2 Gedanken zu “Mit Kettensäge Butter schneiden

  1. Grüne Betonierer Das beschriebene Beispiel Südafrika zeigt für mich – stellvertretend für einen ganzen Globus an „Emerging Economies“ und den in diesen Ländern auf bessere Lebensumstände hoffenden Menschen – dass grünes Gedankengut mit seiner einbetoniert ideologischen Ausklammerung der Option Kernkraft mittlerweile zu einem Teil des Problems geworden ist.

    Das 21. Jh konfrontiert uns aus heutiger Sicht mit zwei globalen, zentralen Herausforderungen: 1. Die Anhebung des Lebensstandards aller Menschen auf ein heutigem Wissen und heutigen Möglichkeiten entsprechendes besseres Niveau. 2. Gleichzeitig die zumindest ausreichende Entschärfung der Klimaproblematik.

    Die gute Nachricht: Das ist bereits mit heutigem Wissen zu schaffen. Die schlechte Nachricht: „Perfekt“ wirds nicht werden, wir werden die Kernkraft für zumindest 100 Jahre brauchen, bis wir mit besseren Alternativen weit genug sind. Die UNO schlägt bereits genau diesen Weg vor um den Spagat der kommenden 50 Jahre irgendwie zu schaffen: Umschichtung der Investitionen in Erneuerbare Energien UND Kernkraft, gleichzeitig Zurückfahren fossiler Energieträger und insbesondere auch der (todbringenden) Kohle. Die UNFCCC Experten sind sicher nicht irgendwelche Wappler, sondern die verstehen ihr Geschäft und haben eine globale Perspektive.

    International fordern zahlreiche renommierte, eigenständig denkende Umweltexperten seit langem genau diesen Weg, zB der Greenpeace Mitbegründer und spätere Dissident Patrick Moore, oder zB James Lovelock wird sicher einigen bekannt sein. Einen ganz guten Überblick über diese Bewegung kann man sich unter http://www.ecolo.org/ verschaffen.

    Auch der schwedische Vorsatz „raus aus dem Öl“ denkt im Stromerzeugungsbereich neben 50% Wasserkraft (die glücklichen…) auch 50% Kernkraft mit. Diese rund 50% zumindest mal bis 2050 verlängerte Kernkraft werden dabei besonders gern unter den Teppich gekehrt, wenn Grüne auf das schwedische Vorbild verweisen.

    Es wäre höchst an der Zeit uralte Überzeugungen angesichts neuer Erkenntnisse zu hinterfragen, uraltes Wissen unvoreingenommen aufzufrischen und in Folge mal eine ehrliche grüne Option zu entwickeln. Diese müsste einen Prioritätenkatalog umfassen an dessen Ende zu lesen wäre, dass im Zweifel besser in Kernkraft als in Kohlekraft zu investieren wäre. Es reicht nämlich nicht, sich mit den oberen Einträgen dieser Prioritätenliste zu befassen (Effizienz inkl Bau und Städtebau, Erneuerbare Energien, etc.) Denn leider wird wohl nicht das obere, sondern das UNTERE Ende dieser Prioritätenliste massgeblich darüber entscheiden, ob die genannten zwei zentralen Herausforderungen des 21. Jh. gleichzeitig bewältigbar sein werden.

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  2. Grüne Wirtschaft sucht MitWISSerInnen! Es passt zwar nicht ganz zum Posting, aber da hier sicher viele potentiell Interessierte vorbeischauen:

    Die Grüne Wirtschaft ist im Wachsen und sucht ambitionierte Menschen, die sich für eine nachhaltige Energie- und Wirtschaftspolitik in Österreich einsetzen. Die Engagiertesten und Motiviertesten haben die Möglichkeit, sich bis zum 16. September 2007 unter http://www.mitgutemgewissen.at zu bewerben.

    Für Interessierte gibt es auch noch weitere Schwerpunkte: Filmfrühstück und geWISSENstour!

    http://www.mitgutemgewissen.at
    lg, Grüne Wirtschaft

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