We need to fix capitalism, not install socialism

Das unvermeidliche Pendel.
Erst schlägt es absurd in die eine Richtung aus.
Markt ursuper, Staat böseböse
lass uns Kapitalisten nur arbeiten
unsere Genialität erkennst Du daran, dass Du unsere (Finanz-)Produkte nicht verstehen kannst.
Jetzt wissen wir: Ihre Finanzprodukte haben sie selber nicht kapiert, alle zahlen die Zeche.
Jetzt rast das Pendel in die andere Richtung.
Verstaatlichung als Heilsprodukt.
Thomas L Friedmann hat einen sehr schlauen Kommentar geschrieben.
Stell Dir vor wir haben die Banken verstaatlicht.
Und dann kommen zwei boys…

Let’s imagine this scene: You are the president of one of these banks in which the government has taken a position. One day two young Stanford grads walk in your door. One is named Larry, and the other is named Sergey. They each are wearing jeans and a T-shirt. They tell you that they have this thing called a “search engine,” and they are naming it — get this — “Google.” They tell you to type in any word in this box on a computer screen and — get this — hit a button labeled “I’m Feeling Lucky.” Up comes a bunch of Web sites related to that word. Their start-up, which they are operating out of their dorm room, has exhausted its venture capital. They need a loan.
What are you going to say to Larry and Sergey as the president of the bank? “Boys, this is very interesting. But I have the U.S. Treasury as my biggest shareholder today, and if you think I’m going to put money into something called ‘Google,’ with a key called ‘I’m Feeling Lucky,’ you’re fresh outta luck. Can you imagine me explaining that to a Congressional committee if you guys go bust?”

völlig richtig schreibt Friedmann:
The winners: the strong, the big, the established, the domestic and the safe — the folks who, relatively speaking, don’t need the money. The losers: the new, the small, the foreign and the risky — emerging markets, entrepreneurs and small businesses not politically connected.
Bottom line: We must not overshoot in regulating the markets just because they overshot in their risk-taking. That’s what markets do. We need to fix capitalism, not install socialism. Because, ultimately, we can’t bail our way out of this crisis. We can only grow our way out — with more innovation and entrepreneurship, which create new businesses and better jobs.
So ist es.
Aber das Pendel bleibt ein Hund.

9 Gedanken zu “We need to fix capitalism, not install socialism

  1. Danke. Wenn das generell grüne Diktion wäre… und wenn das Wörtchen wenn nicht wäre.

    Bissl was inhaltliches zum Thema: ohne Experte sein zu können, glaube ich gestern einen vernünftigen Vorschlag in einer deutschen Talkrunde vernommen zu haben, dem eigentlich alle in der Runde (und die war bunt) rundraus zustimmen konnten: Höhere, bankähnliche Eigenkapitaldecke für alle Arten von Finanzdienstleistern. Das sorge für mehr Stabilität und Vertrauen der Akteure ineinander (und dem Konsumenten gegenüber) und dämpfe gleichzeitig den möglichen Hebel im Bereich der Spekulation über Fremdfinanzierung in einem solchen Ausmass, dass die absurdesten Spekulationsauswüchse nicht mehr ausreichend interessant erscheinen werden… das alles aber ohne das Kind mit dem Bade auszuschütten (und dazu wären Stichworte: Totalverbote für Finanztransaktions-Spielarten, für die es eben auch realwirtschaftlich vernünftige Anwendungsbereiche gibt…, auch unter Ausblendung der für die Märkte positiven Effekte purer Spekulation aus der Debatte etc.)

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  2. Es scheint sich im Internet langsam eine Gegenbewegung gegen den Sozialismus zu formen Und zwar gegen den Sozialismus der Planwirtschaft. Und deshalb vermute ich auch, dass er nicht kommen wird. Interessant hierzu:
    http://www.weissgarnix.de/?p=671

    Es sind immer Intellektuelle die die Basis für Änderungen des Gesellschaftssystems bilden. Sie schreiben Zeitungen und Reden für Demonstrationen. Für den Sozialismus braucht man also auch eine Basis der Denker (die Rechten zeichnen sich dadurch aus: Fußvolk + Intellektuelle).

    Der österreichischen Öffentlichkeit sitzt das Feindbild des Russen tieferr in den Knochen als das Feindbild des Nationalisten, siehe Wahlen. Wir haben keine Linke und die Frage ist, hätte die Linke eine Chance. Vermutlich nicht.

    Fakt ist, die Grünen werden als Liberal angesehen. Das Liberale Forum hatte weit mehr Stimmen als die KPÖ. Daher denke ich, dass die Zukunft im Liberalismus liegt.

    Auch die Grünen werden sich entscheiden müssen. Welche Rolle soll der Staat spielen. Grundsätze entwerfen. Und danach handeln. Es gibt viel Potential, aber es ist viel zu tun, dieses Potential zu erschließen, sehr viel.

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  3. Theoretisch richtig, aber schlechtes Beispiel.

    An Venture Capital ändert sich ja nichts. Die vergeben ja mW auch keine Kredite, sondern beteiligen sich an den Unternehmen.

    Bisher wurden sowieso keine konkreten neuen Regularien postuliert. Da müssen wir erst mal abwarten.

    Dass Manager die Produkte ihrer Firmen nicht verstehen, ist ja nichts neues. Aber ich halte es in diesem Fall für tw. gelogen. Man kann sich ja bei Wikipedia über alles informieren.

    Thomas Friedman gilt in der amerikanischen Community der Wirtschafts-Blogger eher als Lachnummer.

    Der Kommentar enthält auch nicht mehr als Plattitüden, die den Glauben des durchschnittlichen NYT-Lesers bestätigen. Google, Microsoft und Apple scheinen die einzige Firmen zu sein, die man kennt und damit wird die amerikanische Wirtschaft als technologisch innovativ symbolisiert. In Wahrheit sind die USA eine Konsumenten- und Dienstleistungswirtschaft mit landwirtschaftlichem Rückgrat. Die Wirtschaft kracht ja, weil keine Häuser mehr gebaut werden, von Bauarbeitern, Installateuren usw.

    Und nun wird sich die amerikanische Wirtschaft möglicherweise wieder mehr in Richtung industrieller Produktion bewegen. Also Joe the Plumber wird Fließbandarbeiter. Aber gewisse New Yorker Kolummnisten kennen scheinbar nur eine Suchmaschine und einen Hersteller überteuerter MP3-Player.

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  4. Mir gefällt die Analogie sehr gut…ich sehe das Verhalten des Bankmanagers etwas anders.

    Durch das Sicherheitsbedürfnis der Banken in Europa, insbesondere auch durch Basel II, beschreibt die Geschichte ja eine Szene, wie sie schon vor der Finanzkrise und vor dem Denken an Verstaatlichung in jeder Bank in Österreich stattfinden hätte können.

    Was würde ein Bankmanager sagen, der das Bankenpaket der Regierung 2008 in Anspruch genommen hat? „Ja, Larry und Sergey, ich will ehrlich zu euch sein: Eine Suchmaschine, sei heißt „Google“ und hat einen „I’m feelin‘ lucky“-Button? Ihr seid ein paar Wissenschafter, ohne unternehmerische Erfahrung? Ich persönlich halte das ja für schwachsinnig, aber ich habe mich verpflichtet, sechs Milliarden an Krediten an österreichische Unternehmen zu vergeben. Ich habe keine Ahnung, wohin mit dem ganzen Geld! Also nehmt es, und macht doch was ihr wollt. Tragen werden das Risiko meine Sparkunden, denen ich keine Zinsen mehr geben kann und ihr, und zwar über hohe Kreditzinsen!

    Nicht riskante Spekulationen sind die Marktkrankheit des 21. Jahrhunderts, auch nicht die Manager mit ihren hohen Löhnen – es sind Monopole. Nur wer ein Monopol (im Bankensektor ist es eher ein Oligopol) hat, kann es sich leisten, hohe Preise und hohe Risken zu haben und trotzdem verschwenderisch zu leben. 1929 gingen tausende Banken bankrott – eine solche Vielfalt gab es seither nie mehr. Die wenigen, die blieben sind staatstragend und werden jetzt subventioniert – obwohl sie auf dem Markt versagt haben.

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  5. jo klar Man sollt die „I’m feeling lucky“ Funktion halt ausprobieren, bevor man beschreibt, was dann passiert. 🙂
    Aber das ist ja nicht das Thema. War vor kurzem drüben, und hab dort einiges in der Zeitung gelesen. Deren Hauptproblem ist, dass gar nicht wenige Häuser leerstehen, und deswegen die Immobilienwerte eingebrochen sind. Die Werte der Häuser sind dabei inzwischen niedriger, als die Hypotheken, mit denen sie belastet sind – sprich: die gehören jetzt der Bank, und der Kunde hat trotzdem noch Schulden. Der kann sich natürlich auch sonstwo kein Haus leisten, d.h. die verlieren noch mehr an Wert.
    In Interviews sagen die Betroffenen auch „unsere Eltern hätten das nie gemacht“ – nämlich von der Wertsteigerung des Hauses zu leben. Bei uns ist das auch nicht so üblich, bzw. haben Leute, die mit dem Einkommen durch Arbeit nicht mehr auskommen, meistens eh kein eigenes Haus.

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  6. Das angeführte Beispiel hat mit den Ursachen der Bankenkrise überhaupt nichts zu tun. Ehrlicher Weise muss man auch sagen: das Beispiel beschäftigt sich ja auch nicht mit den Ursachen sondern nur mit den Massnahmen die jetzt- nachdem alles den Bach runter ist – ergriffen werden.

    Die Aussage dieses CC-Kommentars bleibt mir daher vollkommen schleierhaft, da die Faktoren die zur Krise geführt haben nicht berührt werden und zur (als Sozialismus kritisierten) staatlichen Stützung der Banken keine Alternativen diskutiert werden.

    Alles in allem: eine Nullnummer.

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  7. Auch von mir vielen Dank… Auch von mir vielen Dank, die Staatseuphorie löst auch bei mir gemischte Gefühle aus. Zum einen demonstriert die Öffentlichkeit als Eigentümer bei ÖBB und AUA auch dramatische Inkompetenz.
    Zum anderen tue ich mir schwer, vorzustellen, dass sich der Staat aus den Bankenbeteiligungen wieder zurückzieht, wenn die Krise vorbei ist und das Verkaufen der Anteile ein gutes Geschäft wäre. Warum sollte eine Regierung ohne Not Versorgungsposten aufgeben.

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  8. fix capitalism Das Problem ist doch, das Kapitalismus falsch verstanden wird.

    == Wachstum vs. Arbeitslosigkeit ==

    Beispielsweise wird gern behauptet, dass man Wirtschaftswachstum braucht um Arbeitsplätze zu schaffen. Tatsächlich ist es jedoch so, dass die Wirtschaft exponentiell wächst und es dennoch keine Vollbeschäftigung gibt. Das liegt daran, dass Arbeitskraft auch durch Innovation und Automatisierung geschaffen werden kann.

    Auch die Kürzung von Sozialleistungen führt nicht dazu, dass Menschen mehr Arbeitsplätze bekommen. Stattdessen wird auch der Lohn geringer wenn es mehr Menschen gibt die Arbeiten gehen müssen und daher minderqualifizierte Jobs bekommen, da sich der Preis aus Angebot und Nachfrage ergibt.

    Im Gegensatz dazu würde die Anhebung von Sozialleistungen die Wirtschaft stärken, da das Geld von Menschen mit geringerem Einkommen sofort ausgegeben wird, während Menschen mit hohen Einkommen das Geld sparen.

    == Investieren für Noobs ==

    Genauso hilft es der Wirtschaft nicht wenn in Aktien investiert wird, da dadurch kein Geld in das Unternehmen fließt. Nur wenn ein Unternehmen neue Aktien ausgibt kann das Unternehmen Gewinne erwirtschaften. Besonders merkt man das wenn man sieht wie Aktien steigen oder fallen, während die Produktion gleich bleibt. So sieht man etwa, wie VW-Aktien ins unermessliche Steigen, während dies keinen bzw. kaum Einfluss auf die Produktion hat. Nutzen tut dies also nur den Aktieneignern (‚Shareholdern‘) die allein durch Besitz und Glück (‚Spekulation‘) Gewinne erwirtschaften.

    Auch wird gerne geraten sein Geld doch lieber in Immobilien zu investieren. In Spanien wurde das zuhauf gemacht. Mit dem Kapital wurden billige Wohnungen errichtet und deren (virtueller) Wert durch Golfplätze erhöht. Das Ergebnis ist eine Wundersame Vermehrung des Kapitals. Erst wenn man versucht diese Immobilien zu verkaufen bricht das Kartenhaus zusammen.

    == Wachstum in der Krise ==

    Wirtschaftsexperten dieser Tage behaupten, dass wir aus der Wirtschaftskrise nur herauskommen wenn wir investieren und ‚aus der Krise herauswachsen‘. Dies ist nachvollziehbar, da ein Unternehmen dass sich einen Kredit aufnimmt kann diesen Kredit nur dadurch refinanzieren dass es gleich oder stärker wächst als die Zinsforderung. Da jedoch eine Zinsforderung auf Kapital besteht, dass es nicht gibt, kann die Summe des Wachstums insgesamt nie größer sein als die Summe aller Zinsforderungen. Wenn man also versucht mit allem Geld der Welt alle Schulden zu bezahlen, werden dennoch Schulden übrigbleiben. Man schätzt, dass der Betrag dieser Zinsforderungen bald größer sind als das tatsächlich existierende Kapital.

    In einer Wirtschaft die nicht wächst, also immer dieselben Werte produziert, wachsen aufgrund des positiven Zinssatzes die Vermögen und damit die Schulden unaufhörlich. Da das Gesamteinkommen in dieser Volkswirtschaft jedoch konstant ist, muss mit wachsendem Kapitaleinkommen das Arbeitseinkommen sinken. Diese Volkswirtschaft kollabiert, da den arbeitenden Menschen immer weniger ihres erarbeitenden Vermögens zur Verfügung steht und ein immer größer werdender Teil an die Kapitalbesitzer fließt. Um zu Überleben steht eine Volkswirtschaft allein aus Gründen des ewig positiven Zinssatzes vor einem Wachstumszwang.

    Zudem ist ein solches Wachstum auch gar nicht möglich. In den letzten Jahren erhielt man mehr Zinsen auf dem Sparbuch als die Wirtschaft wuchs. Da aber die Wirtschaft mindestens mit diesen Zinsen mithalten müsste, zeigt dies, dass die Wirtschaft an einen Punkt kommen musste und muss an dem die Forderungen nicht erfüllt werden kann und die Kredite platzen.

    == Die Grenzen des Wachstums ==

    Nun ist es jedoch, dass die Zinsforderungen exponentiell sind. Ein prozentuelles Wachstum bezieht sich nämlich immer auf das Vorjahr. Hat man etwa ein Wirtschaftswachstum von 3% jährlich, so verdoppelt sich die Wirtschaftsleistung alle 33,33 Jahre. Nach 66,66 Jahren muss die Wirtschaft bereits das vierfache leisten, usw.. Das bedeutet jedoch, dass wir viermal so viele Fernseher, Autos, Häuser, etc. produzieren müssen und demnach auch viermal so viele Ressourcen (Rohstoffe, Energie) verbrauchen. Chinas Wirtschaft wächst 7% jährlich und muss daher in 30 Jahren das 8-fache produzieren, während gleichzeitig die Arbeitslosigkeit weiter steigt.

    Das kann natürlich nicht gut gehen, da ein solches Wachstum naturgemäß an eine Grenze stößt an denen alle Ressourcen (Rohstoffe, Energie, Platz, etc.) aufgebraucht werden. An diesem Punkt bricht das System zusammen. Der gelebte Kapitalismus gleicht damit einem Pyramidenspiel bei dem die Initiatoren gewinnen können, aber alle anderen verlieren. Übrig bleibt eine globale Osterinsel mit einer missbrauchten und aufgezehrten Umwelt.

    Eine Wirtschaft darf langfristig nicht mehr als alle regenerativen Ressourcen verbrauchen. Wird mehr gebraucht kann dies nur kurzfristig auf Kredit geschehen. Ein Kredit der zwar zinsfrei ist, aber dazu führt, dass zukünfig nur deutlich weniger als 100% der regenerativen Ressourcen verbraucht werden darf. Umso mehr man über die Strenge schlägt, desto mehr muss man sich später zwangsweise zurückhalten.

    == Üble Inflation ==

    Stehen unsichere Zeiten bevor müsste man sein Geld in die Wirtschaft investieren um das Schlimmste zu verhindern. Stattdessen legt man in solchen Zeiten lieber Geld auf die Bank. Dadurch steht einer gleichbleibenden Gütermenge eine geringere Geldmenge gegenüber. Die Preise sinken, es kommt zur Deflation.

    In der Deflation müssten Unternehmen ihre Kosten an die neuen Preise anpassen. Tarif- und Lieferverträge sind aber nicht einfach änderbar, wodurch die Gewinnmarge der Unternehmen sinkt. Es kommt somit leichter zur Zahlungsunfähigkeit und Bankrott. Kunden kaufen in einer Deflation zudem nicht sofort, sondern spekulieren auf weiter sinkende Preise. Der Konsum wird nach hinten verschoben und eine Wirtschaftsflaute droht.

    Deshalb speist die Notenbank neues Geld in den Kreislauf. Fließt das Geld von den Sparbüchern wieder zurück, steht einer gleichbleibenden Gütermenge eine höhere Geldmenge gegenüber. Die Preise steigen, es kommt zur Inflation. Inflation ist also das kleinere Übel, stellt aber gleichzeitig eine Beraubung des Volkes dar.

    Eine andere Methode ist, dass der Staat selbst Geld in die lokalen Wirtschaft pumpt. Dies kann jedoch nur auf Schulden geschehen auf die widerum hohe Zinssätze anfallen. So kommt es dass die staatlichen Zinszahlungen die Ausgaben im Bildungswesen und Umweltschutz bei weitem übersteigen.

    == Zinsen steigen und fallen ==

    Zinsen eigentlich müssten möglichst gering ausfallen, damit Unternehmen günstig an Kredite kommen und nicht so stark wachsen müssen um Gewinne einzufahren. Wenn aber die Zinsen fallen bringen weniger Menschen ihr Geld als Einlage zur Bank, wodurch den Unternehmen kein so hoher Kredit gewährt werden kann.

    Natürlich hat die Bank den Vorteil, dass die Einlagen – etwa in Fall einer Bankenkrise – über einen Fonds gesichert werden. Dies funktioniert jedoch nur wenn nicht zu viele Banken betroffen sind. In Zeiten der Globalisierung tritt jedoch das Problem auf, dass die Banken eng miteinander vernetzt und voneinander abhängig sind.

    Auch das führt dazu, dass die Menschen ihr Geld lieber zu Hause lagern. Ziehen die Menschen ihr Geld ab, sind die Banken gezwungen, dieses von den Unternehmen zurückzufordern. Viele Unternehmen sind dann aber nicht fähig ihre Kredite kurzfristig zurückzuzahlen und gehen Pleite. Die entstehende Unsicherheit führt dazu, dass noch mehr Menschen ihr Geld abziehen. Eine Spirale entsteht die bis zur Weltwirtschaftskrise führen kann.

    == Skizzierung von nachhaltigen Gegenmaßnahmen ==

    Gegenmaßnahmen findet man etwa in der Freiwirtschaftslehre. Auch Regionalwährungen im Rahmen einen dualen Geldsystems sind denkbar. Zudem sollten Investitionen bestimmten Grundsätzen gehorchen um soziale und ökologische Probleme zu vermeiden.

    * Geld muss besteuert und damit umlaufgesichert werden. (zB. Waldviertler)
    * Für Bankeinlagen erhält man genau 0% Zinsen, wodurch sich jede Investition rechnet die Gewinn abwirft. (zB. Waldviertler)
    * Keine Investitionen die das Eigenkapital zu sehr übersteigt. (Islamic Banking)
    * Eine überregionale Währung ermöglicht den (globalen) Außenhandel. (zB. Euro, Dollar, Yen)
    * Regionalwährungen stärken lokale Wirtschaftskreisläufe und verkürzen Transportwege. (zB. Waldviertler)
    * Keine Steuern auf Arbeit, jedoch auf Umweltverbrauch (Treibhausgase, Grundwasser, etc.).
    * Fairer Handel und Ethische Grundsätze bei Investitionen (keine Kinderarbeit, Einhaltung sozialer Mindeststandards, etc.).

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