5 Gedanken zu “Streit muß her!

  1. Jetzt nicht Lieber Christoph!

    Zitat aus deinem Presse Kommentar:
    Conclusio: Jetzt nicht zur Tagesordnung übergehen! Sonst wird’s wirklich grimmig.

    Genau das aber geschieht gerade. Es ist plötzlich wieder so wie vor vor der Wahl. Bevor die Wahlhysterie ausbrach, kamen von Gremien oder von Parteispitzenleuten nur selten mails bei mir an.
    Dann plötzlich war Wahlkampf udn meine mailbox ging beinah eüber an mails von ganz hoch Oben.
    Jetzt war das Wahlergebnis da, Mit dem die meisten, außer den ganz verblendeten gerechnet haben. Und nun herrscht vollkommene Funkstille.

    Was wird hier ausgeheckt und ich habe zum ersten Mal von einem Mitglied gestern den Satz gehört: Wenn das so weiter geht, dann geh ich halt zu den Kommunisten.
    Ich dneke auch, es ist Feuer am Dach. Aber wie den Brand löschen? Alles was ich ind en Medien lese, ist das offensichtlich an einer Straffung, einem Durchgriffsrecht gebasteltet wird. Diese mediale Kommunikation verunsichert die Basis. ich bin da für schonungslose Aufklärung.

    Es gibt schienbar beim bund eine Restrukturierungsgruppe, von der noch kein einziges Papier nach außen gedrungen ist. Warum nicht?
    Ich möchte gern eeinmal in einem Gremium nicht eine Entscheidung von Oben zur Abstimmung bekommen, sondern mehrere. Damit ich mich auch wirklich entscheiden kann. Das ein solche Vorgangsweise politisch eProzesse verlangsamt, mag schon sein. Auf Dauer würde es den Grünen aber gut anstehen, sich rasch auf den Weg hin zu mehr bottom up Prozessen zu machen.

    Ich bin seit sechs Monaten im politischen Infight mit meiner Partei. Und ich würde dafür ganz schön hergeprügelt. Da wundert es mich nicht, daß Leute sich erst gar nicht trauen in den Infight zu gehen.
    Du und Voggenhuber könnt euch das leisten auf Grund eurer politischen geschichte in der Partei. ihr habt nichst zu verlieren.

    An der Basisi gibt es zwei Ängste:
    Erstens als unloyal gebrandmarkt zu werden und zweitens ignoriert zu werden. Wobei ich das zweitere für das grausamere halte.

    Den Infight suchen, solange es möglich ist und wenn die Ignoranz und die Hierarhcisierung zunimmt, eine Alternative suchen. schade drum.
    Mehr dazu auf meienm Blog http://www.gruenerblog.com

    Lg
    Raimund

    Gefällt mir

  2. Aktiv streiten mit den Orangen Jawoll, Streit muss her! Der Ablehnungsreflex gegen das „Koalitionsangebot“ der BZÖ wird meiner Meinung nach mit dem Standard Abwehrreflex begegnet: Undenkbar.
    Denken verboten, könnte man auch sagen. Wenn wir aber kreativ was neues machen wollen, soll man über die Koalitionsfrage Schwarz-Orange-Grün zumindest debattieren dürfen. Hier sind nämlich Massenhaft ÖVP-WählerInnen hingewandert, die eigentlich zu den Grünen hätten wandern können. Da müssen wir die Auseinandersetzung suchen. Wir müssen neue Antworten auf die sogenannte Ausländerfeindlichkeit finden. Mit schimpfen oder entsetzen über die bösen Rechten ist es nicht getan. Die Unterstützung von Bleiberecht und Integrationsprojekten ist gut, aber zu wenig. In den Stadtbezirken mit hohem Ausländeranteil haben die FPÖ und BZÖ massiv gewonnen – die Grünen nicht.
    Wenn das BZÖ eine Koalition für vorstellbar hält, sind sie anscheinend kreativer und gesprächsbereiter als wir Grüne. Beschämend, eigentlich.
    Ich habe übrigens vollkommen die Nase voll von der großen Koalition, am besten wäre es für Österreich, wenn beide „Groß“parteien in die Opposition müssten. Nur dann wäre eine radikale Strukturreform möglich. Geht sich leider noch nicht aus.
    Undenkbar, oder 🙂

    Gefällt mir

  3. „Conclusio: Jetzt nicht zur Tagesordnung übergehen! Sonst wird’s wirklich grimmig.“

    Tja: Typische Schwarze Einstellung von einem Grünen: Tee Trinken, Abwarten und bißerl plaudern.

    Was ist mit der Finanzkrise? was ist mit der schlechten Bildung? Was ist mit der GKK, die kein Geld mehr hat? Was ist mit … ?

    Gerade jetzt sollte rasch eine handlungsfähige Regierung gebildet werden, die zur Tagesordnung über geht und die aktuellen Probleme löst.
    Vergangenheitsbewältigung sollte jetzt doch schon abgeschlossen sein. Und ein politisches Auseinandersetzen mit Jugendlichen schließt ein Übergehen zur Tagesordnung absolut nicht aus!!!

    Die Grünen könnten da ruhig aktiver für bestimmte Themen auftreten. Lösungsvorschläge bringen (z.B. für die Finanzkrise).

    Gefällt mir

  4. Macht oder Einfluß? Das genau ist die Frage. Die Strache-Partei hatte keine formale Macht, aber ihr Einfluß auf die öffentliche Debatte, die anderen Parteien im Nationalrat und die Medien war kaum zu überbieten. In der Sicherheits-, Einwanderungs-, Europa- und Sozialpolitik gibt sie die Tonlage an, SP und VP folgen.

    Die Niederlage der Grünen bei dieser Wahl besteht nicht in den stagnierenden Zahlen, sondern in der bitteren Erkenntnis, keine einzige der großen nationalen Debatten der vergangenen Jahre vorgegeben, geschweige dominiert zu haben. Der mangelnde Einfluß wiegt schwerer als der Mangel an formaler Macht. Besonders dann, wenn man sich als die intellektuell virulenteste Partei geriert, ist dieses Ideen- und Kommunikationsdefizit fast schon peinlich.

    Aus vielerlei Gründen, die die Grünen prinzipiell so sympathisch machen, hat diese Partei ein gebrochenes, zögerliches, skeptisches Verhältnis zur Macht(ausübung). Aber was sie (relativ) groß gemacht hat, war ihre jahrzehntelange Fähigkeit, sehr wesentliche gesellschaftliche Themen zu besetzen und zu bestimmen, diese fehlt ihr jetzt weitgehend. Und diesen Verlust an Einfluß wird sie auf Dauer nicht überleben, es sei denn…….

    Gefällt mir

  5. „““
    Hier mittels massiver Unterstützung Abhilfe zu schaffen, ist aber auch keine Hexerei, es müssten, nähme man das Problem ernst, einfach die entsprechenden Ressourcen da sein.
    „““

    wird wohl keine hexerei sein, ja. und? wo sind die lösungen? was wäre beispielsweise die praktische lösung meinem kleinen neffen das dasein im kindergarten zu versüssen, wo er der einzige ist, der deutsch spricht? mehr resourcen? na villeicht kann man eine kinderlieder cd kaufen, die er sich anhören kann, während die andern sich untereinander in ihrer sprache unterhalten? oder er lernt halt früh genug eine zweitsprache …

    unter anderm sind solche zustände „schuld“ am wahlergebnis – und die tatsache, dass das politische establishment dazu neigt, diese probleme zu bagatellisieren.

    Gefällt mir

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.