5 Gedanken zu “Verkaufts, mei G`wand, I foa in Himmel

  1. Die Wiener verbrauchten laut VCÖ schon seit Jahren am wenigsten Sprit und auch dieses Jahr ist der Spritverbrauch in Wien am stärksten zurück gegangen, nämlich um 6,9%, während er in Niederösterreich um 6,6% zunahm. (In Salzburg noch mehr, aber das ist wohl auch Tanktourismus)

    Ich kann als Radfahrer die SUVs auch nicht leiden. Aber wenn es um den Energieverbrauch und das Klima geht, dann mache ich mir um Wiener SUV-Fahrer keine Sorgen.

    Wenn man sich aber die Frage stellen will, wie man die Österreicher auf die zukünftige Erdölverknappung vorbereiten kann, dann sind Wiener SUVs meiner Meinung nach nicht relevant. Die SUV-Fahrer lassen das Drum einfach öfter stehen, bzw. haben ohnehin genug Geld um sich einen spritsparenden Zweitwagen zu kaufen.

    [1]http://www.vcoe.at/start.asp?ID=4186&b=92

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  2. Liebeskummer ? Wenn wir übers Auto reden, dann reden wir nicht über die Vernunft, sondern über Emotionen, Status usw. usf. Aber auch bei uns wird die Liebe dazu vergehen, eine schöne Geschichte dazu unter http://www.zeit.de/2008/46/DOS-Autos

    Aber: die meisten Menschen können nicht rechnen trotz Schule und ökonomisches Denken gibt es in der Schule gar nicht am Stundenplan, also bleiben sie bei den emotionalen Werten. Und damit ist das Auto ja komplett aufgeladen. Wenn man dann mit der plumpen Aufregung wie in Ihrem Kommentar oder der noch absurderen Forderung Ihrer Kollegin Glawischnig, SUVs in der Stadt zu verbieten, kommt, macht man sich bei vielen Menschen nur eines: unbeliebt. Wie sollen sie auch sonst reagieren, wenn die Politik nicht mal zur Kenntnis nimmt, das es sich beim Auto nicht um ein Fortbewegungsmittel, sondern um Emotionen geht?

    Sollte man das ändern wollen, muss man den Menschen Rechnen und Ökonomie beibringen. Die Benzinpreise muss man ebenso wie sämtliche Parkgebühren radikal erhöhen. Dann werden sie schon langsam lernen, das es keinen Business Case für ein Auto in der Stadt gibt. Und sie plötzlich wohlhabend sind, weil sie kein Auto mehr haben… Und dann gehört die Stadt wieder denen, denen sie gehören sollte, den Menschen. Und nicht den Autos.

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  3. Beim auto setzt die vernunft aus. Ich selber hab in den 30 jahren meines Lebens noch nie ein auto besessen. Und meine Autonutzung (ausgeborgter Autos) ist mittlerweile fast 0!
    Aber:
    Autos sind – wie ich immer wieder erlebe – den leuten einfach nicht auszureden. Natürlich gibt es genug leute die nun „wirklich“ beruflich oder aufgrund der wohnsituation ein auto brauchen. Ich kenne aber viel mehr menschen die ein auto haben, obwohl sie es eben nicht oder nur sehr selten wirklich brauchen und die das auto vor allem auch dann benutzen wenn es nicht nowendig wäre. Es werden einfach viel zu viele fahrten gemacht, die nicht notwendigerweise mit dem auto gemacht werden müssten. (zigaretten holen, etc)

    Ich sehe nur einen lösungsweg. Auto fahren durch Parkraumrückgewinnung für die Stadtbewohner, Citymaut, Parkpickerl, Benzinpreis, etc unattraktiver zu machen und alternativen (öffi, rad) zu fördern.

    Einige Aussagen die ich in privaten diskussionen erlebt habe.
    Ich habs nicht eilig, ich fahr lieber mit dem Auto. (ein kollege auf meinen hinweis, dass man vom Stepphansplatz auf die mariahilferstraße besser mit der U3 fährt)
    Die Luft auf den Straßen ist so schlecht. Da fahr ich lieber Auto als Fahrrad.
    Ich höre in der früh gerne mein eigenes radioprogramm – das geht nur im auto!
    Zwischen den autos, hab ich am fahrrad angst, deswegen fahr ich auch lieber auto!
    Etc. etc.
    Gegen solche argumente ist man als radfahrer machtlos.

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  4. 40km/h Ich denke man könnte dem Problem der immer größern Autos Herr werden wenn man geringere erlaubte Höchstgeschwindigkeiten hätte. Zb. innerhalb des Gürtels flächendeckende 40 km/h Zone.

    Mineralölsteuererhöhung und City Maut wären extrem unpopulär und ich glaube auch kontraproduktiv (weil dann mehr reiche Leute fahren und damit SUVs), außer man macht eine Gebührenbefreiung für Autos die bis zur erlaubten Höchstgeschw. emissionsfrei fahren können plus Staffelung nach CO2 Ausstoß.

    Aber bei einer großflächigen 40er Zone gebe es nur Gewinner: weniger Gefahr für Fußgänger, Fahrradfahrer könnten auch auf den Straßen sicher mitfahren, Emissionen und Lärm wären geringer, U-Bahnen im Vergleich zum Auto wieder ein Stück schneller und attraktiver und die Autofahrer würden nicht unnötig weiter geschröpft werden (was das große Kontra Argument der Autofahrer bei allen anderen Maßnahmen ist).
    Folge: die Lebensqualität in der Stadt würde ein gutes Stück steigen und SUVs wären weniger attraktiv da man bei geringen Geschw. keinen Panzer braucht.

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  5. Fehler in den Visionen Als begeisterter Leser dieses Blogs, erlaube ich mir erstmals eine Anmerkung zu machen. Viele der Kommentatoren erscheinen mir grüne Puristen oder intellektuelle Vieldenker zu sein. Das ist absolut okay, aber in all den lesbaren Geistesblitzen fehlt mir doch ein Fünkchen Realität.
    Vorstellungen in einem Blog darzulegen ist eine legitime, interessante Form des Ausdrucks und der persönlichen Einstellung. Ich bin ein IT-Kind der ersten Stunde und ich liebe die Kommunikation, so wie sie jetzt ist. Wenn man aber nur von Träumen spricht und dabei keine tragbaren Konzepte für die Allgemeinheit entwickelt, wird sich in unserem schönen Land auch nichts ändern. Verzeihen Sie mir, wenn ich dies aus persönlicher Erfahrung offen ausspreche: „Argumente zählen, vertretbare Lösungen wirken!“
    Das soll bedeuten, dass ich allen geposteten Meinungen etwas abgewinnen kann. Sei es, weil ich die Menschlichkeit, den Intellekt, den Individualismus, den Öko-Freak oder die Verzweiflung in den Ansichten erkennen kann. Schön, das Sie posten, aber hinterfragen Sie sich dabei auch selbst. Einerseits macht es mir Freude, dass Sie als Kommentatoren respektabel argumentieren. Ich erlaube mir lediglich, Ihnen eine Frage zu stellen:“Warum ist dann alles so, wie es eben ist? Meinungen in der Politik, in der Lebenseinstellung, der Wirtschaft sind in unserer Gesellschaft vielfältig, oder sind sie auch der Meinung, dass die ORF-Satiresendung „Wir sind Kaiser“ vieles auf den Punkt bringt? „Nä(h)mlich“, das wir alle dämlich sind! Verstehen Sie meine Post nur als Denkhinweis und nicht als Kritik.

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