generelles Lob, Kritik im Detail

Die Regierung will die Besteuererung beim Autokauf ändern.
Spritfresser sollen deutlich mehr zahlen, sehr sparsame Autos sogar einen Bonus bekommen.
Dieser Schritt ist eindeutig begrüssenswert.
Wer sich einbildet einen Porsche oder ein ähnliches Gefährt zu kaufen, wird in Zukunft 4000 Euro und mehr zahlen.
Hier die Details dazu.
Ich mach mir keine Illusionen: Viel wird das kurzfristig nicht ändern.
Aber der Druck auf die Autoindustrie wird wachsen, der Energieeefizienz höheres Augenmerk zu schenken, und jene, denen es doch ums Börsel geht, werden sich dadurch in dubio vielleicht doch für das sparsamere, weil billigere Auto entscheiden.
Einen deutliche Schönheitsfehler hat der derzeitige Vorschlag:
Warum z.B. eine VW Polo blue motion, der weniger Sprit verbraucht und auch weniger CO2 ausstösst als ein Toyota Prius geringer (300 Euro) unterstützt wird als der Hybrid (500 Euro)ist nicht einzusehen.
Letzlich gehts nicht um die Technologie, sondern um das, was hinten herauskommt.
Hier muss eindeutig nachgebessert werden:
Ausschliesslich der CO2 Ausstoss soll Bemessungsgrundlage sein.
Und sinnvollerweise sollte das zusätzlich dadurch hereingebrachte Geld für die Energiewende (Ökostromgesetz?)zweckgebunden werden.
Das könnte auch die Akzeptanz noch mehr erhöhen.

4 Gedanken zu “generelles Lob, Kritik im Detail

  1. Mein Aber… … Besteuerung beim Autokauf erhöht die (Fix-)Kosten des Auto-Habens und relativiert damit den variablen Kostenanteil des Auto-Nutzens noch weiter.

    Hat man also mal gekauft („Augen zu und durch“ – egal ob ökonomisch sinnvoll oder nicht) – dann wirkt der ökonomische Druck, die Investition nun auch intensiv zu nutzen umso stärker umso höher der Kaufpreis war.

    Wirklich sinnvolle CO2-Besteuerung kann daher nur beim Auto-Nutzen ansetzen… eine Binsenweisheit.

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  2. blue motion nicht das gelbe vom ei umgekehrt gibt es hybrid-modelle, die nicht wirklich unterstützenswert sind: die hybrid-fahrzeuge von lexus haben alle einen CO2-ausstoß von um die 200g/km. klar, ohne hybrid hätten sie wesentlich mehr, aber umweltfreundlich ist trotzdem anders.

    zum vw’s blue motion: ich versteh die positive publicity eigentlich nicht, die vw da bekommt (auch vom umweltminister). die sprit-spar-maßnahmen sind recht konventionell und haben wenig ausbau potenzial für die zukunft. da wurde einfach am bestehenden fahrzeug ein bissl optimiert, aber noch weniger luftwiderstand, noch längere übersetzungen etc. werden nicht möglich sein. zukunftsweisend ist deshalb anders.

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  3. Der Fahrgast… … einer Schnellbahn bis Eisenbahn verursacht übrigens – natürlich auch abhängig von der Stromerzeugungsart – durchschnittlich in etwa 60 bis 100 g/km. Nur zur Vervollständigung der Diskussion, weil man daran sieht, dass selbst eine „CO2-Schleuder“ mit 200g/km ab rund drei Fahrgästen „konkurrenzfähig“ wird…

    Es hängt also massiv davon ab, wie man das Auto nutzt. Eine fünfköpfige Familie, die ein grösseres Auto vorwiegend für gemeinsame Wochenendausflüge nutzt verhält sich sozusagen „vorbildlich“ – und peckt trotzdem. Genau dieser Umstand könnte daher auch umgemünzt werden in ein Argument dafür, dass man bei grösseren Autos eben die Antriebsart berücksichtigt…

    Letztlich gehts nämlich um das, was hinten *pro Person* rauskommt… 🙂

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  4. CO2 besteuern Ich sehe das wie cc, nicht der Motor darf Grundlage des Systems sein sondern ausschließlich der CO2 Ausstoß.
    Beispiel Loremo: ein hocheffizientes Auto das 2009/2010 auf den Markt kommen soll, 2l/100km (50g CO2) verbraucht und damit einen neuen Maßstab in Sachen Verbrauch setzt, aber nur einen „gewöhnlichen“ Dieselmotor hat.

    Wieso soll so ein Auto weniger begünstigt werden als ein Hybrid wenn es um einiges umweltfreundlicher als zb. ein Prius ist?

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