It`s about individuals


Seine wichtigste Botschaft über „das Politische“:
Er weckt Emotionen, die sich aber nicht „gegen“ jemanden richten;
Er weckt Emotionen , die Mut machen, sich für eine bessere, gerechtere Welt zu engagieren.
Millionen haben sich dieser Bewegung angeschlossen, um diese grosse Vision zu verwirklichen.
Er hat Menschen auf der ganzen Welt berührt und aktiviert.
Sein Wahlkampf war nahezu perfekt.
Er hat das Internet, diese neue Infrastruktur genau dazu benutzt, wofür sie da ist: Beteiligung, nicht blosse Propaganda.(Obwohl seine „Propaganda „auch nicht schlecht war)
Bill Clinton`s Wahlkampf hatte den Slogan:“It`s the economy stupid“.
Hinter Obamas gelebten, unglaublich demokratischen slogan „yes we can“ steckte die Botschaft:“It´s the culture, stupid“
Es hat, mitten aus dem Politischen heraus, eine unglaubliche Kulturbewegung losgetreten.
Und das ist für mich die grosse Frage:
Die Amerikaner haben mit Innovationen unser Leben beeinflusst: I-pod und I phone, facebook und amazon, und immer wieder : Musik.
Obama wird auch unsere Politik verändern, da bin ich mir völlig sicher.
Wie?
Das wäre doch eine Debatte wert.
Eure Meinung darüber würd mich sehr interessieren

10 Gedanken zu “It`s about individuals

  1. Nich erst seit Haider kann ich mich einer gesunden Portion Skepsis nicht erwehren, wenn Politiker ihren Erfolg in erster Linie dem Wecken von Emotionen verdanken.

    Wenn seine Politik als Präsident den Stil seines Wahlkampfes fortsetzt, wird wohl nicht wesentlich mehr als die bekannten Phrasen („Yes we can!“, „UNITED Stated of America“,…) dabei herausschauen.

    Was für mich vollkommen weisse Landkarte bleibt: hat der Mann das Zeug mit den aktuellen Krisen umzugehen? Wie geht er mit Konflikten um? Banken, Global Warming, Irak, Iran & Palästina? Konkrete Inhalte und Kompetenzen sind dank der Dominanz des „feel-good-Faktors“ schwer abzuschätzen.

    Andererseits: auch Arnie hat(te) keine Ahnung von Politik und schlägt sich wacker.

    Kurios: während es im Vergleich zu GW Bush unmöglich ist zu enttäuschen hat Obama als Projektionsfläche aller Hoffnungen derartige Erwartungen geweckt, dass es sehr schwer wird diese auch zu erfüllen. Während er gegen Bush nur gewinnen konnte, kann er als Präsident nur verlieren.

    Aber: auch Haider hat einen Murks nach dem anderen gebaut und seine Kärntner liebten ihn trotzdem.

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  2. Spürbare Begeisterung Ich glaube Obama kann man in Österreich nicht 1:1 imitieren.
    Aber der überlegene Obama-Sieg zeigt, dass es möglich mit Enthusiasmus zu gewinnen – und auch die Jugend mit positiver Energie als Unterstützer zu gewinnen (also das was Strache mit negativer Energie gelingt)

    Leider wird gerade durch den Obama Vergleich deutlich: Die Grünen haben bei der NR-Wahl keinen Funken von Enthuasismus entfachen können.

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  3. Jeder Amerikanische Präsident verändert unsere Politik… Was ich glaube bzw hoffe: Obama macht den Eindruck eine weit europäschere Politik zu machen als die Jahre davor. Ob das das Vorhaben ist mehr auf Dialog anstatt gleich auf Krieg zu setzen, ob das das Einschwören auf den Umweltschutz ist, oder ob das auf eine etwas sozialere Poltik, mit u.a. einem auch etwas mehr kontrolliertem Bankensektor. Das ist alles eine europäischere Poltik, die glaub ich uns allen zugute kommen wird.

    Amerika ist wirtschaftlich und politisch eine Supermacht. Wenn es der amerikanischen Wirtschaft schlecht geht, dann gehts ein halbes bis ein Jahr später spätestens auch unserer Wirtschaft schlecht. Wenn die Amerikaner in der Welt absolut unbeliebt sind, dann ist es auch der Rest der „westlichen Welt“.
    Insofern ist die Wahl für uns auch wichtig.

    Meine Hoffnung in Obama ist aber auch noch eine zusätzlich. Dass zumindest einige seiner großen Vorhaben positiv umsetzen wird, und so manche Dumpfbacke dann erkennen muß: „Ups. Es gibt auch Schwarze die keine Drogendealer sind, ups, es gibt auch intelligente Schwarze. Eigentlich ist es egal ob Schwarz oder Weiß wenn er was drauf hat.“. Ich hoffe inständig, dass Obamas Präsidentschaft ein großer Erfolg wird, und dass möglicherweise diese gesellschaftspolitische Bewegung, die faszinierenderweise in Amerika „beginnt“, viele Teile der westlichen Welt beeinflussen wird.

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  4. bin optimistisch Ich war anfangs auch skeptisch gegenüber dem „mesias“ obama. Ein politiker sollte ein politiker sein und kein heilsbringer den die leute anhimmeln.
    Jetzt bin ich aber sehr optimistisch was obama anbelangt.
    2. überlegungen:

    1.)
    obama ist mit europäischen populisten nicht vergleichbar, weil die emotionen, die er weckt nicht aus einem feindbild entstehen, sondern aus einer – fast religiösen – hoffnung. Ob rechte (Jörg Haider war immer gegen „die da oben“ „ausländer“ etc.) oder linke (hugo chaves / lafontain / usa / unternehmen) – alles emotionen, die aus einer gewissen wut heraus entstanden sind. Obama ist nicht gegen die mächtigen oder die reichen. Er ist für die kleinen läute ohne ihnen andere als feindbild zu präsentieren.

    2.)
    obama wird viele seiner wahlversprechen nicht halten können, er hat wenig erfahrung im politischen tagesgeschäft und ist wahrscheinlich auch kein harter verhandler. Das wird aber – bedingt durch das amerikanische system – nicht viel ausmachen, weil er keine koalitionsverhandlungen führen muss, weil alle seine minister „für ihn“ arbeiten werden, weil die demokraten eine solide mehrheit in senat/kongress haben, weil er kaum den lobbies in der schuld steht.
    Obama wird so schlau sein sich erfahrene politiker als minister zu suchen und ihnen das tagesgeschäft zu überlassen. für die außenpolitik zb, wird er ein ordentliches kaliber brauchen, dass auch wirklich hart verhandeln kann (zB Hillary Clinton)!
    Aber obama ist ein großer kommunikator. Und das ist schon sehr viel wert, weil politik immer auch ein frage des stils ist – und den wird obama zweifellos verbessern.

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  5. Bin zuversichtlich Obama hat einen riesen Sympathypolster und ich hoffe er nutzt diesen um unpopuläre und notwendige Reformen durchzusetzen. Er hat viel versprochen und diese Versprechen sollte er einhalten, denn sonst wären die letzten 2 Jahre für ihn Zeitverschwendung gewesen.

    Was sich sicher ändern wird ist der Grundton in der amerikanischen Politik. Den das Prinzip des Zusammenarbeitens wird er wohl durchziehen. Auf der anderen Seite kann man sich nicht nur Freunde machen. Wichtig wird es sein, dass er seine Entscheidungen transparent begründet. Ich bin fest davon überzeugt, dass er die Medien auf seiner Seite hat und vielleicht werden wir in Zukunft mehr „gute“ Nachrichten im Fersehen verfolgen dürfen.

    Obama ist nun eine starke Marke und er steht für eine gute Idee. Die ganze Welt schaut ihm nun auf die Finger und er wird sich nun beweisen müssen.

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  6. Über die Fans Interessante Analyse – geschrieben VOR Öffnung der Wahllokale:
    http://sethgodin.typepad.com/seths_blog/2008/11/marketing-lesso.html

    […John McCain had a dilemma. He didn’t particularly like the base nor did they like him. His initial strategy was not to lead this existing tribe, but to weave a new tribe. The idea was that independents and some Democrats, together with the traditional pre-Reagan core of the Republican party, would weave together a new centrist base.

    Barack Obama also had a challenge. He knew that the traditional base for Democratic candidates wouldn’t be sufficient to get him elected (it had failed John Kerry). So he too set out to weave a new tribe, a tribe that included progressives, the center, younger religious voters, weary veterans, internationalists, Nobel prize winners, black voters and others.

    Building a new tribe (in marketing and in politics) is time consuming and risky and expensive. Both set out to do this.

    Then, McCain made a momentous decision. He chose Sarah Palin, and did it for one huge reason: to embrace the Rove/Bush ‚base‘. To lead a tribe that was already there, but not yet his. He was hoping for a side effect, which was to attract Hillary Clinton’s tribe, one that in that moment, was also leaderless.

    Seen through the lens of tribes and marketing, this is a fascinating and risky event. Are people willing to suspend disbelief or suspicion and embrace a leader in order to maintain the energy of their tribe?

    If it had worked, it would have been a master stroke. He would have solidified his base, grabbed key constituencies of Clinton supporters in swing states and wooed the center as well. Three tribes in one pick. In McCain’s case, it failed.

    This is a real question for every marketer with an idea to sell. Do you find an existing tribe (Harley drivers, Manalo shoe buyers, frequent high-end restaurant diners) and try to co-opt them? Or do you try the more expensive and risky effort of building a brand new tribe? The good news is that if you succeed, you get a lot for your efforts. The bad news is that you’re likely to fail…]

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  7. Barak Smith Der seit Jahren höchstbezahlte, weil populärste Hollywood-Star heisst Will Smith. Stellt man ein Bild von Will Smith neben jenes von Barak Obama und behauptet, beide sind Brüder oder anders verwandt, könnte man das glauben. Man wird als Schwarzer nicht der größte Hollywood-Star, wenn man nicht hauptsächlich bei jungen amerikanischen WASPs, Latinos usw. mindestens so beliebt ist wie bei seinen schwarzen Mitbürgern. Ein großes populärkulturelles Phänomen wird man durch einen möglichst hohen Crossover-Faktor, also das Idol für viele, möglichst alle Schichten und Ethnien und Nationalität sein. Will Smith hätte es nicht auf die Nr.1 Position in Hollywood geschafft, hätte nicht der Rap/HipHop in der Popmusik dem „weissen“ Rock´n´Roll den Rang als Soundtrack einer ganzen Generation abgelaufen. Anders gesagt: Ein, zwei Generation von weissen jungen Amerikanern sehen ihre Vorbilder in schwarzen Popstars oder – wie im Fall von Eminem – in Weissen, die sich in die schwarze Popkultur einfügen.
    „It´s the culture, stupid“, damit hat CC natürlich sehr recht. Ich hab nur bei keinem Analysten in Funk, Print und Fernsehen gelesen, dass es ganz spezifisch die HipHop-Culture und deren Ausläufer in MTV und Kino waren, die die kollektiv-psychologische Voraussetzung für Obamas Sieg waren. Der Hipness-Faktor unserer Medienarbeiter ist halt, nicht nur in diesem Fall, leider gegen Null gehend.

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  8. Gedanken und Gefühle schaffen Realitäten… Obama hat nicht viel versprochen – nur etwas Hoffnung auf Änderung. Und das ist ja wohl dringend nötig.

    Und wenn er nur einen einzigen Krieg beendet, nicht anfängt, oder verhindert, so ist doch sehr viel unendliches Leid weniger auf der Welt…

    Wenn man bedenkt, dass die Wirklichkeit aus den Gedanken und Gefühlen der Menschen entsteht, so muss sich ja unausweichlich einiges ändern.

    So sehe ich das… Liebe Grüsse – Johann

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  9. frage der schwenk auf die kultur klingt gut, aber ich versteh ihn nicht ganz; hat sich obama nicht gerade als verweigerer eines kulturkampfs positioniert? und dann über die wirtschaft gewonnen?

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  10. http://www.avaaz.org „Es hat, mitten aus dem Politischen heraus, eine unglaubliche Kulturbewegung losgetreten.“

    Diese Kulturbewegung hat es schon vor ihm gegeben, seit der letzten, der „getricksten“ Wahl. Ein Exponent dieser „Kulturbewegung“ ist avaaz.org.
    Sie traten beispielsweise in Aktion zu den Themen Burma, Klimakonferenz in Bali.

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