Danke vdB!


Weil es mir ein grosses Anliegen ist:
danke vdB.
In nahezu allen Ländern der Welt sind mehr als 10% für Grüne eine Sensation.
Bei uns sind sie eine Niederlage.
Ein Hauptgrund dieses Höhemfluges hiess vdB .
Es gibt sehr selten diese Ausnahmeerscheinungen.
Die weit über die Kernwähler/innen hinausstrahlen.
Auch nach innen hat er einen neuen Stil von Führung und Zentrum verankert.
Nicht er als Person hat die Wahlen verloren.
Ohne ihn hätten wir deutlich weniger als 10% bekommen.
Bevor wir zur notwendigen Reform der Grünen schreiten, was alles andere als leicht sein wird:
Du hinterlässt sehr grosse Schuhe Sascha.
Und Du hast gezeigt, dass man seine Individualität nicht aufgeben muß.
Schön, dass Du uns als Parlamentarier erhalten bleibst.
Wir sind Dir zu grossem Dank verpflichtet.

7 Gedanken zu “Danke vdB!

  1. möchte mich anschließen. Nicht persönlich nehmen, Herr Chorherr, aber VdB war der bisher erfolgreichste Chef der Grünen 😉
    Erfolgreich in Bezug auf die Stimmenanteile, auf die Glättung der Wogen intern und auf dem Helfen fürs erwachsenwerden der Partei.
    Viel Glück in der Zukunft,

    lg Jakob

    Liken

  2. DANKE vdB… 100% zustimmung. habe gerade das wahlalter erreicht, als vdB die grüne Parteispitze erklommen hat und mit vdB verlieren die Grünen eine Identifikationsfigur (ok, ich weiss er bleibt uns ja noch erhalten, aber das ist nicht mehr dasselbe).

    Jedenfalls DANKE! danke dass Dein Abgang bei vielen von uns grünlingen schmerzt und von wievielen politikern kann man schon behaupten, dass deren abgang so nahe geht. ALLES GUTE weiterhin den grünen.

    CC, du gehörst natürlich weiterhin zu meinen lieblingsgrünen. hoffe, Deine stimme erhält wieder mehr gewicht bei den grünen, denn Du sprichst mit deinen themen genau das an wofür die grünen stehen (sollten).

    Christian

    Liken

  3. Vdb ist sicherlich ein sehr guter Wirtschaftsexperte. und das ist gut so. Und es ist auch gut, dass ein Wechsel stattgefunden hat, auch wenn ich den Eindruck habe, dass es sich nur um eine Scheinwahl handelte. Gab es eigentlich andere Kandidaten außer der Glawischnig auch?

    @cc: ich würd auch gern wieder Themen aus dem Gemeinderat hier lesen, was dort so von den Grünen durchgesetzt wurde, usw.
    Die Wahl ist nicht das einzige interessante.

    Liken

  4. Ein wunderbarer Mensch es noch nicht ahnen wollend habe ichs diesen Wahlkampf aus Zeitmangel verabsäumt, ihm wieder näher im zelt zu begegnen, und nun sieht man ihn nur noch bei seltenen Parlamentsübertragungen.
    vdb war mein öko professor eines studiums, das ich nie abschloss
    er war der grund dass ich grün wurde und mich trotz fremdgängerischer speanzeleien im grossen und ganzen mit vernachlässigbaren ausflügen doch (fast) immer wieder für grün entschieden hab.
    wenn ich aber nun seh, wie so manche gesichter plötzlich die karrieregeilheit raushängen lassen, da vergeht mir grün irgendwie und ich seh vor mir wieder das völlig breite wahlspektrum, welches in wahrheit nur wenig ausschließt.

    Liken

  5. Auch danke …. fuer diese netten Zeilen Christoph! Es tut gut zu sehen, dass viele in der „gruenen familie“ die arbeit vdb’s zu schaetzen wissen… jedes ende ist auch ein anfang, aber im moment darf es uns auch erlaubt sein ein wenig „nachzutrauern“ – naemlich der tatsache, dass der wahrscheinlich kluegste, visionaerste und ehrlichste Parteiobmann aller in Oesterreich antretenden Parteien es in 11 Jahren nicht geschafft hat, in einer Regierung Verantwortung zu uebernehmen – das ist schade fuer Oesterreich. Wenn man bedenkt was vdb fuer die Gruenen und Oesterreich in der Opposition erreicht hat, kann man sich ausmalen, was in einer Regierungsfunktion moeglich gewesen waere…

    Liken

  6. Joschka war er nicht VdBs Rolle wird man erst in Jahren korrekt würdigen können. Im Moment läßt sich nur eines sagen: Als Figur hat er den „Beautiful Loser“ perfekt verkörpert, der – wenn man sich nichts vormachen will – der grüne Idealtypus ist. Grünsein heisst für die Mehrheit der Grünen äquidistant zum „System“ sein: Nah genug, um die Partei der Besserverdiener und Fortschrittsgewinner zu sein – fern genug, um an der Korruption des politisch-medialen Großkomplexes nicht anzustreifen. Schön genau in der moralisch verträglichen Mitte bleiben. Das hat VdB wie kein zweiter ausgedrückt, mit jeder Geste, jedem Wort. Der Subtext seiner Aura war: „Gewinnen“ (Mehrheiten, Regierungssitze) – Gott möge abhüten, der Kelch möge eine weiten Bogen um mich und uns schlagen. VdB war und ist das Gegenteil von Vizekanzler Joschka Fischer: Bomben auf Belgrad, Panzer nach Afganistan, Hartz IV/Agenda 2010, es lebe das Realitätsprinzip.

    Ob sich die deutschen Grünen davon je wieder erholen werden, mal sehen. VdBs Verdienst ist es ohne Zweifel: Er hat die Grünen nicht beschädigt, er hat den Geist der Grünen Idee intakt gehalten, er hat seinen Nachfolgern einen wohlgeordneten Hof hinterlassen. Ob sie diesen verkleinern, ganz verkaufen oder ausbauen, liegt an ihnen. Unter den Parteivorsitzenden des Landes, die (von Haider und Gusenbauer bis Schüssel und Molterer) ihre Höfe bis auf die Identitäts-Grundmauern abgebrannt haben, ragt er heraus.

    Liken

  7. VdB vdB war für mich der einzige Parteichef in diesem Wahlkampf, der halbwegs überzeugen konnte. Seine differenzierte Art und Weise (für einige vielleicht zu differenziert), seine leicht gekünstelte Aufregung und vor allem seine Selbstironie werden sicherlich fehlen.

    Inhaltlich wird er sicherlich die Partei weiter begleiten und sein Wissen zur Verfügung stellen. Der „neuen“ Führung sei ins Stammbuch geschrieben – Agieren statt Reagieren – klare Ansagen in thematischer Hinsicht, dann stellen sich diese Koalitionsversteckspiele auch nicht (eher mit den Roten oder doch mit den Schwarzen oder mit allen beiden). Stärkung der Kernfragen: Umweltschutz, Zuwanderung, soziale- und ökologische Marktwirtschaft. Das Wort „Alternative“ muss wieder ein Synonym für Grün werden.

    Zur neuen Führung:

    Ich denke, dass es Eva „Fußballgöttin“ Glawischnig schwer genug haben wird, sich durchzusetzen. Vor allem in Fernsehinterviews und Dískussionen, kann sie durch ihre aufgeregte Art die Inhalte nicht immer transportieren. Aber auch das lässt sich lernen. Wie wäre es, das deutsche Modell der realen Doppelspitze zu leben? Eva Glawischnig als Parteichefin und Alexander van der Bellen als Clubchef. (und ich meine nicht das Gemurks mit den geschäftsführenden Clubchefinnen etc. sondern eine reale Trennung zwischen Mandat und Funktion). Ein interessantes Experiment, das durchaus Vorbildwirkung haben könnte und es erlaubt eine Führung als Team zu etablieren.

    Liken

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.