Auf nach Kärnten!


hier gehts zur Initiative
Urlaub als politische Unterstützung für ein Menschenrecht?
Die Geschichte ist kurz erzählt.
Der Süden Österreichs braucht dringend, um für das (ohnehin bedenklich erodierte) Menschenrecht auf Asyl Raum zu bieten, ein sogenanntes Erstaufnahmezentrum Süd.
Ein Haus für Menschen in Not, die in Österreich Zuflucht vor Verfolgung suchen.
Einige Kärntner Gemeinden überlegen nun, dieses in ihrem Ortsgebiet errichten zu lassen.
Denn es bringt auch wirtschaftliche Vorteile: Absicherung der durch Abwanderung bedrohten Schulen und v.a. zusätzliche Arbeitsplätze.
In manchen dieser Gemeinden wird jedoch die Sorge geäußert, ein Asylzentrum könnte den Fremdenverkehr gefährden.
Vertragen sich Asylwerber und Urlauber?
Hier setzt nun unsere Initiative an.
Warum nicht – als Unterstützung – Urlaub in einer Gemeinde, die den Mut aufbringt, sich für ein derartiges Haus zu entscheiden.
Drum suchen wir Gleichgesinnte, die sagen:
Ja, dort wollen wir Urlaub machen!
Und dies auch schriftlich unterstützen.

Wir hoffen auf viele.
Und noch eine Idee wollen wir ventilieren:
Es gibt in Österreich hervorragende Architektinnen und Architekten.
Ein derartiges Haus könnte doch auch von außergewöhnlicher architektonischer Qualität sein.
Das für die, die darin (befristet) leben attraktiv ist, aber ebenso für jene, die sich für diese Menschen interessieren, ihre Geschichten hören wollen, sie vielleicht kennenlernen wollen.
Deswegen unser Vorschlag:
Her mit einem ordentlichen Architekturwettbewerb, dass dieses so wichtige Haus auch die Baukultur dieser Gemeinde bereichert.
Der Weg zu diesem Projekt ist noch weit, besonders angesichts der unglaublichen Reaktion der offiziellen Landespolitik.
Wir wollen aber nicht nur zuschauen, sondern jene ein wenig unterstützen, die offensichtlich ein besseres, ein humanes Kärnten wollen. In Kärnten.
PS:
Warum der Slogan „urlaubmitfreunden“?
da haben wir uns von der offiziellen Kärntenwerbung inspirieren lassen.
Die heisst: „urlaubbeifreunden“

8 Gedanken zu “Auf nach Kärnten!

  1. Das erinnert mich an eine Begebenheit im südliche Italien… ich weiß jetzt nicht genau, ob es in Molise oder derBasilicata war,
    jedenfalls:
    Ich habe vor längerer Zeit ein Feature im Fernsehen gesehen (Rai Uno oder TV5 ?), wo man über eine Gegend berichtet hat, deren Dörfer schon durch Abwanderung ziemlich entvölkert waren und die kurdische „Boat People“ aufgenommen hat. Dadurch waren auf einmal wieder die Grundfunktionen eines Dorfes vorhanden (Bäcker, Schuster, Fleischhauer, Greißler, Schmied, etc.).
    „Und sie lebten glücklich bis an ihr Ende“

    Wäre interessant, herauszufinden, wie es dort weiterging und -geht !

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  2. Baukultur Eine super Initiative! Fragt sich allerdings, warum mit dem auf ausdrücklich auf österreichische Architekten beschränkten Wettbewerb dann wieder so ein seltsam ethnozentristischer Ansatz hineinspielt … – Herzliche Grüße aus Berlin!

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  3. wozu neues east? ich finde auch, dass menschen die angst vor asylwerberInnen genommen werden sollte. diese initiative ist sicher gut gemeint und grundsätzlich sehr interessant.
    aber ich gebe zu bedenken: die aktion unterstützt doch vor allem den bau eines neuen erstaufnahmezentrums. wozu? so werden asylwerberinnen kaserniert, damit „wir“ möglichst wenig von „ihnen“ mitbekommen. und umgekehrt.
    wir könnten – nicht nur kärntner – gemeinden bereisen, wo asylwerberInnen – mitten im ort, nicht in einem lager – wohnen, nicht untergebracht sind. damit könnten auch „jene, die sich für diese Menschen interessieren, ihre Geschichten hören wollen, sie vielleicht kennenlernen wollen“ erfolgreich sein. wer mir nicht glaubt soll versuchen eine besuchsgenehmigung für eines der bereits bestehenden erstaufnahmezentren in traiskirchen oder thalham zu bekommen. der quartiergeber wäre im süden jedenfalls derselbe, die regeln sicher auch.

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  4. Asylzentrum = Ghetto Wieso überhaupt Asylzentren?

    Man könnte genauso alle Asylanten auf mehrere Gemeinden aufteilen. So haben viele Gemeinden die Möglichkeit einzelne Menschen zu integrieren, sich um diese zu kümmern. So würde man auch einem Teil der Kriminalität entgegen wirken, und aber auch dem Ausländerhass.
    Und man braucht keine Ghettos wie Asylzentren.
    Keine Gemeinde wäre überfordert und auch das Erlernen der Sprache geht auch schneller.
    Ich kann mich noch gut an die Flüchtlinge aus dem Bosnienkrieg erinnern. Diese wurden auch in mehreren Gemeinden untergebracht. Viele private Leute erklärten sich bereit und nahmen die Leute auf. Da herrschte Hilfsbereitschaft und Integration in der Gemeinschaft.

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