Das Ziel der Wiener Grünen

Liebe Mitglieder des Landesvorstands.
Falls es noch Zweifel gibt, ob Ihr die Ansuchen der Grünen Vorwähler/innen annehmen sollt, lohnt ein Blick in unser Statut.
Das steht ganz prominent gleich am Anfang:
Ziel der Grünen – Grüne Alternative Wien ist die Zusammenführung aller grün und/oder alternativ denkenden Menschen in Wien. Dabei sind Toleranz und Pluralismus oberste Kriterien.
danke an Petra Galkova für den Hinweis. Sie ist übrigens ein Mitglied des Vorstands, und kämpft seit Wochen leidenschaftlich für die Aufnahme.
In aller Kürze und Klarheit:
Ablehnungen, die nicht individuell extrem gut begründet sind, wären nicht nur völlig unverständlich und unserem Statut widersprechend, sondern führen uns in ein politisches Desaster.

6 Gedanken zu “Das Ziel der Wiener Grünen

  1. VErstehe nicht, warum die VorwählerInnen nicht einfach Mitglied werden, so scher oder teuer ist das nicht.

    Was ich aber auch nicht verstehe, ist warum sie offensichtlich irgendwelchen eingehenden Gesinnungsprüfungen unterzogen werden.

    Wie bin ich Mitglied geworden? Bin hin zum Landesgeschäftsführer, kurzes Gespräch – ich hab den einen Bereich erwähnt, für den ich mich näher interessiere (Verkehrspolitk) – er sagt aha schön, bitte unterschreiben. Was hab ich unterschrieben „Ich unterstütze die Grüne Sache“, oder so.

    Schriftliche Bekenntnisse gegen Atomkraft oder für Tierschutzvereine, Nachweise für einen ausreichenden Verzehr von Biogemüse oder sonst was wurden keine verlangt.

    Mit einer UnterstützerInkategorie, die „niederschwelliger“ sein soll als die Mitgliedschaft, kann man nichtl strenger verfahren als bei der echten Mitgliedschaft. Da gibt man sich der Lächerlichkeit preis.

    Und man sollte ned irgendwelche blauäugige G’schichten in die Statuten schreiben, bevor man sich überlegt hat wie sie praktisch gehandhabt werden. Statuten sind nicht dazu da, um Visionen auszudrücken, sie sind verbindliche Regeln, die auch im Streitfall halten müssen.

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  2. wie immer gibts 2 Seiten ich bin für die aufnahme von menschen die bei den grünen mitmachen wollen.

    ABER ich find es auch verständlich wenn man sich das zuvor intensiv anschauen möchte. immerhin müssen jene die seit vielen jahren die grundlagenarbeit der grünen machen, dann auch mit den entscheidungen jener arbeiten denens „nur“ um die listenwahl geht.
    darüber hinaus wäre ich als obmann eines kleinen vereins mit wenigen mitgliedern auch ein wenig überfordert, wenn plötzlich hunderte von neuen anträgen auf einmal hereinprasseln.

    mit gutem willen auf beiden seiten ist hier wohl viel positives möglich.

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  3. Ich finde den Vorwahlgedanken recht interessant. Möglicherweise ist das sogar eine signifikante Verbesserung eines allgemeinen Wahlvorgangs.
    Insofern kann ich mir auch eine Gesinnungsprüfung gut vorstellen.

    Wenn diese angefeindet wird, ist es verständlich, die Anfeindung zu hinterfragen. Der offene Brief, der da hingegen an Markus X in das verlinkte Blog gestellt wurde, befleißigt sich eines Stils, der mir überhaupt nicht zusagen würde.
    Zitat und mein Kommentar:
    1. Wie kommst Du zu der Annahme, dass die VorwählerInnen das falsche Politikverständnis haben und Du das richtige?
    „.. und Du das richtige“ ist eine aggressive Formulierung. Die Frage allein hätte gereicht.
    2. Konntet Ihr/Du der Idee einer großen Chance für die Grünen und der Gefahr einer medialen Ohrfeige bis zu den Wahlen hin, nichts abgewinnen, der hidden agenda und geplanten Unterwanderung aber schon?
    Da weiß ich zu wenig von einer hidden agenda und einer geplanten Unterwanderung
    3. Glaubst Du/glaubt Ihr im Ernst, dass die Grünen als Organisation bei einer Mitgliederzunahme nicht arbeits- und funktionsfähig wären? Natürlich wird die Funktionärs- und Mandatarsriege kräftig durchgemischt. Aber das ist ja auch Sinn der Aktion, neue Menschen für hervorragende Grüne Ideen gewinnen und sie sich bewähren lassen.
    Wenn ich jetzt aufgrund der Geschichte der Grünen und der letzten Vorkommnisse bei der EU-Wahl antworten müsste, würde ich eindeutig ja sagen. Da wird die Stärke der Vielfalt zu einer Schwäche der Partei. Das könnte man aber auch als das Drama der Grünen bezeichnien.
    4. Sind nicht schon genug Wahlen verloren, sollten nicht auch mal andere Köpfe mitdenken?
    Da könnte ich mit ja antworten.
    5. Oder meinst Du/Ihr vielleicht, dass die mit der Entscheidung unzufriedenen, ihre Arbeits- und Funktionsfähigkeit aufgeben würden? Die Gefahr dass es die für die Aufnahme Plädierenden umgekehrt genauso tun, besteht aber auch. Und die WählerInnen erst!
    Auch hier würde ich ja sagen. Die Frage reicht schon. Die Fortsetzung mit „Gefahr etc“ halte ich schon wieder für patzig.
    6. Wie kommst Du/kommt Ihr zu den Schluss, dass manche Leute gar nichts von Euch wissen wollen, obwohl Du/Ihr ihre Anträge vor Dir hast?
    Das frage ich mich auch.
    7. Hast Du /habt Ihr nicht vielleicht ein paar Blickwinkel ausgelassen?
    Das ist eine patzige Unterstellung und schreckt mich ab.
    Mit einer Person, die eine Frage #7 stellt, will ich nicht wirklich argumentieren. Ich gehe nämlich davon aus, dass ich nie alle Blickwinkel erfassen kann. Das gilt für mich so wie für die Fragestellerin. Daher ist die Frage nur eine Provokation.

    So wird für mich als Außenstehenden eine gute Initiative durch den Sprech- und Diskussionsstil der Grünen desavouiert. Ist das vielleicht das Problem der Grünen. Vielleicht das Problem aller Parteien, nur dass es den Grünen mehr schadet.


    Und ganz am Schluss der Seite findet sich noch ein bemerkenswertes Detail:

    „Google friss: GrueneVW, GrüneVW, Kiwi, Wähler, Wählerinnen, Vorwähler, Vorwählerinnen, Primaries, Wien, Partizipation, partizipativ, Wiener, Kiwis“

    Liebe Leute: man kann gegen Google sein. Ok. Man kann es auch benützen. Ist auch Ok. Aber benützen und gleichzeitig anhiaseln mit einem „friss“ ist absolut schlechtester Stil.

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  4. Die Frage ist… …. wer bestimmt was „grün und/oder alternativ denkende Menschen in Wien“ sind?

    Alternativ galt im Bezug auf die damals regierenden Sozialdemokraten. Heute gibt es für den Wähler scheinbar bessere Alternativen als die Grünen. Können diese Allternativen auch Vorwähler werden?
    Und wer findet raus wer wer in dieser, Eigendefinition inhomogenen Gruppe ist?

    Das ist der Punkt!

    Zusammenführung aller grün und alternativ denkenden Menschen bedeutete damals GAL und VGÖ. Letztere existiert nicht mehr. Vielleicht soll das ja die Rückkehr der bürgerlichen Basis werden, jetzt wo deses Feld nicht mehr prominent durch VDB abgedeckt wird?

    So sieht das für einen linken Aktivisten aus. 😉

    Ein Vorstand der von prominenten Politikern in den eigenen Reihen so unter Druck gesetzt wird, ist jedenfalls nicht zu beneiden.

    Trotzdem spannend und besser als Nix.

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