Rote Ampeln und die Radfahrer

Über das unterschiedliche „Wesen“ von Auto- und Radfahrern.
Darüber denk ich schon sehr lange nach; jetzt wollte ich diese sehr grundsätzlichen Überlegungen publizieren und zur Diskussion stellen.
Diese Woche im falter.
Und natürlich hier.

In letzter Zeit werden sie immer heftiger. Die Debatten und gelegentlich geradezu wüternden Vorwürfe rund um das Thema “Radler missachten Verkehrsregeln”. Wenn eine Radiostation von Anrufern gestürmt werden möchte, wählt sie “Radfahrrowdy”, läd jemanden wie mich ins Studio, und die Telefone beginnen von Hysterie zu kreischen.
Meist versuche ich es dann mit rationalen Argumenten Vergleiche die verschwindend geringe Zahl jener Menschen, die “unters Fahrrad” kamen, mit den Abertausenden, die von Autos gerammt wurden. Verweise auf den Wiener Kardinalfehler, Radwege auf schmalen Gehwegen angelegt zu haben statt auf Fahrbahnen – mit der Konsequenz, die schwächsten Verkehrsteilnehmer auf einander zu hetzten, damit die Autos ungestört bleiben. Jedes Mal aufs Neue merke ich: ich kann mich brausen mit solchen Argumenten.
Das zugrundeliegende Problem ist ernst und in seiner Konsequenz radikal.
Man möge mit einer kritischen Selbstbetrachtung beginnen.
Sitzt man hinter dem Steuer eines Autos und leuchtet die Ampel rot, so wird der Stop-Befehl unhinterfragt und ohne Anstrengung befolgt. Man bleibt stehen und wartet.
Der selbe Mensch als Fussgänger: Wenn klar ersichtlich ist, dass kein Auto kommt, keinerlei Gefährdung vorliegt, übernimmt eine andere Kraft das Kommando. Man geht einfach los. Und jene, die neben einem stehen, gehen ebenso los.
Stehenbleiben, ohne dass dafür, ausser der roten Fußgängerampel ein triftiger Grund vorliegt, weil die Strasse leer ist, erfordert eine grosse Kraftanstrengung.
Zwei Spezies in einer Person reagieren völlig unterschiedlich. Gebückt, im Auto eingeschlossen, die Kommunikation auf insektenhaftes Blinken heruntergefahren, quasi als spezies “Homo autofahriensis” fügt man sich in technisch gesteuerte Lenksignale.
Wieder auferstanden zum homo sapiens sapiens kann man schwer anders, als Jahrtausende alte Verhaltensmuster weiterzuführen. Man benutzt Augen, Ohren und ein wenig Verstand, um sich sicher bewegen zu können. Es ist in der Tat erstaunlich, wie es auch grossen Menschenmassen, in Fussgängerzonen, auf Flug- oder Bahnhöfen, geradezu spielerisch gelingt sich individuell zu bewegen, auszuweichen, sich einzuordnen, ohne dass dafür technische Hilfsmittel notwendig wären.
Auch wenn in Venedig in den Sommermonaten sich Abertausende bewegen, zurecht ist noch niemand auf die Idee gekommen, Einbahnen einzuführen oder Ampeln zu errichten.
Erst die Übereignung der Strasse an das Auto hat dies mit sich gebracht. Solange man als Homo sapiens sapiens auf seinen eigenen Füßen unterwegs ist, würde der als ziemlich grenzwertig betrachtet werden, der einen Umweg zu gehen auf sich nimmt, da ja “hier eine Einbahn ist”.
Man traut “dem Menschen” zu sich frei und selbstbestimmt zu bewegen.
Setzt sich der Mensch, und das ist jetzt der springende Punkt, auf ein Fahrrad, bleibt er ein Mensch, wird weiterhin als Mensch angesehen und auch so angesprochen: “Die Radler” seien Rowdies heisst es, nicht “die Räder”. Ganz im Unterschied zum Auto. “Die Autos” seien gefährlich, der Mensch bückt sich und verschwindet in der Maschine. Folgerichtig fragt am auch, “Wo stehst DU?”, wenn man meint, “wo parkt dein Auto?”
Wer diese auf den ersten Blick merkwüdige aber sehr ernst gemeinte These, dass der Mensch hinter dem Lenkrad im Auto zu einer anderen spezies wird, bezweifelt, möge an sich selbst das Aggressionsverhalten beobachten. Nirgendwo sonst kommen so schnell geradezu eruptionsartig Schimpftiraden über die Lippen, nur weil ein anderes automobiles Insektoid überholt, schneidet, oder sonst wie das eigene Revier bedroht. Man schimpft und droht, obwohl man weiss, dass man nicht gehört wird, weil ja alle Fenster geschlossen sind.
Man nimmt ungeheure Risken auf sich, gefährdet sich und andere, wenn man wütend und hupend kanpp vor der Kurve diesen verfluchten Anfänger, diesen gesch… Radler, der Teufel möcht ihn holen überholt und dabei die Faust erhebt.
Radler entäussern sich nicht ihrer Spezies als sapiens sapiens, wenn sie auf den Sattel steigen. Und empfinden Ampeln, Stopschilder, als, sagen wir es zurückhaltend, schlichte Empfehlungen.
Es ist unausweichlich: Trifft eine rote Ampel auf einen Fußgänger oder einen Radfahrer, liegt es schlicht im Wesen letzterer, ihre Selbstbestimmung und ihr humanes Orientierungsverhalten nicht aufzugeben.
Das potenziert natürlich die Aggression jener Wesen hinter dem Lenkrad, die ihrer Spezies gemäss ein Rot als unerbittlichen Befehl hinnehmen. Aus ihrer Sicht wird das Überfahren einer roten Ampel zum besonderenFrevel. Kommt noch die Demütigung dazu, trotz 150 PS und einer Spitzengeschwindigkeit von weit über 200 kmh im Stau von eben jenen frechen Radlern überholt zu werden, ist jenes emotional Gebräu gemischt, das die Aggression gegen Radfahrer heute ausmacht.
Eine “kleine” Lösung gibt es hier nicht, letztlich nur eine radikale. Wo der homo sapiens sapiens lebt, haben Ampeln, Einbahnen und Stopschilder nichts verloren. Menschen in grosser Zahl auf der Strasse, sei es auf zwei Füßen oder muskelbetrieben auf zwei Rädern statt an den Rand gedrängt das wird, wiederum, die Stadt der Zukunft sein.

28 Gedanken zu “Rote Ampeln und die Radfahrer

  1. Frontal Großartiger Beitrag zuer weiteren Polarisierung. Autofahrer=Gangliöses Nervensystem der Insekten vs. Radfahrer=Homo sapiens sapiens bikens.

    Ich fürchte so kommt weder die kleine noch die radikale Lösung.

    Stellen wir uns vor es gäbe in Wien kein einziges Auto sondern nur Fahrräder. Alle heutigen Autofahrer steigen aufs Rad um. Dieses Bild vor dem inneren Auge frage ich mich: wird es wirklich friedlicher zugehen im Verkehr oder heisst es dann:

    „Man nimmt ungeheure Risken auf sich, gefährdet sich und andere, wenn man wütend und klingelnd knapp vor der Kurve diesen verfluchten Anfänger, diesen gesch… Sonntags-Radler, der Teufel möcht ihn holen überholt und dabei die Faust erhebt.“

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  2. Steinzeit Neben finanziellen Interessen der Bauwirtschaft gibt es genau zwei Gründe warum die Verkehrspolitik um Zehnerpotenzen schwieriger und deshalb erfolgloser ist, als andere Politikbereiche: 1. Vernetzte Systeme mit einer extrem komplizierten, nicht linearen Mathematik, deren Ergebnisse meist dem „gesunden Hausverstand“ widersprechen (z.B. Tempolimits … Mehr lesenvermeiden Staus). Und 2. Ganz tiefsitzende psychologische und physiologische Überbleibsel aus hunderttausenden Jahren Evolution, die dafür sorgen, dass in dem Moment, in dem der Mensch in ein Auto steigt, sich die Großhirnrinde abmeldet und das Stammhirn die Kontrolle übernimmt. Oder wie es Peter Kubelka einmal formuliert hat: „Die Tatsache, dass zwischen Mensch und Tier kein Unterschied besteht, sollte nicht durch die Tatsache verdeckt werden, dass das eine Tier mit dem Auto fährt und das andere nicht!“

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  3. Noch ein rationaler Erklärungsversuch Meiner Erfahrung nach fahren Radfahrer (in der absoluten Mehrheit) nicht über rote Kreuzungen, wenn sie selbst auf der Fahrbahn sind. Sie machen dies wenn sie auf den Radwegen unterwegs sind.

    Hier kommt jetzt ein wesentlicher Unterschid zum Tragen. Ganz plötzlich wird die breite der Kreuzung um mehr als 50% verkürzt, weil der Gehsteig ja viel näher zum Kreuzungsmittelpunkt ist als die Haltelinie. Und was noch dazu kommt hier hat der Radfahrer (ebenso wie der Fußgänger) einen wesentlich besseren Überblick über die Kreuzung als von der Position der Haltelinie.

    Eine zweite Variante gibt es auch noch und das ist, dass Radfahrer manchmal „Rechts bei Rot“ ausnutzen. Diese Regelung gibt es in einigen Ländern sogar für Autos und auch hier ist der Radfahrer wesentlich im Vorteil, weil er wendiger und schmäler ist.

    Conclusio muss sein, dass Radfahren nicht mit Autofahren verglichen werden kann, wenn es nicht auf der Fahrbahn stattfindet. Auf der Fahrbahn tut ein Radfahrer allerdings gut daran sich den anderen Teilnehmern entsprechend zu verhalten – zumindest so lange normaler Verkehrsfluss herrscht. Am besten bei einer Kreuzung einfach dort anhalten wo man das auch mit dem Auto tun würde, vorbeischlängeln ist für alle nur nervtötend, wenn der Radfahrer damit nur zehn Meter weiter nach vorne kommt und sofort von genau diesem Auto wieder überholt werden muss.

    Ebenso aber gilt das auch für den Ort wo das Rad auf der Straße gefahren wird. Nicht am Bankett, sondern dort wo auch bei einem Auto die rechten Räder sind. Dies wird von vielen Autofahrern schon als Provokation emfpunden (weil sie bei Gegenverkehr nicht mehr überholen können); es ist aber nicht nur sicherer (weil ein Überholvorgang außer auf ganz breiten Fahrspuren immer bedint, dass ein Spurwechsel erfolgt), sondern entspricht auch der Ansicht der Höchstgerichte.

    Es kommt also wohl eher darauf an, wo das Rad gerade gefahren wird. Auf oder neben dem Fußweg, dann werden auch die Freiheiten der Fußgänger herausgenommen. Oder auf der Fahrbahn, dann werden die Verkehrsregeln mit der gleichen (wenn nicht sogar höheren) Wahrscheinlichkeit eingehalten wie von Autofahrern.

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  4. nicht vorbehaltlos kann ich dem zustimmen. Es stimmt, dass es als Fussgänger nicht so selbstverständlich ist, wie als Autofahrer bei rot stehen zu bleiben. Aber mich hat einmal ein Polizist sehr pragmatisch – und zurecht – ermahnt, wenigstens stehen zu bleiben, wenn Kinder zwischen 6 und 12 zusehen. Und seither halte ich mich dran.

    Und tatasächlich ist es ziemlich blunzen für andere, ob ich mich als Fußgänger an Verkehrsregeln halte. Als Fahrradfahrer ist das nicht so. Da sollte ein Zebrastreifen beispielsweise genauso beachtet werden, wie von einem Autofahrer. Und den Hinweis, dass kaum Menschen „unters Rad kommen“ halte ich für ein bissi unpassend. ganz so harmlos, wie Du da tust isses nicht.

    Was Du in Deinem Artikel aber nur implizit beschreibst, dem würde ich vorbehaltlos zustimmen: Es wäre gut, wenn alle Verkehrsteilnehmer wieder viel mehr drauf trainiert würden, selbst acht geben zu müssen. An welcher Kreuzung in Wien muss man auf den Rechtsvorrang achten? Selbst auf der Felix Mottel-Strasse, eigentlich eine Wohnstrasse – sind Stopp- und Vorrangschilder montiert.

    Oder ich fände es schön, wenn man an einer roten Ampel jedenfalls rechts abbiegen kann, wenn es der Verkehr zulässt. Das funktioniert immerhin in ganz USA.

    Vielleicht würde sich das insgesamt auf die Wahrnehmungs- und Empathie-Kompetenz im Strassenverkehr positiv auswirken!?

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  5. Best practices dazu gibts schon Man muss nicht alles neu erfinden.

    Passend zu diesem gibts ja z.B. die Modellversuche, Verkehrszeichen zu reduzieren. Leider ist der Promotor dieser Idee letztes Jahr gestorben. Mehr dazu hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Hans_Monderman

    Eine Anmerkung zu den Rot-Radlern: Im Unterschied zu Rot-Fußgängern gefährden diese leider nicht nur sich, sondern oft auch andere, da manche Radfahrer leider den nötigen Abtsnad zu anderen Verkehrsteilnehmern nicht abschätzen können oder wollen.

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  6. Ich kann dem nur zustimmen, aber es ist ein wenig verkürzt zu sagen dass autofahrer einfach nur hörige insekten sind, im auto hat man automatisch größere verantwortung weil man mehr schaden zufügen kann und noch viel wichtiger: im auto kommt man viel seltener in die position dass ampel fragwürdig geschaltet sind.

    Da radwege ja leider auf den fußwegen gebaut werden werden auch einfach die fußwegampeln verwendet (zumindest hier in linz). Das heißt die ampel schaltet auf rot lange bevor das erste auto kommt um die letzte fußgänger sicher über die straße zu bringen, als radfahrer fühlt man sich schlicht verarscht. Ampeln sind immer bis auf die letzte hundertstel sekunde auf den autoverkehr optimiert, da schaltet die fußgängerampel schon mal auf rot damit der rechtsabbiegeverkehr nicht so behindert wird und man darf wieder warten bis alle autos gefahren sind, inklusive dem linksabbiegeverkehr.

    Kurzum als autofahrer weiß ich, die ampeln werden aus gutem grund so geschaltet und sind eh auf mich optimiert, deshalb bleibe ich stehen. Als radfahrer weiß ich, die ampeln sind auf die autos optimiert, also lass ich mich einfach nicht verarschen und fahre, nachdem ich einen überblick habe, bei rot.

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  7. Wie ich mich verhalte Ich muss einmal vorausschicken:
    Ich bin etwa so alt wie CC (1 Jahr älter)
    Radfahren gelernt habe ich mit 4, 5 (also in den 60ern)
    Als Kind bin ich selbständig – auf dem Gehsteig, versteht sich – um Häuserblocks gekurvt.
    Mit 12 bin ich dann „auf der Straße“ gefahren (mit der Graziella die Johann-Staud-Gasse hinauf und hinunter, etwa).
    Mit 14, 15 hab ich mein erstes 10-Gang – Rad gekriegt, und in der Folge hab ich dann Kahlenberg, Exelberg, Tulbinger Kogel, Riederberg, etc. bezwungen.
    Nach der Hausaufgabe hab ich dann allein Ausflüge / Trainigsrunden von bis zu 85km mit allen verfügbaren „Bergen“ absolviert.
    Und am Wochenende bisweilen eine – eher flache Strecke – mit meinem Papa (in der Ebene meist an seinem Hinterrad, auf den Steigungen dann solo).

    Damals gab es keine „Radwege“, ergo lernte man sich im Verkehr zu behaupten und zu fahren „wie ein Auto“. („Vehicular Cycling“ nannte es Forrester.)
    Bei rot zu fahren oder auch nur zu gehen war ein allgemeines Tabu !

    Und heute ?
    Ich fahre noch immer Rad – und ich habe noch immer kein motorisiertes Fahrzeug.
    Mich ärgern Leute, die sich vordrängen (und einem dann im Weg sind, denn es sind immer die langsamen).
    Mich ärgern Leute, die das Klima vergiften, sich asozial und rücksichtlos und unsolidarisch verhalten, Streß und Ärger erzeugen.
    Das ist für mich wie Doping (das verwenden die, die es nötig haben, weil sie nicht gut genug sind).

    Auch ich halte mich bisweilen nicht an Regel, nämlich dann, wenn sie mich gefährden (Mehrzwangstreifen etwa) und grob diskriminierend behindern (z.B. die Ampel auf dem Radweg vor dem Künstlerhaus, wenn weit & breit keine BIM zu sehen ist).

    Ich verzichte auch auf das Recht, mich vorzuschlängeln, wenn absehbar ist, daß ich danach andere behindere.
    Ich verstehe mich als „gleichberechtigter Verkehrsteilnehmer“ (darum akzeptiere ich keine Benachteiligung) – und gleiche Rechte bedeuten gleiche Pflichten!

    An Regeln, die für alle gelten, halte ich mich.
    Denn das ist eine Frage des Prinzips, eine Frage der Disziplin, des sozialen Zusammenhalts, der Vertrauenswürdigkeit !
    Ich will nicht in einer Gesellschaft leben, in der Verläßlichkeit keinen Wert mehr hat. Und ich will nicht, daß meine Kindern in einer solchen leben müssen !

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  8. Venedig Das mit Venedig stimmt nicht ganz. Ich hab dort letzten November erlebt, wie Polizisten den Fußgängerverkehr geregelt haben. Und das war dort wirklich nötig.

    Aber Du hast schon recht. Im Auto funktioniert anscheinend unser Gehirn anders. Wir werden eins mit der Maschine und berufen und auf das Recht des Schnelleren!-)

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  9. Ordnung muss sein Wer am Straßenverkehr teilnehmen möchte, muss nun mal die dort gültige Ordnung akzeptieren. Das setzt unter anderem allerdings voraus, dass man die StVO zumindest ansatzweise kennt. Dass Radfahrer – zB. – auch rechtskommend Vorrang geben müssen, wenn der Radweg an dieser Stelle endet, scheinen die wenigsten zu wissen, die an der Kreuzung hier ums Eck jedes Mal ihre Gesundheit riskieren, indem sie blinden Vertrauens über den Asphalt brettern.

    Abgesehen davon finde ich es als Fußgänger, leidenschaftlicher Radfahrer und gelegentlicher Autofahrer alles andere als kraftanstrengend, bei Rot einfach stehen zu bleiben. Es schadet nicht, in dieser hektischen, schnelllebigen Zeit ein paar Momente zu pausieren. Soooo eilig haben es die wenigsten Verkehrssünder, die Rot nur als „Empfehlung“ verstehen und die gültige Ordnung missachten.

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  10. Zebrastreifen gibt es nicht für Räder Genau dasselbe heißt es wohl auch bei den Zebrastreifen. Und die werden nicht in Fußgängerzonen errichtet. Ein Radfahrer würde sich auch nie trauen über eine solche Zone mit überhöhter Geschwindigkeit zu fahren und Fußgänger zu gefährden.

    Es mag zwar ok sein, gegen die Einbahn zu fahren, bei Rot über die Ampel zu fahren. ABER: das schwächste Glied ist noch immer der Fußgänger. Und das wird von Radfahrern und Autofahrern gleichermaßen missachtet.

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  11. Das Aggressionspotential haben aber nicht nur Autofahrer, meiner Beobachtung nach trifft das ebenso auf das an und für sich ‚gute‘ Transportmittel Bim zu. Neulich im 46er, ist auf Höhe Lerchenfelder Heim stehen gebieben und hat einen BMW dermassen zamg’schissen das es eine Freude war.

    Man sollte CCs Rassentheorie noch um Homo Bimiensis und Homo Busiensis erweitern.

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  12. Volle Zustimmung Gleiches gilt natürlich auch für Einbahnen, die es nur gibt, weil manche Strassen eben für zwei Autos nebeneinander zu schmal sind – keineswegs aber für zwei Fahrräder. Eigentlich gibt es keinen rationalen Grund, warum nicht alle Einbahnen in Wien (vielleicht mit Ausnahme von Ring und Gürtel) für Radfahrer auch in der Gegenrichtung befahren werden sollten. Würde u.a. eine Menge unnötiger Verkehrszeichen und Bodenmarkierungen einsparen…
    Der einzige Grund, weshalb es das noch immer nicht gibt, ist wohl weil es die Autofahrer (und die Mehrzahl der Politiker gehört da auch dazu) nicht aushalten würden, dass Radfahrer etwas dürfen, was sie selbst nicht dürfen
    Was Ampeln betrifft, so halte ich mich zumindest tagsüber weitgehend daran, glaube allerdings, dass Autofahrer diesbezüglich mindestens ebenso undiszipliniert sind wie Radfahrer – mit potentiell weit schwerwiegenderen Folgen (wäre beispielsweise heute beim Stadtpark bei Grün am Radübergang fast von einem Auto abgeschossen worden). In der Nacht sind viel zu viele Ampeln eingeschaltet, und da bleibe ich nur stehen, wenn wirklich Verkehr ist (was nur in den seltensten Fällen vorkommt).
    Ich glaube auch, dass es letztlich keine „gütliche“ Lösung für Radfahrer und Autofaher geben kann, da die Bedürfnisse zu unterschiedlich sind, und dass es an der Politik liegt, sich für die eine oder andere Seite zu entscheiden. Derzeit ist eindeutig die Pro-Auto-Fraktion am Ruder (trotz aller Lippenbekenntnisse von Schicker und Co.) aber das kann sich ja bald ändern. Hoffentlich!

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  13. Da gehe ich nicht mit Da sind mir spontan etliche Punkte eingefallen, warum diese Charakterisierung unzutreffend ist. Aber das wird länger als das Posting und wäre für eine weitere Diskussion sehr unhandlich, also hier nur die Überschriften. Ich kann Einzelpunkte gern weiterdiskutieren.

    1) AutofahrerInnen sind nicht regelhöriger als andere VerkehrsteilnehmerInnen
    2) Viele AF sind nicht aggressiv
    3) Auch FG und RF werden vielfach agrressiv (beim Aggressionsverhalten im Allgemeinen trennt uns nicht viel von Steppenpavianen, die vieles tun, aber nicht Auto fahren)
    4) Auch FG und RF haben und befolgen Regeln, je zahlreicher sie sind, umso mehr
    5) Die Stadt des chaotischen Massengewühls ist nicht Zukunft, sondern an einigen Stellen der Erde Realität, und ist kaum das, was wir als wunschenswerte Urbanität bezeichnen können (Kolkata, Tehran, Mexicostadt…)
    6) In den gelungensten Grosstädten der Welt (Tokyo, New York, London ist das Verhalten von FG sehr geordnet (durch Räume und Regeln)
    7) Die Insektenanalogie ist zoologisch ignorant und bei sozialen Insekten (Ameisen, Termiten) sind für mich Parallele eher zu Grosstadt-Fussgängern als zu Autofahrern evident.

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  14. Bringen wir’s auf einen kürzeren Punkt: WienerInnen (aber auch ÖsterreicherInnen) tendieren im öffentlichen Raum zur Konfliktmaximierung. Ob mit vier, zwei oder keinen Rädern unterwegs sind sie sich permanent im Weg und haben scheinbar auch Lust daran (und noch mehr an den nachgelagerten Streitereien).

    Sie beweisen damit dass sie psychologisch noch eine völlig andere spezies sind als echte Grosstadtmenschen (New Yorker, Tokioter oder Londoner), die viel stärker durch eine Kultur der Konfliktvermeidung und zur Wahrung eines „personal space“, auch in Massensituationen, geprägt sind.

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  15. Das heißt also: Jene Autofahrer, die rote Ampeln nur als „schlichte Empfehlungen“ empfinden, sind intelligenter sind als jene, die an roten Ampeln auf jeden Fall stehen bleiben, weil sie sich „frei und selbstbestimmt“ bewegen — daher wohl auch der Spruch „freie Fahrt für freie Bürger“.

    Meinen Sie das im Ernst?

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  16. Innerhalb und ausserhalb des Blechs Ich weiss nicht wo ich darüber gelesen hab – in Canettis Masse und Macht oder bei Paul Watzlawick:

    In grösseren Ansammlungen würden wir alle wegen aufkommender Aggressionen ständig aufeinander losgehen. Dass es aber im Normalfall nicht zu Massenschlägereien kommt, kennt jede, die schon mal mit einer vollen U-Bahn gefahren ist oder sich auf anderen überfüllten Plätzen aufgehalten hat.

    Kommt es zu Ansammlungen wird eigentlich jedes Menschen Privatshpäre – der ca. ein Meter große Kreis um uns rundherum – verletzt. Passieren tut nix, weil wir der Körpersprache mächtig sind: kurzer Blick runter reicht schon und ein Gegenüber weiss, der will mir nix Böses.

    Alle VerkehrsteilnehmerInnen mit Nase an der frischen Luft kommunizieren mittels kleinster Signale. Mit den AutofahrerInnen redet keiner, drum sind die schneller mal sauer. AutofahrerInnen haben keine Mögichkeit zur Mikrokommunikation, da sie hinter ihren oft verspiegelten Scheiben durch Passanten und RadfahrerInnen nicht als kommunizierender Mensch sondern als Maschine wahrgenommen werden. Sie können mit ihren ausgesandten Signalen nicht zu den ausserhalb des Blechs befindlichen durchdringen.

    Was andere VerkehrsteilnehmerInnen vorhaben, also Tempo- und Richtungsänderugen, Angebot oder Beanspruchung von Vorfahrt, bemerken wir inner- wie ausserhalb des Autos nicht ohne weiteres. Vergebliches kommunizieren frustriert und macht früher oder später sauer…

    Wenn man sich vorstellt, wie gleichzeitig 100 FahrerInnen in Autos ein Autokino verlassen würden, bei dem jemand vergessen hat Bodenmarkierungen und Richtungs-Schilder anzubringen… im Vergleich dazu: wie gehen 400 Menschen aus einem normalen Kino raus?

    Zu sagen AutofahrerInnen seien böse ist böse! Alle noch so braven RadfahrerInnen sind mindestens genauso stinkig, sitzen sie selbst am Steuer einer Blechschüssel.

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  17. Hochschaubahn über Wien Was haltet ihr davon von einer Hochschaubahn als Verkehrsmittel über Wien?

    Damit könnte man wesentlich schneller als mit jedem bisherigen Verkehrsmittel in Wien fahren.

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  18. Vorschlag für Schritt 1 Der Artikel fasst die täglichen Optimierungsideen der Radfahrer gut zusammen. Aber was ist der erste Schritt?

    Die typische Wiener Nebenstraße, und um die geht es wohl ob Ihrer Vielzahl in erster Linie, lässt sich in fünf Breiteneinheiten einteilen, Gehsteige ausgenommen (die sind wohl etabliert und derzeit ausreichend vorhanden). Zwei werden für den aktiven Verkehr genutzt, die Mehrheit von drei für das Parken überwiegend motorisierter Fahrzeuge, aufgeteilt in einen Querparkstreifen (2 Einheiten) und einen Parkstreifen (1 Einheit). Bei diesem Ausmaß von Platz ist nicht zwangsläufig radeln in Gegenrichtung erlaubt.

    Als ersten Schritt halte ich es für notwendig den Querstreifen zugunsten von zwei Radfahrspuren zu öffnen. Die ermöglicht sowohl das Fahren mit Anhänger (Kinder, Einkauf, Lastenrad …) als auch den notwendigen Sicherheitsabstand zu Kraftverkehr und Fußgängern.

    Das Argument Fußgänger schauten nicht beim Überqueren der Wege wird entkräftet sobald Fahrräder in genügender Anzahl vorhanden sind und das Stadtbild prägen. Auch ist die Mischung der Verkehrsmittel wichtig, als Radfahrer mit PKW-Führerschein käme es mir nicht in den Sinn unbeleuchtet auf der Straße zu fahren. Und jeder kann sich in die Situation eine Fußgängers einfühlen. Sobald die Gefahr für Radfahrer sinkt werden insbesondere die Fußgänger zu radeln beginnen (dieses Argument höre ich oft und kann es schwer entkräften – Rad fahren ist verdammt gefährlich).

    Schritt zwei (oder der parallelisierbare zweite erste Schritt):

    Auch Autofahrer werden ihr Verkehrsmittel überdenken wenn sie auf das Abstellen in privaten Parkhäusern angewiesen sind und eine Alternative wie das öffentliche Verkehrsnetz klar ersichtlich ist. Dieses ist nachts nicht verfügbar, was nicht sein darf. Die Taktung kann abnehmen, aber die Linien sollten weiterhin gleiche Strecken abfahren und gleiche Namen tragen. Das trifft auch auf weniger frequentierte Linien außerhalb der Innenstadt zu: Nur weil der Wohnort außerhalb liegt ist die Innenstadt für Aktivitäten jeglicher Art nicht minder interessant – Park + Ride statt reinfahren. Komfort spielt auch eine Rolle. Sitzen ist angenehmer als stehen, kann aber nicht garantiert werden. Schafft man es die in Wien vorhandenen Verkehrsmittel zur Gänze nutzbar-, d.h. auch Busse als Option sichtbar zu machen, verteilten sich die Nutzer gleichmäßiger. Desweiteren stehen im Jahre 2009 durchaus interessante Möglichkeiten zur Verfügung, die das Fahren in öffentlichen Verkehrsmitteln schnell und problemlos machen könnten. Mein Handy weiß wo ich bin, und ich kann ihm einfach mitteilen wohin ich möchte. Wenn es mir Empfehlungen geben kann wie ich mich durch die Stadt bewege ist das komfortabel. Wenn die Behinderungen durch die MA48 mit einbezogen würden und adhoc eine Alternativroute vorgeschlagen würde wäre es komfortabel und schnell. Wenn ich nicht den günstigsten Tarif rausfinden muss sondern die Wiener Linien diesen entsprechend meines individuellen Fahrverhaltens, z.b. kilometerbasiert pro Monat machen würden wäre das komfortabel und günstig. Außerdem lohnte sich das Schwarzfahren evtl. nicht mehr. Fangen wir doch mal mit eine API für die Wiener Linien an, kostet auf Seiten der Wiener Linien initial fast nichts (die Daten haben sie ja) und lässt Leute wie mich zu programmieren anfangen um das eigene Leben zu vereinfachen.

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  19. image prinzipiell stimme ich zu was die verschiedenen sichtweisen auf „radler“ und „autos“ betrifft. allerdings kann ich nicht nachvollziehen, dass sich radler weniger an die verkehrsregeln halten. ich sehe täglich mehr autofahrer, die rote ampeln ignorieren (sei es bewusstes einfahren, oder weil sie noch schnell drüber wollen) als radfahrer, was wohl einfach daran liegt, dass mehr autofahrer unterwegs sind als radler.

    aber eigentlich sträube ich mich auch gegen diese einteilung. ich glaube, ich fahre genauso auto wie ich auch rad fahre und zu fuß gehe. umsichtig und vorsichtig, weil ich niemand anderen unnötig behindern oder gefährden will. aber das liegt in meinem „wesen“ und nicht daran, weil ich viel mit dem fahrrad unterwegs bin (auch wenn ich dadurch vielleicht noch sensibler für verkehrsprobleme geworden bin).

    ich selbst halte mich an sämtliche verkehrsregeln, auch wenn viele unnütz sind. ich lasse fußgänger auch über die straße gehen, wenn kein zebrastreifen vorhanden ist und lächle sie dabei an. und ich hoffe, dass mein verhalten ein bisschen zu einem besseren image von radelnden menschen beiträgt. und mit der zeit – so hoffe ich – werden dann mehr leute entdecken, dass radfahren eigentlich ganz angenehm ist. und dann brauchen wir sowieso weniger ampeln und jeder wird schneller und entspannter ans ziel kommen. mit zwang erreicht man wenig. ein positives vorbild kann tausend mal mehr bewirken als ein ausreichend breiter mehrzweckstreifen oder eine geöffnete einbahn. infrastruktur- und politische maßnahmen pro fahrrad sollten ohnehin selbstverständlich sein. aber dazu muss man wohl erst die sicht- und denkweise vieler ändern. diesbezüglich kann man wohl nie genug tun :-).

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  20. Undisziplinierte Radfahrer Einen Aspekt haben Sie vergessen: Autofahrer bleiben auch bei einer „sinnlos roten“ Ampel stehen, weil sie aufgrund der Nummerntafel jederzeit ausgeforscht werden können und mit einer saftigen Strafe, auch mi nachhinein, rechnen müssen.
    Undisziplinierte Radfahrer verstecken sich feig in der Anonymität der breiten Masse und missachten Spielregeln, die im Zusammenleben Sinn machen:“Mir kann eh‘ nichx passieren“. – Feig eben, und rücksichtslos.

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  21. VVerkehrs“regeln“ Ehrlich gesagt greift es meiner Meinung nach sowieso immer zu kurz, sich auf eine bestimmte Gruppe von Verkehrsteilnehmern zu versteifen.
    Es ist ja mittlerweile so, dass in jeder Gruppe genug (ich finde: zu viele) Verkehrsteilnehmer die StVO nur als „Empfehlung“ begreifen (wollen): angefangen beim Fussgänger, der sich „das Recht“ nimmt bei rot über die Strasse zu gehen, über Radfahrer die Stoppschilder ignorieren oder am Gehsteig fahren, bis hin zu den lieben AUtofahreren, die konequent in Kreuzungen einfahren, obwohl sie auf der anderen Seite keinen Platz haben oder drängeln.

    Dabei wäre es zum Vorteil aller, wenn ALLE die Verkehrsregeln beachten würden. Die sind nämlich wirklich nicht als „Verbote“ oder Repression des Staates konzipiert, sondern es sind, wie der Name schon sagt, REGELN, die das Zusammenleben erleichtern. Deshalb macht es auch wenig Sinn sie als Zeichen der Rebellion gegen das Establishment anzusehen, wenn man die missachtet.

    Es ist wohl der Zug der Zeit, Stichwort „Ellbogengesellschaft“ bzw. Konkurrenzdenken, dass sich auch hier immer mehr der Egoismus breit macht.

    Dabei bringt Konkurrenzdenken im Strassenverkehr, wie auch sonst oft im Leben, so gut wie nie was: den anderen Fussgänger, der vor mir bei rot über Strasse ging, während ich auf grün gewartet habe, den überhole ich 5 Sekunden später, der Wagen der am Gürtel an mir vorbeiigerast ist, wartet mit mir an den der nächsten Ampfel gemeinsam auf die nächste Grünphase…

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  22. Hirntausch Was mich immer wieder grenzenlos fasziniert ist, dass offensichtlich die Mehrzahl aller mobiler Menschen je nach gewähltem Verkehrsmittel ein anders „funktionierendes“ Hirn einbaut. Viele Autofahrer benehmen sich, wenn sie zu Fuß oder auf dem Rad unterwegs sind, als müssten sie allen beweisen, wie rücksichtslos und regelverachtend sie sein können, nur um dann, wenn sie in ihrer Blechschüssel sitzen, über andere, die sich genauso verhalten, wie sie, kräftig drauflos zu schimpfen. Und das gilt in jeder beliebigen Variante so. Meistens, leider.
    Was mich angeht: ich fühle mich von JEDER zu lange roten Ampel gefrozzelt, egal ob ich AF, FG oder RF bin. Allerdings komme ich mir als FG oder RF ungleich blöder vor, wenn ich solch eine rote Ampel befolge, als als AF. Warum? Weil ich oft der Einzige bin, der sich als RF oder FG an diese Regel, bei rot einfach stehen zu bleiben, halte.
    Warum ist das so? Manchmal halte ich mich schon selbst für einen Außenseiter, weil ich Regeln befolge!

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  23. Ganz so seh ich das nicht Lieber Herr Chorherr,

    zunächst Gratulation zu Ihrem witzigen Klapprad, das ich bei der Vorführung von „Hello Africa“ im Schikaneder kurz bewundern durfte.
    Unstrittig also, daß ein Fahrrad neben den Öffis (naja, und dem Moped/Motorrad) sicherlich die sinnvollste aller Fortbewegungsarten im urbanen Dschungel ist.

    Die Form der von Ihnen geschilderten Agressivität gegenüber Radlern halte ich aber für ein wenig Eindimensional. Ich selbst bin Motorradfahrer, habe also natürlich einen Haufen Vorteile (zwischen Kolonnen durch, 1. bei der Ampel) und eine dadurch verkürzte Fahrzeit im Gegensatz zu Auto und Öffis (fahre aus einem Randbez. in die Stadt -> u-Bahn weit weg), habe mich aber auch eindeutigen Verkehrsregeln – trotz ähnlicher Abmessungen wie ein Fahrrad – unterzuordnen. Will sagen – ich fahr auch ned bei Rot, wenn keiner kommt, und ich bin sicher Sie und ganz viele andere würden mir das auch übel nehmen.
    Interessanterweise scheint es hier zweierlei Maß zu geben -> mit und ohne Motor. Mit dem Zweirad hat das IMHO weniger zu tun.
    Aber wurscht, ich wollte das nur festhalten.

    Die Agressivität rührt meiner Ansicht nach zu großen Teilen daher, daß ein Radlfahrer NICHT einen Vorteil für sich verbuchen kann (keni Stau etc), sondern daß tatsächlich Rücksichtslos auf _jeglichen_ anderen Verkehrsteilnehmer gefahren wird.
    Beispiele gefällig?
    -) mit vollem Karacho über Zebrastreifen rasen
    -) bei roten Ampeln vorschlängeln (ist OK!!) und sich dann vor den motorisierten Verkehrsteilnehmern aufbauen, sodaß diese ja nicht vorbeikommen (was mir mit dem Bock gsd. nicht passiert)
    -) Wechselweises Fahren auf Straße und Gehsteig, und zwar ohne Vorankündigung -> das ERSCHRECKT alle andern, auch die Fußgänger.

    Ich würde mir also wünschen, daß nicht alles Pro Radler/kontra böse Autofahrer dargestellt wird, sondern differenzierter betrachtet wird. Ich bin da in so einer „hybriden“ Rolle, vielleicht fällt mir´s eher auf.

    Ich MUSS mich an die (wichtigsten *g*) Verkehrsregeln halten, trotzdem bin ich von vielen ungeliebt (alte leute zeigen mir den Stock usw.), ich kann Vorteile für mich in der Fahrzeit herausholen, ohne andere zu behindern, trotzdem machen mir vereinzelt Idioten in ihren Blechdosen die Spur zu bzw. Schneiden mich.

    Ws weiß ich. ich will nur sagen: Schauen wir ALLE mehr aufeinander im Straßenverkehr dann wird das schon.

    schönen Gruß
    Martin Smarda

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  24. Rad Mehrzweckstreifen und SCHRÄGPARKER

    genau deshalb sollten Radmehrzweckstreifen NIE mit Schrägparkenden Autos nebeneinander existieren.
    Die einzige Möglichkeit sind parallel zum Mehrzweckstreifen liegende Parkplätze; die behindern weniger.

    DAFÜR ist die STADT Wien verantwortlich. Machen Sie endlich was Herr CC!!!!

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  25. Rote Ampeln und die Radfahrer.. Ihr Beitrag, lieber Herr Chorherr, ist natürlich als kabarettistischer Intercourse gedacht. Das wollen wir mal annehmen.

    Denn alles andere wäre ja ein offener Aufruf zur Anarchie. Ein Aufruf, jene Verkehrsvorschriften vorbedacht und willentlich zu verletzen, die die Straßenverkehrs-Sicherheit vorsätzlich gefährden.

    Das wäre einem Wiener Gemeinderat wohl nicht zuzutrauen, da es einem Rücktrittswunsch gleichkäme.

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  26. Rote Ampel?? Verächtlichmachung anderer Verkehrsteilnehmer hilft nicht, Herr Chorherr! Ganz egal welches Verkehrsmittel jemand anderer benutzt.

    Sie selbst haben sich in gleicher Weise korrekt zu verhalten, wollen Sie am öffentlichen Verkehr teilnehmen. Das rote Ampelsignal IST EIN unerbittlicher BEFEHL, auch wenn Sie selbst darüber nur lächeln können. Es ist unangebracht – und eigentlich kindisch – über Mitmenschen (ihre Wähler…) zu spötteln, weil sie sich so korrekt verhalten, wie der Gesetzgeber das vorschreibt. Sie sollten sich ein Beispiel nehmen, anstatt zum allgemeinen Chaos aufzurufen!

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