Zukunft urbanen Bauens


Stadtpolitiker zu sein ist immer wieder ein grosses Privileg.
So war ich zu den „Dortmunder Vorträgen zur Stadtbaukunst„eingeladen und durfte dort ein Referat über meine Vorstellungen zur Zukunft der Stadt halten.
Unglaublich bereichernd war der Gedankenaustasch mit den zahlreich angereisten Architekten und Planern.
Beeindruckt hat mich das Gespräch mit Hans Stimman, heute Professor am Institut für Stadtbaukunst in Dortmund, der auch lange Bausenator erst von Lübeck, dann von Berlin war, und nach Fall der Mauer massgeblich die Berliner Stadtentwicklung prägte.
Besonders stolz, und das zurecht ist er auf seine „Friedrichswerder townhouses“, siehe obiges Bild.
Satt kommerziellen oder „genossenschaftlichen“ Bauträgern grosse oft monolithische Baustrukturen entwerfen zu lassen, parzellierte er eine innerstädtische Brache sehr kleinteilig (ca 6 meter), schuf eine eher traditionelle Bebauungslinie entlang der Strasse und liess die Grundstücke preiswert unmittelbar an die Nutzer verkaufen. Diese konnten dann frei ihre Architektur wählen.
Das Ergebnis ist bemerkenswert städtisch, und zeigt m.E. Wege auf, wie wir aus der „Unwirtlichkeit der modernen Stadt“ mit sehr urbanen Modellen herausfinden könnten.
Kleinteilige Parzellierung ist dabei ein Schlüsselmerkmal.
Ich würde dort sofort einziehen.
Ihr?

11 Gedanken zu “Zukunft urbanen Bauens

  1. diese häuser sind auch schön anzusehen, leider kommt bei sochen projekten meist das auge zu kurz, bzw. wird auf die optik keinen wert gelegt.
    als beispiel fällt mir da monte laa ein, wie hässlich und leer diese häuser dort auf mich wirken.
    dort kann ein mensch nur wohnen und arbeiten, der rest ist ödnis.

    Gefällt mir

  2. Bauherrnprojekte wie in Berlin In Berlin gibt es mittlerweile an die 50 Häuser, die als Bauherrnprojekte errichtet wurden. Zum Teil auch in Passiv Haus Qualität.

    Der Gewinn von 20 %, die normalerweise die Bauträger einstreichen bleiben den Bauherrn bzw. kann in wesentlich bessere Qualität investiert werden.

    Zahlreiche Gebäude in Wien sind wie soll man sagen billig und schnell gebaut. Davon konnte ich mich bis jetzt bei 3 Freunden überzeugen. Lärmdämmung extrem gering, Risse an vielen Wänden, …

    P.S.: Zur Erklärung. In Berlin bauen somit immer um die 10 – 20 private Haushalte ein ganzes Wohnhaus mit zumeist einigen Gemeinschaftsflächen wie, Garten, Gartenküche, Dachterrasse, Sauna, Werkstatt und Co.

    Gefällt mir

  3. Freiburg-Vauban, die Stein, Holz und Grünfläche gewordene Vision grünen Städtebaus… Allen zu diesem Thema Interessierten kann ich nur eines empfehlen: Koffer packen, Zugticket buchen (ab Salzburg für 29 EUR, ab Wien für 39 EUR oneway) und ab in die Schwarzwaldmetropole Freiburg – die wahrscheinlich „grünste“ Großstadt der Welt.
    Was die Freiburger Grünen in den vergangenen 25 Jahren hier an grünen Projekten verwirklichen konnten ist schon ziemlich beeindruckend und sucht weltweit seinesgleichen. Aus allen Projekten ist sicherlich der grüne Modellstadtteil Vauban hervorzuheben, der auf den Trümmern eines Kasernenareals (Wehrmacht, danach bis in die 90er die Franzosen) gebaut, die Stein, Holz und Grünfläche gewordene Vision „grünen Lebens“ vor Augen führt (also „Schwerter zu Pflugschaaren“ in grün):
    http://de.wikipedia.org/wiki/Vauban_(Freiburg_im_Breisgau)
    http://www.vauban.de/
    Und wenn für einen Kurzurlaub die Zeit nicht reicht, empfehle ich zumindest eine virtuelle Reise nach Freiburg. Das „schlechteste“ seit 1984 dort je von Grünen erreichte Wahlergebnis (Bund, Land, Kommune) liegt bei über 20%. In den dichtest besiedelten, aber auch in den finanzstärksten Stadtteilen, halten die Grünen seit über einem Jahrzehnt „die Absolute“: …BON VOYAGE!!! http://de.wikipedia.org/wiki/Freiburg_im_Breisgau

    Gefällt mir

  4. So ein Projekt würde ich mir in Wien wünschen Na klar würde ich dort einziehen – da ist ja die U-Bahn Hausvogteiplatz direkt vor der Tür. Zum Gendarmenmarkt und der Friedrichstraße sind es drei bzw. vier Minuten. Einziger Nachteil des Standorts: Eine wirklich funktionierende Nahversorgung (Supermarkt, Grünmarkt etc.) fehlt nach meiner bescheidenen Erinnerung.
    Trotzdem: So was in zentraler Lage in Wien zu machen, wäre toll.
    Aber: Eine derartige zentrale Freiflläche mitten im Wiener Stadtzentrum fällt mir nicht ein – die Fläche in Berlin ist ja auch deshalb freigeblieben, weil sie zu DDR-Zeiten nicht bebaut wurde, wenn ich mich richtig erinnere.
    Und: Ich frage mich, ob solche Townhouses für Menschen mit einem mittleren Einkommen überhaupt erschwinglich sind.

    Gefällt mir

  5. die fma betrugsverdacht – vertuschung (durch einen nichtbericht) ist auch zensur -> orf, standard, kurier, oe24 usw die fma betrugsverdacht – vertuschung (durch einen nichtbericht) ist auch zensur -> orf, standard, kurier, oe24 usw

    ist fast das ganze politische und journalistische system gekauft?

    Finanzministerium bestätigt: Verdacht auf Steuerbetrug bei öffentlichen IT-Aufträgen

    ausnahmen sind:
    http://www.wirtschaftsblatt.at/home/oesterreich/branchen/379006/index.do http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/488722/index.do

    Gefällt mir

  6. recht hübsch, so kleine und einzelne Häuser. wenn das dann auch noch passiv-Häuser sind wärs perfekt.

    mir fehlt jedoch die Begrünung, d.h. mehr Bäume, Sträucher, Blumen, usw. und nicht nur kahle Grünstreifen mit einzelnen Bäumen.

    Gefällt mir

  7. ich finde den ansatz gut, die ausführung weniger.
    es werden meiner Meinung nach zu grosse Einschränkungen gemacht.
    Allein den Gestaltungsleitfaden würde ich als Architekt nicht akzeptieren.

    Gefällt mir

  8. Ah. Endlich einmal ein Lichtblick.

    Kleinteiligkeit ist wichtig, damit sich die Straße an die wechselnden Anforderungen kommender Jahrhunderte dynamisch anpassen kann.

    Gefällt mir

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.