Basis- oder Funktionärsdemokratie

Wenn man wütend bzw besonders enttäuscht ist, soll man sich nicht sofort öffentlich äussern.
Sonst fallen Worte, die einem später leidtun.
Grundregel: Einmal drüber schlafen.
Drum hab ich gestern, nach der Entscheidung des erweiterten Bundesvorstands Johannes Voggenhuber nicht kandidieren zu lassen nicht gleich hier geschrieben.
Sondern bin schlafen gegangen.
Und heute?
Die Wut ist ein wenig verraucht, aber:
Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letze mal so enttäuscht über „meine“ Grünen war.
Ich halte diese Entscheidung für einen ganz schweren politischen Fehler.
Und obwohl ich in sehr vielen Frage „pragmatisch“ bin, Kompromisse für unverzichtbar in einer lebendigen Demokratie, hier gehts für mich ans Eingemachte.
Denn es geht nicht um Charaktereigenschaften von Johannes Voggenhuber, oder um obskure Verschwörungstheorien, wonach sich hier „Silberrücken“ gegenseitig stützen wollen-wobei ich mir die Bemerkung erlaube, dass ich es ziemlich „tief“ finde, intern politisch Andersdenkende mit Tieren zu vergleichen.
Persönlich ist mein Verhältnis zu Johannes Voggenhuber, der mich, als ich Bundessprecher war mehr als einmal heftig öffentlich , und wie ich heute noch meine, ziemlich unpassend kritisiert hat, zumindest ambivalent.
Und ich kenne und schätze auch Ulrike Lunacek sowie Eva Lichtenberger.
Aber wer sich „in Brüssel“ umhört wird bezüglich Johannes Voggenhuber eine klare Antwort bekommen:
Er ist einer der wenigen Abgeordneten überhaupt, der etwas bewegt, dessen Wort Gewicht hat, kurz, ein Schwergewicht.
Trotzdem ist es vertretbar , ihn nicht an erste Stelle zu wählen.
Wo für mich der Rubikon überschritten ist:
Einem, der knapp nicht erster wurde, nicht zu gestatten, am letzten Platz zu kandidieren.
Und so zehntausenden Unterstützern von ihm, die ihn und damit Grün gewählt hätten, auszurichten: Schmecks, wir der erweiterte Bundesvorstand, wir rund 30 Personen wissen für Euch zehntausende Wähler, was gut für Euch ist.
Was jetzt passieren wird?
Sehr viele dieser Wähler/innen werden ihre Antwort wissen.
Das ist Demokratie.
Dass J.Voggenhuber viele, sehr viele Unterstützer, Männer wie Frauen hat musste allen klar sein.
Jetzt sind Internetforen zwar nicht repräsentativ, aber sagen doch manches aus.
Und nicht nu auf diesem blog gingen die Zugriffszahlen durch die Decke sondern auch die Meinungen waren und sind sehr klar.
Ist deren Meinung wirklich egal?
Wie kann man einigen Zehntausend, die mit gutem Recht einen profilierten Grünen Wählenwählen wollen, einfach ausrichten, wir lassen Euch diese Person nicht wählen, weil wir wissens besser?
Wie kann so eine Partei einen Grundwert „Basisdemokratie“ (im Grundsatzprogramm) für sich beanspruchen?
Ich war und bin skeptisch warum es basisdemokratisch sein muss.
Demokratisch allein müsste genügen.
Und das impliziert für mich: Das letzte Wort haben immer unsere Wähler/innen. Wir sind deren Vertreter.Um ihre Stimme sollen wir werben, mit ihnen sollen wir Kontakt suchen, mit ihnen diskutieren, sie für grüne Politik begeistern, Veränderungen bewirken.
Das Gegenteil dieser Basisdemokratie ist die Funktionärsdemokratie.
Oft, sehr oft sind wir dagegen aufgetreten.
Und jetzt?
In einer Schlüsselfrage beschliessen Funktionäre: Wir bestimmen, nicht ihr Wähler/innen!
Und was die Sache noch verschärft:
Diese Entscheidung wird auch auf die Gefahr hin getroffen, dass wir eine Wahl verlieren.
Wären wir ehrlich würden wir unseren Grundwert „Basisdemokratie“ jetzt in „Funktionärsdemokratie“ umwandeln.
Und jetzt fahr ich zum Afrikacamp und lasse meine grosse Enttäuschung hinter mir.

82 Gedanken zu “Basis- oder Funktionärsdemokratie

  1. Amateurhafte Silberrücken Dass Voggenhuber nicht kandidiert ist ein schwerer Fehler.

    Dass er nicht an 1. Stelle gereiht wird war nicht wirklich überraschend.

    Offenbar haben er und auch seine Silberrücken-Unterstützer (CC, PP) das vollkommen ausgeblendet und sind strategielos nach Klagenfurt gefahren. Eitel wie die Anfänger!

    Anstatt mit satter Mehrheit an 2. Stelle zu kandidieren kündigt er beleidigt den Rückzug an.

    Einige Tage später stellt er die Weichen – hoffentlich nicht auf Anraten seiner ebenfalls altgedienten Untertützer CC und PP – auf Totalkonfrontation.

    Damit hat die neue Bundespitze in eine lose-lose-Situation gebracht und es war klar: jetzt krachts und zwar gewaltig.

    Dass die im Vergleich zur Voggenhuber-PP-CC Gruppe unerfahrenen Frauen um Galwischnig mit so einer Situation heillos überfordert sind war doch abzusehen!

    Bin schwer enttäuscht; und zwar weniger von den *INNEN als von Voggenhuber, PP und CC. So ein Fehler darf einem nach 25 Jahren Profi-Karriere in der Politik nicht mehr passieren!

    P.S.: das Gezeter bzgl. „tiefer Tiervergleich“: lassen wir mal die Kirche im Dorf und das beleidigte Leberwürschterl im Kühlschrank. Der Nenning hat mit dem „Auhirsch“ auch gut leben können.

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  2. Zustimmung Ich kann deinen Ausführungen nur 100% zustimmen, es ist ein Armutszeugnis das eine Partei die eigentlich angetreten ist eine neue DIskussionskultur in die Politik einzuführen dann so agiert.

    Ein Freund von mir meinte vorgestern; Da ist das absprechen über Wochen hinweg in Gremien bei anderen Parteien, bevor es zu einer Kampfabstimmung kommt, weitaus demokratischer als das was da jetzt bei den Grünen passiert.

    Das ist jetzt wohl das Ende einer Bewegung, ab sofort gilt bei den Grünen: „Hände falten, Goschn halten!“

    Ein Trauerspiel, viel spass beim Kampf um die 5% Hürde.

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  3. einfach nur zutiefst enttäuschend, wenn auch nicht überraschend – was der (vermeintlich) frische wind so mit sich bringt …

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  4. Ich bin sehr sehr froh über diese erste authentische Entscheidung der Grünen in der letzten Zeit.

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  5. Glawischnig wollte wohl nur den Frauenanteil hoch halten.

    Na im Ernst: Nix dagegen, wenn halt zufällig nur Frauen kandidieren, aber eine erfahrene Person mit einer jungen nach Brüssel zu schicken, wär doch ideal gewesen.

    Nö, da wird intern rumgestritten – worum, weiß ich jetzt eigentlich gar nicht. Glawischnig wird wohl bald mit Gusenbauer verglichen werden. „Hauptsache ich hab gewonnen, auch wenn wir alle dabei verlieren.“

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  6. Angst vor dem eigenen Wähler? Mit zunehmender Verwunderung, Enttäuschung habe auch ich diese „basisdemokratische“ Entscheidung zur Kenntnis genommen.
    Interne Kritiker mundtot zu machen, kennen wir doch sonst nur von anderer Seite!
    Seit 15 Jahren bin ich treue Grün-Wählerin, die brav zur Wahl geht. Diesmal geb ich meine Stimme einer anderen Partei – welcher, weiß ich selbst noch nicht!
    Aber wenn diese Grünen auf Zugpferde und politische Kaliber wie Voggenhuber (und VdB) vezichten können, brauchen sie die Stimmen der kleinen WählerInnen eh nicht mehr, oder??
    Oder wie sonst kann es sein, dass diese Partei Angst vor den eigenen Wählern hat, sie könnten einen Unbequemen an der Spitze wollen?
    Gratuliere zu diesem Pyrrhussieg!

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  7. die Antwort Die Antwort können und sollen die Wähler geben. Für mich und für alle meine Verwandten sind die Grünen damit nicht nur für die nächste EU-Wahl unwählbar geworden.
    Ich wünsche mir eine neue, Grüne, basisdemokratische Partei.
    Wieso wird hier tatenlos zugesehen, wie EG und MS mit einer kleinen Jasager-Clique die Partei an die Wand fährt? Wo sind meine Grünen geblieben? Wieso fährt CC lieber ins Afrikacamp anstatt mit PP und den vielen Gleichgesinnten entweder das Steuer rumzureißen oder mit einer eigenen Liste anzutreten?

    Ach was ist aus euch geworden? Lauter sattgfressene Funktionäre. Genau das, was ihr früher bekämpft habt.

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  8. Wake up and smell the coffee! Wer hat da Angst vor den Grünen WählerInnen ?
    Wer sieht in uns nur dumpes Stimmvieh?
    Was die Grünen brauchen ist ein Mensch der Spitze der seine Befindlichkeit unter das Wohl des Grünen Projekts stellt. Der eine Wärme und Herzlichkeit ausstrahlt. Der auch seine Kritiker gern hat und nicht nach Vergeltung strebt. Voggi is ein schlimmer goscherter Junge aber er ist unser Junge. Wir Grüne sind ein bunter Haufen. Wir brauchen auch unterschiedliche Typen als Mandatare damit wir uns alle in der Partei wiederfinden können. Jede Glawi braucht ihre/n Anti-Glawi. Jede Luni ihre/n Anti-Luni.
    Nur Lunis , Glawis und Sburnis ist das Rezept zur Einstelligkeit, wenn nicht noch schlimmer.
    Man und frau muss die da oben stoppen, bevor sie noch mehr Schaden anrichten.
    Glawi sind womöglich die 97,4% vom BuKo zu Kopf gestiegen.
    97,4% .Ok aber nicht vom grünen.Wahlvolk.
    Die Standard.at Umfrage ,die nach der entscheidung losging spricht Bände:
    1079 = 86% für Voggi .
    Eva!. Wake up and smell the coffee.!

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  9. Schade dass er nicht kandidieren kann… Aber alles in allem muss man einfach auch klarstellen, dass JOHANNES NICHT KANDIDIEREN WOLLTE, sonst wäre er auf Platz 2 der Liste….

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  10. Das Brrr Wort Ich finds schon etwas seltsam, daß eure Feministinnen die Wände hochgehen, wenn einer behauptet sie hätten Brüste, und dann im umdrehen so schöne Ehrentitel vergeben wie Silberrücken.
    Um selbigen gleich auf der Stelle rauszubeissen. Also unterm Vorsitz Glawischnig gabs bis jetzt nur Fehlentscheidungen und Peinlichkeiten.
    Naja, jedenfalls habt ihr mir die Wahlentscheidung erleichtert.

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  11. Abgehobenheit wird bestraft! Ich hoffe Frau Glawischnig bekommt nun die Rechnung serviert und wird bei den kommenden Wahlen gehörige Denkzettel verpasst bekommen. So eine Abgehobenheit in unserer Führungsspitze zerstört auf lange Sicht einfach alles.

    Wie lange wird die Selbstzerstörung noch weitergehen?

    Bis die letzten Stammwähler verscheucht wurden, oder ist es klares Kalkül in Zukunft nur noch als reine Frauenpartei aufzutreten? Der Erfolg einer solchen Bewegung wird sich IMHO in Grenzen halten.

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  12. Unverständlich Ihn nicht an erster Stelle kanditieren zu lassen, war meiner Ansicht nach schon der erste Fehler. Welchen Grund gibt es, einen Spitzenkandidaten auszutuaschen, wenn dieser seinen Job bisher gut gemacht hat (und ja, ich halte Voggenhuber auch für einen der wenigen konstruktiven, österreichischen EU-Politiker).

    Aber OK, Voggenhuber hat selbst auch unprofessionell regaiert, als er die Kanditatur auf Platz 2 für sich selbst ausgeschlossen hat. Das ist zwar aus meiner Sicht menschlich verständlich, aber trotzdem nicht sehr professionell.

    Die Entscheidung, ihn jetzt die Knadiatur auf dem lezten Platz zu verwehren, ist aber der grösste Fehler, den die Führung der Grünen hat machen können. Wovor hat die Parteiführung Angst? Ja, Vorzugsstimmen hätten die Wunschreihenfolge der Parteispitze über den Haufen werfen können. Aber es wären trotzdem Stimmen für die Grünen gewesen. Solche Kommentare wie „da könnte ja ein Mann 3 gewählte Frauen überschatten“ erwecken bei mir den Eindruck feministischer Angstbeisserei. Letztendlich hätten die Grünen durch eine Kandidatur Voggenhubers nur profitieren können.

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  13. Dáccord Aber warum ist eigentlich der Vergleich mit Tieren entwürdigend???? Gerade die Grünen sollten unsere tierischen Brüder und Schwester schätzen. „Silberrücken“, auch wenn es von den Emanzen vielleicht negativ gemeint ist, sollte als Ehrentitel angesehen werden.

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  14. lächerlich lt. pilz ? unfähig, aber nicht lächerlich. es beginnt nun wohl die vorherschaft der politischen nackerpatzeln. glawischnig, sburny, taubmann, vassilakou, …

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  15. basisdemokratie??? das schlamassel beginnt doch mit diesem einzelwahlmodus beim bundeskongress. er wirkt wie ein mehrheitswahlrecht, weil bei jeder abstimmung die stärkste lobby sich erneut durchsetzen kann (ansonsten sind die grünen ja vehemente vertreterInnen des verhältniswahlrechtes).
    da geht`s dann los mit politischer ränke, absprachen, intrigen (weibl, mandl, minderheit, behindert, bundesänder…… schlimmer als beim bündewesen in der övp).
    da kann es schon vorkommen, dass speziell ein kandidat! durchgereicht wird.
    es muss eine klare willensbildung geben, jede/r darf antreten, zuerst eine vertrauensabstimmung: wer nicht 50% erreicht steht nicht mehr zur wahl, dann ein wahlgang, erreicht die/der erste nicht über 50% gibt es eine stichwahl, fertig ist die liste!
    nur so hören diese unappetitlichen funktionärsnachwehen auf.

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  16. natürlich war es ein fehler von jvoggenhuber, nicht gleich an 2. stelle zu kandidieren. aber ihn nun nicht antreten zu lassen, entlarvt sich selbst! leider ein schwerer fehler. ich verliere eine wählbare partei!

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  17. Ich lese mit Interesse, dass meine Landesorganisation, die steirische, bei den gestrigen Voggenhuber-Gegnern gelistet wird. Somit wird mir die Möglichkeit, mich gefühlsmässig als „steirischer“ oder bloss „Grazer“ Grüne über die mehrfachen Aktionen und Statements von der Bundesebene hinwegzumogeln, die mir seit dem NR-Wahlkampf größere Schwierigkeiten bereiten, erheblich erschwert.

    In der Tat engt sich meine Zustimmung zu den Grünen immer mehr auf die Verkehrspolitik in Graz ein, wo Lisa Rücker und Team endlich einen beherzten Versuch machen, aus dem jahrzehntelangen Stillstand dieser Stadt und seinens Umlands auszubrechen.

    Das Problem hat Voggenhuber in einem Interview in der Presse am 08.01 perfekt beschrieben:
    „Die Europapolitik der Grünen ist die, für dich stehe. Diese Politik genießt laut unseren Untersuchungen auch die höchste Akzeptanz. In Folge der Wahlniederlage bei der Nationalratswahl wurde begonnen, das infrage zu stellen. Das geschah nicht in Form von Kritik, sondern mit dieser unterschwelligen Absage, die in einer nationalistischen Verweigerung endet. Da habe ich aufgeschrien. Ich bin auf die Barrikaden gegangen. Es hat mich bedrückt. Aber ich bin überzeugt, dass die konstruktiv-kritische Haltung zu Europa, das Mitwirkenwollen an einer tragfähigen Rolle der EU, in Wahrheit bei den Grünen unumstritten ist.“

    Ich bin NICHT mehr überzeugt. Ganz im Gegenteil scheint die gleiche Doppelbödigkeit von nationalistischen Gefühlen, verpackt in nur mehr vordergründig europäisch klingenden Positionen, wie bei den anderen Parteien, sich auch bei den Grünen den Weg zu bahnen.

    Ein schleichender Richtungswechsel wird vollzogen – mit so wieseligen Formulierungen, dass eine klare Debatte sehr erschwert wird. Es wird endlos wiederholt, dass es keine Kursänderung gibt – aber eine positive öffentliche Formulierung dieses Kurses hat es seit dem Abgang Van der Bellens nicht mehr gegeben. Der „Lissabon ist tot“ -Sager wurde nur halb zurückgezogen, und das offenbar widerwillig.

    Als EU-Ausländer reicht mir das nicht. Das europäische Hemd steht mir näher als der österreichische Rock – und wenn das eine für viele etwas komische Perspektive ist, so sind wir auch nicht ganz seltene Lebewesen, gibt es doch ca. 400.000 von uns im Lande. ich bin ja genau in der Zeit des EU-Beitritts hierher gezogen. Ich habe auf eine Öffnung Österreichs im folgenden Sinne: (wieder Voggenhuber) vetrtraut:

    „in Österreich hat die Kritik an Europa weniger mit Europa zu tun als mit einer missglückten Identitätssuche unseres Landes nach dem Fall des Eisernen Vorhangs. Dieser Unort, angefroren am Eisernen Vorhang, war als Insel der Seligen empfunden worden. Ich versuche das immer mit der Schlüsselstelle im „Herrn Karl“ zu beschreiben: Da sitzt er unten im Keller, von oben hört man die Sirenen einer Rettung. Und er sagt: „Karl, du bist es nicht!“ Die heimische Politik ruft der Bevölkerung ständig zu: „Du bist es nicht!“ Europa aber ruft: „Du bist es doch.“ Von uns wird etwas erwartet.“

    DAS ist es, was ich bei einem Kandidaten / einer Kandidatin bei der Europawahl als Mindestbekenntnis voraussetze. Etwas entsprechendes habe ich von Glawischnig, Lunacek oder Lichtenberger noch nicht wahrgenommen. Und somit ist meine Stimme für die Grünen bei dieser Wahl zumindest noch nicht gesichert. Es muss bis dahin nicht nur behauptet werden, die Linie nicht geändert zu haben, es muss bewiesen werden, dass diese von den beiden Kandidatinnen sowie der Parteispitze unzweideutig mitgetragen wird.

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  18. „Aber wer sich „in Brüssel“ umhört wird bezüglich Johannes Voggenhuber eine klare Antwort bekommen:
    Er ist einer der wenigen Abgeordneten überhaupt, der etwas bewegt, dessen Wort Gewicht hat, kurz, ein Schwergewicht.“
    Ist das so? Dann erklären Sie mir mal, warum, wenn Johannes V. so viel bewegt, ein solches Schwergewicht ist, ganz wesentliche Themen der Grünen nicht durchgesetzt werden konnten. Zahlt Ö. nicht etwa ein in EURATOM und fördert damit die Atomwirtschaft in Europa? Was ist mit dem Abbau von Bürgerrechten im Zuge des sogenannten „Kampfes gegen den Terror“? Was ist mit dem Einzug der Gentechnologie in der EU?

    Für mich sieht es so aus, als dürften die Grünen, etwa in Person von Herrn Voggenhuber, ihre Meinung sagen. Und dann kommt „business as usual“. Fragen Sie mich als Grünwähler seit Anbeginn (als Salzburger seit Gründung der Bürgerliste), dann ist die Geschichte der Grünpolitik in der EU eine Geschichte des Wollens und nicht Könnens, eine Geschichte des Versagens. Wer wirklich wichtige, ja, essentielle Grünthemen nicht durchsetzen kann, ist kein Schwergewicht, niemand, der etwas bewegt, und keiner, dessen Stimme wahrhaft Gehör findet. Eher ist er schmückendes Beiblatt. Das ist nicht alleine Voggenhubers Schuld, sondern generell ein Versagen der Grünen Politik in Brüssel. Ihr, liebe Freunde, seid lieb und nett. Und so schön angepasst.

    Ich war, bei dem Wetter muss ich wieder daran denken, vor fast 25 Jahren (heuer ist der runde Geburtstag, nebenbei gesagt) in der Hainbruger Au dabei. Hätten wir damals so agiert wie die Grüne Politik in Brüssel, die Au wäre ein schönes Kraftwerk geworden.

    Ihr fragt mich nicht, ich sage es trotzdem: die Grüne Politik hat in Brüssel versagt.

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  19. Emanzipation falsch verstanden… So, danke, das wars. Seit 15 Jahren wähle ich aus Überzeugung, zwar manchmal auch mit Bauchweh, grün. Nicht zuletzt,
    weil es mir nicht immer nur um den puren Inhalt in Details, sondern vor allem um die Grundhaltung und die politische Kultur
    ging.
    Aber das jetzt war ein Schlag ins Gesicht all jener, die es mit der direkten Demokratie ernst gemeint und gehofft haben,
    die Grünen wären kein intriganter Funktionärshaufen, denen es zuallerst um eigene Befindlichkeiten geht. Ganz nebenbei
    haben Glawischnig und Co den Anliegen in Sachen Emanzipation und Gleichstellung einen Bärendienst erwiesen.
    Ich bin enttäuscht und werde zwar am Wahlzettel Grün ankreuzen, aber Johannes Voggenhuber daneben schreiben.
    Dann zählt meine Stimme zwar nicht im Sinne der Wahlarithmetik, dafür aber in meinem Empfinden.

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  20. Die Grünen Herzlos, Hirnlos, Eierlos – Die Grünen

    Freu mich schon drauf damit die Wahlplakate der Grünen zu überkleben

    Ab jetzt arbeite ich wieder mit bei den Grünen – ganz basisch

    Gratuliere zum Projekt 5 %

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  21. sehr richtig dem ist nichts weiter hinzuzufügen! chorherrs kommentar trifft meinen derzeitigen zustand als „einfacher“ wähler
    sehr genau! frau glawischnigg hat das (vor)urteil, dass es ihr lediglich um sich selbst und verbündete funktionäre
    geht leider sehr rasch bestätigt!

    wd

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  22. Eselei Es ist nicht zum Verzweifeln, es ist bloß ein gehörige Eselei: Die Grünen haben ein Wählerpotential, das weit über die Stimmen hinausreicht, die sie bei Wahlen regelmäßig bekommen – jetzt zeigt uns der EBV, dass die Grünen gar nicht daran interessiert sind, Stimmen zu bekommen – na, dann soll, wer die Mechanismen parlamentarisch-institutionell verfasster Demokratie nicht kapiert oder amateuthaft daran vorbei beschließt, auch wieder im Orkus der Bedeutungslosigkeit verschwinden.

    Eine Blitzumfrage im Bekanntenkreis hat ergeben: Die Grünen machen sich mit solch einer Trottelei unwählbar – möge Johannes über die Salzburger Landesliste kandidieren, dann habe ich seit Jahren wieder einmal einen Grund, meiner Herkunft aus Salzburg etwas Positives abzugewinnen.

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  23. Traurig Es ist traurig, wenn sich die Grünen, als derzeit einzige echte Barriere gegen den neuerstehenden Rechtsextremismus, so zerfleddern.
    Es wäre m.E. alles zu tun, um endlich mehr Vertrauen in der Bevölkerung zu gewinnen.
    Ob Voggenhuber in das EU Parlament einzieht, hätte man den GrünwählerInnen überlassen sollen.Kritik kann man zurückweisen oder daraus lernen oder beides, doch ich hätte gerne, dass die Grünen lernen, mit Kritik konstruktiv umzugehen.
    Da in Österreich das „Grünen- Bashing“ leider sehr in Mode ist, kann ich mir vorstellen, dass bei manchen die Nerven diesbezüglich blank liegen.
    Doch der Weg, den man nun genommen hat, ist eine offene Einladung zu immer mehr Kritik.
    Zurecht fragen sich GrünwählerInnen wie ich: was ist mit der Basisdemokratie und warum müssen wir immer zuschauen, wie sich die Grünen, deren Erfolg wir sosehr wünschen, immer noch mehr Äste absäbeln statt Bäume zu pflanzen.

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  24. Turbo-Realo Glawischnig Frau Glawischnigs Ambition beschränkt sich seit Jahren darauf zur „Seitenblicke“-Prominenz gezählt zu werden und in den Society-Spalten präsenter als auf der Politikseite zu sein. Letzteres kann man auf Dauer nur erreichen, wenn man es sich mit Dichand nicht verscherzt, sonst sind „Krone“ und „heute“ und „News“ etc. weg. Diese Ambition teilt sie mit Faymann und Pröll und Häupl und vielen anderen aus der politischen Klasse dieses Landes. Sie musste daher so schnell wie möglich die alte EU-Politik der Grünen tauschen gegen eine Im-Prinzip-Ja-Aber-EU-Distanz wie es die Faymann-SP getan hat. Dazu musste symbolisch der kompetenteste aktive EU-Politiker Österreichs fallen. Sonst merkt Dichand nicht, dass man es ernst meint.

    Punkt. Das ist die Story. Mehr ist da nicht dran. Glawischnig ist ein Turbo-Realo. Im Unterschied zu Faymann, der zurecht 80% seiner Wähler unter den „Krone“-Lesern sucht und findet, kann Glawischnig ähnliches nicht behaupten. Der Grün-Wähler ist ein „Krone“-Verächter. Es geht nur um sie und ihren Mann in dieser Frage. Und diese Interessenslage verfolgt sie konsequent.

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  25. Abstimmen Klick auf Grüne Konter und dann kannst du abstimmen.

    Die Fragen:

    Bist du mit der Entscheidung des erweiterten Bundesvorstandes Voggi überhaupt nicht kandidieren zu lassen einverstanden? Voggi wollte vom letzten Listenplatz aus das Feld aufmischen:-)

    Wie oft wird Eva Glawischnig Spitzenkandidatin der Grünen bei Nationalratswahlen sein?

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  26. umbequem muß weg UNBEQUEM MUSS WEG
    Von Voggenhuber sagt man, er wäre manchmal unbequem im Umgang, sage ungeschminkt die Wahrheit, balge nicht opportunistisch um Stimmen, genieße im Europaparlament höchstes Ansehen und hat durch äußersten Fleiß sehr viel am Bau eines funktionierenden Europas beigetragen. Seine Hauptlobby ist seine gute Arbeit. Was kann man eigentlich von einem Politiker noch Besseres verlangen?
    Doch die frauenbeherrschte Grünenführung beschließt seine Absetzung, weil sie sich offensichtlich unter Europapolitik etwas anderes vorstellt. Einfach verrückt.
    MFG ein nun leider nicht mehr Grüner.

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  27. Gottseidank ist es vorbei! Ich bin froh, daß es nun endgültig und eindeutig geklärt ist. Voggenhuber wählen zu können, wäre für mich eine gefährliche Versuchung gewesen. Denn:
    Eigentlich will ich nicht mehr grün wählen. Was früher eine Selbstverständlichkeit für mich war (eben das Kreuzerl bei Grün), fällt mir in den letzten Jahren immer schwerer. Es gibt keine Bürgernähe mehr, man diskutiert mitten in der schwersten Wirtschaftskrise darüber, ob Frauen Brüste haben oder nicht, Rechtsstaatlichkeit wird der Willkür der Boulevardmedien geopfert … und jetzt das. Das alles kann ich nicht mehr ertragen. Das geht so nicht. Nicht mit mir. Ich hatte mich also darauf eingerichtet, auch am 7.6. „weiß“ zu wählen.
    Und dann kamm die Idee mit dem 16. Listenplatz. Eine Möglichkeit, jemanden als Person zu wählen, dem man die Fachkompetenz zutraut – und gleichzeitig zum Ausdruck zu bringen, daß man den derzeitigen Kurs der Grünen untragbar findet. Grün wählen aus Protest gegen Grün! Teuflisch. Verführerisch. Ich hätt’s getan. Und ich hätte mich nachher geärgert, weil sich genau jene Leute, die für den falschen Kurs bei den Grünen verantwortlich sind, meine Stimme als Erfolg und Bestätigung an den Hut gesteckt hätten.
    Nun sind die Fronten (hoffentlich endgültig) klar. Und führe mich nicht in Versuchung …
    Bin dankbar für Vorschläge, wen ich stattdessen wählen kann. Anforderungsprofil: differenziert, nicht populistisch-vereinfachend, Mut zu unbequemen Wahrheiten, kopflastig, gesellschaftlich liberal und keine Sucht nach Kandidaten mit Zahnpastalächeln.

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  28. Rückschritte als an sich konsequenter ÖVP-wähler, dessen größter wunsch es war und ist, schwarz/grün auf bundesebene verwirklicht zu sehen, erfüllt mich die entwicklung der grünen nicht nur in den letzten tagen und wochen, sondern eigentlich in den letzten monaten und jahren mit sorge und trauer;
    ich halte alexander van der bellen für einen überaus integeren politiker und auch an johannes voggenhuber hat mich immer fasziniert, dass er in letzter konsequenz die sache über die parteilinie gestellt hat; es mag durchaus sein, dass er dies aus eigeninteresse und dickköpfigkeit getan hat – stört es mich? überhaupt nicht! ganz im gegenteil, es ist auch parteiintern höchst notwendig, dass es immer leute gibt, die die parteilinie hinterfragen und versuchen, eine fortentwicklung zu provozieren; nichts ist schlimmer als ein schmieriger politiker wie werner faymann, der es möglichst allen recht machen und sich an den „mainstream“ anbiedern will; wo ist z.b. die teuerung hinverschwunden? keine spur mehr davon, stattdessen sind die gelder versenkt und die finanzkrise bittere realität;

    genau aus diesem grund genießen leute wie voggenhuber auch ansehen in der bevölkerung, weil ein solches auftreten mit glaubwürdigkeit einhergeht; ganz egal, ob man seine standpunkte vertritt oder nicht, man hat das gefühl, dass man es zumindest mit jemandem zu tun hat, der für das steht, was er sagt;
    aus der sicht von glawischnig ist der schritt höchst nachvollziehbar, konnte sie sich doch auf diese weise von einem unliebsamen kombattanten ein für allemal verabschieden;
    mit glawischnig und insbesondere auch der unerträglichen vassilakou haben die grünen einen weg eingeschlagen, der auf lange sicht konstruktive, ehrliche zusammenarbeit unmöglich scheinen lässt – dass es doch möglich wäre zeigt das gut funktionierende oberösterreichische projekt; die grünen sind, was seriösität anbelangt, leider auf dem besten weg, so zu werden, wie die deutsche „linke“ – ohne klare linie, ohne focus auf sachpolitik, nur mehr darauf bedacht, mit stimmen links der SPÖ über die runden zu kommen;

    insbesondere die wirtschaftspolitischen ansichen van der bellens wurden in den letzten jahren ohnehin zunehmends einer einheitlichen parteilinie geopfert – unvergessen bleibt das interview mit armin wolf, wo ihn dieser darauf hinweisen musste, dass sein soeben geäußertes – in der sache grundvernünftiges und schlüssiges! – statement leider in diametraler opposition zum damaligen parteiprogramm stand

    stehen SPÖ und ÖVP in gestalt von faymann und pröll für stillstand, so haben die grünen leider den retourgang eingelegt und überlassen das spielfeld dem rechtspopulismus; dabei sieht man doch gerade an der hessenwahl und dem gewinn der dortigen FDP, dass ehrliches, liberales gedankengut auch zu zeiten einer wirtschaftskrise zu stimmgewinnen führen kann – dass „die liberalen“ in österreich nicht fuß fassen konnten liegt wohl eher an der partei und seiner vorgeschichte bzw. den handelnden personen und weniger daran, dass das wählerpublikum für eine solche linie nicht aufnahmefähig wäre

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  29. Leider, aber bestimmt nicht Ich werde zum ersten Mal seit ich Grün wählen kann und darf nicht Grün wählen. Leider, aber bestimmt nicht. Und ich kenne mehr als einen, dem das ähnlich geht.

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  30. Was mich nervt wurde schon fast alles gesagt, … bis auf dass die Grünen ihre Kernkompetenz verloren haben. Da flötet diese unsägliche Glawitschnig
    irgendwas von „alleinerziehenden Müttern“ (politisch korrekt müsste es alleinerziehende Eltern heissen) & bei
    der rezenten Gasknappheit hiess es, dass wir unbedingt „einen Energiegipfel“ brauchen. Seit wann ersetzt
    operative Hektik die offenbare geistige Windstille. Oder ist es gar Inkompetenz? Sollte sich bis zur Europa-
    wahl – mit Voggenhuber versteht sich – nicht gravierend etwas ändern, so muss ich mich nach einer neuen
    politischen Heimat umsehen. In der Zwischenzeit plädiere ich für die Umbenennung der Grünen in FPÖ (Frauen-
    partie-Österreichs). Oder vielleicht hilft der zweifelsohne eintretende Absturz bei der Europawahl
    bei der dringend gewordenen Erneuerung/Neugründung einer wirklich ohne Mitleid wählbaren Grünen Partei.

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  31. genial habe heute im Standard einen Ausduck für die neue Grünen Führungsriege gelesen: Vaginalfraktion, einfach genial.

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  32. Echt ein Wahnsinn diese Zustaende also ich find das ganze echt traurig. was wird da nach aussen hin kommuniziert ausser stuemperhaftes vorgehen und verletzter stolz? ich weiss eigentlich gar nicht, welche seite da „vernuenftiger“ agiert, lose-lose beschreibt es schon ganz gut. es gibt auf alle faelle ein lustiges video auf Wahltotal, ner Polit-Web2.0-Plattform:

    http://wahltotal.at/questions/208

    Noch Fragen?
    Dann am besten dort posten, wuerd ich sagen…)

    lg, Gerli aus Amstetten

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  33. Prof. Letztens hast du noch oberklug dahergeredet, das es eigentlich toll wäre, wirklich die Basis bei Voggi entscheiden zu lassen. Jetzt hast du einen tag gebraucht, um dir eine lächerliche Rechtfertigung zu zimmern, die du morgen schon selber nicht mehr glaubst, dafür aber umso heftoiger am sessel picken …
    da werden einem ja die alten rechten nazis wieder sympathisch wenn man euch dilettieren sieht?
    mfg erich

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  34. „Was jetzt passieren wird?
    Sehr viele dieser Wähler/innen werden ihre Antwort wissen.
    Das ist Demokratie.“

    …nun, seit ich wählen durfte waren für mich die Grünen (bis auf einmal) aus Überzeugung die einzige Partei, die meine Stimme auch verdient hatte.
    Schon bei der letzten NR-Wahl jedoch war für mich das Kreuzerl bei den Grünen der allerletzte Griff zum geringsten Übel und beileibe keein Überzeugungsakt mehr.

    So leid es mir tut, meine Antwort weiß ich für diese Wahl schon jetzt. …und die wird keine der im Parlament sitzenden Parteien sein.

    MfG TZ

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  35. Eine Parteiführung, die sich vor den EIGENEN Wählern fürchtet, ist jämmerlich. Offensichtlich hatte man Angst, dass Voggenhuber mehr Vorzugsstimmen bekommt als Lunacek.

    Basisdemokratie ist also offensichtlich, wenn die DemokratInnen bestimmen, was die Basis (=Wähler) will.

    Und wenn der basisdemokratischen Partei die Basis nicht mehr gefällt, wählt man sich halt eine neue Basis.

    Nun die Basis bei den nächsten EU Wahlen wird eine verdammt elitäre sein.

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  36. Jetzt kann die Grünen nur noch eines retten… wenn, nämlich Johannes v. Voggenhuber erster demokratisch gewählter Kaiser von Europa wird.

    Sollte das nicht eintreten, haben sich die österreichischen Grünen in den letzten Tagen so radikal demontiert, und damit auch die Arbeit eines Peter Pilz oder Christof Chorherr so gründlich an den medialen Rand gedrängt und nachhaltigst desavouiert, dass es einen Schaudern macht, und wahrscheinlich die nächsten 2 Nationalratswahlen die 8% angestrebt werden werden.

    Trotzdem, Glück auf!…

    … in Afrika.

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  37. lieber christoph,
    wie so oft teile ich deine meinung teilweise: ja, voggenhuber gar nicht antreten zu lassen ist keine gute idee. dass er nachdem er den ersten platz nicht geschafft hatte beleidigt abgerauscht ist, war auch keine gute idee. das ganze ist sehr unerfreulich. soweit sind wir uns ja einig.

    wo ich mit dir gar nicht einer meinung bin, ist die alphatiergeschichte: voggenhuber wird meiner meinung nach zu recht für seinen egozentrischen aggressiven stil kritisiert. er hat einmal gesagt, ER sei das grüne projekt. und er betreibt eine ICH-AG. teamfähigkeit ist für mich auch eine wichtige eigenschaft wenn man in einer firma arbeitet und auch bei den grünen. das interessiert einen voggenhuber nicht.

    voggenhuber auf platz 16, das wäre ein offener machtkampf gewesen, und zwar einer den voggenhuber genauso destruktiv geführt hätte wie in der vergangenheit. ich kann verstehen wenn das vielen grünen zu dumm ist. jaja, die medien hätten das großartig gefunden, sie leben davon. lunacek hätte mit demselben stil ihre agenda pushen müssen wie er: aggressiv und laut und selbstverliebt. passt nicht zu ihr.
    das unerfreulichste an der geschichte ist für mich aber, dass jetzt gegen frauen gewettert wird was das zeug hält. lunacek sei unfähig, glawischnig auch, alles zicken und angsthasen. sie sind es nicht.
    ich glaube nicht dass wir die wahl verlieren, weil voggenhuber nicht mehr antritt. er wird fehlen, aber es werden sich andere profilieren können. es wird sich etwas anderes entwickeln und das solltest gerade du gut finden.

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  38. Warum kann man wohl auf der GRUENE.AT Seite zu den Artikeln der Leute nichts posten?
    Genau aus dem Grund, weil sich die meisten Grünen vor den Wählern fürchten. So werden auch Meinungen unterdrückt. Ich kenne kein anderes Forum von den Grünen außer bei Chorherr, wo die Leute wirklich viel posten und konstruktiv ihre Meinung sagen. Schaut man sich z.B. http://www.dielunacek.at/ an, so sieht man wie wenig den Leuten das interessiert.

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  39. nie wieder dieses grün ich wähle die grünen seit es die grünen gibt. aber die glawischnig diktatur werde ich nicht wählen, leider. meine partei ist mir verlorengegangen.

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  40. unglücklicher Zeitpunkt es ist geradezu tragisch, dass die Unmöglichkeit so knapp vor den Landtagswahlen stattfindet. Die Haltung, die hier zum Ausdruck kommt, ist ja eine grundsätzliche, die nicht nur etwas über die Europawahlen aussagt, sondern über die Partei (Bundespartei) als solche. Ich hoffe, unsere Landespartei distanziert sich entsprechend, sonst werden die Grünen für mich auch bei der Landtagswahl nicht zur Partei erster Wahl!

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  41. Wählerauftrag Es darf doch wohl als sicher angenommen werden, dass der Wählerauftrag an die Grünen lautet, Macht – und Grabenkämpfe zu unterlassen.
    Dieses Pochen auf die „Stimmenmehrheit“, wenn es doch eine eher knappe Mehrheit ist, hat nichts, aber auch gar nichts, mit echter Demokratie zu tun.
    Zumal die GrünwählerInnen überhaupt nicht berücksichtigt wurden.
    Wenn Sie so weitermachen, Frau Glawischnig, dann werden die Grünen sich bald nicht mehr wohltuend von anderen Parteien unterscheiden.
    Tatsächlich erinnert mich die dargebotene Härte und der Mangel an Verhandlungs – und Kompromißbereitschaft an eine gewisse Frau Fekter.

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  42. kaum zu verstehen Sehr geehrter Herr Chorherr,

    Ich kann Ihnen nur zustimmen. Auch ich halte das Vorgehen der Gruenen in der Causa Voggenhuber bedenklich im
    doppelten Sinn: 1.) ist es ein Wahnsinn, dass ein derart profilierter Politiker durch Frau Lunacek hinausgemobbt wurde;
    2.) ist es demokratiepolitisch bedenklich wenn man nicht zulassen will, dass Herr Voggenhuber ueber
    Vorzugsstimmen ins EU Parlament kommt. Wie es Herr Boehm in der Presse formuliert: Die Gruenen sind eine
    normale Partei geworden und das ist nicht als Kompliment gemeint. Schade darum.

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  43. Grüne gleich Große Parteien Ich verfolge mit Verwunderung die Diskussion um Voggenhuber. Die Fehler die von der Parteispitze als auch von Herrn Voggenhuber gemacht wurden erinnert mich an die iskkussionen innerhalb der großen Parteien. Ich habe bis jetzt immer die Grünen bewundert für Ihre Art und Weise wie Sie mit Problemen und problematischen Themen umgehen. Doch in letzter Zeit unterscheiden Sie sich kaum in der vorgehensweise von SPÖ oder ÖVP. Dabei wäre es doch ein leichtes gewesen vom Vorstand den Herrn Voggenhuber auf einen der letzteren Listenplätze zu setzen. Wenn er dann verzichtet hätte, dann wäre alles wahrscheinlich leiser vor sich geangen. Ich finde es schade das ein verdienter Politiker wie er auf so unelegante Art und weise aufs Abstellgleis verschoben wird.
    Ich hoffe dass die Grünen bald wieder auf die richtige Linie finden, denn sonst werden bald die guten Ziele durch Machtkämpfe zerstört.

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  44. Voggenhuber ich bin seit zwei jahrzehnten überzeugter grünwähler, aber jetzt überlege ich mir wirklich meine stimme nicht mehr den grünen zu geben. es ist für voggenhuber peinlich genug wenn er sein eigenes vorhaben nicht zu kanditieren widerlegt. ich denke von der menschlichen und der politischen seite her hat der vorstand versagt. die zweite listenreihe hätte er sich klar verdient. es gehr für mich auch um so etwas wie anstand und der kommt so nicht durch
    lg hh

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  45. Psychologisch gesehen Hand aufs Herz, liebe Eva, und nix für ungut, aber sind Sie nicht noch immer ein bißchen das starke junge Mädchen, das sich gegen die eigene Familie durchsetzen muß?

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  46. Wirklichkeitsverächter Ich werde diesen Wahlen also fernbleiben. Des Voggenhubers wegen und der immer noch ungeheuerlichen Ignoranz der Grünen in Sachen Ausländerproblematik. Erst gestern wurde mein halbwüchsiger Sohn grundlos von einer Ausländergang halb bewusstlos geschlagen, als er einem bedrängtem Mädchen zuhilfe kommen wollte. Die Grünen beweisen immerzu wie abgehoben sie sind und wie sehr sie den Bürger und seine Nöte verachten. Ideologisch verbohrte Wirklichkeitsverächter in Reinkultur sind sie.

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