9 Gedanken zu “Ketzerisches zur U-Bahn

  1. wiedermal… …überaus treffend. denke nur, dass es einiges an irritationen hervorrufen könnte a la „aha die grünen sind gegen die öffis“ … man hätte das konzept der straßenbahnen vielleicht treffender herausstreichen müssen…

    Gefällt mir

  2. Lieber Herr Chorherr, Sie leben vermutlich in sehr urbanem Bereich und definitiv nicht westlich von Auhof, oder östlich der Großfeldsiedlung, .

    Dann wüßten Sie nämlich, daß es mittlerweilen höchst mühsam geworden ist nach Wien einzupendeln und in Wien gibt es nun mal Arbeitsplätze und in Niederösterreich eher nicht. Die meisten Bezirke sind mit Parkpickerl versehen, von denen ein Auswärtiger dies ohnehin oft gar nicht ersehen kann. Das Service der ÖBB hinkt dem Bedarf meist mindestens eine Dekade hinterher und ist vielerorts qualitativ sehr dürftig.

    Und natürlich wird nicht jeder in die Bezirke innerhalb des Gürtels ziehen, damit er / sie mit der U-Bahn zur Arbeit fahren knn.

    Gefällt mir

  3. Das dieswöchige Magazin der NYT …sieht maßgeschneidert für Herrn Chorherrs Interessen aus. Der Hinweis an dieser Stelle (diesem speziellen Weblog-Eintrag) ist wohl etwas deplatziert, aber diese Neuigkeit will ich trotzdem weitergeben.

    New York Times Magazine vom 20.5. 2007: Special „Ecology & Architecture“

    http://www.nytimes.com/pages/magazine/index.html
    (Der Inhalt dieser Seite ändert sich mit dem Erscheinen der Magazine-Ausgabe von nächstem Sonntag. Für NYT-Novizen: Eine kostenlose Registrierung ist wohl notwendig, um die Artikel zu lesen.)

    Gefällt mir

  4. CC’s Denk- und Rechenfehler 1. Ja, U-Bahnen kosten (viel) Geld und sind nicht immer voll ausgelastet – nun, fehlende Wirtschaftlichkeit ist aber das Kriterium für öffentliche Güter! Und, ein Vergleich zw. U-Bahnkosten und Schulausgaben ist mehr als polemisch. Sinnvoller wäre ein Vergleich zw. U-Bahn-Km und Straßen-Km (inkl. externer Kosten!).

    2. Um Autofahrer zum Umsteigen zu bewegen, müssen VORHER ausreichend Kapazitäten geschaffen werden – und genau daran fehlt’s momentan in Wien.

    3. Wenn keine Massentransportmittel (egal ob U-Bahn, S-Bahn oder Schnellbus) bis an die Stadtgrenzen führen, werden die Einpendler schon überhaupt keine Motivation haben umzusteigen.

    4. U-Bahnen mögen die Grundstückspreise erhöhen, immer mehr Individualverkehr senkt aber die Lebensqualität rapide! Wer vor 20 Jahren zum Heurigen nach Stammersdorf gefahren ist, hat schon Kilometer vorher geglaubt, am Land zu sein. Heute ist die Brünner Straße quasi eine Stadtautobahen (+Transit nach Tschechien!).

    5. Die Kapazität der U-Bahnen (wenn sie bummvoll sind) liegt bei 620-840 Personen. Parkplätze werden nicht zu einem Zeitpunkt schlagartig gefüllt, sondern füllen/leeren sich über den Tag verteilt. Was spricht dagegen, (sehr) große Parkplätze à la SCS an den Stadträndern zu schaffen? [Dass die U6 nicht zur SCS führt, ist ohnehin nur ein weiterer Mosaikstein der verfehlten Verkehrsplanung in Wien.]

    6. Das Problem an Bussen und Straßenbahn in den Randbezirken sind schlicht die völlig inakzeptablen Intervalle. Wenn Straßenbahnen untertags alle 6-7 Minuten kommen und die Fahrtzeit vielleicht 10 Minuten beträgt, wird jeder mit Auto die Strecke in 4-5 Minuten zurücklegen wollen!

    Die Wirtschaftlichkeitskeule ist das Totschlagargument gegen öffentlichen Verkehr. Allein die Tatsache, dass weniger Autos auf den Straßen ein unvergleichliches Mehr an Lebensqualität bedeuten, muss hier deutlich stärker gewichtet werden.

    Ah ja, das fehlende Geld könnte immer noch am besten mit einer City-Maut hereinkommen – aber solange es für Autofahrer keine echten Alternativen gibt…

    Gefällt mir

  5. Baukosten U-Bahnen sind vor allem deshalb so teuer, weil sie – wie der Name schon sagt – meist unterirdisch verlaufen. Straßen sind dann natürlich im Vergleich viel billiger, weil man keinen Tunnel graben muss, sondern einfach ein Stück Land zubetoniert. Drehen wir den Spieß mal um: Machen wir die Straßen zu U-Bahn Trassen und lassen wir die ASFINAG unterirdische Straßen bauen. Könnte gut sein, dass plötzlich der Straßenbau zu teuer wäre.

    Gefällt mir

  6. das ist auch ein Grund, warum endlich Kostenwahrheit auf die Straße gehört. Teurer Benzin, Hohe Citymaut … das Geld kann man dann für öffentliche Verkehrsmittel wie Busse, Straßenbahnen verwenden. Übrigens finde ich Strom-Busse wesentlich wirtschaftlicher als Straßenbahnen!!! (so wie z.B. in Salzburg) (schließlich braucht man nur das Stromnetzkabel am „Himmel“ verlegen.)

    Gefällt mir

  7. es sollte auch bei den U-Bahnen sowie bei den ÖBB die Schnellbahnen, eben auch Schnell-U-Bahnen geben, die nicht jede Station anfahren, sondern nur zu den wichtigen Knotenpunkten. Dies ist vor allem für Pendler sehr interessant!

    (nur leider durch die Infrastruktur nicht so leicht machbar)

    Gefällt mir

  8. da hier sehr viel über U-Bahnen gelästert wird auch was sehr positives: Nur mit der U-Bahn kann man größere Dinge auch transportieren, was man in eine Straßenbahn nicht so gut hineinbekommt. z.B. auch das Fahrrad (wenn man nicht im Auto Stadtverkehr fahren möchte).

    U-Bahnen sind daher schon auch sinnvoll. Es ist halt nur die Frage wie und wo man diese baut. Leider spielt da Parteipolitik eine zu große Rolle.

    Gefällt mir

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.