Falsch!

Heute wurden die U-Bahnausbaupläne bekannt.
Einiges davon ist schlicht richtig,
eines jedoch völlig falsch.
Zum Richtigen: für das Flugfeld Aspern im 22. liegt ein brauchbares chancenreiches Entwicklungskonzept vor.
Dafür, aber auch als Alternative zum Auto (Tangente) ist die U2 Nord eine richtige Entscheidung.
Richtig auch, die U6 nach norden weit nach hinten zu schieben (Dort fahren bereits Strassenbahnen, der Zeitgewinn wäre marginal und extrem teuer) sowie die U4-Auhof nicht zu bauen (ausser man will, dass sich der Auhof wie der Wienerberg entwickelt.
Falsch ist es, die U1 Süd vor der U2 Süd zu bauen.
Denn diese Entscheidung heisst: Zersiedelung rund um Rothneusiedl hat Viorrang vor innerstädtischer Entwicklung.
Die U2 Süd würde den grosse Entwicklungsraum im Süden dses neuen Zentralbahnhofes erschliessen, ebenso das Arsenal und Eurogate.Alles weit unternutzte innerstädtische Lagen.
Für all diese bereiche gibt es fortsgeschrittene Entwicklungspläne und „rundherum“ existiert „Stadt“ bereits.
Ganz anders in Rothneusiedl.
Dort ist Acker und die S1.
Wie dort eine Entwicklung aussehen wird möchte uns Stronach vorhüpfen.
Aber das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.

7 Gedanken zu “Falsch!

  1. Richtig! Das ist falsch. Ich hoffe speziell weiterhin darauf, dass die TU Wien in das brachliegende Südarsenalgelände kommen könnte. Diese Variante ist ua auch eng verknüpft mit dem Zeitpunkt der U2 Südfertigstellung…

    Gefällt mir

  2. Ich verstehe die Kritik an der U1 Südverlängerung*. Ich verstehe aber nicht so sehr die Begeisterung für die U2 Süd. Das Gebiet ist durch die eben erst ausgebaute und Null ausgelastete S7 erschlossen. Die S7 könnte dank neugebauter Trasse einer U-Bahn gleichwertig betrieben werden (bzw. schneller dank weniger Stationen), fährt allerdings nur im 30 Minuten Takt, derzeit. Das einzige Problem ist die überlastete Stammstrecke, das wäre aber lösbar**. Eine Taktverdichtung auf der S7 auf zumindest 15 Minuten (evt. 10 oder gar 7,5 Minuten in der fernen Zukunft) würden diese bereits fertige Strecke enorm aufwerten und es würde neben dem Stadtentwicklungsgebiet auch das „Hinterland“ bis zum Flughafen profitieren, ohne einen Cent an baulichen Maßnahmen.

    Mit der bloßen Frequenzsteigerung einer bestehenden Linie (und evt. ein paar Adaptierungen beim Zubringerverkehr) könnten somit gelöst werden:

    Anbindung St. Marx
    Anbindung Flughafen
    Anbindung weiter Teile des 11. Bezirks (u.a. Geißelberg, aber auch Teile Kaiserbersdorf)
    Anbindung von Schwechat und Umland

    Zusätzlich, wenn auch aus grüner Sicht vllt nicht ganz populär, könnte mir einer Park and Ride Anlage im Bereich der Station Mannswörth der Individualverkehr von der S1 und A4 (liegt genau am Schnittpunkt) außerhalb von Wien abgefangen werden, die Fahrzeit von rund 20 Minuten ins Zentrum ist unschlagbar, aber 30 Minuten Intervalle sind einfach nicht attraktiv genug.

    Hätte das nicht mehr Sinn als zu überlegen wo man neue Löcher in die Erde graben kann?

    *) Die Südverlängerung in der derzeitigen Form ist sicher nicht sinnvoll, aber eine Verlängerung bis zum alten Landgut (ohne Zwischenhalt!) kann durchaus Sinn machen, natürlich unter Beibehaltung des öffentlichen Oberflächenverkehrs, ins besondere des 67er für Kurzstrecken.

    **) Die Stammstrecke kann angeblich (besonders wegen dem Nadelöhr Rennweg) keine weiteren Züge aufnehmen. Eine Alternative wäre es, bei einem 15 Minuten Takt, die zusätzlichen Züge zum Hauptbahnhof zu führen (d.h. statt St. Marx-Rennweg-Wien Mitte von St. Marx direkt zum Hauptbahnhof). Damit wäre eine direkte Anbindung Flughafen Hauptbahnhof UND Wien Mitte gewährleistet, bei der Fahrt von und zum Flughafen sind sicher möglichst wenige Umsteigevorgänge von Vorteil.

    Gefällt mir

  3. Rothneusiedl vs. Aspern Ich verstehe ehrlich gesagt die Begeisterung für das Projekt Flugfeld Aspern nicht ganz. Denn die Gegend um das Flugfeld ist mindestens genauso eine Pampa wie Rothneusiedl… Was an Infrastruktur existiert dort? Warum forcieren die Grünen nicht innerstädtische Revitalisierungsprojekte? (Aufkaufen von Wucher-Zinshäuserblocks, Schleifen und Bauen von Alt-Erlaa II)

    Auch die Weigerung CCs, den Bedarf an schnellen, hochrangigen Verkehrsmitteln einzusehen, verwundert mich etwas. Die Straßenbahn von Stammersdorf nach Floridsdorf (U6, S-Bahn) fährt ca. 20 Min., die Reisezeit eines fiktiven Studenten aus Stammersdorf an die Hauptuni beträgt rund 1 Stunde!! (s. vor.at)

    Der öffentliche Verkehr in Wien ist nach wie vor keine Alternative für Auto(ein)pendler.

    Gefällt mir

  4. Ubahn U1 Hi Christoph,
    ich habe – voll entsetzen – heute ein Statement von dir lesen müssen (auf orf.at), wo du die U1 Verlängerung in Richtung Rothneusiedl kritisierst.
    Ich bin circa 500m entfernt von der (meines Wissens nach) geplanten Station aufgewachsen (ja, der Anfahrtsweg in die Walz war langwierig *g*) und kann der Verlängerung nur positiv gegenübertreten, auch wenn ich nun nicht mehr dort wohne (spielt denke ich bei der Meinungsbildung eine Rolle, deswegen erwähne ich es).
    Rothneusiedl ist ein Knotenpunkt, rund um die Station parken die Frühaufsteher, ergattern sich rechtzeitig auf der Bahnlände einen Platz und fahren mit der (schon in frühen Stunden) überfüllten Linie 67 zur U1.
    Gegen 8 Uhr bricht jeden Tag und das seit ich auf der Welt bin ein Chaos auf der Favoritenstraße (Rothneusiedl stadtein/auswärts) aus und hält an, bis die Schüler/Arbeitnehmer ihren Zielort erreicht haben. Meistens liegt dieser entlang der Favoritenstraße, wo dann die Autos geparkt werden und auf die Linie 67 ggf. schon U1 (falls man nahe genug an den Reumanplatz rankommt) zurückgegriffen wird.

    Das Argument „Ackerland und die S1“ dreht mir den Magen um, da es irgendwie so .. typisch Politiker ist .. Dort braucht keine Entwicklung stattfinden um eine Ubahnstation zu beleben, denn diese ist seit Jahren schon von Nöten.
    Hast du dir selbst schon ein Bild davon gemacht, oder wie bist du zu deiner Ansicht über „Rothneusiedl“ (meines Wissens wird Ende Favoritenstraße/Anfang Himbergerstraße eine Station sein (passend an der Bahnlände *g*)) gekommen?

    Abgsehen davon hätte der beste Dönerstand, der Picobello, mehr Kundschaft *g* ..

    Bitte überdenk deine Meinung über das U1 Projekt noch einmal, oder überzeug mich meine zu ändern 😉

    liebe grüße
    alex

    Gefällt mir

  5. U-Bahn Wien die Geisterbahn Also mir ist es echt ein Rätsel wieso man die U2 Richtung Flugfeld so forciert?
    Sieht man sich das Gebiet im Stadtplan oder Google Earth an sind nur Schrebergärten, Äcker und das Flugfeld zu sehen. Welche gewaltigen Völkerumsiedelungen müssen stattfinden damit die U2 dort 2013 auch nur ansatzweise ausgelastet ist. Wenn hier die U6 Siebenhirten und U1 Leopoldau wegen zu geringer Auslastung kritisiert werden, dann kann das Flugfeld doch nur ein Witz sein (ein mit 358 Mio Euro sehr teurer).
    Bis nach Aspern ist es sicher sinnvoll und bei entsprechend großen P&R Anlagen auch eine gewisse Entlastung für die A23, aber bis zum Flugfeld?? Als ob es in Wien nicht genug Gebiete gebe die wesentlich näher am Zentrum sind die es zu Entwickeln gebe: Nordbahnhof-Gelände, Nordwestbahnhof, Südbahnhof Viertel, Sankt Marx, Arsenal, Bereich zwischen Floridsdorf und Kagran usw.

    Bei der U1 Süd das selbe in Grün bzw. Rot, bis zur Per-Albin-Hansson Siedlung ok, aber danach die nächste Geisterbahn durch Wiesen und Äcker.

    Ansonsten stimme ich zu dass innerstädtische Lagen priorisiert gehören um der Zersiedelung Einhalt zu gewähren, nur eine U5 Hernals-Alser Straße-Rathaus wurde wieder mal vergessen..

    Gefällt mir

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.