U-Bahn in der Nacht

Bitte draussen bleiben heissts hier auch am Wochenende ab 0.30
das muß sich ändern

Heute Gemeinderat
Thema aktuelle Stunde: „Am Wochenende U-Bahn rund um die Uhr“
Die SPÖ wehrt sich (noch) dagegen, und argumentiert mit den Kosten.
Gerade darauf bin ich in meiner Rede eingegangen.
Weil bei grossen Summen den meisten die Vorstellung fehlt.
Nach Aussagen eines Direktors der Wr Linien würde es 2,5Mio Euro kosten, am Wochenende due U-Bahn auch in der Nacht fahren zu lassen.
Was sind diese 2,5 Mio?
Nur zum Vergleich:
Letzte Woche wurde im Planungsausschuß beschlossen (mit Stimmen aller Parteien ausser unserer), den Gürtel bei der Abfahrt von der Süsosttangente zu verbreitern.
Kosten: 110 Mio Euro
d.h. allein um diesen Betrag könnten die Wr.U-Bahnen (ohne die Einrechnung von Zinsen) 44 Jahre lang am Wochenende auch in der Nacht fahren.
Politik ist immer eine Frage der Prioritäten.
Vor langer Zeit haben wir durchsetzt (ich kann mich erinnern, weil ich es verhandelt habe) dass die Nachtbusse eingeführt werden.
Vorher hat sich die SP heftig dagegen gewehrt.
Ähnlich wird es hoffentlich dieser Forderung ergehen.
Den veränderten Lebensgewohnheiten müssen wir Rechnung tragen.
Dafür sind 2,5 Mio gut investiert.
Wir bleiben dran.

17 Gedanken zu “U-Bahn in der Nacht

  1. Sinnvoll? Ich würde es lieber sehen, wenn das Geld dazu verwendet würde, die Nachtbusse in einem kürzeren Intervall (alle 15 min) fahren zu lassen.

    Die Busse sind in der Nacht recht schnell, bringen die Fahrgäste näher an ihr Zuhause und eine Verkürzung des Intervalls kann die Reisezeiten halbieren.

    Ein Beispiel aus dem Westen Wiens:
    10 min Fußweg zur nächsten Nachtbusstation
    20 min auf den Bus warten
    5 min fahren, aussteigen zum umsteigen
    17 min auf den Bus der anderen Linie warten
    10 min Fahrzeit
    5 min Fußweg
    =67 min gesamt

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  2. Nacht-U-Bahn Bitte, Bitte. Mit welchem Intervall haben die WL. die 2,5 Mio ausgerechnet? 30 Minuten? Das ist dann endgueltig sinnlos. Ein U-Bahn-Zug fasst 800 Personen, grad zu Silvester gibt das eine sinnvolle Auslastung. Und was ein 30 Minuten Intervall in der Nacht bedeutet sieht man all-naechtens in Wien.

    Viel vernuenftiger waere das Geld fuer eine Verkuerzung der Intervalle in der nacht auf 15 Minuten eingesetzt. Erzielt eine deutlich hoehere Flaechenwirkung und eine massive Angebotsverbesserung fuer alle – und nicht nur fuer die Gruenwaehler im 7, an der U3.

    Ernsthaft, lasst euch da bitte nicht vor den undurchdachten Karren der ÖVP spannen.

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  3. Dem kann ich so nicht zustimmen. Eine Betriebszeitenverlängerung der U-Bahn bringt nur entlang von 5 Korridoren (von denen einige erschreckend dünn besiedelt sind) etwas, wogegen das Nachtbusnetz im Gegensatz zur U-Bahn eine viel größere Fläche erschließt.

    Bezüglich Fahrzeit bringt die U-Bahn in der Nacht auch keine Vorteile, besonders, wenn man am Reumannplatz oder in Simmering erst recht wieder in Nachtbusse umsteigen muss – was die Sache umso unattraktiver macht.

    Die Idee kommt mir reichlich unüberlegt vor. Sollten die Busse tatsächlich überlastet sein, wäre es fürs erste deutlich sinnvoller, das Geld in dichtere Nachtbusintervalle, ein besseres Nachtbusnetz oder Verlängerungen der Nachtbuslinien zu investieren oder ggf. einige Tageslinien – auch der Straßenbahn – durchgehend zu betreiben.

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  4. grün schwarz? Übernehmen wir da eine Forderung der ÖVP oder umgekehrt? Wie auch immer, ich sehe die Forderung in erster Linie als populistisch motiviert — typisch Chorherr halt.

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  5. die nachtbusse gehörten… …flächendeckend auf die kleinen nachttaxis umgestellt. (angeblich ist sowas in planung) die u-bahn braucht es trotzdem dazu.
    zusammen – u und kleine nachttaxis hätte wien ein super system.

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  6. also wenn ein viertelstunden betrieb nur 2,5 mio im jahr kostet, wäre es dass auf jeden fall wert. bisher hätte ich schon angenommen, dass es deutlich teurer ist.
    gerade wenn man mal ans andere ende der stadt muss, ist es mit den nachtbussen sehr mühsam. da kommt sowhol mit warte- als auch mit fahrzeiten einiges zusammen.
    ansonsten würde auch die verdichtung des nachtbusnetzes einiges bringen. sowohl von den intervallen als auch der streckenführung. so sollte am gürtel auch unter der woche der viertelstundentackt gefahren werden (am wochenende vielleicht noch enger?). auch würde ich eine nightline bei der streckenführung der linie 10 für sinnvoll erachten, da die westlichen bezirke sonst nur über den gürtel verbunden sind, was die wege sehr verlängern kann.
    und die gewöhnlichen öffis könnten ruhig an freitag und samstag abend engere intervalle fahren. 15min ab 20 uhr sind wrklich lächerlich. da wäre schon was engeres bis zumindest 23 uhr möglich.

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  7. Bitte überdenken! Lieber Christoph Chorherr,
    schade, dass auch die Grünen diesem undurchdachten Nur-U-Bahn-ist-geil Wahn nachhecheln.
    Verbesserungen im Nachtverkehr – ja, gerne!
    Dichtere Intervalle der Nachtbusse, zusätzliche Linien, verbesserte Linienführungen, ein Ausmerzen der Taktlücken im Übergang Tagesverkehr – Nachtverkehr – Hier wär überall Handlungsbedarf gegeben, der den Benutzern wirklich was bringt.

    Aber die U-Bahn um viel Geld heiße Luft spazierenführen lassen ist verkehrspolitisch nicht sinnvoll. Allein die Bereitstellung der Stationsinfrastruktur (Beleuchtung, Rolltreppen, Lifte, Überwachung) ohne dass auch nur ein einziger Zug gefahren ist, kostet viel Geld, das in einen zusätzlichen Bus, der auch Menschen transportieren kann, weit besser investiert wäre.

    Über U-Bahn-Betrieb kann man diskutieren, wenn die Busse so voll sind, dass die Kapazität nicht mehr ausreicht – aber bis dahin bitte beim Nachtbus bleiben.

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  8. Nachtverkehr in Wien Und schon wieder eine Enttäuschung auf Deinem Blog, wollen sich jetzt die Grünen der ÖVP anbiedern? Der Gerstl hat bis jetzt noch nie gute Ideen von sich gegeben, und er kennt einfach nur U-Bahnen. Der große Vorteil von U-Bahnen ist nämlich, dass die Autos in Zukunft unbehelligt brummen können, außerdem verdienen sich die Baufirmen daran dumm und deppat.

    Was soll an der U-Bahn in der Nacht so viel besser sein als an den Bussen? Das einzige, dass ich erkenne, dass das U-Bahn-Netz leichter verständlich ist – vor allem weil es weniger Linien sind, aber das ist sicher auch ein Kommunikationsproblem.

    Bis zu einer halben Stunde in einer muffigen U-Bahn-Station zu warten ist sicher auch nicht viel besser als an der Oberfläche. Ob das Sicherheitsgefühl in den teilweise sehr dunklen Gängen durch die Videoüberwachung besser wird? In den Nachtbussen fahren jetzt oft SchaffnerInnen mit, die Tickets verkaufen. Das erhöht das Sicherheitsgefühl!

    Die Infrastruktur der U-Bahn (Stationen, Überwachung) braucht viel Strom und Personal … Auch wenn das im Vergleich zu anderen Projekten nicht viel ist, ist die Frage schon, ob das sehr „grün“ ist und das Geld in Verbesserungen des Nachtbusverkehrs nicht besser investiert ist.

    Wenn nämlich die U-Bahnen fahren, wird dann der jetzige Nachtbusverkehr aufrechterhalten? Der ist nämlich sehr flott unterwegs und bietet viel direktere Verbindungen als der U-Bahn Verkehr. Ich brauch vom Karlsplatz heim (N49) gerade mal 15 Minuten, mit Straßenbahn (1-49) oder U-Bahn (U2-U3) 20-25 Minuten, vor allem durch das Umsteigen. Ich bin mir sicher, wenn die U-Bahn durch die Nacht fährt, werden die Nachtbuslinien entlang der U-Bahn gekürzt, wodurch vermehrtes Umsteigen notwendig ist.

    Gerade Umsteigen ist ein großes Problem des Nachtverkehrs. Da dieser in selteneren Intervallen fährt (derzeit 30 Minuten), ist es viel wichtiger, dass die Anschlüsse abgewartet werden. Mir passiert es regelmäßig, dass ich – wenn ich vom Schwedenplatz komme – den Nachtbus zum Umsteigen bei der Oper nicht mehr erwische oder mich todesmutig über die Ringfahrbahn stürzen muss. Ich finde hier sollten die Takte verbessert werden um garantierte Umsteigemöglichkeiten zu schaffen. Weil das Versäumen des Umsteigens kostet bis zu einer halbe Stunde auf dem Heimweg.

    Die U-Bahnen werden sicher keine höheren Intervalle haben, immerhin können mit einer Fahrt bis zu 900 Passagiere transportiert werden, das muss erst zusammenkommen. Ein Nachtbus kann viel flexibler auf einzelnen Strecken verstärkt werden.

    Viele Leute klagen, dass die Nachtbusse in entlegenere Gegenden in Wien so lange unterwegs sind. Warum nicht ein paar Nachtschnellbusse einführen, die in der Innenstadt nur bei den wichtigsten Umsteigeknoten stehen bleiben, aber dann die Peripherie fein verteilen?

    Apropos … Wenn schon Nacht-U-Bahnen, warum dann nicht auch Nachtstraßenbahnen?

    Stephan Plepelits (http://mobility.plepe.at)

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  9. Die wichtigsten Gründe warum die Nacht-U-Bahn eher abzulehnen ist, wurden wohl schon genannt: Unzureichendes Marketing des Nightlinenetzes, Sicherheitsgefühl, hohe Kosten für Stationsbetrieb, Umsteigezwänge, kaum zu erwartende Intervallverbesserungen …

    Ich würde sogar so weit gehen, dass man den Betriebsschluß der U-Bahn _vor_verlegt, um abends auf reinen Oberflächenverkehr umstellen. Da hätten vermutlich sogar mehr Leute davon etwas, als wenn in bestimmten Stadtteilen zwar um 10 Uhr abends im 5-Minuten-Intervall die U-Bahn fährt, dafür aber sogar Linien wie 13A, 43, 48A im provinziellen 15-Minuten-Takt herumgurken.

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  10. Was ich an Nachtbussen nicht mag Die meisten Nachtbusse fahren ganz andere Linien, als es jene am Tag tun, und das ist nicht nur verwirrend, sondern man hat eigentlich gar keine Lust sich damit auseinanderzusetzen. Warum sollen denn nicht die gleichen Linien fahren.
    Und bei U-Bahnen bleiben die LInine gleich. Jeder kennt sie. Daher wäre eine 24h U-Bahn durchaus zu überlegen mit maximalen 15 Minutigen Intervallen. Zusätzlich kann man dann sicher noch Buslinien, wie den 13A, etc. aktivieren, aber bitte nicht eigene Nachtbuslinien, die auch noch anders heißen. Besser auf bestehende Linien vom Tag zurückgreifen!

    Man kann ja auch U- Bahnen z.B. nur im Stadtkern fahren lassen, und die Busse übernehmen dann die Fahrt in die Außenbezirke. d.h. verkürzte am Tag bestehende Linien aktivieren.

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  11. Wenn auf einer bestimmten U-Bahn-Strecke die Nachfrage besteht, dann sollte durchaus überlegt werden, diese auf den stärksten Streckenabschnitten auch in der Nacht fahren zu lassen (U6 südlich der Philadelphiabrücke wird als z.B. kaum nötig sein). Wenn schon so viel Geld in das U-Bahn-Netz investiert wurde, dann ist das auch schon egal, wenn zumindest ein paar davon profitieren. Schon am Abend werden ja ohnehin eher Kurzzüge geführt, welche die Kosten auch etwas senken.

    Das müsste aber _zusätzlich_ zum bestehenden Nachtbusnetz geschehen, da sich sonst wegen zwangsweisem Umsteigen eben Verschlechterungen ergeben. Ebenso sollte aber auch die Einführung von Nacht-Straßenbahnlinien geprüft werden, und ein Kompromiss könnte auch ein U-Bahn-Betrieb bis 2h sein, wie schon gesagt.

    Etwas Populismus kann natürlich gut zum Stimmengewinn sein – nur denkt die Zielgruppe der Grünen wohl doch eher etwas mehr nach als jene der ÖVP/FPÖ. Es sollte jedenfalls alles bedarfsgerecht sein, und vielleicht stellt sich ja auch heraus, dass um das Geld auch ein Betrieb mehrerer Bus- und Straßenbahn-Tageslinien im 10-15-Minuten-Intervall die ganze Nacht hindurch machbar ist.

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  12. Reaktion? So, jetzt haben wir hier gut zwei Dutzend negative Reaktionen.
    Ist das nicht eine Gelegenheit für eine gemeinsame Antwort an alle hier?

    Ich habe ja gar nichts groß dagegen, aber mich würde, wie ich schon auf Twitter geschrieben habe, *echt* interessieren, was denn nun FÜR die U-Bahn in der Nacht spricht. Wir tappen hier fast alle im Dunkeln.

    Herr Chorherr?

    Beat Hornstein

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  13. Busse statt U-Bahn Es wäre wirklich besser, die Busse öfter fahren zu lassen statt der nur lokal verfügbaren U-Bahn. 5-10 Minuten weniger warten macht einen Riesenunterschied bei der Akzeptanz, vor allem, wenn’s draußen kalt und/oder naß ist.

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  14. diverse Antworten und ein paar Hintergründe vorweg: danke für die gehaltvollen Kommentare, die einmal mehr zeigen, wie wichtig ein blog zur politischen Meinungsbildung sein kann. Auch für meine!
    Diese Antwort hat ein wenig gedauert, denn ich ahne bereits, es wird das längste posting von mir in der Geschichte dieses blogs.
    Und das dauert ein wenig.
    Wohlan:

    Vorweg ein paar „interne“ Infos, meine Kolleg/innen werden mir hoffentlich nicht gram sein, aber es ist ja kein strenges Geheimnis.
    Obige Gemeinderats-kurz-Debatte war eine aktuelle Stunde von der ÖVP beantragt.
    Die ÖVP verlangte schon im Titel einen 24 h Betrieb der U-Bahn an Wochenenden.
    Ich wurde von unserer Fraktion ersucht, dazu zu sprechen.
    Und ich wollte meinen prinzipiell skeptische Haltung dazu zum Ausdruck bringen.
    1.) gibts weitaus wichtigere Dinge im öffentlichen Verkehr (neue Strassenbahnlinien in Stadterweiterungsgebieten und ins Umland, Beschleunigung bei Ampeln, etc, etc.)
    2.) ging ich davon aus, dass der U-bahnbetrieb in der Nacht ziemlich teuer sei, und es schlicht ineffizient sei, einen U-Bahnzug, der 1000 Menschen fassen kann so zwischen 4 und 5 Uhr früh mit max ein paar Dutzend Leuten durch Wien fahren zu lassen
    3.) natürlich, so wollte ich argumentieren, sei es wahrscheinlich sinnvoll, den geänderten Lebensgewohnheiten von uns Städtern Rechnung zu tragen, und probeweise den Betriebsschluss der U-bahn am Freitag und Samstag ein bis zwei Stunden nach „hinten“ zu verschieben.

    Die Mehrheit des Klubs sah das anders.
    (Achtung, jetzt kommt keine Ausrede, bitte weiterlesen)
    Wenn die VP eindeutig pro Verlängerung ist, die SP (einmal mehr) klar Njet sagt, käme so eine differenzierte Haltung von uns einmal mehr als wischi-waschi rüber.
    Ausserdem, so die Einschätzung der meisten, wollten das sehr viele Menschen, und unsere Position sei schwer vermittelbar.
    Letztere Einschätzung teile ich übrigens, die meisten Menschen schätzen die U-Bahn, und ich sagte ich dem Klub, meine skeptische Position bleibe, aber so wichtig sei es mir auch wieder nicht, möge bitte jemand sprechen, der klar pro ist, ich sei es eben nicht.
    Und ich liess mich, schon in der Früh, von der Rednerliste streichen.
    Eines der grossen Vorteile des Gemeinderetaes ist, dass immer die Leiter jener Betriebe, über die gerade diskutiert wird, im Saal anwesend sind.
    So sah ich einen der Direktoren der Wiener Linien, und war neugierig.
    Um meine Vermutung zu untermaueren, wie teuer das sei, und um gegenzurechnen, was man damit Schlaueres tun könne ging ich zu diesem Direktor (da ich ihn nicht um Erlaubnis gefragt habe, spare ich mir hier seinen Namen) hin, grüßte freundlich und fragte ihn, was denn das koste.
    Ich erwartete so 20 Mio aufwärts.
    Seine Antwort verblüffte mich sehr: Bloß 2,5 Mio im Jahr, mit einem durchaus attraktiven Intervall.
    Hmm.
    Ich begann nachzudenken.
    Dann fiel mir der letzte Gemeinderatsausschuß wieder ein, wo ohne jeglich öffentliche Debatte (ich glaube mein blog war das einzige Medium, wo darüber berichtet wurde) mit den Stimmen von SP/VP/F einfach so die besagten 110 Mio für die Gürtelverbreiterung beschlossen wurden.
    Und dann dachte ich an all die enormen Ausgaben, die Wolche für Woche in dern Strassenverkehr, den Garagenbau etc fliessen, über den sich ausser uns Grünen keiner aufregt.
    Und dann stellt sich die SP hin, und sagt: dieser U-Bahn-Wochenendnachtbetrieb ist zu teuer.
    Darf man seine Meinung ändern?
    darf man auch einmal zu einem Vorschlag „Ja“ sagen, auch wenn er von einer anderen Partei kommt.
    Um vergleichsweise lächerliche 2,5 Mio dürfen auch halbleere Züge durch die Nacht fahren.
    Ich liess mich wieder auf die Rednerliste setzen und bezog mich wie oben auf die Verhältnismässigkeit der Kosten.

    Jetzt zur Sache:
    Die Debatte war kein Planungstreffen wei man den nachtverkehr im Detail organisiert, sondern eine politisiche Standortbestimmung.
    Und ebenso, wie langer politischer Druck notwendig war, bevor die Nachtbusse kamen (die SP sagte damals immer, es sei zu teuer) ist es wichtig, auch in der Nacht die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs zu verbessern.
    Drum geht es meiner Meinung nicht darum, die Nachtbusse zu ersetzen, sondern den Nachtverkehr zu verbessern.
    Jetzt ein weiterer grundlegender Einschub:
    Unsere generelle Haltung zur U-Bahn.
    Ich kenne seit Jahren die Debatte und hab mir auch dabei auch Gegner geschaffen.
    Es gibt eine kenntnisreiche Gruppe von Fans des öffentlichen Verkehrs, die grundaätzlich gegen U-Bahnen sind (Hauptkritikpunkt hohe Errichtungskosten, und Qualitätsverlust in der Fläche)
    mit diesen habe ich harte Sträusse ausgefochten, weil ich mich ihrer prinzipiellen Kritik nicht angeschlossen habe.
    Sondern:
    Für U–Bahnen bin, wo sie sinnvolle Stadterweiterung vorantreiben (U2-Verlängerung), diese aber ablehne, wo sie mehr als fragwürdig ist: so lehne ich z.B. die u6 Verlängerung nach Stammersdorf ebenso ab, wie die U1 bis auf die Äcker von Rothneuneusiedl, wo es nioch nicht einmal ein vernünftiges Entwicklungskonzept gibt.
    Ich weiss aber, dass es schwer ist, als Gegner des überbordenden Autoverkehrs gegenüber Anrainern eine U-Bahn Verlängerung zu kritisieren.
    Aber manchmal muß man Menschen etwas „zumuten“ und ich bleibe dabei.
    Und irgendwie hab ich das Gefühl, diese prinzipielle U/Bahnkritik taucht auch wieder in dieser Debatte auf.
    Also:
    1.) kein Ersatz der Nachtbusse (diese kosten übrigens 6 Mio Euro im Jahr)
    2.) Probiere wir das mit der U-Bahn einfach aus, die kosten sind vergleichsweise bescheiden
    jetzt meine zwei wichtigen Argumente
    3.) die Menschen kennen die Linienführungen der U-Bahnen, die bereits einen grossen Teil der Stadt abdecken – ausserdem kann man das Fahrrad mitnehmen, viele gelegentliche Nutzer kennen die Nachtbuslinienführung nicht, und beim Umsteigen kann man enorm viel Zeit verlieren.
    So könnte es gelingen, derzeitige Autofahrer (wg Alkoholkonsum etc.) zu U-Bahn zu bringen, die schlicht deutlich mehr geschätzt wird, als Busse
    4.) Ausserdem ist es (Winterhalbjahr) weitaus angenehmer im Warmen auf eine U-Bahn, als in der Kälte auf einen Bus zu warten.

    Letztlich: All das erhöht den Druck auf die SP sich selber etwas einfallen zu lassen.
    Wenn letzlich herauskommt, der Betriebsschluß wird nach hinten verlegt und die Intervalle der Nachtbusse verkürzt, solls mir auch recht sein.

    Abschlussfrage. Warum regt soviele hier der U-Bahnbetrieb in der Nacht auf, nicht jedoch 110 Mio für noch mehr Autos in der Stadt.
    PS: Danke fürs geduldige Zuendelesen

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  15. nacht u – bahn wieso macht man es nicht so wie in der schweiz ?
    man erstellt zuerst den fahrplan und wieviele fahrzeuge man braucht !
    wie die nachtarbeit auf der strecke ( gleisen , stellwerk ) verteilt wird !
    wenn dieses alles abgeschlossen ist , kann man über die einführung eine nacht u- bahn verhandeln , oder ?

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  16. danke für die ausführliche antwort und die damit einhergehende erklärung

    ich denke auch, dass derzeit niemand sagen kann wie sich ein durchgehender u-bahn betrieb entwickeln wird, glaub nicht, dass es dazu belastbare untersuchungen gibt, oder?

    und wie cc schon des öfteren erwähnt hat, wenn mrd. für unfähige banken, millionen für straßen oder millionen provisionen für die buberl partie vorhanden sind, dann wird doch zumindestens ein einjähriger probebetrieb möglich sein

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  17. Stadtplan auf wien.gv.at Nachdem ja seit kurzem beim Stadtplan auf wien.gv.at die Radwege nach Typ getrennt eingezeichnet sind, und auch die Abstellanlagen drin sind (haben das die Grünen urgiert?), wärs auch Zeit, mal den öffentlichen Nachtverkehr einzuzeichnen, immerhin gibts ja jetzt zwei verschiedene, und die verzerrten Schematischen Pläne sind beim abschätzen der Fußwege doch ein bisschen anstrengend.
    Im Feedback-Formular hab ich das damals schon in der Beta-Phase vorgeschlagen, hat aber nix gebracht.

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