14 Gedanken zu “Wen wählen? Paar Argumente für Zweifler

  1. Fragen aus der Donaustadt Nur zwei Fragen:

    1.) Welche Konzepte habt ihr, um die Verkehrssituation in der Donaustadt, ganz speziell in Hirschstetten zu verbessern?

    2.) Welchen Sinn haben die besten Direktoren-Bestellungen, wenn die Direktoren praktisch keinen Einfluss auf den Lehrkörper haben?

    Kleine Randbemerkung: Vergleichen Sie einmal die Pflichtschulen mit den Bundesschulen in Wien. Im Schnitt sind die ach so schlechten Pflichtschulen wesentlich besser ausgestattet als z. B. die AHS (auch neue AHS!).

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    • An die Frage 2 und an die Randbemerkung kann ich mich anhängen.
      P.S.:
      Die objektivierte Direktorenbestellung ist eine Farce, politische Korruption in Hochkultur. Jeder Insider weiß, wer wo Direktor zu werden hat
      Die Mittelverteilung ist politisches Schulmarketing: Alle Mittel in die Neue Mittelschule, damit wir sie pushen können.

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  2. Die Analyse ist OK, aber die Wiener Grünen haben nicht das Zeug zu einer Alternative zur SPÖ. Was Du den Sozis im Umgang mit der Opposition vorwirfst, macht die Grüne Landesorganisation im kleinen mit der eigenen Wählerbasis.

    Hausaufgaben habt Ihr auch nicht gemacht: Bekanntheit unter Jugendlichen: Marek 68% – Vassilakou 32% (!).

    Nächstes Mal vielleicht wieder – momentan braucht ihre eine Kurskorrektur dringender als einen Wahlerfolg.

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  3. Ich würde den Spieß auch mal umdrehen. Was zum Geier spricht eigentlich für die SPÖ? Wer kann ernsthaft meinen, dass diese Stadt mehr Beton in der Stadtplanung als auch im Regierungsstil braucht?

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  4. Ja, aber… Schönes Plädoyer!

    Kann man alles unterschreiben. Im Grunde.

    Nur: Allein Argumente GEGEN die SPÖ bzw. FÜR Rot-Grün werden nicht ausreichen um den ‚Zweiflern‘ ihre Zweifel anlässlich der innerparteilichen grünen Fehlentwicklungen zu nehmen.

    Vielerorts hört man Gegenteiliges: Wem die Grünen (und ihre bitter nötige inhaltliche wie auch personelle Reform) wirklich am Herzen liegen, darf sie diesmal NICHT wählen!
    Ein Schelm wer denkt, gute oder stagnierende Ergebnisse hätten je zu einem innerparteilichen Wandel geführt. Leider tun dies nur Niederlagen.
    Und eine solche werden die Grünen (leider) einfahren. Selbst wenn ihnen alle bisherigen Stammwähler erhalten blieben (was ich nicht denke), viele Sympathisanten und Wechselwähler hat man bereits verloren – genauso wie das Match um Platz 3.

    Dementsprechend kann man nur auf eine Absolute der SPÖ hoffen (anstatt Rot-Schwarz) und dass die Grünen in 5 Jahren endlich reif und professionell genug sein werden um einen Großteil ihres Wien-Wähler-Potential auszuschöpfen und Wien zu einer noch schöneren Stadt zu machen.

    Heuer kann ich euch – schweren Herzens aber voller Verstand – erstmals NICHT wählen. Sorry!

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    • Zu „Nächstes Mal vielleicht wieder – momentan braucht ihre eine Kurskorrektur dringender als einen Wahlerfolg“ und dem obigen Post: Ich bin nicht in Wien wahlberechtigt, sondern in NÖ, muss aber leider zustimmen. So gern ich CC, PP, und einige andere mag, was derzeit von der grünen Führung aufgeführt wird…

      Und, ganz abgesehen davon: Sollte die SPÖ in eine Situation kommen, in der sie koalieren muss, entscheidet sie ohnehin ganz allein und völlig unabhängig vom Wahlergebnis, mit wem sie das tut (wird wohl leider die ÖVP werden, die SPÖ ist ja notorisch zu feig für linke Koalitionen). Da hilft Grünwählen auch nicht mehr oder weniger.

      Ich würde heuer in Wien KPÖ wählen; die stehen mir zwar in einigen wenigen Positionen etwas ferner als die Grünen, aber es besteht wegen der doch beträchtlichen Unzufriedenheit mit Grün evtl. eine bessere Chance als sonst, dass sie’s in den Landtag schaffen – und ein linkspopulistisches Gegengewicht zur FPÖ wünsch ich mir schon lange.

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  5. Ich stimme in vielen Positionen mit den Grünen überein. Auch ich finde, dass öffentlicher Raum besser für Menschen anstatt für Autos verwendet werden sollte. Auch ich finde, dass Fortbewegung mit Öffis und Rädern nach allen Kräften gefördert werden muss. Auch ich möchte in einem weltoffenen und liberalen Wien wohnen.

    Und dennoch habe ich meine Vorbehalte, die Grünen zu wählen. Zum einen diese völlig profillose Spitzenkandidatin. Ich würde mich an sich schon als einen an Politik interessierten Menschen bezeichnen. Dennoch fällt mir zu Maria Vassilakou eigentlich kaum viel mehr ein, als dass sie ursprünglich aus Griechenland stammt. Ja und sonst? Auch ihre Webseite und ihr Blog gibt außer ein paar Allgemeinplätzen nicht wirklich was her. Emotionale Mobilisierung sieht auch anders aus.

    Dann ist da noch dieses Unvermögen, Leute die gut für ihren Bezirk gearbeitet haben, wieder als Spitzenkandidaten zu nominieren. Was dafür auch die Gründe gewesen sein mögen: Mir als Wähler ist das egal. Es zeigt nur Mängel an den internen Strukturen der Partei. Deswegen habe ich auch Bedenken, dass sich die Grünen mehr in solchen internen Querelen verlieren, als sich wirklich auf ihre Arbeit zu konzentrieren.

    Aus diesen Gründen finde ich die Entscheidung diesmal wirklich schwierig wie schon lange nicht mehr. Keine Partei in diesem Wahlkampf hat mich überzeugt. Dennoch werde ich wohl trotzdem Grün wählen. Nicht aus Überzeugung. Nicht aus Leidenschaft. Sondern aus Mangel an Alternativen und als Zeichen gegen eine bestimmte andere Partei. Und um ihr eine Chance zu geben, die sie hoffentlich als solche erkennt und nutzt. Einzubilden braucht sie sich allerdings nichts darauf.

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  6. Die Worte hör ich wohl, allein, mir fehlt der Glaube.

    Ich war ein bisserl in der Grünen Wirtschaft involviert, bin aber nach Basiserfahrung ausgestiegen, weil, da wurde eine Stunde lang diskutiert ob der Klebstoff auf den Adressetiketten umweltkonform ist.
    Der Hund liegt im Detail begraben.

    Thomas Chorherr würde ich sofort wählen, aber Thomas Chorherr ist leider nicht Die Grünen.

    Inhaltlich konform, aber stark zweifelnd, ob ich diesmal wieder uns wähle.

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  7. Ich werde – trotz allem – wieder Grün wählen… Ich wohne nicht im 8. Bezirk (dort würde ich Rahdjian wählen) sondern im 15.
    Dort hat die grüne Bezirksgruppe seit Jahren konsistente, konstruktive und kantige Politik betrieben – und das wurde auch durch Wahlerfolge und einen beständigen Zuwachs an MitarbeiterInnen bestätigt: http://www.wien.gv.at/wahl/NET/BV051/BV051-315.htm.

    Und auf Gemeindeebene habe ich ja die Möglichkeit eine Vorzugsstimme einer Person meines Vertrauens zu geben. Na, ratet einmal, wem ich (Radfahrer, JG 59) sie geben werde ?

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    • @coyote So ist es – und ich denke, dass es viele grün-(stamm)-wähler auch so sehen werden.

      Weiß wählen ist für mich keine alternative. Und eine der anderen Parteien ist auch keine alternative (die Piraten Partei wäre eine solche gewesen). Außerdem, ist die Performance der grünen in meinem Bezirk (Leopoldstadt) soweit ich das mitbekommen hab, besser als auf Gemeindeebene und ich möchte wirklich dass adi hasch (und nicht vielleicht ein FPÖ-ler) wieder BV-Stellverträter wird! Auf Gemeindeebene versuch ich halt mit der Vorzugstimme (für CC oder Sabine Gretner) ein bischen die Richtung der Grünen mitzubestimmen

      Im 6. und erst recht im 8. würde ich aber auch echt grün wählen.

      Meine Prognose für die Wahl ist, dass die Verluste der grünen insgesamt noch moderat sein werden. Im 6. und erst recht im 8. wird es aber eine Bomben-Niederlage geben – und das zurecht!

      Ich hätte mich übrigens (so wie damals bei der Voggenhuber-Geschichte) über ein paar klare Worte von CC zu den Maläse im 8.Bez (und auch im 6.) gefreut!

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    • @cc und Vorzugstimme oh tatsächlich!

      ich würde mich ja eigentlich schon als überdurchschnittlich politisch interessiert bezeichnen, aber dass mit den zwei vorzugstimmen hätte ich echt nicht mitbekommen.

      dann vergebe ich eine an sabine gretner und eine an dich! wieder eine qual der wahl weniger!

      danke!

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  8. warum wieder? frag ich mich diesmal schon auch – und das hat eigentlich gar nichts mit streitereien
    in einzelnen bezirken zu tun.
    nicht gefallen haben mir in letzter zeit besonders die proteste beim augartenspitz und
    die audimaxgeschichte. letzteres hat mit der wahl jetzt aber wohl weniger zu tun, und die von
    ihnen im video und auch sonst vertretenen ansätze in der bildungspolitik für „die jüngeren“
    finde ich wieder sehr ok … so gesehen, es wird also doch wieder;-)

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  9. Bedingung für Koalition mit SPÖ sollte sein, dass das Wahlrecht der absoluten Mehrheit richtiggestellt wird. d.h. erst mit 51% sollte man eine absolute Mehrheit haben.

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