3 Gedanken zu “Zeit für Sinnvolles

  1. Der letzte Satz Ein wie immer sehr spannender Beitrag.

    Der letzte Satz hinterlässt bei mir jedoch einen fahlen Nachgeschmack. Nicht, weil ich den tragischen Anlass für ein Argument missbraucht sähe, das ist legitim. Sondern weil er suggeriert, dass sozial gestörte Jugendliche ein Resultat von zuwenig Beschäftigung von Erwachsenen mit Jugendlichen (oder Kindern) sind.

    Das riecht etwas nach konservativer Weltsicht, die „Erziehung“ als etwas von Erwachsenen für Jugendliche begreift – mit Konsequenzen wie zuhause festgenagelten Müttern und fehlenden Kinderbetreuungseinrichtungen. (Eine Weltsicht, die ich dir nicht unterstelle.)

    Ich verstehe „Erziehung“ eher als etwas, das informell im sozialen Raum passiert, der durch die Verkleinerung der Familienstrukturen so nicht mehr existiert. Und als etwas, das vor allem unter Gleichaltrigen stattfindet. Wofür leider oft die Voraussetzungen fehlen, vor allem im frühen Kindesalter.

    Beides – die Frage nach der sinnvollen Verwendung freier Zeit und die Frage nach „Erziehung“ – sind spannende Themen. Die Verknüpfung der beiden ist m.E. aber ein bisschen an den Haaren herbeigezogen.

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  2. Danke! Hi Christoph, danke für die Verlinkung – freut mich sehr, wenn dich mein Input zu diesem Kommentar angeregt hat – finde den Kommentar sehr gelungen!

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  3. eines verstehe ich nicht. In dem Artikel steht, dass die Freizeit immer mehr wird. Gleichzeitig lese ich in Zeiten wie diesen immer wieder, dass die Überstunden ansteigen und daher immer länger gearbeitet wird.

    Wie passt das zusammen?

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