Martin Graf und die SPÖ

Um unser Bild in internationalen Medien sollen wir uns keine Illusionen mehr machen.
Erst landesweite Trauer und der Riesenstaatsakt um Jörg Haider.
Dann unter „Vermischtes“ der „Sieg Heil“ Spruch des Strassenbahnfahrers und dann vor allem:
Der österreichische Nationalrat wählt mit überwältigender Mehrheit Martin Graf ins Nationalratspräsidium.
Inklusive etlicher SPÖ Stimmen.
Komme mir niewieder irgendein Soze mit dem Argument „Bollwerk gegen rechts“.
Von 163 nicht Grünen Mandataren haben ganze 7 van der Bellen gewählt.
Übrigens: Es war eine geheime Wahl.

3 Gedanken zu “Martin Graf und die SPÖ

  1. der straßenbahnfahrer hat seinen job sehr rasch verloren.
    martin graf hat seinen nicht verloren, nein: er wurde befördert.

    wenn das gerechtigkeit ist, nennt mich bitte wurschtel.

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  2. danke eines muss schon mal klipp und klar gesagt werden:

    all jene die sich jetzt beschweren, über:

    die möglicherweise neue große koalition
    einen rechtsruck bei den wahlen
    einen graf als nationalratspräsident
    kornblumen im parlament (bei allem respekt vor dieser schönen blume)
    und und und

    wer nicht grün gewählt hat is selber schuld und sollte sich beim nächsten wahlgang mal überlegen welche richtung Ö. nun weiter gehen soll. ich finde die überhebliche art und weise von peter pilz ( die grünen haben das monopol auf anstand,…) für idiotisch – ABER eines war ja wohl vor der wahl ganz klar:

    wer rot und schwarz wählt, wählt die jetztige situation
    wer nicht wählt, wählt die jetztige situation
    wer eine der vielen kleinparteien wählt, bei denen klar war daß sie es nicht schaffen, wählt die jetztige situation.

    danke v.a. all jenen die eigentlich grün wählen hätten können, es aber aus x (nebensächlichen) gründen nicht taten.

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  3. Zynisch oder tragisch? Es gibt nur zwei Möglichkeiten.

    Die zynische lautet: Cap hebt nach Aussen den Fraktionszwang auf, läßt den einen oder die andere an der langen Leine Van der Bellen wählen, will freilich die sorgsam aufgebaute taktische Variante Strache um keinen Preis verlieren und instruiert den Kern der Fraktion Graf zu wählen.

    Die tragische lautet: Der Klubzwang war tatsächlich aufgehoben und die große Mehrheit der sozialdemokratischen Fraktion wählt aus freien Stücken einen deklariert Deutschnationalen zum vierthöchsten Repräsentanten des Staates. Und stellt damit den letzten verbliebenen ideologischen Kern mindestens der Wiener Sozialdemokratie zur Disposition.

    Was zurückbleibt ist eine total entkernte SPÖ, die für nichts mehr steht, weder für ein bestimmtes Geschichtsbild, noch für ein Bild von Europa und schon gar nicht für eine Vision von Österreich.

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