Wiental ab sofort auch im Winterhalbjahr befahrbar

Manche Dinge brauchen Zeit,
und dann geht es ganz schnell.
Z.B. weil man in der Regierung ist

Hier einer meiner ersten Artikel aus dem Jahr 1994 (!) über den Wientalradweg
samt eines (schrecklichen) Fotos


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Nach 16 Jahren wurde diese Forderung vor wenigen Wochen Realität.
Aber: Es gab eine „Wintersperre“
Nach wenigen Wochen ist sie jetzt Geschichte.
(Schon herrlich so eine Regierungsbeteiligung)
Ab sofort ist der Radweg auch im Winter befahrbar.
Ausnahme:
1. Wenn Schnee oder Eis liegt.
Begründung:
„Durch die Nähe zum Gewässer ist ein Winterdienst mit mineralischem Streugut aus ökologischen Gründen nicht möglich. Daher bleibt der Radweg bei winterlichen Fahrverhältnissen geschlossen.“
Das sind wenige Tage und ich versteh das.

2.Hochwassergefahr
Bei Starkregenereignissen kann der Wasserstand im Wienfluss rasch steigen.
Der Wienfluss ist primär ein Hochwasserabflussgewässer. Aus diesem Grund muss der Radweg bei Hochwassergefahr gesperrt werden.

und dann ein „Wiener Kompromiss“:
denn:
Sichere Räumung bei Dunkelheit nicht möglich
Im Hochwasserfall ist eine Räumung des Geländes vorgesehen. Für eine sichere Räumung in den Nachtstunden wäre eine aufwändige Beleuchtung notwendig.

Aber:
Es gibt Türen mit Schnappschloss, die von beiden Seiten geöffnet werden können.
Es lebe die Eigenverantwortung!
Alles klar?

22 Gedanken zu “Wiental ab sofort auch im Winterhalbjahr befahrbar

  1. „Forza Bartali che sei solo!“ fällt mir zu diesem „historischen Foto“ ein (Dieser Slogan ist in einem Don Camillo – Film zu sehen, „la battaglia di Don Camillo“ glaub ich).

    Und Gino Bartali ist ein Radsportler, den zu verehren auch den Grünen gut zu Gesicht steht: Er hat etwa 800 italienische Juden gerettet, indem er im Sattelrohr gefälschte Dokumente von Assisi nach Florenz beförderte – auf „Trainingsfahrten“.

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  2. noch eine Wüste wird die dzt. Beton-bzw Steinwüste neben dem neuen Wientalradweg eigentlich auch grüner werden? Einmal mit einem Schaufelbagger ein bißchen den Boden aufbrechen könnte ja schon viel bewirken …… und wenn das Wientalwasser näher an den Radweg herankäme, wäre das auch nett.

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  3. Feine Sache! Als ich bei der „Voreröffnung“ des Radwegs dabei war, hast du noch gemeint, dass die Aufhebung der Sperre sicher nur eine Frage der Zeit ist. Fein, dass es so schnell geklappt hat! 🙂

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  4. zu schmale Einfahrtstore bleibt nur noch die Frage zu klären wie das Problem mit den zu schmalen Einfahrtstoren gelöst wird – schließlich stellen diese eine maßgebliche Behinderung bzw. eine unüberwindbare Barriere für RollstuhlfahrerInnen, RadfahrerInnen mit (Kinder-)Anhängern und LastenradfahrerInnen dar;

    wäre sehr begrüßenswert, wenn sich auch hier noch eine schnelle Lösung finden lassen würde;

    ansonsten ists sehr schön, dass sich schon so bald eine grüne Brise spürbar macht – weiter so!

    liebe Grüße
    Dominik

    p.s.: weitere Anregungen zum Wientalradweg finden sich übrigens auf der Homepage der IG Fahrrad unter: http://lobby.ig-fahrrad.org/wiental-highway/

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  5. >Das sind wenige Tage und ich versteh das.
    womit sich CC als nichtwinterfahrer geoutet hat.

    die donauinsel war heuer 3 monate lang nicht befahrbar.
    nur ich hatte meinen spass mit den spikes 🙂
    dabei hätte einmal mit der schaufel durchfahren gereicht.
    salz und rollspilt will eh niemand am radweg.

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  6. highway no.1 wenn ich bei temperaturen unter 15 grad immer noch (weil täglich) mit dem Radl ins Büro kommen, muss ich mir immer anhören: „Toll, sportlich!“ – und ich entgegne: „Nein, faul und bequem“ und erkläre dann, dass das Rad für mich einfach dass rational sinnvollste Verkehrsmittel ist (alternative zu fuß dauert ca. 3 mal so lang, parkplatz gibts keinen und öffi sind in meinem konkreten fall von den intervallen her suboptimal). was ich damit sagen will: der Radanteil wird sich dann signifikant vermehren lassen, wenn man raus kommt aus den beiden Nischen „Öko-Heini“ und „Freizeit“ und das Rad im Alltagsverkehr leichter als rational sinnvollstes Verkehrsmittel erfahrbar wird. Und dazu braucht es nicht nur die kleinräumigen rad-gegen-die-einbahn-goodies sondern auch leistungsfähige verbindungen, um den radius für den alltagsverkehr zu erweitern.
    also, bitte nicht nur augenzwinkernd im Finstern fahren lassen, sondern auch verlängern –> meidling –> kettenbrückengasse …

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  7. Leider nicht ganz so Zitat: „Für eine sichere Räumung in den Nachtstunden wäre eine aufwändige Beleuchtung notwendig“
    Das ist Unfug! Ich habe jetzt nur den Teil von Ober St. Veit nach Hietzing am Abend befahren – dort unten ist es wesentlich heller als auf dem Radweg von Meidling zur Längenfeldgasse – nur durch die Beleuchtung vonder Hadikgasse

    Zitat:“Es gibt Türen mit Schnappschloss, die von beiden Seiten geöffnet werden können.“
    Das ist leider ein Gerücht, da sind feste Vorhangschlösser am Schranken.
    Ich habe mich auf die Info verlassen, musste dann mein Rad über den Schranken wuchten.

    Der Radweg ist eine tolle Sache, er war teuer und ich weiß daher nicht, warum soviele Hindernisse aufgebaut werden damit er nicht befahren werden kann.

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    • @erik danke für die info wg „Schnappschloß“
      ich geh dem gleich nach.
      Hier wird eines sichtbar: Die Reibungsfläche dieser Koalition ist weniger jene zwischen SPÖ und grünen, sondern jene zwischen Politik und Verwaltung.
      Nicht als Entschuldigung sondern als Erklärung: Die zuständige MA ressortiert bei Umwelt.
      Die Umweltstadträtin bemüht sich sehr.
      Aber…
      Manches braucht offensichtlich Zeit und mehrere Anläufe.
      Danke nochmals für die Beobachtung

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    • @CC: Wann geht endlich Blaha in Pension ? Hallo CC, gut, dass du die Reibungsverluste in der Verwaltung ansprichst:
      Wann besteht endlich Hoffnung, dass „Schmalfranz“ (Copyright ARGUS, aus der ich vor 1 Jahr ausgetreten bin) Blaha in Pension geht ?

      Einen Radwegeverantwortlichen, der
      * einerseits
      „Zu geparkten Autos seitlich einen Meter Sicherheitsabstand halten“ empfiehlt ( siehe http://www.wien.gv.at/verkehr/radfahren/sicherheit/tipps.html )
      * andererseits 1.20 – 1.50 breite Mehrzwangstreifen ohne jeglichen Abstand neben Längs- und Schrägparkstreifen anlegen lässt
      halte ich für untragbar !
      (Und Grüne, die nicht aufhören, solchen lebensbedrohlichen Unfug zu fordern, ebenso – aus ARGUS bin ich genau deswegen ja schon ausgetreten)

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    • Beleuchtung Es gibt zig Radwege (und Begleitwege, und Straßen), die nicht beleuchtet sind, und wos trotzdem kein Nachtfahrverbot gibt.
      z.B. Liesingradweg bei Alt-Erlaa. Stockfinster, und manchmal kommen einem Fußgänger entgegen.
      oder die Hofjagdstraße zwischen Hütteldorf und Pulverstampftor.
      oder die ganzen Begleitwege an der B50 im Burgenland.

      In der Nacht braucht man halt ein Licht, ganz einfach. Auch und ganz besonders, wenn ich nicht auf dem Wiental-Radweg fahr.

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  8. Fahrrad counter Hallo Christoph, würde gerne die Bitte an Dich herantragen, dass Du Dich für die Errichtung eines oder mehrerer Bike Counter stark machst. In Kopenhagen gibts das schon lange, in Budapest auch (letztens den 100.000 Radler gezählt – http://www.copenhagenize.com/2010/11/budapest-bike-counter-100000th-cyclist.html ). Ist eine sinnvolle Sache, es hebt im Bewusstsein der Radler das Gefühl, nicht alleine zu sein, sondern eine ganze Menge. Hat einen dezenten, aber motivierenden Charakter. Super Stelle wäre zB irgendwo am Ring, in Opernnähe, wo viele Radfahrende vorbeikommen. Kostet nicht viel, ist effektiv. Zählstelle gibts ja dort ohnehin schon (vor dem Fotogeschäft Fayer), also nur mehr eine Digitalanzeige dazumontieren! Danke, Supp.

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  9. „Radfalle“ auf wien.gv.at … Was ist eigentlich aus wien.gruene.at/radfalle geworden ?

    Aber reden wir nicht davon, was von all den Vorschlägen und Kritikpunkten von den Grünen auch aufgegriffen und der politischen Arbeit zugeführt worden ist,
    das ist Geschichte.

    Wir sind ja jetzt Verkehrsstadträtin !

    Jetzt gibt es keine Ausreden mehr, daß „sie“ uns nicht mitspielen lassen.

    Ich erwarte mir ein Portal, in dem man Mängel, Anregungen & Kritik an den wiener Radverkehrsbedingungen deponieren und diskuttieren kann !

    PS: Empfehlung: http://vienna.mybikelane.com

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    • Radweg weiterhin gesperrt Leider scheint das Rathaus auf stur zu schalten!

      Nicht nur, dass der Radweg auch weiterhin gesperrt ist, jetzt sind in Hitzing auch die Hinweistafeln verschwunden.

      Weit und breit kein Schnee mehr, vielleicht rechnen die Zuständigen schon mit dem nächsten Schneefall. Zwischendurch aufsperren lohnt sich anscheinend nicht.

      Jammerschade um das Geld, das hier verbaut wurde, wenn man den Radweg nicht nützen kann.

      Warum muss überhaupt gesperrt werden, genügt nicht im Winter ein Schild „Befahren auf eigene Gefahr“.

      Pst: Ich bin auch bei Schnee gefahren, hat Spaß gemacht, warum will man mir das verbieten?

      Bitte, bitte, tut’s was!

      Erik

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    • @erik/Wientalradweg danke für den Hinweis.
      Hab gleich daraufhin von der zuständigen Stadträtin Sima abwärts deswegen alle „narrisch“ gemacht.Einerseits ist der Radweg weider offen,
      zusätzlich möchte ich auf diese facebookseite hinweisen:
      http://www.facebook.com/wienflussradweg#!/wienflussradweg?v=wall
      hier wird tagesaktuell kommuniziert, ob der radweg offen ist oder (Schnee/Eisbedingt)nicht.
      Zusätzlich hab ich das Schnappschloss urgiert, womit sich das meiste erübrigt.
      Tja, viel zu reformieren hier in Wien…

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    • Chorherr unterstützt Naschmarktradweg NICHT? und wieso wird dieser von anderen Grünen nicht mehr unterstützt?
      Es fehlen jedenfalls jede Menge Unterschriften von den GRÜNEN selbst.

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