Politiker:rein in die Schulen

Grad vom Berg zurück (Zeit zum Lesen und Nachdenken)
und nachfolgenden Pressekommentar geschrieben.
Zum Glück beginnt jetzt dank „Wählen mit 16“ eine Debatte über das Jammerpflänzchen „Politische Bildung“

6 Gedanken zu “Politiker:rein in die Schulen

  1. Wählen ab 16… … dafür wahrscheinlich schon bald nur mehr alle 16 Jahre…

    Solange die Verwalter des Systems „Politik“ sich nicht mit allen Konsequenzen der furchtbaren Unwissenheit eines komplexe Zusammenhänge schlicht nicht durchschauen könnenden Volks aussetzen wollen – solange wird auch das Interesse an Politik abnehmen.

    Und solange wird auch die politische Bildung nicht zunehmen. Man bildet sich nämlich nicht aus Jux und Tollerei, sondern weil es wenigstens irgendeinen Wert für das eigene Leben hat.

    Und in längerfristiger Konsequenz schwindet mit dem Abnehmen des Interesses dann auch die Bedeutung der Politik. Vielleicht gar nicht so schlecht – man wird sehen.

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  2. 26 wär besser als 16 Die Idee, 16jährige mitverantwortlich zu machen für die res publica, ist eine solche Schnaps-Idee, dass sie durch Chorherrs Schadenbegrenzungs-Vorschläge nur noch aufreizender wirkt. Wenn sich irgendwas generalisierendes über die „Jugend von heute“ sagen lässt, dann dies: Sie will in diesem Zustand so lange wie möglich bleiben – im krassen Gegegensatz zu ihrer Elterngeneration (aktiven Politikergeneration), die so schnell wie möglich aus dem Elternhaus und auch sonst in jeder Hinsicht erwachsen werden wollte. Die einzige Möglichkeit in den 60ern-, 70ern und auch noch in den 80ern „Spass“ zu haben, war raus von Zuhaus und rein ins Erwachsenenleben. Heute ist es tendenziell umgekehrt und selbst die Thirtysomethings kultivieren ihre Infantilität oder Spätpubertät so gut es geht. Die wollen den Unernst des Lbens auskosten und ich vergönne es ihnen von Herzen; aber sie wollen nicht wählen (müssen) – warum also zwingt man sie dazu immer früher?

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  3. 1. Wählen mit 16 ist einfach notwendig – sonst bestimmen bald nur mehr die Pensionisten über die Zukunft der Jungen. Hirnrissig!
    2. Bei mehreren Testwahlen, die ich in meiner Schule mitverfolgt oder selbst gemacht habe, waren immer große Sympathien für die Grünen zu sehen. Deshalb verstehe ich auch CC’s positive Stellungsnahme dazu.
    3. Ich hole keine Politiker in die Schule, mir ist es lieber die Politiker an deren Arbeitsplatz zu erleben. Meine Empfehlung an Kollegen: Lasst Euch ins Parlament einladen, und bringt eure Meinung mit.
    4. Politik an sich ist für die Schüler wenig spannend: „Wie entsteht ein Gesetz? Die politschen Parteien …
    Aber: An konkreten, aktuellen Beispielen („Darf Kdolsky mit euch Werbung machen?“ , „Warum ist die ÖVP gegen eine Erbschaftssteuer?“) kann man sofort massives Interesse wecken.
    5. Die Gefahr, dass Lehrer ihre politische Meinung werbemäßig verbreiten, besteht tatsächlich. Wie gegensteuern?

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  4. Politiker an die Schulen zu bringen, bringt absolut nichts. An meiner Schule gab es etliche Politikerdiskussionen, die aber darauf hinausgezielt haben, dass nur das Parteiprogramm rüber gebracht wurde anstatt über Sachthemen sachlich (was ja „Parteimenschn“ nicht mehr können) zu diskutieren. Der einzige Vorteil lag dabei, dass Stunden entfallen sind. Genau deshalb hat ein Großteil der Schüler diese Veranstaltungen befürwortet.
    Aber so wie teacher schon gesagt hat, über Themen (Fragen zu Reformen u.a.) zu diskutieren ist für Schüler wesentlich spannender als fade Politikerdiskussionen sich anzuhören.
    Es wäre auch wesentlich lehrreicher, wenn Schüler in das Parlament eingeladen werden, als umgekehrt 😉

    Im Übrigen interessieren sich die Erwachsenen im Durchschnitt auch nicht viel mehr für Politik als Schüler. Man kann dies sicherlich aus einer Statistik herauslesen 😉

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  5. Wieso gibt es eigentlich das automatische Wahlrecht.
    in anderen Ländern müssen sich die Bürger von sich aus in die Wählerlisten
    eintragen lassen.
    Kein Wunder, dass es so viele Nichtwähler gibt.
    Ich finde diese Art von Wählerlisten als Zwangsbeglückung
    (genauso wie die Taufe im Babyalter)

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  6. In Wien geht keiner hin! orf.at Gesamtschule
    In Wien geht keiner hin!
    moses2, vor 14 Minuten
    In Wien wird deshalb kein Schulversuch an einigen Schulen gemacht, denn da geht keiner, oder nur einige Zuwandererkinder hin!
    Damit sich die Roten und auch die Grünen, die die Gesamtschule so vehement fordern, und das Rote Wien nicht blamieren, starten sie später flächendeckend!

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