raus aus Öl konkret

Rudolf Hanzalik ist Pensionist und wohnt in einer von 110 000 Haushalten, die von den Preissteigerungen bei Heizöl wirklich belastet sind: Er hat in seiner Wohnung eine Öleinzelheizung.
Bis heute vormittag.
So sollte unsere Energiewende konkret aussehen:

rechts hinten im Bild der alte bereits deaktivierte Ölofen.
Herr Hanzalik hätte für diesen in der kommenden Heizperiode um ca 1000 Euro Öl kaufen müssen.
Vorne ist bereits die Alternative angeschlossen.
Dank Unterstützung der Firma rika heizt jetzt ein Pelltesofen die Wohnung.
Seine Heizkosten werden heuer weniger als 400 Euro betragen, eine Ersparnis von 600 Euro.
Deswegen:


vergrösssern? anklicken!
Unsere Forderung:
Um rund 30 Mio/Jahr (ein im Vergleich zur Mehrwertsteuersenkung lächerlich geringer Betrag) Förderung könnten in kurzer Zeit alle Öl/Kohle-bzw Flüssiggas-Einzelöfen auf Pelltes umgerüstet werden.
Denn die Gesamtkosten (Ofen plus Installation) von 3000 Euro können sich viele nicht leisten.
Wir wollen für Einkommens-schwache 50% aus öffentlichen Mitteln zuschiessen.
Das würde kurzfristig sozial Schwache sehr wirksam finanziell entlasten.
600 Euro weniger fürs Heizen zahlen sind eine schöne Summe.
Und zusätzlich wirksam CO2 Emissionen reduzieren, mit dem klaren Ziel fossile Brennstoffe durch erneuerbare zu ersetzen.
Ausserdem profitiert die heimische Wirtschaft.
Rika produziert mit 200 Menschen in Oberösterreich.

6 Gedanken zu “raus aus Öl konkret

  1. vizebürgermeister die idee ist gut und verfolgenswert – eine antwort auf den heizkostenzuschuss-populismus anderer parteien. mich würden details dazu sehr interssieren – finanzierung, transport der pellets, modelle…

    Liken

  2. ich hoff das bsp. kommt in der nächsten diskussionsrunde vdb vs. prediger?!

    ich glaube, dass würde in der diskussion sehr gut kommen – konkrete bsp. vs dem abgehobenen gesülze

    lang lebe der feuersalamander!

    Liken

  3. Bauchweh ob der Preisentwicklung. Fragt sich, ob die Pellets auch so billig bleiben. Da gab es ja schon letztes Jahr Engpässe.

    Wäre es nicht am besten, den Pellet-Ofen sicherheitshalber parallel zum Alten zu installieren? Gibt es da Hybridmodelle?

    Beim Herrn Hanzalik geht es ja nicht um das Gewissen oder die Umwelt, sondern primär um’s Geld.

    Liken

  4. erste Schritte sind die wichtigsten Ich denke, dass genau diese Beispiele das Wort Energiewende viel griffiger, viel praktischer werden lassen. Wenn ich mir nur vorstell, welche Auswirkungen eine solche Aktion auf die Holzwirtschaft, auf die Installateure, die diversen Klein- und Mittelbetriebe hätte, die die teilweise grossartigen Heizsysteme entwickeln,… das wär ja fast ein richtiger Paradigmenwechsel… keine Abhängigkeit mehr von tausende Kilometer entfernt gefördertem Öl, hin zu effektiver Nutzung von lokal verfügbaren Rohstoffen.

    Ich hab zu diesem Thema ein paar Gedanken niedergeschrieben…
    http://www.czujan.com/2008/09/energiewende-intelligent-und-differenziert/

    Im Übrigen bin ich ein Fan deines Blogs geworden, danke für diese einerseits so „erdigen“ und andererseits hochintelligenten Ideen…

    Liken

  5. mal eine Frage Was ist denn der große Vorteil von Pellets gegenüber Holzbriketts (ich benütze seit 2005 letzteres)?

    Liken

  6. Ich frage mich schon seit längerem folgendes:

    „Wir wollen für Einkommens-schwache 50% aus öffentlichen Mitteln zuschiessen.“

    Wie wollen Grüne dafür sorgen, dass sich
    a. diese „Einkommensschwachen“ dafür interessieren, das ist selbst bei 100% Zuschuss meines Erachtens tendentiell fraglich, und dass
    b. aus Umweltsicht fast wichtiger, die „nicht Einkommensschwachen“ die Kosten in Kauf nehmen werden wollen.

    Weiters, wie sicher sind sich die Grünen, dass die derzeitige Kostenersparnis bei verstärkter Nutzung von Holz aufrecht bleibt und dass hier nicht „am Ende des Tages“ auf Basis öffentlicher Förderungen eine einkommensschwache Gruppe mit langfristig erhöhten Heizkosten überbleibt.

    Das sage ich als einer, der davon ausgeht, dass wir eben mit erhöhten Heizkosten pro Kilowattstunde leben werden müssen (und sich die entsprechenden Sparmassnahmen die zu der vom Preis signalisierten Verbrauchsreduktion führen dann auch „rechnen“). Aber ich mache mir Sorgen, dass das auf Kosten einer Gruppe ausgeht: Könnte es nicht auch sein, dass gerade die Einkommensschwachen aus einer Riskenabwägung heraus kurz- und mittelfristig auf Öl und Gas bleiben sollten, wohingegen die besser Gestellten bei diesen Massnahmen „vorangehen“ sollten?

    Liken

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.