jetzt wird´s wirklich eng

Bisher haben „sie“ abgewiegelt.
Nein, es gibts genug Öl.
Und die Förderländer werden es auch liefern können.
Nein, nein , es gibt keine grundsätzliche Krise.
„Sie“ sind die Gralshüter des fossilen Energieestablishments.
Die IEA .
Sie geben mit dem energy outlook die jährliche Bibel heraus.
Und jetzt das.
Ihr Chefökonom spricht das bisher Unaussprechliche aus:

Wir sollten das Öl verlassen, bevor es uns verlässt.

und er bestätigt weiter, was bisher streng tabu war:
Energiehunger trifft Energieknappheit: Während die Nachfrage nach Öl wächst, sinkt die Förderung – es drohen Lieferklemmen, eskalierende Preise, Inflation.
Eigentlich müsste man dieses Gespräch
auf den Titelseiten unserer Medien lesen
statt dessen werden uns die Ohren vollgesäuselt, wie toll weltweit der Autoabsatz steigen wird:
Siehe dieser Bericht über enorme Zuwächse in der Autoproduktion
Und die sollen und werden mit Öl fahren.
Wo soll das herkommen?
Hintergrund:
Dr. FATIH BIROL, geb. 1958 in der Türkei, ist Chefökonom und Leiter der Abteilung Wirtschaftliche Analyse der Internationalen Energieagentur (IEA) in Paris. Er ist verantwortlich für den World Energy Outlook, die wichtigste Publikation der IEA zu Energiemärkten und -ressourcen.

2 Gedanken zu “jetzt wird´s wirklich eng

  1. Aufklärungskampagne Die Medien berichten schon immer wieder über Peak-Öl. Leider übernehmen sie immer dann, wenn der Ölpreis einen neuen Rekord erreicht immer die ad-hoc Erklärungen der Analysten. (geborstene Pipeline in Nigeria, defekter Öltanker hier, politische Unruhen da) Ein derartiges Ereignis kann man freilich immer finden, um eine Preissteigerung zu „erklären“.

    Wichtig wäre eine Aufklärungskampagne. Die Österreicher müssen darüber informiert werden, dass der Sprit und Energie generell knapp und immer teurer werden. Man muss den Menschen vermitteln, dass es in ihrem eigenen Interesse ist, sich darauf einzustellen und ihre Abhängigkeit vom Auto zu reduzieren.

    Ökosteuern werden da nichts bringen, weil sie künstlich sind. Und das Klimwandel-Argument wird auch kaum jemanden beeindrucken. Nur wenige Leute werden aus Gewissensgründen auf Benzin verzichten, der dann ohnehin von jemanden anderen verbraucht wird.

    Hier muss man an die Menschen als vernünftige und eigennützige Marktteilnehmer appellieren.

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  2. Öl gibt’s massig Mit der Taktik, das Öl geht zu Ende, wird kein Umdenken bzw. Um-Handeln zu erreichen sein. Denn Erdöl gibt es in rauhen Mengen (riesige Vorkommen in S-Amerika, die gerade erst entdeckt werden, riesige Vorkommen in N-Russland und unter der Arktis, vermutlich auch riesige Vorkommen in der Antarktis), das reicht locker noch im gesamten 21. Jhdt. für alle Wachstumsstaaten.

    Dh. zielführender wäre die Taktik, den Menschen klarzumachen, dass immer mehr Individualverkehr die Lebensqualität des unmittelbaren Umfelds einschränkt. Man braucht sich nur die Veränderungen in Wien in den letzten 10, 20 Jahren anzusehen. Wo früher 2x tgl. gestaut wurde, wird heute durchgehend gestaut. Die Parkflächen werden dank SP-Politik immer mehr. City-Maut gibt’s dank SP-Politik keine. Der öff. VK ist dank SP-Politik unzureichend (ich warte mit Freuden auf den Zusammenbruch während der EM) und kann keinen Autopendler zum Umsteigen animieren.

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