Männer und Frauen

dieses Wochenende:
Politikcamp in Graz
Infos, Vernetzung und Diskussionen über den Bereich Politik und neue Medien.
Was auffällig ist: Weniger als 10% der Teilnehmer/innen sind Frauen.
Wie bei fast allen Diskussionen über neue Medien.
Wobei es dabei nicht um Technik geht.
Web 2.0 wird Politik, Medien und Wirtschaft grundlegend verändern.
Auch im 21.Jhdt v.a. durch uns Männer.
Strange!

8 Gedanken zu “Männer und Frauen

  1. von Männern für Männer Kann es nicht auch daran liegen, dass es von Männern für Männer entwickelte Medien sind (Wie in Wahrheit bisher alle). Ich glaube schon, dass es auch etwas mit Vorurteilen von Frauen gegenüber Technik zu tun hat; Die Schwelle, sich überhaupt damit zu beschäftigen, die Angst, etwas falsch zu machen. Ich spreche da aus Erfahrung, und mangelndes feministisches Bewusstsein ist es sicher nicht:) Das ist ein gesellschaftliches und v.a. pädagogisches Problem. Daher finde ich Rolemodels wie digiom (Jana Herwig) und kigo (Meral Akin-Hecke) besonders wichtig. Sie zeigen, dass es nicht nur relevant ist, sondern auch Spaß machen kann, sich mit den neuen Medien zu beschäftigen.
    Daher mein Vorsatz: bei einem der nächsten Politikcamps mitmachen (am 13./14. bin ich auf Urlaub)

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  2. Web 2.0 ist Technik! Web 2.0 hat sehr wohl mit Technik zu tun.
    Das fängt mit einem PC an, den man dazu vewendet, und hört mit der Technologie auf, die hinter Web2.0 steht. Und auch Anwendungen von Web 2.0, die ein Benutzer verwendet zählt zu Technik.
    Das ist halt so wie wenn man einen Fotoapparat, eine Videokamera, den Fernseher etc. bedient. Am Anfang interessierten sich immer vorrangig die Männer und wenige Frauen dafür.
    so wie beim Handy: die Männer wollen immer das neueste haben und den Frauen reicht oft die normale Funktionalität.

    Das liegt aber auch an der Erziehung: es gibt Jungen-Spielzeug und Mädchen-Spielzeug. Auch wenn das Mädchen schon mit einem Auto spielt, einem Jungen wird man eher technische Jobs nahelegen und einem Mädchen eher soziale, kommunikative Jobs.

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  3. Na sowas Überrascht mich auch nicht, es gibt ja auch mehr Politiker als Politikerinnen und mehr Programmierer als Programmiererinnen.
    Der Zugang zu den meisten Dingen ist bei Männern und Frauen unterschiedlich.

    Bin schon gespannt, was den genderbewussten Grünen einfällt, um die dräuende „Web 2.0“-getriebende Einschränkung der Partizipation von Frauen an der Politik zu kompensieren…

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  4. noch eine Hypothese Vielleicht lieber Christoph liegt es daran, dass Frauen weniger gerne campen ;-). Nun, ich war zwar nicht dort, weil ich bis gestern nicht gewusst habe, dass es sowas wie ein Politcamp gibt, aber ich kann *suprise* nicht nur einen Computer einschalten und bedienen, sondern kenn mich sogar mit HTML und Photoshop aus, twitter halte ich nicht bloß für die die englischen Übersetzung von Zwitschern und darüber hinaus scheibe ich sogar einen eigenen Blog, der gendertechnische Wahnsinn also. Und trotz meiner Abneigung gegen alles was ich sonst so mit Camping verbinde – Lagerfeuer und Übernachtungen auf unbequemen Matratzen – gelobe ich beim nächsten Mal einen Versuch zu starten und ebenfalls dabei zu sein.

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  5. change takes time Die virtuellen communities oder sozialen Netze der sogenannten web 2.0 phase sind relativ neu. Ursprünglich waren sicher technikverliebte männliche UserInnen die „first mover“. Das wird sich nach und nach ändern. Das Mobiltelefon wird heute von Frauen wohl nicht weniger genützt im Vergleich zu Männern. Wenn ich meinen faceboock account hernehme, sind die eifrigsten VerfasserInnen von Status-Nachrichten übrigens blonde Frauen, gefolgt von männlichen Grün-Politikern : ) und ebensolchen Motorjournalisten.

    Die Theorie, die bestehenden Kommunikationstechnologien würden per se Männer bevorzugen, weil sie von Männern entwickelt wurden, kann man nach meiner ganz persönlichen Meinung allenfalls für die Buschtrommel gelten lassen – und das nur mit Einschränkungen (Muskelkraft => Reichweite de Signals).

    Man könnte allerdings der Frage nachgehen, ob bei der beim Design und bei der Kommunkation solcher Politcamps die Frauen ausreichend eingebunden sind…

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  6. Irgendwie habe ich den Eindruck, Christoph Chorherr will eine Reaktion provozieren Wenn man seine Meldungen der letzten Tage zusammenzählt, ergibt sich der Eindruck, Christoph hätte eine Antwort, will sie aber nicht selbst offen sagen. Vielleicht täuscht der Eindruck ja auch, aber ich lasse mich jedenfalls gerne provozieren. Eine innovative Antwort wäre: Frauen sind zu wertvoll für die Gesellschaft, um sie bei riskanten technologischen Experimenten einzusetzen, deren unmittelbarer Nutzen und deren Unbedenklichkeit noch nicht überprüft wurde. Die Inspiration zu dieser Antwort habe ich übrigens von

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