3 Gedanken zu “Was heißt heute „Bürgerlich“ Teil 4

  1. Anstand Ich habe das Interview in der Presse gelesen und war nicht besonders erbaut. Was mich gestört hat:
    Der Begriff citoyen ist nicht erklärt. Da hätte es eines Kastens bedurft.
    Die Vorstellung Mann, Frau, 2 Kinder etc. von Khol funktioniert ja nicht wirklich. Gut wir haben drei Kinder, die gingen in die gleiche Schule wie Khols Sohn. Meine Frau ist zuhause geblieben. Ich habe sehr gut verdient, doch selbst dann bleibt man mit dem verfügbaren Geld an der Armutsgrenze. Da stimmt dann etwas mit der Familienpolitik nicht. (Nicht, dass ich mich jetzt beschwere: wir haben es gerade so geschafft, weil ich ein bestens bezahlter Spezialist war.) Anderes Modell wäre, dass der Mann zuhause bleibt oder beide nur je 30 Stunden arbeiten. Alles andere geht zu Lasten der Kinder. Als „ehemalig“ Bürgerlicher hänge ich der Vorstellung nach, dass man den Kindern am Abend vorliest und sie gerade in der Vorschulzeit besonders liebevoll und aufmerksam betreut.
    Durch die Inflation hat sich die „Reichtumsgrenze“ verschoben. Der Spitzensteuersatz, der bei 38500 anfängt bedeutet, dass bei einer fünfköpfigen Familie alles mehr als das absolut Notwendige mit quasi doppelter Arbeit erworben werden muss. Noch einmal, das ist nicht der Kernpunkt einer Beschwerde. Ich meine aber, dass die Familie bei 2,7172 Kindern pro Familie anfängt. 2 ist relativ realistisch, manche Familien sollten 3 Kinder haben, um einen statistischen Ausgleich zu bewirken. Denn das Bürgerliche lebt auch davon, dass die Kinder das Bürgertum weiterführen.
    Insofern stimme ich TC zu, wenn er sagt, dass manchen Schichten, die Uni leichter zugänglich wird. Das liegt aber nicht so sehr an Studiengebühren sondern an der geistigen Einstellung, was man von der Uni erwartet.
    Dass Khol in Amerika ein linker Demokrat wäre, klingt zwar ganz nett, nehme ich ihm aber nicht ab.
    Dann müsste er in Österreich auch die Partei gewechselt haben. Und das sage ich, nachdem ich bei einigen Wahlen schwarz gewählt habe. Die ÖVP vertritt das Bürgertum nicht mehr. Warum: weil eine der Kernqualitäten, die Khol selbst anspricht, fehlt: der Anstand.

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  2. Lustig oder traurig? „Die FPÖ hingegen ist eine linkspopulistische Partei geworden mit rassistischen und fremdenfeindlichen Anklängen.“

    Zum Schießen. Und das BZÖ und bürgerlich – ich vermisse einen rofl-Smiley.

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