2 Gedanken zu “Mythen über Migration

  1. Brain Drain Dem Argument „Emigration schadet den Herkunftsländern“ wird mit dem Hinweis auf die beträchtlichen Geldtransfers der Migranten in ihre (ex-) Heimatländer begegnet. Ich bin da skeptisch, ob das mehr nutzt als schadet.

    1) langjährige Erfahrung in der Entwicklungzusammenarbeit zeigt: Geld schicken alleine hilft nicht. Nachhaltige Verbesserung für die Herkunftsländer ist keine zu erwarten.

    2) da Migranten den Lebensabschnitt (Kindheit&Jugend) in dem sie nur Kosten verursachen im Heimatland verbringen und die produktive Phase im Ausland erspart sich z.B. Österreich teure Gebusdheitsvorsorge, Arbeitsausfall der Eltern, Kindergarten, Schule. Auf wessen Kosten wohl?

    3) mit der gezielten Bevorzugung besonders qualifizierter Immigrationswilliger – eine Strategie die auch im Grünen Programm zu finden ist – wird dieser Mechanismus noch verschärft: die in den armen Volkswirtschaften teuer ausgebildeten Fachkräfte werden knallhart abgeworben: zum Nulltarif! Kein Wunder, dass sich in den Herkunftsländern wenig entwickelt, wenn jeder, sobald er was beitragen kann abhaut.

    Mit der Behauptung, dass die Herkunftsländer profitieren wäre ich vorsichtig und die in dem Heureka-Beitrag gebrachten Argumente sind ein sehr oberflächliche und unvollständige Betrachtung.

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  2. Christoph, glaubst du diese subtil-überhebliche Propaganda wirklich?

    Den Falter, aus dem der Text stammt, werde ich diese Woche jedenfalls boykottieren.

    Hier werden nur teilweise erforschte, stark kontextabhängige Fragestellungen derartig letztgültig, historisch inkorrekt, widersprüchlich und einseitig unter dem Nimbus der Wissenschaftlichkeit abgehandelt, um die vorgefassten Befindlichkeiten der Leserschaft zu beweihräuchern.

    Ich bleibe bei meiner Analyse. Die einen können Ausländer nicht leiden. Die nächsten lieben sie (oder ihnen gefällt zumindestens die Idee). Dritte wiederum, zu denen ich mich zähle, ist das ziemlich egal. Die ersten beiden Gruppen mögen doch endlich anfangen, ihre Präferenzen offen auszusprechen, anstatt die Intelligenz ihrer Mitmenschen mit hahnebüchener Wissenschaftlichkeit zu beleidigen.

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