Christoph Ransmayr interviewt Fred Sinowatz

Mai 1980.
Im Extrablatt, dem „illustrierten Magazin für Politik und Kultur“ (Eigendefinition):
Der Schriftsteller Christoph Ransmayr im Interview mit Kunstminister Sinowatz.
So beschreibt Sinowatz seine sozialistische Kulturpolitik:
Meine Utopie in diesem Bereich ist, Politik grundsätzlich zur Kulturpolitik zu machen.Denn Kulturpolitik, das ist für mich eine sinnvolle Fortsetzung der Sozialpolitik.

Hier das ganze Interview als scan (das war lange vor „Internet):
interviewsinowatz (pdf)

2 Gedanken zu “Christoph Ransmayr interviewt Fred Sinowatz

  1. Es ist Kultur … ob man seinen Mist in den Mistkübel wirft oder einfach fallen lässt.
    Es ist Kultur, ob man pfleglich mit seiner Um – Welt umgeht oder so tut, als wäre alles wurscht.
    Es ist Kultur, was uns von den Schweden unterscheidet (wo man Leute nicht durch Strafandrohung zwingen muss, Hundekot wegzuräumen, wo Campingplätze blitzsauber sind, weil es niemandem einfallen würde, seinen Schmutz zurückzulassen),
    und es ist Kultur, was uns von einigen Ländern unterscheidet, von denen wir derzeit „kulturell bereichert“ werden.

    Kultur ist die Voraussetzung für Umweltschutz.

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  2. zum interview: meine erste assoziation ist – schon allein, was das niveau der auseinandersetzung betrifft – dass die nachlese dieses alten interviews einen krassen verfall der politischen kultur seitdem aufzeigt. und zwar schon weil die intellektuellen voraussetzungen in der regel fehlen…

    und das ist jetzt kein „früher war alles besser“, ich fürchte es ist eher ein spezifisch österreichisches problem, das zumindest auch mit dem aufstieg und der politischen methodik jörg haiders zu tun hat. schon wenn ich eine xbeliebige deutsche politdiskussion ansehe bin ich regelmässig schockiert, wie tief das niveau der teilnehmer bei uns im vergleich dazu ist…

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