Cool oder geil?

Was denn der Unterschied zwischen geil und cool sei, wollte ein Lehrer von seinen Gymnasiasten wissen. Die Antwort ist komplex: „Eigentlich ist beides das Gleiche, nur geil ist cooler.“
Immer ein Genuss, Eva Males Sprachspaltereien.
Obiges grad im aktuellen Spektrum der Presse gefunden.

3 Gedanken zu “Cool oder geil?

  1. Ganz logisch Gymnasiasten sind die quintessentiellen Medienmenschen, insofern ihr Leben, noch mehr als das anderer Menschen, von unausgesetzter Medialität beherrscht wird. Frontalunterricht, Lesen, Schreiben, Handy-Telefonieren, SMS und mails schreiben, MP3s am Kopfhörer konsumieren, MTV laufen lassen während man gleichzeitig surft und Aufgaben macht, Kinogehen und als Tagebuchersatz blogen etc.
    Nach dem legendären Diktum eines großen Medienphilosophen ist das ein Kalt-Warm bzw. eine Anfolge von Hot Media und Cool Media. Unter Hot Media definierte er alles in hoher Auflösung und mit einem Überfluß an Detailinformation; und Cool Media sind jene, wo wir ganz wenig Information, „verrauschte Signale“, sozusagen hochrechnen bis sie einen Sinn ergeben.
    Frontalunterricht, ein Buch, ein Hochglanzmagazin, das Kino, Radio, PC oder Laptop sind „heiß“ – Handytelefonie, MP3, Fernsehen auf der Kathodenröhre und Seminarkommunikation sind „kühle“ Medien, erfordern ein hohes Ausmaß an „innerer Zuwendung“ um Sinn aus technsich betrachtet wenig sinnlicher Information zu machen.
    Klar ist: Der Gymnasiast ist Spezialist für dieses Wechselbad. Und seine Geilheit ist nicht selten von geringer sinnlicher Konkretheit, aber stets von großer „innerer Zuwendung“ geprägt. Folglich ist „geil cooler“, ganz logisch.

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