Lokalaugenschein-Wientalradweg

In wenigen Wochen wird er fertig & befahrbar sein.
Die Verlängerung des Wientalradwegs, für den wir so lange gekämpft haben.
Vorerst bis zur Kennedybrücke.
Ein sonnig sommerliches Wochenende ist eine gute Gelegenheit, sich „das Werk“ genauer anzuschaun.

Start der Tour in Hütteldorf. Stadtauswärts gibts den Wientalradweg bereits

und los gehts (Blick stadtauswärts):

Wenn schon so ein „Großprojekt“ kommt, zieht es auch andere sinnvolle Investitionen an.
Eine weitere wichtigeQuerung für Fußgänger und Radfahrer verbindet den 13. mit dem 14. Bezirk.

kurz vor der Kenndedybrücke gehts leicht bergan und unten durch


und dann gehts oberirdisch kreuzungsfrei bis Schönbrunn (einstweilen einmal)

Blick von der Kennedybrücke

und schliesslich ein „Sehnsuchtsblick“-
denn hier sollte es bald weiter Richtung Innenstadt gehen:

Abschliessend eine Antwort auf eine (zurecht) häufig gestellte Frage:
Warum ist der Geh- und Radbereich nicht getrennt?
Die Antwort ist ausschliesslich „rechtlich“ begründet.
Es handelt sich rechtlich um keinen Radweg.
Wäre es ein solcher, gäbe es viel strengere Auflagen v.a. bezüglich Befahrbarkeit der Rampen (geringere Steigung), Fluchtwege etc.
Dies hätte das Projekt um viele Millionen verteuert.
Das wollten auch wir nicht.
Drum ists kein Radweg, sondern eine „Begleitstrasse“, und deswegen kann „offiziell“ keine Abtrennung vorgenommen werden.
Aber:
Schaun wir einmal, wie es in der Praxis funktioniert.
4 Meter sind einerseits großzügig breit.
Sollte es trotzdem zu Konflikten zwischen Radfahrern und Fußgängern kommen, gibts schon eine Idee, wie es rechtlich korrekt zu trennen wäre.
Da muß man bloß ein wenig kreativ sein.
Aber: step by step.
Jetzt freu ich mich einmal wirklich, daß dieses Projekt nach so langer Zeit gelungen ist.
Das „Raumgefühl“ im Wientalbett ist beeindruckend, und bald ist man tatsächlich in wenigen Minuten kreuzungsfrei und sicher von Hütteldorf in Schönbrunn.
Eröffnungsdatum steht noch nicht fest, aber es geht bloß um ein paar Wochen.

Wieder gelernt: Politik braucht einen langen Atem.

18 Gedanken zu “Lokalaugenschein-Wientalradweg

  1. I like. Ich bin zwar auch skeptisch wegen der Fußgänger – allerdings hoff ich drauf, dass zu Pendelzeiten eher wenige unterwegs sind. An Sonntag Nachmittagen wahrscheinlich mehr, aber da hab ichs als Radfahrer ja nicht so eilig.
    Außerdem entfällt nach meinem Rechtsverständnis dadurch auch die Radwegbenützungspflicht, d.h. wenns jemandem Spaß macht, kann er ja auch am Kai fahren.
    Je näher man zur Innenstadt kommt, desto eher gehört aber eine Trennung von den Fußgängern her, allerspätestens beim Gürtel.

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  2. Teures Prestigeprojekt Der Wiental-Radweg ist für mich das leuchtende Beispiel für teure grüne Prestigeprojekte. Ein Radweg, der weder für Autofahrer noch für Fußgänger offensichtlich sichtbar ist (kein Werbeeffekt), mit einer Verfügbarkeit von maximal 12 Wochen im Jahr (Schnee, Eis, Hochwasser) ist nicht geeignet, den Radverkehrsanteil in der Stadt zu erhöhen.

    Wenn ich wirklich täglich mit dem Rad hier fahren möchte, aber immer Angst haben muss, wegen Hochwasser nicht mehr nach Hause zu kommen, was ist diese Verfügbarkeit dann wert? Da nehme ich doch lieber das Auto. Das ist fast immer verfügbar.

    Wie viele sinnvolle Rad-Projekte hätte man um die vielen schönen Millionen finanzieren können?

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    • Anbindungen fehlen Also der Radweg wird ca. 40 Wochen benutzbar sein, Hochwasser hat es maximal. 2 Wochen und 10 Wochen ziehen wir für Eis und Schnee ab.

      Die „Radautobahn“ ist nicht schlecht, aber das Problem ist, dass die Anbindungen fehlen. So müsste man z.B. in Hietzing den Radweg über die Einwanggasse hinauf zum bestehenden Radweg in der Leyserstraße/Ameisgasse führen (inkl. besserer Unterführung der Westbahn), aber leider fehlt für so wichtige Dinge dann das Geld und das Radroutennetz bleibt weiter Stückwerk.

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    • Hab auch nen Lachkrampf bekommen. 12 Wochen? Die Quelle, die diesen Mist verzapft, würd ich gerne sehn. Wahrscheinlich steht da auch, dass 4000 Parkplätze im Flussbett verlorengehn.

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    • Ich bin selber des öfteren mit dem Fahrrad zwischen Pressbaum und dem 1. Bezirk
      unterwegs und finde dass durch dieses Bauprojekt der schwierigste Teil der Strecke
      entschärft wurde. Speziell durch den nun erschlossenen Teil, wurde der Teil der
      Strecke extrem atraktiv, der mich vorher davon abgehalten hat, mit dem fahrrad zu fahren.
      Ich denke man sollte bei diesem Projekt objektiv bleiben und berücksichtigen wie schwer
      es ist für Fahrradfahrer die ja keine unmittelbaren Steuern zahlen, finanzielle Mittel
      bereitzustellen. Insofern finde ich dass Projekt eine großartige Leistung.

      Es gibt jedoch für mich Punkte die aus meinen Augen trotz dem dass es eine für Radfahrer
      deklarierte Strecke ist sehr radfahrer feindlich sind; jedoch aus meiner Sicht einfach zu
      bzw. kostengünstig zu beseitigen wären:

      Die Beschrankungen welche Autofahrer die Zuafahrt verwähren sollten jedoch
      Radfahrern nicht, sind teilweise so schmal dass man mit einem Mountainbike Lenker
      ohne abzusteigen nicht durchkommt. Dieser Umstand führt den Begriff Radfahrer High
      Way ein wenig ad absurdum. Eine Radweg bei dem alleine die Zufahrt
      radfahrerfeindlich gestaltet ist ist ein wenig komisch. Speziell die Zufahrt bei der U-bahn
      Station Hütteldorf ist extrem eng. Dies zu verbreitern denke ich wäre mit überschaubaren
      Kosten verbunden.

      Des weiteren finde ich die Betriebszeiten und insbesondere das Winterfahrverbot
      überdenkenswert. Wo bin ich als Radfahrer eher gefährdet, wenn ich bei dämmrigen
      Lichtverhältnissen aus einem Radfahrstreifen gegen die Einbahn unterwegs bin,
      oder im Wienflussbecken auf einem top ausgebauten Radweg mit der eigenen Lichtanlage.

      Speziell im Herbst und Frühjahr bin ich schon des öfteren verwundert vor einem,
      geschlossenen Schranken gestanden und habe feststellen müssen,
      dass man frühmorgens 06.00 Uhr z.B. zwar „gefördert“ wird, mit dem Kfz den
      Arbeitsplatz zu erreichen mit dem Fahrrad jedoch behindert wird.

      Vielleicht wäre die Erweiterung des Radwegs eine Gelegenheit einersetis

      – die Öffnungszeiten zu überdenken

      – die Schrankenanlagen eher nicht so zu gestalten dass sie von der Materialwahl her
      geeignet scheinen dass Bundesheer darann zu hindern, im Wienflussbecken mit
      schweren Kampfpanzern die Schlacht ums Wienerbecken zu trainieren

      – sondern ein wenig schlichter und auch so breit dass ein Fahrradfahrer in den Bereich
      einfahren kann, ohne Angst haben zu müssen dass er sich dabei die Finger abhackt.

      Schlussendlich kann ich jedoch nur feststellen, dass es für mich persönlich einen
      Quantensprung darstellt und ich mich bei allen die an der Verwirklichung
      dieses Projektes beteiligt waren für ihre Bemühungen bedanken möchte.

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    • Ach, das schöne Geld … und die „sinnvollen Rad-Projekte“.

      Welche wären das, bitteschön ?
      Ich bin froh um jeden Cent, der der Stadt Wien für „Schleichdiaufn“ – Radwege fehlt.
      Ich möchte einen Radweg haben, der mich nicht behindert, bevormundet, gefährdet und auf dem ich mit meiner 4 1/2 – jährigen Tochter fahren kann.

      Andere brauche ich nicht, denn ich habe vor mittlerweilen 39 Jahren als 12-jähriger gelernt, mich als „gleichberechtigter Verkehrsteilnehmer“ zu verhalten.

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  3. besser als eine weiterführung im flussbett richtung innenstadt wäre ein ausbau des bestehenden radweges oben, da wäre genug platz um die gefährlichen ecken zu entfernen und fußgängern einen eigenen weg zur verfügung zu stellen…
    und wenn schon unten dann bitte mal auf die schattenseite wechseln!

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    • Anbindung Guten Tag, bitte wann erfolgt dann die Anbindung des Radweges bis Karlsplatz? Da gab es einmal doch Pläne ….

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    • Nein, nicht für jeden ! Es gibt jede Menge Radwege und „Radwege“ in Wien, die nur darauf abzielen, dem Autoverkehr die Radler aus dem Weg zu räumen – und damit zwangsläufig ein Verschlechterung / Behinderung / Benachteiligung / Bevormundung / Gefährdung des Radverkehrs mit sich bringen.

      (Das gilt insbesonders auch für die Mehrzwangstreifen, an denen auch die Grünen einen Narren gefressen haben!).

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    • Sinnvoll wärs in Wien (so wie in Graz) Fahrräder zwischen Straßenbahngleise zu pinseln, damit nicht so viele Leute krampfhaft rechts der Schienen an den parkenden Autos vorbeibalancieren.
      Kostet quasi nix, bringt viel Sicherheit.

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    • @ Wolfgang Wolfgang, gut gemeint, aber nicht weit genug gedacht. Warum sollen sich FahrradfahrerInnen zwischen Gleisen, fahrenden und parkenden Autos gefährden? Das kann doch nicht sein! Nachdem mit Fahrrädern effektiv und effizient Menschen befördert werden, gehört es auf die Straße. Dort wo 1 Stehzeug parkt, könnten bis zu 8 oder 10 Räder stehen. Ebenso verbraucht ein Radfahrer im öffentlichen Raum auf der Fahrbahn weit weniger Platz als ein Automobil. Somit ist der gesamtgesellschaftliche und soziale Fingerprint weit geringer als mit einem Auto. Gerade deswegen gehört den Radfahrern dasselbe Recht auf fließenden Radverkehr zugesprochen und eingeräumt. Das heisst sinnlos verparktes Blech wegräumen, Radstreifen drauf, und Fahrradverkehr schaffen. Durchgehend, fließend, zügig. Fordern wir Radfahrer endliche die Rechte ein, die uns zustehen. Nicht irgendwo auf marginalen Streifen mit Fussgehern um den Platz raufend, sondern ganz normal, legal, sichtbar, sicher und fließend auf der Fahrbahn!!

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    • Da hast du mich wahrscheinlich falsch verstanden Ich meinte nicht, dass man die Radfahrer aus dem Weg räumen sollte, sondern genau das Gegenteil. In schmalen Straßen mit Straßenbahn ist es oft so, dass es neben der Straßenbahn nur mehr den Gehsteig gibt (z.B Teile der Hetzendorfer Straße), und viele Radfahrer sich auf den halben Meter zwischen Gleis und Randstein verkrümeln, in der irrigen Hoffnung, so weit rechts sicherer zu sein.
      z.B. hier, vor dem Schloss Hetzendorf: http://www.bing.com/maps/?v=2&cp=48.167286342354814~16.308380543655403&lvl=19&sty=h
      Du kannst dort nur den Gehsteig wegnehmen, um Platz zu schaffen, aber das kann ja niemand ernsthaft wollen. Ein Fahrrad, zwischen die Schienen gepinselt, suggeriert jedem: „Radfahrer zwischen den Schienen gehören da hin, und nicht auf einen Selbstmordstreifen oder gar auf den Gehsteig!“

      Radweg und (zitat) „durchgehend, fließend, zügig“ kannst du in der Stadt sowieo vergessen. Wenn der Radweg zwischen den normalen Fahrstreifen ist, kriegst du Krise, wenn der neben den Fahrstreifen ist, schießen dich entweder die Abbieger ab, oder der Querverkehr steht drauf, weil er beim Abbiegen sonst nix sieht. Wenn er rechts ist, kostet dich das Linksabbiegen auch noch zwei Ampelphasen – da pfeif ich drauf. Verkehr beruhigen, 30er Zonen (die kontrolliert werden), dann kannst als Radfahrer ganz normal im Verkehr mitfahren. Die Sicherheit steigt nämlich, je mehr Radfahrer unterwegs sind, weil sich gefährliches Überholen für Autofahrer dann eh nicht auszahlt.

      Ich bin da viel näher beim Coyoten.

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    • „Radstreifen“ sind 1) sinnlos und … 2) eine Verschlechterung, denn:

      * Sie bringen denen genau nichts, denen es nicht zumutbar ist, im Verkehr mitzuschwimmen (z.B. meiner 4 1/2 – jährigen Tochter, wenn sie mit mir unterwegs ist)

      * Sie berauben die „erwachsenen“ Radler ihres Status als „gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer“, drängen sie an den Rand, berauben sie ihres Sicherheitsabstandes und behindern sie.
      „Randkonturen folgen“, „zwischen den Spuren fahren“, das sind die klassischen Anfängerfehler – die von diesen Radstreifen zur Vorschrift gemacht werden.

      Bestes Beispiel: Getreidemarkt.
      Dort verharren die meisten Radler in Angststarre, während Autos mit 70 km/h hautnah an ihnen vorbeidonnern. Wo heute 3 Autospuren + 1 benützungspflichtiger Radstreifen sind, konnte man davor die rechte Spur in Besitz nehmen und hatte nur 2 Autostreifen neben sich. Man konnte eine autoähnliche Geschwindigkeit erreichen, hatte ausreichend Sicherheitsabstand und konnte sich rechtzeitig in die Geradeausspur (vor der Wienzeile) einordnen.

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    • „Radfahren gegen die Einbahn“ als Mittel zur Parkplatzvermehrung Seit einiger Zeit bemerke ich, dass die (SPÖ-) Bezirkspolitiker dazugelernt haben:
      Fern davon, alle Einbahnen ausreichender Breite für den Radverkehr öffnen zu wollen, benutzen sie das Instrument „Radfahren-gegen-die-Einbahn“, um
      1) neue Schrägparkeinbahnen (2m weniger Fahrbahnquerschnitt) herauszuschinden
      2) damit mehr „Radwegkilometer“ zu generieren
      3) sich das Plazet von Blaha und den Grünen zu erkaufen.

      Die Radroute, in der man vorher bequem & mit Familie dahinradeln konnte, ist danach zwar zu vergessen, weil einfach 2m Platz (= Sicherheitsabstand) fehlen und aus „Radeln“ ein permanentes Ausweichen bzw. „in den Strassengraben Hupfen“ wird, aber formal – oder besser: pro forma darf man es ja…

      Beispiele: 1150 Goldschlagstrasse (zwischen Tannengasse und Zinckgasse),
      1160 Arltgasse (zw. Hasnerstraße und Thaliastraße), 1020 Gr. Sperlgasse, 1160 Friedmanngasse

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  4. Gute Sache – was noch fehlt: Zweifelsohne ist der Radweg eine tolle Sache, die Kombination mit den Fußgängern ist kein Problem, da es auf dieReisegeschwindigkeit und nicht auf die Höchstgeschwindigkeit ankommt.

    Was mir noch fehlt: Es gibt einfach zu wenig Ausfahrten (Deutschordensstraße und UnterSt.Veit fehlt). das wurde seitens einer Penzinger Grünen anfangs moniert, jetzt hört man aber nichts davon…
    Ein Schönheitsfehler, der nicht ins Gesamtkonzept vor dem Wahlkampf passt????

    Der Weg durch den Hadikpark dürfte auch nicht optimal sein.
    wie es aussieht, fährt man umständlich eine Schleife über die Kennedybrücke zum rechten Wienflussufer, statt den Weg durch den Park gerade weiterzuführen (da blockiert anscheinend ein Hundezone). Oder täusche ich mich da?

    Was auch sehr fehlt, ist eine Anbindung des Hietzinger Zentrums via Rampe Einwanggasse und Steg bei der Gasse zum Dommayer, die zwar existiert, aber ob sie ausgebaut wird, entzieht sich meiner Kenntnis.

    Im Großen und Ganzen aber ein Riesenfortschritt.

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  5. Naschmarktsanierung OHNE Radweg der Naschmarkt wird bald komplett saniert, und die Rote Sozitante weigert sich, den Wiental-Radweg bis zum Karlsplatz zu schließen, da ja sonst Parkplätze für den Naschmarkt verloren gehen. das geht ja gar nicht.

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