Abgründig

„Todesstrafe für Kinderschänder“
Bei uns wagt das (noch) nichteinmal jemand aus dem Trio Westentaler, Haider, Strache.
Es ist, welch Errungenschaft der Zivilisation, ein Tabu in Europa.
Abgründig tief ist die kulturelle Kluft zu den USA.
Genau das, „Todesstrafe für Kinderschänder“ verlangt jetzt ausgerechnet Obama.
Ich kann mich erinnern, wann ich das erste mal das starkes Gefühl hatte, Europäer zu sein.
Vor vielen Jahren in den USA.

3 Gedanken zu “Abgründig

  1. Ja, da bin ich auch von ganzem Herzen europäisch.
    Nicht einmal die letzten Meldungen über die vielen zu unrecht Verurteiten in der Todeszelle belehren die Anhänger der Todesstrafe….
    Es ist beschämend.
    Obama ? Ausgerechnet ? Ich habe kein Zweifel daran, daß er „im Notfall“ auch pragmatisch Populismus betreibt.

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  2. Die Kommentatoren in den USA sind sich einig: Obama hat einiges aus den Fehlern von Michael Dukakis gelernt (siehe US-Wahlen ’88).
    Trotzdem ist klar: Barack Obama unterstützt die Richter die hinter dem Urteil stehen – und ist sicher kein Hardliner in Punkto Todesstrafe. Die Liberalen stehen geschlossen hinter Obama – was McCain von den Wertkonservativen und sich kaum behaupten kann.

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  3. Naja, was soll er tun? Die Bevölkerung steht mit deutlicher Mehrheit hinter der Todesstrafe. Und die Sorge vor „child predators“ überschattet in den USA so ziemlich alles. Wenn auch nur irgendeine strafrechtliche Erleicherung Kinderschänder (wie auch immer man die überhaupt definieren mag …) durchklingen läßt, kostet ihn das die Präsidentschaft.

    Übrigens: Strafrecht ist ohnehin Sache der einzelnen Staaten. Daher würde ich die Aussage nicht überbewerten.

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