Spinnen die Wiener?

War da nicht bis vor Kurzem ein hoher Spritpreis?
Und geht nicht von den USA bis (fast) überall in Europa der Trend weg vom SUV hin zum Kleinwagen?
Ja, sicher!
Nur Wien ist anders.
Weil hier ist ja echt viel Gelände.
Man glaubt es kaum.


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dank an VCÖ für die Daten

11 Gedanken zu “Spinnen die Wiener?

  1. Die Wiener Luxus-SUVs stehen vor der Türe als Statussymbol oder werden zum Einkauf beim Billa-genutzt. Die Distanzen sind in Wien kürzer, also fällt der Spritpreis bei den Gesamtkosten noch weniger ins Gewicht als bei anderen Autos.

    Diese Daten bekräftigen die Vermutung[1], die ich hier schon mal geäußert habe, nämlich, dass der Autoverkehr am Land zurück gehen wird, während er uns in der Stadt auf gleichem Niveau erhalten bleibt.

    Das sollten die Grünen auch politisch berücksichtigen. Die aktuelle Botschaft lautet, dass Städter aufs Autofahren verzichten sollen, aus Liebe für das Klima. (Citymaut)
    Bei den Pendlern aus dem Waldviertel und dem Südburgenland zeigt man Verständnis.
    Die meisten Fahrten liegen unter 5km und sollten per Rad bewältigt werden. (Vermutlich werden diese Fahrten aber auch von jenen bewältigt, die nicht in der Stadt wohnen, also z.B. von in Teilzeit beschäftigten Ehefrauen, deren Männer pendeln.)

    Es wird also primär das unnötige Autofahren in der Stadt attackiert, weil man das von einem Tag auf den anderen individuell ändern könnte. Es handelt sich um eine moralisierende Argumentation.
    Das ist der falsche Ansatz. Die unnötigen Fahrten sind beliebt, kosten dem Einzelnen wenig und haben einen geringen Anteil am Erdölverbrauch und den Klimaabgasen.

    Dabei spricht die Tatsache, dass man in der Stadt auch bei hohen Ölpreisen ein Auto haben und ein bisschen damit fahren kann, für die Stadt. Und wer in der Stadt wohnt kann dann immer noch auf andere Verkehrsmittel ganz oder teilweise umstellen, bzw. zweites Auto ist nicht nötig.
    Citymaut ist also beispielsweise eine schlechte Idee. Wir sollten Autofahrer nicht vertreiben, sondern möglichst in der Stadt halten und anziehen.

    http://chorherr.twoday.net/stories/4791824/

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  2. Kein Wunder… .. denn schließlich wird in Wien sehr auf ein entsprechendes „Auftreten“ Wert gelegt (und anscheinend ist das immer noch der Besitz eines SUVs). Die Distanzen in Wien sind kurz genug, dass ein höherer Verbrauch nicht sehr auffällt – und beim Herumstehen ist so ein Auto gleich teuer wie ein kleineres Fahrzeug (die Abwertung mal ausgenommen, Reifen und dergleichen werden bei wenig Laufleistung auch seltener gekauft).
    Anscheinend gibt es auch genug Tiefgaragenplätze dafür…

    Viele finanzkräftigen Einwohner in diesem Raum (wobei man die Boliden wohl eher im 1. als im 11ten zu Gesicht bekommen wird) wollen eben auch möglichst sicher Auto fahren denke ich. Denn wenn ich mich entscheiden muss, ob ich meine Frau im 5er Golf oder im BMW X3 herumfahren lassen soll, ist (die finanzielle Freiheit vorausgesetzt) die Entscheidung recht klar.

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  3. Wer unbedingt in Anschaffung und Unterhalt teure Autos besitzen will soll das tun-die Autoindustrie freut sich.

    Die wenig-aber-SUV-Fahrer wollen für ihren Luxus ordentlich zahlen – das sollen sie auch.

    Die zum-Broterwerb-viel-Fahrer wollen wenig pro gefahrenem km ausgeben – also sollen sie das auch.

    Lösung: Beim Autokauf Umsatzsteuer runter, NoVA rauf. KFZ-Steuer von Motorleistung auf Verbrauch umstellen.

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  4. Angst essen Seele, bisweilen Hirn Luxus-Autos welcher Art auch immer ist mit Rationalität nicht beizukommen. Das spielt sich fast ausschließlich auf der Ebene emotionaler Reflexe ab. Aber während Sportwagen, Coupes und Limousinen auf einer sexuellen bzw. Macht/Status-Emotion basieren, ist es bei den SUVs nicht so leicht die Kauf- und Besitzwunschmotive auszuleuchten.

    SUVs werden mehrheitlich aus einer un-aggressiven Haltung heraus bevorzugt, im Gegenteil: Sie sprechen sehr oft Frauen an, deren Furcht vor Aggression sie in einen solchen „Panzer“ flüchten läßt. Man sitzt hoch oben, beobachtet das Verkehrsgeschehen aus dieser Distanz besser, fühlt sich privater und behüteter als in „normalen“ Autos und beschützt Kind und Kegel gleich mit.

    Wenn also der Trend überall gegen SUVs geht und bei uns immer noch stärker in Richtung SUVs, dann müsste CC korrekterweise fragen: Warum ist bei uns eine gewisse Form von Alltags-Angst so groß, obwohl wir uns vergleichsweise idyllisch sicher wähnen. Sehen wir was nicht, was in Wahrheit da ist und einschüchternd wirkt?

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  5. Schon mal daran gedacht,… …dass dies einfach Spaß macht.

    Außerdem gibts jetzt auch im November endlich halbwegs vernünftige Temperaturen.

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  6. selber schuld ihr ökos! nun mit der wuchernden menge an schwellern und kopfsteinpflasterstreifen wird ein SUV in der stadt langsam eine notwendigkeit.
    im übrigen auch sehr radfahrerunfreundlich das zeug.
    schau die autos aus den 50-60er jahren an, die haben die bodenplatte so hoch wie heutige SUVs. damals wegen schlechter strassen, heute wegen künstlich schlecht gemachter strassen.

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  7. Neidkomplex man muss schon aufpassen, dass man mit der suv- kritik nicht in eine spiessbürgerliche neid-diskussion kommt, wie sie seinerzeit die ersten handybesitzer genossen haben.

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  8. OÖ? Warum geht der Trend in OÖ in die andere Richtung? Wir haben hier genug Gebirge wo SUVs oder besser Geländewagen einigermassen Sinn machen würden? Wie lässt sich denn dieser Trend erklären?

    Ich denke sogar, das wäre eine echt positive Nachricht …

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