12 Gedanken zu “Warum diesmal Grün?

  1. ich kann natürlich die hoffnung nachvollziehen, dass die internationale sonderstellung der österreichischen grünen erhalten bleibt, die darin besteht, dass sie aufgrund des vollkommenen fehlens einer originär liberalen politischen kraft dieses vakuum (zum teil) auffüllen können.

    allein: ich persönlich halte es für strategisch, längerfristig – im sinn der sache, und gerade auch im sinn der als unterscheidungsmerkmal betonten energiewende – für falsch. gemeinsam wären „wir“ – sag ich jetzt mal so augenzwinkernd – stärker als allein. bissl schade schon, dass die menschen zu dieser erkenntnis immer nur fähig zu sein scheinen, solange sie selbst die schwächeren sind…

    ich halt euch die daumen, dass ihr trotz des fehlens meiner stimme stärker werdet.

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  2. warum grün? weil sie viele meiner wünsche noch nicht erfüllt haben.
    wann gibt es das erste mal eine radgarage?
    selbst bei grünregierten bezirken tut sich gar nichts.
    die typischen Metallstangen sind zu wenig.
    ich möchte garagen haben, wo ich aufs rad steig und wegfahr. Bei einem Auto hat man auch den Komfort von Garagen: man braucht das tor nicht aufmachen, man startet den motor und fährt weg.
    bei radabstellplätzen: entweder hängt das rad, oder es stehn so viele räder in dem raum, dass es umständlich und zeitraubend ist es raus zu bekommen, oder man muss es stiegen hinauftragen.

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  3. Warum ich diesmal totzdem nicht grün wähle Sehr geehrter Herr Chorherr,
    es tut gut, wieder mal ihre Stimme auch akkustisch (und nicht nur in geschriebener Form) zu vernehmen.
    Wenn es in ihrer Partei mehr so Leute wie Sie an der Spitze geben würde, wäre es ein Leichtes für mich,
    Grün zu wählen, weil ich bei Ihnen wirklich das Gefühl habe,
    dass Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit keine Widersprüche oder leere Phrasen sind,
    etwas was ich sonst bei den Grünen leider nicht so finden kann.
    Deswegen wüschen ich mir (fast), dass die Grünen bei dieser Wahl % bzw. Stimmen verlieren,
    damit vielleicht – endlich- eine Kurskorrektur des öffentlichen Bildes stattfindet und
    die „echten Grünen“ wieder tonangebend werden.

    Mit herzlichen Grüßen und besten Wünschen für einen großen persönlichen Wahlerfolg,
    M.H.

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  4. Auch mir wurde es ehr viel leichter fallen, wenn Sie bei der Bundespartei an vorderer Stelle dabei wären.

    Umweltpolitik ist (zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung) einfach viel zu wenig präsent. Ich habe oft das Gefühl, das die grüne Spitze da zwar aus Pflichtgefühl dabei ist, aber nicht aus persönlichem Interesse.

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  5. Zu wenig grün als Argument gegen die Grünen? Sicher ist das Umweltthema in den Hintergrund geraten, obwohl das Thema von den Spitzenkandidaten jetzt im Wahlkampf doch wieder merklich angesprochen wurde. Leider setzte VdB in den TV-Konfrontationen fast nur auf die gutmenschlich-altruistische Klima-Argumentation und nicht auch auf die nationalökonomische Frage der Erdölverknappung. Beide Problematiken erfordern letztlich die gleichen Maßnahmen.
    Begeisterung, wie bei Christoph Chorherr, sieht man allerdings nicht.

    Aber man kann darauf vertrauen, dass sich die Grünen für Umweltpolitik einsetzen. Niemand ist grüner als die Grünen. Das kann also kein ehrlicher Grund sein, nicht grün zu wählen.

    @Michael Hoffmann:
    Dass die Grünen mit weniger Stimmen wieder fundamentalistischer, weil basisorientierter werden würden, habe ich auch mal geglaubt, diese These aber verworfen.

    Denn die Basis der Grünen ist eher eine gewisse soziale Schicht/Schichten die sich für viele Themen interessieren.

    Ich glaube auch gar nicht, dass die Grünen und das LIF sich die Wähler so sehr teilen, wie das immer angenommen wird. Die Wählerstromanalysen zeigen nur Korrelationen auf. Wenn das LIF zufälligerweise in jenen Wahlbezirken Stimmen verliert, in denen die Grünen im gleichen Ausmaß zugewinnen, dann wird das als Wanderung gewertet. Soweit ich weiß, werden Neuwähler (Jugendliche, Eingebürgerte) nicht berücksichtigt.
    Ich glaube daher, dass die Grünen einfach per Automatismus wieder ein zwei Prozent dazu bekommen. (gebildete Eingebürgerte, Kinder von Grünen und bürgerlich-urbanen ÖVP-Wählern) Durch das gesenkte Wahlalter wählen diesmal vier Jahrgänge mehr als bei der letzten Wahl.

    Das LIF macht meiner Meinung nach den Fehler, zu wenig den Wirtschaftsliberalismus in den Vordergrund zu stellen, um ÖVP-Wähler zu gewinnen. Da gäbe es ein großes Potential. Dafür müsste es neben Heide Schmidt ein Sprachrohr geben. Man hört, wenn man sich nicht näher informiert, fast nur die Distanzierung vom Neoliberalismus (Grundsicherung, Spitzensteuersatz).

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  6. Große Fehler der Grünen: Man stellt im Wahlkampf Themen in den Vordergrund, die die meisten Menschen nicht interessieren oder weniger wichtig sind. Da sind nicht immer die Medien daran schuld.

    Wichtig sind den Menschen: Inflation, Arbeit, Familie, Pension, …

    Wieso konzentrieren sich dann die Grünen so auf die Umweltthemen. Man kann ja genau so argumentieren, dass die zentralen Themen der Menschen im Vordergrund stehen.
    Da wäre es wichtig hervorzuheben, dass die Grünen Arbeit entlasten wollen, Arbeit schaffen wollen und dass die staatlichen Pensionen gesichert werden, etc.
    Man muss da nicht immer erwähnen, das Arbeit durch den Ausbau von erneuerbare Energien geschaffen wird.
    Die meisten glauben nämlich, dass gerade durch Investitionen in Umweltmaßnahmen so kostenintesiv sein werden, dass die Inflation noch mehr vorangetrieben wird und das Leben insgesamt teurer wird.

    Und Bildung ist sicherlich sehr wichtig. Aber auch das erkennen die Mehrzahl der Menschen nicht.
    Viele sind froh einfach nicht mehr in die Schule gehen zu müssen und damit nichts mehr zu tun zu haben.

    Man muss den Menschen den eigenen Vorteil vor die Nase halten, so wie das oft mit Wahlzuckerln geschieht. Das ist leider nunmal ein Grund wie die Parteien zu sehr vielen Stimmen kommen.

    Da wirken die Grünen eben sehr abgehoben. Mit jedem, mit dem man über die Grünen spricht, heißts immer: Bei den Grünen sind immer sehr verrückte Junkies, die kann man ja nicht ernst nehmen.

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  7. Eine konkrete Frage an cc Wieso erhalten eigentlich alle Parteien unterschiedliche Parteienfinanzierung/Wahlkampffinanzierung durch den Staat?

    Wäre es nicht demokratischer, fairer und gleichberechtigter, wenn jede Partei dieselbe Finanzierung zugeschossen bekäme bei einem Wahlkampf?

    So könnte der Staat nämlich auch hier sehr viel Geld einsparen, indem ein fixer Geldbetrag zur Wahlkampfgeldrückerstattung vorgesehen ist.

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  8. hoffentlich traut sich diesmal die spö zu einer minderheitsregierung.

    unwahrscheinlich von den 2 möglichen Koalitionen mit Mehrheit sehe ich: rot blau
    eher wahrscheinlich: rot schwarz

    die grünen haben eindeutig verloren. sie bleiben mit sicherheit in der Opposition.

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  9. ev. eine mögliche analyse eigentlich haben alle parteien stimmen verloren, die für die derzeitige EU Stimmung gemacht haben.

    bzö und fpö haben extrem „gegen die EU“ und „für Österreich“ gewettert, und das anscheinend mit erfolg.
    aber auch der ausländerwahlkampf ist immer wieder ein erfolg. eigentlich kein wunder, wenn österreicher generell als nörgler gelten.
    aber auch die tatsache: wer lauter schreit, wird gehört. scheint ev. zu stimmen.

    nachdem aber sicher noch viele wahlkarten ausgezählt werden, könnten die grünen sicher noch das bzö überholen. aber ein erfolg wäre das sicher nicht.

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  10. Frust Das Wahlergebnis ist frustrierend.

    Und frustrierend ist auch die erste Reaktion der Grünen. Es kommen wieder die typischen Argumente – die Wähler haben das heilsbringende Programm der Grünen nicht verstanden, die Grünen sind zu ehrlich für diese Welt, bla, bla, bla.

    Ohne Fähigkeit zur Reflektion kann es keine Verbesserung geben. Statt sich im Selbstmitleid zu baden, dass die Gruppe der Guten und Gerechten in Österreich eben nur 10% groß ist oder die Wahl kleinzureden, sollte man zur Abwechslung mal Selbstkritik üben und eigene Schwächen identifizieren.

    Es gibt sicher noch mindestens 10% in diesem Land, die Grün prinzipiell in Betracht ziehen, aber diesmal anders gewählt haben – dort muss man ansetzen.

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