5 Gedanken zu “vor dem Klima sind alle gleich!

  1. Auch mal kleinere Autos Bei der Diskussion um große und kleine Autos stelle ich mir natürlich die Frage, warum ich den kleinen ressourcensparenden Wagen nicht als Unternehmer in Österreich von der Vorsteuer absetzen kann?

    Aber wie immer gilt auch hier: Großes, starkes Auto = Erfolg und Macht. Nur, muss der Staat das indirekt „fördern“?

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  2. vom entkoppeln … hab ich hier schon geschrieben:

    http://laurenzennser.twoday.net/stories/4570373/

    es geht hier um die fundamentale frage, ob wachstum in einem ausmaß wie bisher auch bei sinkendem ressourceneinsatz (nicht nur energie, öl, kohle, sondern auch luft, wasser, erze, boden, holz, etc.) möglich ist. nur wenn die absolute entkoppelung gelingt, dann ist wohlstandsgewinn mit nachhaltiger entwicklung vereinbar. bis jetzt ist in der praxis die relative entkoppelung (d. h. die benötigte menge energie pro bip-einheit sinkt über die jahre) das höchste der gefühle. das bedeutet zumindest, dass mit effizienz einiges möglich ist. und da gibt es für die politik viel zu tun (raumwärme, spritverbrauch, stromsparen, …). was aber – und hier wird’s spannend –, wenn uns effizienz im ressourceneinsatz allein nicht zu umweltverträglichen nutzungsniveaus bringt? was, wenn – und diese möglichkeit besteht zumindest theoretisch – unser wohlstandsniveau auf nachhaltige art und weise nicht aufrechtzuerhalten ist?

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  3. Nicht alle gleich Wir sind vor dem Klima nicht alle gleich – wir (die reichen Länder) haben das notwendige Geld, die nötigen gesellschaftlichen Strukturen und die erforderlichen Technologien, um mit den Auwirkungen des Klimawandels weitgehend umgehen zu können.
    Für uns wird das Leben einfach nur „teurer“ und ja, natürlich im Einzelfall auch etwas gefährlicher. Aber wir sind bei weitem nicht so betroffen von den Auswirkungen des Klimawandels wie Inder oder Bengalen. Auch hier ist die Welt ungerecht, wir haben wieder Glück.

    Für die angesprochene geisteswissenschaftliche Debatte haben Sie, Herr Chorherr, ja mit glaube ich diesem Artikel (http://chorherr.twoday.net/stories/3434276/ – leider nicht mehr abrufbar) ohnehin einen wichtigen Beitrag geliefert – die Frage ist, ob wir es vor uns verantworten können, andere durch den nachweislich von uns gemachten Klimawandel ins Elend zu stürzen.

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  4. Noch schlafen die Grünen! So meine Variation des letzten Satzes von CCs Presse-Kommentar. Mit dem seit Monaten zur Schau gestellten „Enthusiasmus“ der Grünen in Österreich wird sich in der Politik nichts ändern. Nur Schönwetterreden (so wie VdB gestern in der ZiB) und dem Prinzip Hoffnung (auf bessere Wahlergebnisse) wird es nicht getan sein.

    Auch dieser Blog hier wird die Welt nicht verbessern, da nämlich – wie überall im Internet, wo man die große Masse wähnt – in Wahrheit nur immer dieselbe Handvoll Leute ihre Meinung abgibt.

    Ich wünsche mir zum neuen Jahr von den Grünen ENDLICH handfeste Ergebnisse ihrer seit über 20 Jahren vertretenen Politik. Im Kleinen, also konkret zB in der Verkehrspolitik oder bei der Stadt- und Flächenwidmungsplanung. Wo bleibt die Kampagne für eine Citymaut? Wo die permanente Anprangerung des unzureichenden öffentlichen Verkehrs? Wieso wird nicht täglich die ständige (verkehrsbedingte) Verringerung der Lebensqualität in der Stadt thematisiert? Wo ist die Unterstützung für Kleinunternehmen der Nahversorgung?

    Wenn die Grünen nicht bald aufwachen und arbeiten, als ginge es um den Wiedereinzug in den NR, wird sich Ihr Anteil Richtung 10% reduzieren (und der der FPÖ Richtung 20% erhöhen)! Mir ist diese Lethargie völlig schleierhaft!

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  5. Immer wieder Kollektivschuld Eigentlich sollte man sich ja bestärkt, motiviert und bestätigt fühlen, wenn man als Radfahrer, Energieverbrauchs-Optimierer, nicht Konsumsüchtiger und Grünwähler einen Artikel eines Grünpolitikers liest oder ein Interview hört.

    Stattdessen wird man häufig per Kollektivschuld in die Ecke gestellt. Da heißt es WIR Europäer, WIR Industrienationen, WIR Österreicher, …
    Wie komme ich eigentlich dazu, in einem Atemzug mit shoppingsüchtigen SUV-FahrerInnen genannt zu werden? Vor den Auswirkungen des Klimas mögen wir alle gleich sein, aber die Verantwortung für die Klimaveränderung ist zu einem großen Teil eine individuelle. Ich persönlich erfülle das Kyoto-Ziel problemlos.

    Nicht nur die Verantwortung, auch die Lösungsansätze werden vom einzelnen hin zu irgendwelchen Institutionen verschoben.

    „Die Technik dazu ist ausgereift, große Teile der Bevölkerung wären gerade in Österreich bereit diesen anspruchsvollen Weg zu gehen. Noch schläft die Politik.“
    Ja, die Technik ist ausgereift und billig. Man nennt sie Fahrrad und die Autofahrer sind ganz offenbar nicht gewillt sie nutzen obwohl ein sehr großer Teil das könnte.
    Und auch beim Autokauf wird selten der kleinste und verbrauchsärmste Benzin- bzw. Dieselmotor gekauft, der noch dazu die billigste Variante wäre. Alle, die das nicht tun, können mir niemals weismachen, dass sie sich Kauf und Verwendung des Autos rational oder im Sinne der Umwelt überlegen. Und genau da liegt der Hund begraben und nicht bei den Autokonzernen oder anderen Institutionen.

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