Gemeinwohl aus Eigennnutz

Was kommt nach der Gier?
Die Wirtschaftskrise, hier bin ich Materialist, wird auch die Leitwerte unserer Gesellschaft verändern.
Diese Debatte beginnt erst.
Sehr lesenswert sind diese Gedanken von Peter Sloterdijk jüngst in einem falter Interview.
Hier einige Kernsätze, die mir sehr wichtig erscheinen.
Sloterdijk: Das Wort „change“ ist das Schlüsselwort zu Obamas Erfolg gewesen. Man könnte sagen, Obama hat den Imperativ „Du musst Dein Leben ändern“ ins Euphorische übersetzt, sodass nicht mehr von „müssen“ gesprochen wird, sondern vom „können“ – „wir können das“. Das war ja das Genialische an dem Slogan „Yes, We Can“. Die Amerikaner wollen lieber können als von einem Müssen überwältigt zu werden.

Kommt jetzt der alte, verstaubte Begriff „Gemeinwohl“ zurück?

Sloterdijk:

Wenn wir beweisen, dass wir das Eigene und das Fremde systematisch falsch unterscheiden, weil wir zu klein definierte Egoismusformate haben, so würde daraus folgen, dass wir ein größeres inklusiveres Eigenes schaffen müssen – nicht aus Idealismus, sondern aus wohlverstandenem weitsichtigem eigenen Interesse.