibts das eh oft genug, und zweitens geht halt dann die andere Autotür auf. Die Fahrertür geht sowieso meistens zur Straße hin auf, weil mehr auf der rechten Straßenseite geparkt wird, und man auf Vorrangstraßen ja auch nicht links zufahren darf.

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    • ich kenn ein paar Radwege, wo die Fahrertür genau beim Radweg aufgeht. Und es gibt nunmal unvorsichtige Autofahrer, die glauben, dass dies bereits Gehsteig ist und damit mit Radfahrern gar nicht rechnen.
      Es stellt daher sehr wohl ein großes Gefährdungspotenzial da, wenn der Fließverkehr nicht eindeutig vom ruhenden Verkehr getrennt ist.

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  5. Sehr geehrter Herr Chorherr,

    ich benütze den Ringradweg mehrmals in der Woche und freue mich, dass Sie versuchen diesen zu verbessern. Meiner Ansicht nach liegt das Problem am Ringradweg jedoch an den gemischten Geh- und Radwegen bzw. den nicht klar und markant getrennten Wegen.
    Leider musste ich nun im „Radwegausbauprogramm 2011“ auf wien.gv.at erkennen, dass die neuen Abschnitte wieder als Geh- und Radwege geplant sind. So wird es ja wieder zu gefährlichen Situationen zwischen Fußgängern und Radfahrern kommen.
    Wäre es nicht sinnvoller, den bestehenden Teil zu verbessern und kritische Orte zu „entschärfen“ und /oder die Nebenfahrbahnen mit Mehrzweckstreifen oder mit Radfahrstreifen auszustatten?

    mfg

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    • Am besten wärs zumindest eine Nebenfahrbahn komplett für Radfahrer (Fahrradstraße? Da war doch was) zu reservieren, und den Fußgängern alle Gehsteige zu geben, inklusive des jetzigen Radwegs.
      Als Ausgleich darf sich die ÖVP noch wo eine Tiefgarage hinstellen. Vorzugsweise im ersten Bezirk, wo ihre Wähler wohnen.

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    • die Nebenfahrbahnen kann man auch jetzt leicht öffnen, indem man einfach bei der Einbahn ein Schild „ausgenommen Radfahrer“ hingibt.
      Das einzige Manko dabei: es könnte der Polizist sagen, dass ein Radweg in der Nähe ist und damit die Benützungspflicht besteht.
      Aber die Aufhebung dieser Benutzungspflicht in der StVO wurde von der Bundes-ÖVP abgelehnt.
      Das ist wohl auch ein Grund, weshalb Radstraßen nicht möglich sind derzeit.

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    • Also mit „reservieren“ hab ich nicht gemeint, dass man die Radfahrer jetzt noch zusätzlich in der Nebenfahrbahn fahren lässt, sondern dass dort NUR Radfahrer fahren dürfen. Dafür kann der jetzige Radweg mit dem danebenliegenden Gehsteig zusammengelegt werden (und natürlich für Fußgänger reserviert werden).

      Wenn die Grünen schon vom autofreien Ring phantasieren, dann kanns ja wohl nicht so schwer sein, diese Mini-Variante davon zu propagieren. Bleiben ja immerhin noch 3 Spuren + eine Nebenfahrbahn für den Autoverkehr.

      Die Radstraßen sind übrigens ohne Probleme auch so möglich. Einer Straße Vorrang geben ist schnell geschehen, und den Autoverkehr kann man mit 3 Pollern in der Mitte jedes Häuserblocks lokal beschränken. Dann kann man zwar zufahren, aber längere Autostrecken muss man halt eine Straße weiter zurücklegen.

      Grad das nebeneinander fahren ist noch ein Problem, aber das kriegt man auch irgendwie hin.

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  6. Passt nicht ganz, aber nachdem die StVO Novelle (http://www.bmvit.gv.at/presse/aktuell/nvm/2011/0428OTS0089.html) ja anscheinend ein Radfahrer-Super-GAU geworden ist, würds mich eni bissl detaillierter interessieren:

    Die 10 km/h warn bis jetzt ja bei ungeregelten Überfahrten. Gilt das jetzt wirklich für alle? Sprich: Autofahrer fahren neben mir mit 70 über die Kreuzung und ich soll mich ernsthaft von 15 auf 10 km/h einbremsen? Und was ist die „Annäherungsgeschwindigkeit? Kann man im dicht bebauten Stadtgebiet überhaupt noch mehr als 10 km/h auf Radwegen fahren? Ich glaub, ich muss mir jetzt echt ein paar 100% radwegfreie Routen zusammensuchen, denn so ist das ja nicht auszuhalten. Ich geh zu Fuß 6 km/h. Wenn ich mit dem Rad nicht mindestens doppelt so schnell bin, bleibts zuhause.

    Mit der vorgezogenen Haltelinie für alle Zweiradfahrer könnt ich ja noch leben. Aber wo werden diese Leute vorfahren, wenn nicht auf der Radfahranlage?

    Und dann auch noch die Vorratsdatenspeicherung am selben Tag. Da kann man sich ja fast die Kugel geben.

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