Gibts Alternativen zum (im) Kapitalismus?

Viel zu dünn gesät sind dieser Tage grundsätzliche Überlegungen.
Jetzt, wo eine ganz grosse Krise so vieles verändert.
Die deutsche Wochenzeitung Zeit stellt die ganz wichtige Systemfrage, „Muss Wachstum sein“und versucht auch eine Antwort.
Mutig, Respekt!
Gerade weil wir Grüne letzlich aus dieser Frage, diesem Widerspruch entstanden sind, möchte ich diese Frage auch beantworten und auf einen m.E. zentralen Denkfehler im obigen, lesenswerten Artikel hinweisen.
Der Widersruch ist so offensichtlich, dass es wundert, wiewenig er Aufmerksamkeit erhält.
Unser Wirtschaftssystem hat in seinem Kern nur ein Ziel: Expansion.
Kapitalismus MUSS wachsen, sonst ist er nicht mehr.
Die subversiveste, revolutionärste Forderung wäre es, wenn wir Menschen sagen würden: „Es geht uns gut,wir haben genug. Unsere wesentlichen materiellen Bedürfnisse sind befriedigt, wir ersetzen zwar hie eine Waschmaschine, reparieren da unsere Wohnung, aber es muss nicht immer mehr sein.“
Dann wäre der Kapitalismus am Ende.
Der Widerspruch:
Unser Erde ist begrenzt. An Öl, an Gas, an Mineralen, an fruchtbarm Boden (eine angesichts der beschleunigten Zersiedelung völlig unterschätze Ressource), an sauberer Luft etc.
Nur eine Zahl, um zu illustrieren, dass das Ausmass an STOFFLICHER NUTZUNG, welche wir in den reichen Ländern haben kein Weltmodell sein kann:
In Österreich kommen auf 1000 Menschen rund 500 PKW (Stahl,Alu, Plastik, Edelmetalle, etc) in China knapp mehr als 20.
Aber auch dort wollen alle diesen unseren Lebensstandard.
Ergo: dafür brauchen wir mehr als eine stoffliche Erde.
(Deswegen glaubn ich auch nicht, dass das Elektroauto DIE Lösung ist, den auch das verbraucht Unmengen an endlichen Stoffen).
Für DIESES Wohlstandsmodell muss exponentielles Wachstum an die Wand fahren.
Jedoch.
Und jetzt kommt mein zentraler Einwand zu obigem Zeitartikel.
Wirtschaftswachstum miss eine WERTgösse, keine STOFFLICHE MENGENgrösse.
Konkreter Vergleich.
Hie ein schlecht gedämmtes Haus aus Stahl und Ziegel (d.h. hoher stofflicher Input- v.a Kohle; hoher Energieverbrauch an Gas oder Öl)
Da ein Haus aus erneuerbarem Material (Holz) oder aus dem, was reichlichst in der Erde vorhanden ist (Lehm); optimal isoliert (wieder mit nachwachsendem Material), deswegen kaum Fremdenergieverbrauch.
Fazit: Vielleicht ist so ein Haus sogar arbeitsintensiver, und kostet deswegen mehr.
Deswegen erhöht es das Bruttoinlandsprodukt (Wachstum!) mit extrem geringem (-95%) stofflichem Input bzw Emissionen.
Ein zweites , sehr wichtiges Beispiel:
Industrielle Landwirtschaft (Düngemittel-Spritzmitteleinsatz), wo auf eine essbare Kalorie zehn fossile Kalorien kommen (das ist eine Tatsache!)
vs
biologische Landwirtschaft, die sich auf die Versorgung regionaler Märkte (deutlich verringertes Transportaufkommen) konzentriert.
Auch diese wäre wahrscheinlich teurer, d.h stärkeres Wirtschaftswachstum bei drastisch verringerter Umweltbelastung.
Ein drittes – letztes Beispiel, der Dienstleistungssektor.
Gäben wir mehr für Bildung & Kultur und weniger für „KonsumGÜTER“ aus, würde das nicht per se der Wachstumslogik widersprechen, jedoch ebenso dramatisch die Umweltbelastung reduzieren.
Ich will damit nicht sagen, dass ich unser bestehendes expanisives Wirtschaftsystem verteidige, und neue Modelle (zinslose Wirtschaft, etc.) ablehne.
Im Gegenteil!
Nur: Die stofflich-ökologische Wende muss sehr rasch kommen, und innerhalb der nächsten Jahre in grösstem Maßstab eingeleitet werden.
Als „Realo“ meine ich: Das ist machbar, und wir sollten alle Kraft darauf verwenden.Und, wie die Praxis zeigt, gibt es schon dagegen stärksten Widerstand.
Wie wir friedlich unser kapitalistisches Wirtschaftssystem gänzlich ablösen, ganz konkret nämlich, und wie dafür demokratische Mehrheiten gefunden werden, dafür fehlt mir angesichts der realen Machtverhältnisse die Vorstellungskraft.
Das mag vielleicht aus einer Krise kommen, aber der Übergang wird dann sehr blutig sein.
Für ersteres, eine weitgehende „ENTSTOFFLICHUNG“ des Kapitalismus, und eine Umorientierung auf jenen Energieträger, der nahezu unbegrenzt vorhanden ist, DIE SONNE, das ist machbar und auch innerhalb eines demokratischen Reformprozesses rasch umsetzbar.
Auf diese Alternative IM Kapitalismus sollen wir uns konzentrieren.
Er wird dann ohnehin ein ganz anderer sein.
PS:
Freu mich auf eine lebhafte Debatte

21 Gedanken zu “Gibts Alternativen zum (im) Kapitalismus?

  1. postkapitalismus empfehlenswertes buch zum thema, schon aus 1993 (hintergrund also ende des Kalten Kriegs, nicht jetzige krise): postkapitalistische gesellschaft von peter drucker. er unterscheidet zwischen klein- und großgeschriebenem kapitalismus: das eine ein wirtschaftssystem, das andere eine ideologie. wenn man das wirtschaftssystem von seiner ideologie befreit ist es ja ein gewachsenes, schlüssiges konzept — märkte als austausch von interessen oder die akkumulation von kapital (=ansparen) um in eine neue entwicklung investieren zu können sind ja gewachsene strukturen und keine theoretischen konzepte. die theorie kam erst nachher, und dann kam auch noch die ideologie.

    nebenbei hat auch marx in früheren schriften die möglichkeit gesehen, dass akkumuliertes vermögen auch mehr oder weniger gleichmäßig verteilt zu wohlstand für viele führen kann, hat das aber als unrealistisch verworfen.

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  2. Arbeit ist einfach zu teuer Hohe Steuern auf Energie und Rohstoffe (und Fertigprodukte – sonst produziert ja keiner mehr hier) könnten helfen, die Steuerlast, die auf menschlicher Arbeit lastet, zu senken.
    Dann würds auch wieder mehr (finanziellen) Sinn machen, Geräte zu reparieren.

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  3. Kapitalismus oder Marxismus? Lieber Christoph Chorherr,

    dass sich kapitalistische Systeme per Definition von selbst zerstören (Streben nach individuellen Vorteilen und Vermeidung von Wettbewerb durch Korruption, Bildung von Oligopolen/Monopolen, etc.), ist seit vielen Jahrzehnten bekannt und mussten auch die Liberalen schon vor langer Zeit akzeptieren. Voraussetzung für kapitalistische Wirtschaftssysteme ist deshalb die Schaffung und Kontrolle eines Ordnungsrahmens durch den Staat bzw. die Politik – genau diese WirtschaftsPOLITIK findet aber nicht statt sondern nur eine bürokratische, zahnlose Wirtschaftsverwaltung und deshalb konnten sich zahlreiche Oligopole (Finanzwesen, Nahrungsmitteleinzelhandel, Energie, etc.) ungestört bilden.

    Eine vollkommene „Entstofflichung“ des Kapitalismus (nicht nur im Bereich der begrenzten Ressourcen sondern auch im Bereich der Dienstleistungen, etc.) würde aber meiner Einschätzung nach ein totalitäres System voraussetzen, da es in Demokratien wohl ausnahmslosen allen Menschen nur sehr schwer zu verbieten wäre, nicht nach einer Verbesserung ihrer Lebensumstände zu streben.

    Brauchen wir deshalb ein vollkommen neues und damit wohl eher wieder altes marxistisch/kommunistisches System, um diesem Planeten ein Überleben unter möglichst optimalen Bedingungen für die größtmögliche Anzahl an Lebewesen sicherzustellen ODER reicht eine Reform des kapitalistischen Systems auf Basis eines vom Staat/Politik vorgegebenen und zukünftig dann auch ernsthaft kontrollierten Ordnungsrahmen aus und welche Reformschritte wäre dazu konkret notwendig?

    LG
    Werner Becher
    Bundessprecher Liberales Forum

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  4. Der Kapitalismus ist das effizienteste System um knappe Ressourcen zu verteilen. In nicht-kapitalistische System betreiben viel größere Ressourcenverschwendung und Umweltverschmutzung.

    Beispiele sind: Deutschlands reduzierter CO2-Ausstoß ist größtenteils auf die Schließung und Effizienzsteigerung der ehemaligen DDR-Industrie zurückzuführen.

    Treibstoffverschwendung in sozialisitischen Staaten wie z.B. Venezuela oder Iran (Venezuela und Iran haben aufgrund der sozialistischen Subventionspolitik weltweit die niedrigsten Treibstoffpreise).

    Beispiel ist die unselige Abwrackprämie, die nichts weiter als eine Ressourcenverschwendung darstellt und ganz bestimmt nichts mit Kapitalismus zu tun hat.

    Im Kapitalismus müssen Firmen im Wettbewerb immer effizienter produzieren. Das beinhaltet nicht nur die Produktion von mehr mit weniger Arbeitern, sondern auch der Einsatz von weniger Ressourcen. In nicht-kapitalistischen System fehlt diese Motivation.

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  5. Ganz wichtiges Thema, Der Artikel ist aber zu hudelig geschrieben, man kann die einzelnen Argumente nicht aufeinander beziehen. Bitte klarer formulieren! Sprechsprache ist nicht Schriftsprache.

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  6. Wie machbar ist so eine Umgestaltung? Radikale und alte Idee: Arbeit steuerfrei machen z.B. bis 30.000 Jahreseinkommen. Radikale Besteuerung fossiler Energien. Den Rest erledigt der Markt.
    Der Schlüssel sind hohe Transportkosten: Sie unterstützen regionale Märkte, dadurch schrumpfen die zurückgelegten Wege. Die Allokation von Gütern, Dienstleistungen, Wohnen etc. im Raum orientiert sich neu, es sind weniger lange Transportwege nötig, z.B. Nahversorgung.
    Die zu niedrigen Transportkosten der letzten Jahrzehnte haben die Welt verändert, das Land zersiedelt, den Wettbewerb verzerrt (Äpfel aus Neuseeland etc.), Kapitalkonzentration gefördert (Supermarktketten), die Wegekosten aller Akteure erhöht (für gleiche Zeitbudgets musste die Geschwindigkeit der Verkehrssysteme erhöht werden, d.h. teure Infrastruktur).

    Hohe Heizkosten und Stromkosten fördern Investitionen in nachhaltige Energien, Passivhaus etc.
    Das Durchschnittsauto kostet (Vollkosten laut ÖAMTC) 6000.- im Jahr. Wenn es nur 20% weniger Autos gebe, welches Kapital würde hier frei für nachhaltige, regional wirksame Investitionen?

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  7. Gute Quelle für diese Diskussion ist Attac Ich freu mich sehr, dass auch hier diese Diskussion startet. Ich selbst bin noch keine Spezialistin auf dem Gebiet, hab aber Christian Felbers „Neue Werte für die Wirtschaft“ gelesen, der dort sehr stark gegen „Wachstum ist notwendig“ argumentiert.

    Attac bietet überhaupt guten Stoff für diese Diskussion – unter anderem hier:

    http://community.attac.at/index.php?id=6982

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  8. Lieber CC,

    danke für das Anreissen dieses großen Themas. Ich bin bei Ihnen, dass das Dogma nach immerwährendem Wachstum zu hinterfragen ist. Aber bevor man daran geht, machbare Utopien zu diskutieren, würde ich gerne ein paar Ecksteine zur Diskussionsbasis hinzufügen:

    1. Weltweit haben rund. 1,6 Milliarden Menschen keinen Zugang zu „modernen“, meist kommerziell gehandelten Energieformen.

    2. Die Weltbevölkerung Stand Juli 2009 dürfte bei 6.79 Milliarden Menschnen liegen. Tendenz steigend.

    3. Alle diese Menschen haben – wie wir- ein Bedürfnis nach Sicherheit, Nahrung, Behausung, Medizinischer Versorgung, Bildung, Mobilität… und diese Liste ließe sich sehr, sehr lange weiter führen.

    4. Die Produktivität auf dem Produktionssektor wie auf dem Dienstleistungssektor ist in den letzten Jahren konstant gestiegen.

    5. Das verfügbare Wissen ist in den letzten Jahren sprunghaft angewachsen.

    Wir können uns gerne darauf verständigen, dass wir weisse gebildete Mittelschicht-Europäer keinen rasanten Bedarf an Wachstum haben. Sehr gerne sogar. Denn ich brauche z.B. kein Auto mit 32 Elektromotoren. Aber weltweit gesehen gibt es ein enormes Ungleichgewicht und einen steigenden Bedarf an Gütern und Diensten, die alle Objekte eines Wirtschaftssystems sind.

    Sehen Sie das ähnlich?

    Sehr gut finde ich Ihren Hinweis, das Wirtschaftswachstum messe eine Wertgröße, keine Mengengröße.

    Ich würde von da in zwei Richtungen weiter denken: 1. Wertschöpfung, 2. Geldmenge. Ein zukünftiges Wirtschaftssystem muss die eigentliche Wertschöpfung begünstigen (nicht im neoliberalen Sinn verstehen, bitte). Wie man aber aus Geld Geld macht, ob das jemals nachhaltig sein kann, und durch welche Werte solches Geld gedeckt ist, müssen allerdings berufenere als ich kommentieren.

    Google Tipps:

    Für die „stofflich-ökologische Wende“ empfehle ich FAKTOR 10.
    Für Energieversorgung empfehle ich DESERTEC.

    Beste Grüße, A.H.

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  9. Gibt es Alternativen zum Kapitalismus?

    Freilich gibt es sie, aber bislang kennen wir nur die, die nicht funktionieren.

    Ich glaube der wesentiche Punkt ist, zu akzeptieren, dass wir die Weiterentwicklung unseres derzeitigen Wirtschaftssystems nicht im Vorhinein planen oder konstruieren können, dass es sich um einen Prozess handelt der nicht kontrolliert abläuft. Wie jede andere Entwicklung auch wird es im Laufe der Zeit einfach passieren – getrieben von unzähligen kleinen Einzelentscheidungen, ganz ohne Masterplan. So sind wir ja auch an den Punkt gelangt, an dem wir heute stehen – ein evolutiver Vorgang.

    Es ist daher vollkommen aberwitzig „den Kapitalismus“ als irgendetwas von aussen aufoktroyiertes darzustellen oder – wie in der „Zeit“ – künstlich Gegensätze „Kapitalismus – lebenswerte Umwelt“ zu konstruieren.

    Die Idee, einfach mit dem erreichten Wohlstand zufrieden zu sein und Wachstum – und damit Entwicklung – einzufrieren hat ja nachgerade etwas messianisches: „Leute, das Ziel ist erreicht, erlösen wir uns vom unentwegten Streben und geniessen das Paradies!“. Angesichts der aktuellen (nationalen&globalen) Lage ist das absurd – allein die Vorstellung, dass es so etwas wie einen „Vollkommenen Endzustand“ geben kann deutet eher auf ein Wunschbild mit religiöser Wurzel als auf eine ernsthafte Analyse der Entwicklung unserer Welt.

    Es sind bei Weitem nicht alle Probleme gelöst und es müssen möglichst rasch neue (materielle und immaterielle) Technologien her damit die Menschen dieser Erde die einfachsten Bedürfnisse des täglichen Lebens befriedigen können und nicht binnen Kürze verhungern, ersticken oder weggeschwemmt werden.
    Wir leben nunmal *nicht* im Paradies. Wachstum muss sein, sonst kommt nichts Neues in die Welt.

    Die „Entstofflichung“ des Kapitalismus ist ohnehin schon seit Jahrzehnten im Gang – der Dienstleistungssektor wächst beständig, der Anteil der Industrieproduktion geht zurück. Ganz ohne Masterplan.

    Bleibt die Frage: was tun, wenn wir eingesehen haben, dass wir nicht planen können was funktioniert sondern nur ausprobieren was sich bewährt, dass das Basteln an einem Masterplan also vergebliche Liebesmüh ist?

    * Das wettbewerbsgetriebene (Wirtschafts-, Wissenschafts-, Politische-)-System pflegen und hegen mit dem Ziel einen möglichst vielfältigen Pool an Optionen für den weiteren Weg zu schaffen (Monopolbekämpfung, Konzerne zurechtstutzen, Grüne Vorwahlen,…)

    * Gute, gezielte und konkrete Einzelentscheidungen treffen (z.B. Energiesteuer rauf, Lohnsteuer runter)

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  10. Wichtige Frage Du stellst eine sehr wichtige Frage – gibt es eine Alternative zum Kapitalismus? Ich denke, dass wir derzeit in einer sehr komplexen globalen Situation sind. Betrachtet man das ganze historisch, so erkennt man, dass seit Urzeiten die Zivilisation nach Expansion gestrebt hat. Nachdem wir jetzt mobiler sind, breitet sich dieser Expansionskurs auf den ganzen Globus aus. Die Medien bedingen aktuell auch, dass bis im letzten Winkel der Erde die Menschen zusehen können, wie es jenen auf der Welt geht, die vom Wohlstand profitieren. Deshalb ist der Wunsch der Chinesen nach Autos nachvollziehbar, wenngleich er nicht umweltfreundlich ist. Es ist dem Menschen inherent seinen aktuellen Status verbessern zu wollen, ich würde meinen, das trifft auf den Großteil der Menschheit zu. Neben den faktischen Vorraussetzungen die helfen Technologien zu verbreiten, verbreitet sich positiverweise auch das knowhow – das führt hier im Westen negativerweise dazu, dass in Ländern wie Indien Technologien abgeschaut und dann vor Ort billiger produziert werden. Dass sich der Wohlstand der bestgestellten Industrienationen logischerweise nicht auf den Rest der Weltbevölkerung aufteilen lässt liegt auf der Hand. Und dass es längerfristig zu einer Nivellierung nach unten kommt, wird sich vermutlich kaum vermeiden lassen. Das allergrößte Problem liegt deshalb meiner Meinung nach darin, dass es leider so ist, dass es immer wieder genug Menschen gibt, denen nicht das Allgemeinwohl, sondern ihr eigenes am Herzen liegt, dieses Streben nach dem persönlichen Vorteil ist auch der Grund warum der Kapitalismus nicht funktioniert, warum der Kommunismus nicht funktioniert hat usw. Es geht also m.M. nach hauptsächlich um die Suche nach einem System, in dem Kontrollmechanismen dafür sorgen, dass einige Wenige sich nicht so exorbitant mehr bereichern können, dass es dem Großteil der Weltbevölkerung zum Nachteil gereicht. Das Problem das dem leider innewohnt ist, dass diese Kontrollen wiederum von Menschen gemacht werden. Ein zutiefst menschliches Problem also, auf das ich leider selber keine Antwort weiß und das mich in Anbetracht dessen, was diesbezüglich die Vergangenheit lehrt, in Bezug auf die Zukunft eher pessimistisch stimmt.

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  11. Abgesehen vom Kommentar von vielleicht „one brick“ lässt mir die Diskussion hier teilweise ziemlich kalte Schauder über den Rücken laufen. Ich fühle mich geistig teilweise in die 1980er Jahre zurückversetzt. In der Zwischenzeit gab es in Österreich mal Grüne, denen ein Alexander van der Bellen den Begriff „Wirtschaftswachstum“ erklärt hatte – heute hat man manchmal den Eindruck, verstanden wurde aber leider doch nie irgendetwas. Offenbar waren doch nur die Wahlerfolge ganz angenehm – und that’s it.

    Was ich nie verstehen werde: Warum diskutiert man ständig über DEN Kapitalismus und ein ANDERES System ohne sich die Frage zu stellen, was DEN Kapitalismus im innersten eigentlich ausmacht und welches dieser konstituierenden Elemente wir denn grundlegend in Frage stellen wollen?

    Laut Wikipedia wird „unter Kapitalismus eine Wirtschaftsordnung verstanden, die auf Privateigentum der Produktionsmittel beruht und über den freien Markt (Marktwirtschaft) gesteuert wird.“ Marktwirtschaft wiederum ist eine arbeitsteilig organisierte Wirtschaftsordnung, in der die Koordination von Produktion und Konsum über das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage auf Märkten erfolgt. Grundlegende Elemente einer Marktwirtschaft sind das Eigentumsrecht, die Vertragsfreiheit und die Wettbewerbsordnung.

    Welches der hier aufgezählten konstituierenden Elemente des in Frage gestellten „Kapitalismus“ möchte man denn bitteschön weghaben oder so grundsätzlich in Frage stellen, dass man noch davon sprechen kann die „System“-Frage zu stellen? Die Arbeitsteiligkeit? Das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage auf Märkten? Das Eigentumsrecht? Die Vertragsfreiheit? Oder gar eine Wettbewerbsordnung?

    Wir brauchen in dieser Hinsicht eben keine „Systemdebatte“ – in der momentanen Situation kann eine solche im Gegenteil sogar brandgefährlich werden. All das heisst aber eben NICHT, dass wir keine politische Weiterentwicklung des Wirtschaftssystems brauchen. Ganz im Gegenteil. Wir brauchen intensivste Debatten über marktexterne Kosten, wir brauchen eine Debatte über kostenfrei nutzbare oder auf Kosten der Allgemeinheit dann über Gebühr ausgebeuteten Güter (zB die saubere Luft, der Platz in der Stadt, der Lärm der Autos, das Gleichgewicht des Erdklimas und ganz vieles mehr). Weiters brauchen wir eine Debatte darüber, wie sich der (mE dem Grunde nach unverzichtbare) Leistungsgedanke mit einer Gesellschaft verträgt, deren wirtschaftliche Errungenschaften zu einem guten Teil nicht in der lebenden Generation erbracht wurden sondern von vorangegangenen Generationen – eine Debatte, die uns schnurstracks zur Frage eines bedingungslosen Grundeinkommens oder ähnlichem führen würde.

    Allein: all diese Debatten wollen wir nicht wirklich führen. Wir haben Angst vor den Dingen, bei denen eine Änderung sogar zumindest *denkbar* wäre. Lieber stellen wir Systemfragen. In dem wohligen Gefühl, dass wir „halt leider, leider eh keine Alternative zum bösen System“ *kennen*?

    Wurscht. Meine Antworten:

    1) Kapitalismus ist wesenhaft expansiv

    Rein Quantitativ nein, Qualitativ und Quantitativ zusammengenommen ja, wobei der qualitative Anteil des Wachstums immer grösser wird. Man könnte es auch so sagen: solange uns die Ideen nicht ausgehen wird es Wirtschaftswachstum geben. Und selbst wenn es keins mehr geben wird, weil uns die Ideen in 1000 Jahren doch ausgehen, dann wird der „Kapitalismus“ im oben definierten Sinn auch nicht zugrunde gehen. Wir werden aber spätestens dann ein Einkommenverteilungsmodell brauchen, das einen immer grösser werdenden Teil der Wirtschaftskraft unabhängig von individueller Leistung verteilt – und zwar nicht aus Almosengründen, sondern schon deshalb, weil es sich um die Rendite der Leistungen früherer Generationen handelt – und diese vollkommen gleich an alle verteilt werden muss um leistungsfeindliche Einkommens- und damit Chancenverteilungen hintanzuhalten.

    2) Widerspruch zu begrenzter Erde

    Nein, denn es gibt kein theoretisch begründbares Limit für die qualitative Verbesserung unserer Gedanken. Die stofflichen Grenzen des Wachstums hängen nicht systemimmanent mit dem Begriff „Wirtschaftswachstum“ zusammen.

    3) Wachstum ist aber Wert- nicht Mengenwachstum

    Ja. Eben. Dreifach unterstrichen!! Allerdings widerspreche ich den obigen Beispielen. Wir werden grundsätzlich nicht dadurch reicher, dass wir „arbeitsintensive“ Dinge tun, sondern dadurch, dass wir Arbeit abschaffen wo immer es geht. Das sich daraus ergebende Problem „mangelnder Arbeit“ ist einerseits ein Verteilungsproblem andererseits auch ein Problem mit der Natur des Menschen. Wir werden gesamtgesellschaftlich lernen müssen, mit unserem Erfolg zu leben. Wie schwer das sein kann kann man schon heute an so manchem Superreichen beobachten der „nicht mehr arbeiten muss“. Bisher fehlt uns dafür jedwede Kulturtechnik.

    4) es gibt weite Bereiche von Entstofflichung bei Wertwachstum

    Ja, dreifach unterstrichen!! Sie ist geographisch begrenzt in den entwickeltsten Regionen bereits heute im Gange.

    5) das umzusetzen ist schwer genug

    Sicher. Wir müssen die stofflichen Grundlagen unserer Wirtschaft völlig umbauen. Daher gibt es momentan auch noch Arbeit genug. DAS wird aber voraussichtlich nicht ewig so bleiben.

    6) und vielleicht der Einstieg in ein anderes Wirtschaftssystem

    Ich sehe darin kein anderes Wirtschaftssystem. Aber vielleicht ist das auch nur eine Frage der Definition von „Wirtschaftssystem“. Ich hoffe es – denn wenn wir auf eine neue Phase zugehen, in der wir Arbeitsteiligkeit, das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage auf Märkten, das Eigentumsrecht, die Vertragsfreiheit oder die Wettbewerbsordnung als SYSTEM ganz grundsätzlich in Frage stellen (also nicht nur mit Verstand und wohlbegründet modifizieren) dann verliere ich vielleicht doch noch meinen normal recht unerschütterlichen Optimismus in die Bewältigbarkeit unserer Zukunft.

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  12. wirtschaftswachstum Wirtschaftswachstum miss auch keine Lebensqualität. Wirtschaftswachstum als „Wohlstandsindikator“ zu verwenden ist deshalb ohnehin mehr als umstritten.
    Bsp.: Zerbombe ich bspw. eine ganze Stadt und baue sie wieder auf kann es ein hohes Wirtschaftswachstum geben. Ob es den Menschen besser geht, ist eine andere Sache. Weiters: „Umfragen zeigen, dass ab einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von etwa 20.000 US-Dollar weiteres Wirtschaftswachstum seinen positiven Effekt auf das Glücksempfinden von Nationen verliert.“ ->wikipedia

    glaub gar nicht, dass ein anderes Wirtschaftssystem oder dgl. nötig wäre. Gerade in Industrieländern wie Ö. könnte jeder durch sein eigenes Handeln sehr viel verändern. Aber ein konsequentes nachhaltiges Handeln hängt halt oft mit Verzicht zusammen und ist nicht ganz so bequem… und Bescheidenheit ist wohl auch keine anerkannte Tugend mehr…

    just my 2 cents

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  13. Das sind zuviele, verquickte Themen auf einmal.

    Zum zweiten Beispiel:
    Deine These:
    ohne Kunstdünger + regional = gut
    Kunstdünger + globalisiert = schlecht.

    Die ökologische Landwirtschaft braucht mehr Grundfläche und damit viel mehr Diesel zum Pflügen, Aussähen, Ernten usw. Bevor es Traktoren gab und man auf Nutztiere zurückgriff, wurde der größte Teil der Anbaufläche für das Futter der Nutztiere gebraucht. (Letztere sind extrem ineffizient, weil sie ständig Nahrung brauchen und nicht nur, wenn man sie einsetzt und darüber hinaus keine Räder haben.)
    Es kommt also darauf an, ob es effizienter ist, Öl in Form von Kunstdünger auf die Felder zu schütten, oder das Öl in den Tank des Traktors zum Pflügen größerer Flächen zu füllen.

    Hinzu kommt, dass der Ertrag, sowie der Düngemitteleinsatz, stark vom Klima und von den Böden abhängt. In Südeuropa, Kalifornien, Südamerika usw. braucht es wesentlich weniger Dünger. Somit ist es umweltfreundlicher, dort anzubauen, wo man weniger Energieaufwand hat und nicht notwendigerweise regional.
    Der Transport großer Mengen haltbarer Güter über große Strecken ist hingegen überhaupt kein Problem. Dazu braucht man nicht einmal Öl. Das gab es schon in der Antike.
    Die meisten Transportwege entstehen am Ende und am Anfang der Transportkette, also in der mühsamen Anfahrt zum kleinen Bergbauernhof und umso mehr bei den Millionen Vorstadtbewohnern, die ihre Einkäufe mit dem Auto tätigen. Das summiert sich auf, unabhängig davon, woher die Gurke ursprünglich kommt.

    Darüber hinaus kann eine regionale Landwirtschaft leicht an den lokalen Bedürfnissen vorbeiwirtschaften. Kleinteilige Strukturierung bringt auch mehr Verschwendung und somit mehr unnötigen Transport und Energieaufwand. In Indien, das dort ist, wo uns verklärende Romantiker gerne haben wollen, ist genau das ein Problem. Dort will man eben jene Modernisierung durch industrielle Landwirtschaft, Großhandel, Transportlogistik, industrielle Verarbeitung und Supermärkte forcieren, die manche hier in Europa wieder los haben wollen.
    http://www.rediff.com/money/2007/mar/16food.htm
    http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/1695954.stm

    Warum breite ich das im Detail so aus? Viel Kritik an der Marktwirtschaft ist oberflächig. Ohne sich mit einem Sektor der Wirtschaft auszukennen, wird einfach behauptet, dieser wäre verschwenderisch und dumm und angedeutet, dass mit einerm anderen „System“ alles viel ginge. Dabei sieht man, wenn man sich näher befasst, dass die Marktwirtschaft die Unternehmen zu Produktivitätssteigerungen treibt und somit im Regelfall sehr wohl zu einem sparsamen Umgang mit Ressourcen.

    Die Marktwirtschaft strebt nähmlich nach Produktivität. Das Wachstum resultiert daraus, dass die Konsumenten nicht nur das Gleiche zum günstigern Preis haben wollen, sondern mehr.

    Krisen wie die aktuelle enstehen eher, wenn alle fest mit Wachstum (gesamt oder sektoriell) rechnen, dieses aber nicht eintrifft.

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  14. Mehr Es gibt so viele Dinge, wo man ansetzten könnte. Aber ich frage mich, ob diese Dinge durchzusetzen wären. Wir sind Tomaten aus Spanien gewöhnt, mitten im Winter. Die meisten würden nie auf Tomaten verzichten, und wir leben nun in keinem and, wo es immer Tomaten gibt, oder Spargel.
    Genauso wäre ein Verzicht auf Urlaub im Ausland sinnvoll, was den Flugverkehr wesentlich verringern würde. Aber ganz ehrlich: Wer würde von seinen Wählern verlangen, nicht mehr in Spaninen, Griechenland oder in Ägypten zu seinem Cluburlaub zu fliegen.
    Die Überlegungen mögen passen, doch sind wir in einer Gesellschaft, die nach diesen Dingen strebt. Der neue iPod, ein schickes Auto, die neue SLR-Kamera um Fotos vom Portugalurlaub aufzunehmen. Das sind sehr verzerrende Dinge, aber genau diese Einstellung betrifft die Veränderung und das Wachstum. Wie will man eine statische Wirtschaftsleistung mit einer Gesellschaft vereinen, die mehr will?

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  15. @ CC Das ist eigentlich ziemlich einfach machbar, man muss nur einen Parameter ändern: den Preis.

    Der Preis steuert die Entscheidungen aller Marktteilnehmer bei deren Findung von für sie optimalen Entscheidungen (zum großen Teil ökonomisch rational und den Rest emotional bzw. irrational). Steigt der Preis für Benzin sehr hoch an, dann wird sich das mit dem vielen Autofahren bald erübrigt haben. Oder der Preis fürs Parkpickerl in Wien verzehnfacht sich, dann werden sich viele überlegen, ob es wirklich Sinn mach eine Kiste in der Straße vor dem Haus stehen zu haben. Oder man schafft die Subventionen ab, mit den ökologisches Fehlverhalten ab, wie zum Beispiel die Pendlerpauschale.

    Leider hat das dann ein paar gravierende Folgen für Firmen wie Autohersteller, die werden wir dann wirklich in die Insolvenz schicken müssen. Und da sind wir bei der Realpolitik: das traut sich keiner, auch Sie nicht Herr Chorherr.

    Die Krise führt wirklich hübsch vor, wie sich ein paar Politiker von den großen Unternehmen einfach erpressen lassen und im übrigen auch die lieber Wähler und Konsumenten für ziemlich blöde halten: denn der Konsument hatte schon mit seinen Käufen entschieden, das es keine Existenzberechtigung für z.B. Opel gibt. Warum akzeptiert die Politik nicht diese Entscheidung, sondern nimmt einen dicken Kredit auf (auf unser Kosten natürlich) um unsere Entscheidung zu revidieren?

    Die ökologische Wende scheitert an dem ökonomischen Unverständnis der Politik und an Realitäten wie dem „Kampf“ um Arbeitsplätze, vor allem die Sicherung bestehender, die keiner mehr braucht. Kollateralschaden ist halt nur, das die neuen halt nicht entstehen werden, aber den sieht eh keiner.

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  16. Ist Wachstum möglich? Physikalisch betrachtet ist nach dem Gesetz der Erhaltung der Energie nur eine Umwandlung bzw. eine Konzentration von Energie möglich und ich stelle jetzt einmal die These in dieses Forum, dass alles im Universum, insbesondere die lebenden Organismen, eine besondere Ausprägung von Energie ist.

    Dem Menschen ist es möglich – kraft seines Geistes – in seinem begrenzten Umfeld gestalterisch einzugreifen, jedoch nicht das verfügbare Energiepotential (Sonnenenergie als Grundlage) zu ändern bzw, zu vermehren oder zu reduzieren. Unterschiedliche Entwicklungsstufen entsprechen unterschiedlicher Konzentration von Energie. Unterschiedliche Gesellschaftsmodelle beeinflussen diese energetischen Konzentrationen/Transformationen (z.B. der gegenständlich diskutierte, pyramidenartig ausgeprägte Kapitalismus). Die Konzentration schwächt jedoch die Peripherie. Die Frage, ob es ein besseres System gibt, erscheint mir müsig, da ja noch nicht alle möglichen Systeme gelebt wurden.

    Nach diesem physikalischen Ansatz ist kein Wachstum sondern nur die Möglichkeit von Energiekonzentration und Energieumwandlung möglich,

    Um Leben, diese besondere Ausprägung von Energie, möglichst lange zu erhalten, gibt es meines Erachtens 2 Möglichkeiten:

    a) schonender Umgang mit den für das Leben erforderlichen transformierbaren Ressourcen –> Herstellung eines Gleichgewichts zwischen Ressourcenherstellung und Ressourcenverbrauch. Die für das Leben notwendigen Ressourcen (z.B. Wasser; Nahrung) können unter dieser Voraussetzung von der Natur auf Dauer der Verfügbarkeit der (Sonnen-)Energie bereitgestellt werden.

    b) Raubbau an den lebenserhaltenden Ressourcen, d.h. die Herstellung solcher Ressourcen durch Energietransformation wird geringer als der Verbrauch –> je nach Intensität früher oder späterer Untergang des Lebens – und das passiert sehr wahrscheinlich schon bevor die Sonnenenergie versiegt.

    Wie b) verhindern?
    Gesellschaftssysteme, wirtschaftliche Systeme, politische Systeme, Religionen, etc. kommen und gehen. Bleiben könnte: Ration und Ethik
    Daher: Investieren in geistige und seelische Bildung um die stofflichen Erfordernisse für das Überleben zu erhalten bzw. sicherzustellen – oder diese vielleicht sogar entbehrlich zu machen. Wer weiß, was der Erfindungsgeist und die Forschung noch alles zu bieten hat.

    Es gibt also energetisch gesehen kein Wachstum sondern nur ein Maß, wie stark die begrenzte Menge der verfügbaren lebenserhaltenden Ressourcen verbraucht oder umgewandelt wird. Diese Veränderung wird als Wachstum oder Schrumpfung empfunden,

    Einflussgrößen zur Erhaltung der lebensnotwendigen Ressourcen können unter anderem sein:
    o Bevölkerungswachstum –
    o Überfluss –
    o Krieg – +
    o Forschung +
    o äußere Einflüsse (‚Unfälle‘ im Sonnensystem) –
    aber auch :
    o Gier –
    o Neugier +
    o Wissensvermehrung ++
    o Ethik und Moral ++

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