15 Gedanken zu “Voggenhuber-postings

  1. was das auch heißt es hätte also niemanden wirklich aufgeregt, hätte er das ergebnis beim bundeskongress akzeptiert und sich an das gehalten, was er intern und öffentlich mehrfach gesagt hat. er hat die sache also erst durch die „soli“kandidatur – wie ich meine, bewusst – zum köcheln gebracht. danke, johannes voggenhuber!

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  2. Beeindruckend Ich hätte nichts dagegen, wenn all die Personen (ergo, die zu den Abstummungen zugelassenen Politiker), die in diesen 2 Monaten unabsichtlich an ihren eigenen Stühlen gesägt haben, diese Auswertung zu Gesicht bekommen. Vielleicht kapieren sie dann, dass für die Grünen das Wort „Wahlkampfplanung“ zwar unangenehm, aber unentbehrlich sein sollte. mMn produzieren sie gezielt jedes mal den GAU (größten anzunehmenden Unsinn), damit sie auch ja keiner wählen mag. Wie ich in meinem Post zum EBV geschrieben habe, ist mir der Voggenhuber als Person recht egal, aber die Tatsache, dass er der Partei Stimmen gebracht hätte, hätte als einziges Argument für seine Aufstellung reichen sollen.

    lg

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  3. Das Merkwürdige ist, dass ich Voggenhuber nicht besonders sympathisch fand, ihn aber achtete. Was jetzt abläuft, rechnet sich zum Schaden der Grünen.
    Mir kommt es wie eine danebengegangene Quotenangelegenheit vor.
    Man wird sehen. Sicher hätte die Parteileitung das besser behandeln können.

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  4. Ja, lieber cc – wir wählen nun mal Menschen mit Gesichtern, keine Programme mit toten Texten. So läuft unsere Gesellschaft (auch Schule), so läuft die Politik.

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  5. Gibt zu denken oder? Nicht Grüne Themen (die man ohnehin kaum mehr zu Gesicht bekommt) sonder der Verrat der ureigensten Grünen Prinzipien regt auf, regt zum Posten an: das Ende der Grünen ist dort erreicht, wo ihre Prinzipien wie Meinungsfreiheit, freies Denken, Basisdemokratie, Meinungspluralität endet. So wie es aussieht, ist das Ende schonin Sicht…

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  6. liebe Grüne! Auch ich bin der Ansicht das Johannes Voggenhuber recht unorthodox, man
    kann auch sagen
    selbstzerstörerisch und kamikazehaft seine Wiederwahl betrieben hat. Ja
    das kann Er !

    Wie schon öfter in seiner politischen Laufbahn hat er sich mit Wucht in
    eine Wand gestürzt (siehe den EU-beitritt Österreichs) um dann aber eine
    180 Grad Wendung hinzulegen.
    Das ist nicht der brave Funktionär berechenbar, zielstrebig und
    umweltschonend.

    Die Frage ist aber immer wieder, wie geht man mit solchen Personen und
    solchen Entscheidungen um.

    Der EBV hat seinen Umgang mit diesem Thema recht deutlich gemacht:

    * Wo kämen wir denn da hin ?
    * Da könnte ja jeder kommen !
    und * was es wiegts das hats.

    recht österreichisch, recht obrigkeitlich und recht apparatokratisch.

    Oder wie es Christoph Chorherr so treffend gesagt hat : „Schmecks!“

    Was Ihr Obergrüne (Bürokraten?) leider gar nicht mehr sehen könnt, ist das
    es halt auch immer wieder
    Personen und Fälle gibt die sich nicht in das parteitaugliche
    Einheitsschema einpflanzen lassen.
    Nicht alles ist Cap-bar, Willi-g geMoltert oder kann ge-Schüsselt werden.
    Das sind die, die ihr ganzes Leben in der Partei verbracht haben und die
    Realität des Lebens Ihrer Wähler nie erlebt haben.
    Wir sehen ja wie sie und regieren.

    Die Denkweisen und die Verfahren dieser Leute werden auch in der Grünen
    Partei immer mehr, die Listen und Postenbesetzungen
    werden immer eher mit den Personen erfolgen die den braven und fleissigen
    Apparatschik geben als den unberechenbaren Querkopf.
    Das ist alles verständlich, auch für mich.

    Aber dem Wähler keine Chance zu geben seine eigene Meinung zu bilden,
    indem man Voggenhuber die Möglichkeit nimmt zu kämpfen, zu überzeugen und
    eventuell sogar zu gewinnen, überschreitet den Rubicon (um nochmals mit
    Christoph Chorherr zu sprechen).

    Hier zeigt sich doch nur Eines:
    Die Angst des Apparats vor dem Unvorhersehrbaren, dem Wählerverhalten !
    Also: weg damit !

    Nicht der Apparat muss Vertrauen zu Voggenhuber haben sondern die Wähler
    zu den Grünen und Ihren Personen !
    Schon vergessen ?

    Es wurde den Grünen in den letzten Jahren, bei den letzten Wahlen
    vorgeworfen, wie ein pragmatisierter Haufen Ideenloser zu wirken. Ja –
    auch von Voggenhuber !

    Was für Kommentare verdient den dann diese Entscheidung ?
    Ist das der Aufbruch ?
    Ist das der Neuanfang ?
    Ist das der Weg eine andere Politik zu machen ?

    Oder ist das nicht bloss die Politik der 60er Jahre SPÖ mit Ihren zu
    selbständig gewordenen Frontleuten ?
    (Franz Olah wird sich erinnern). Man wird ja wohl was recyceln dürfen ?

    Ich habe die oberösterreichische Alternative Liste mitbegründet und habe
    nach den langen Vereinigungsschmerzen der Grünen in Öberösterreich und vor
    allen Dingen wegen der Einstellung der Grünen – voran Voggenhuber – zur
    Mitgliedschaft Österreichs meine Parteimitgliedschaft damals beendet (ich
    bin Unternehmer).
    Falsch: Denn gerade Johannes Voggenhuber hat gezeigt, dass er lernfähig
    ist und innerhalb der EU mit derselben Verve zu kämpfen imstande ist wie
    vorher dagegen.

    Jetzt nach 15 Jahren werde ich wieder Parteimitglied. Was erlebe ich da?
    Eine Truppe die sich ins Hemd macht an statt das man dem Wähler Pfeffer in
    die Hand gibt, und riskiert dass der was anderes wünscht als es sich der
    Apparat vorstellt.
    Wahnsinn: DEMOKRATIE !!! das darf nicht sein !

    Mit dieser Einstellung dieser Peronalauswahl und dieser Art von
    Entscheidungsfindung hat schon die KPDSU die Sowjetunion versiebt.
    Da wird den Grünen in Österreich doch auch noch was honettes gelingen !

    WEITER SO ! H.C. WIRDS FREUEN ! DIE WÄHLER WERDENS (wahrscheinlich)
    DEUTLICH MACHEN !

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  7. Auftritt von Glawischnig im Report
    Beängstigend dieser Auftritt. Es wird Kritik an der Vorgehensweise der Parteiführung abgeschnürt und suggeriert dass es hoffnungslos ist sich dagegen zu engagieren. Gleichzeitig wird mit den Rechten der gemeinsame Feind mehrmals hervorgehoben und gebeten sich darauf zu konzentrieren. Ein Argumentationsstil den ich sonst nur aus totalitären Regimen und Gruppierungen kenne. Scheinbar ist es um die Grünen echt schon trauriger bestellt als ich immer gedacht habe. Da hab ich ehrlich gesagt keine Lust darauf diese grüne Elite je in einer Regierung zu sehen. Da ist ja die Pluralität in der ÖVP noch größer.

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  8. ungeklärte machtfrage Euer Problem ist ihr habt eine ungeklärte Machtfrage.
    Die ursprünglich geplante Basisdemokratie hat nie funktioniert.
    Zuviel Streit, zuviele schlechte, widersprüchliche Entscheidungen etc.
    Unter VdB wurde dem ganzen, sanft und leise, eine hierachischer, autoritärer Apparat übergestülpt.
    Solang dieser halbwegs intelligente Entscheidungen traf, war diese Chimäre auch durchaus lebensfähig.
    Die Basis hat zwar ab und zu gemurrt und gemeckert, aber letztlich die Krot gefressen.
    Nur beim absägen Voggenhuber wurde offensichtlich völlig übersehen, dass er offensichtlich eine fette menge Fans hat.
    Die Feigheit ihn nicht einmal am letzten Lsitenplatz kandidieren zu lassen ist einfach unerträglich. Dumm.
    Nach ‚Lissabon ist tot‘ die zweite schwere Fehleinschätzung.
    Die so ausgelöste Dynamik ist letztlich nicht mehr kontrollierbar und die Machtlüge steht jetzt in voller Höhe vor uns.
    Der Schaden ist angerichtet.
    Nach der nun folgenden schwere Wahlniederlage werdet ihr mal back to basics gehen müssen. (Mein Tipp von 12,8% auf deutlich unter 10%).
    Das ganze Teil grüne Partei noch mal von ganz unten bis ganz oben durchdiskutieren müssen und diesmal vielleicht eine funktionelle UND ehrliche Konstruktion finden.
    Dann werdet ihr wieder wählbar.

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  9. ps: Im übrigen wird die neue EU-Linie (ein bisserl EU-Kritischer aber nicht Anti) nicht funktionen.
    Erstens kann ich mir nicht vorstellen, dass Glawi-Luna fähig sind eine so schiwerige differenzierte Linie öffentlichkeitswirksam zu kommunizieren.
    Zweitens hängen im Teich der Anti-EU Wähler schon viele Angeln.
    Und drittens werden ihr für jeden den ihr dort fangt 2 Fische im, eigentlich dünn befischten, Pro-EU Teich verlieren.

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  10. wien.gruene.at/weitere_themen/artikel/lesen/40343/ ist das nur ein vertrottelter Versucher eineR SpindoktorIn, die „Silberrückenabschussaffäre“ ins Lächerliche zu ziehen, oder nur ein weiterer Beweis der emotionalen Unintelligenz in dieser Partei ?

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  11. An Eva Lichtenberger: Ich geb noch nicht auf ! Liebe Eva Lichtenberger !

    Ich habe Deinen Weg und Deine Arbeit seit langem geschätzt – in Tirol und in Europa.
    Jetzt aber ist durch die Art wie Johannes entsorgt wurde alles das was Ulrike Lunacek und Du geleistet haben realtiviert, wenn nicht entwertet.

    Was ist denn die EU-Liste der Grünen noch wert wenn der bisher lauteste, gewichtigste wenn auch unmöglichste Kandidat aus dem Weg geräumt wird, egal was er selber dazu beigetragen haben könnte ? Jetzt geht es nicht mehr um Eure Fähigkeiten und Verdienste sondern nur mehr darum, was Euch alles aus dem Weg geräumt wurde.

    Voggenhuber auf dem letzen Listenplatz in Kampfesstimmung, das hätte was gehabt !
    Ist zwar alles personenbezogen, aber eine EU-Wahlkampf, wo jedes Thema so weit weg ist, wäre das die Chance gewesen Stimmung zu machen.

    Ein Themenwahlkampf ?
    Egal welches Thema, er wird langweilen – sorry – aber denk doch mal an den letzten NR-Wahlkampf.

    Natürlich kann man auch in nobler Absicht und mit den besten Vorsätzen in den Wahlkamf ziehen: Energie, Umwelt,…
    Und damit sehr wahrscheinlich untergehen.

    Die Stimmung der Grün-Sympatisanten ist im Keller. Nix leichter als für die EU-Wahl nichts zu tun, nicht mal eine Stimme geben. In O.Ö (ich bin aus Steyr) ist im Herbst Landtagswahl. Wer wird sich da jetzt schon verausgaben, wenn er keine Karotte vor der Nase sieht.

    Mögliches Ergebnis: 0-1 Mandat (hoffentlich eher 1) ?
    Du bist aber Nummer 2 auf der Liste !

    Soll all Deine Arbeit all Deine Mühe der letzten Jahre, all das was Du noch im Wahlkampf leisten wirst umsonst gewesen sein, nur weil von einem Pallawatsch in Klagenfurt es zu einer völligen Fehlererkenntnis der Verhältnisse im erweiterten BA geführt hat ?
    Ja ich verstehe, aus Eurer Sicht, von denen die dabei waren und alles persönlich erlebt haben, sieht alles so aus wie es geworden ist.
    Da draussen ist Johannes der Märtyrer am Kreuz.

    Du kannst es mögen oder nicht, aber wählen tun nun mal die da draussen und nicht die da drinnen.

    Was wird also werden ?
    Keiner rafft sich aus den Johannes vom Kreuz zu holen und ihn doch noch Wahl-laufen zu lassen, obwohl es immer noch möglich ist.
    Der Wahlkampf wird so enden wie schon gehabt, man wünscht sich etwas mehr als vorher aber erhält etwas weniger als vorher.
    Darauf werden die Messer herausgeholt und die so schön begonnene Ära Glawischnig wird zum Rollercoaster 2009.
    H.C. wirds freuen und klein Westi wird grinsen.

    NOCH IST ES ZEIT UMZUKEHREN !

    Karl Pragerstorfer

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  12. Ansichtssache Ich sehe das schon so, dass V. einfach die Kehrtwende zu einer Funktionärsdemokratie zunöchst unterschätzt hat und die Grünen als demkratische Vereinigung gesehen hat, wie sie es ja bislang auch warn.
    Die Taktik, jemandem ein schleimiges Angebot zu unterbreiten, das er ablehnen muss, und ihm dann die SCuld zu zu weisen, ist eben so alt wie schäbig.

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  13. Ich habe meine Konsequenzen gezogen! Ich war gerne bei den Grünen aktiv, aber in letzter zeit hat sich in mir was geregt und das wurde immer schlimmer.

    Die Parteispitze entfernt sich immer mehr von der Basis und vom Bürger.

    Das Thema Umwelt ist mittlerweile für alle Parteien interessant und sie überschlagen sich in Ideen …

    Auch die Menschenrechte sind für die Grünen in erster Linie im Fall von Fremden interessant …

    Verfolgte und / oder diskriminierte Österreicher werden mit ihren Problemen alleine gelassen oder abgeschasselt.

    Meine Konsequenz: Parteiaustritt!

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  14. Entscheidung ist Entscheidung 05.02.1979
    In seiner Rede bei der feierlichen Eröffnung des Atomkraftwerkes Zwentendorf betonte Bundeskanzler Kreisky noch einmal, daß er die Bedenken der Kraftwerksgegner durchaus verstehe und sehr ernst nehme: „Ich kann Ihnen aber versichern, daß nach ein paar Jahren des erfolgreichen Betriebes auch
    die letzten Zweifler überzeugt sein werden und bitte Sie angesichts der heutigen Inbetriebnahme, keine unnötigen Kräfte mehr in der Kritik an meiner Bundersegierung zu verschleissen!“
    Im Übrigen sei seine Bundesregierung demokratisch legitimiert diese Entscheidungen zu treffen, weshalb die Rufe nach einer Volksabstimmung nicht angebracht gewesen seien.

    05.02.1989
    In seiner Rede bei der feierlichen Eröffnung des Donaukraftwerkes Hainburg betonte Bundeskanzler Sinowatz ….

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  15. Am besten machen die Grünen solche Wahlen in Zukunft nur mehr intern und präsentieren dann das Endergebnis, wenn die Wahl bevorsteht. Nachdem eh erst im Juni gewählt wird, ist es sicherlich besser, die Liste vor dem Wahlkampf zu veröffentlichen. So können auch Kandidaten nicht abgenützt werden, bevor der Wahlkampf überhaupt begonnen hat.

    Wenn man den Wähler (also ganz Österreich) z.B. über Listen entscheiden lässt, werden dies vor allem die Gegner nützen, um gewisse starke Persönlichkeiten auszuschalten.

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