Der Pellets-Schweinezyklus

Die Medien waren in den letzten Monaten voll mit Meldungen über drastische Preissteigerungen bei pellets.
Jetzt hat (von denselben Medien kaum berichtet) ein drastischer Preisverfall eingesetzt.
Vielleicht sollten wir das bekannte Phänomen des Schweinezyklus in Pelletszyklus unbenennen.
Was ist passiert.
In den letzten zwei Jahren erlebten Pelltes und Pelletsöfen, v.a. durch die drastischen Ölpreissteigerungen unglaubliche Zuwachsraten.
Pelltes, ein eher jungen Produkt wurde kurzfristig knapp, und die Produzenten und Händler schraubten die Preise drastisch in die Höhe.
Zusätzlich, weil Nachfrage und dann auch Preise derart stiegen, wurden Millionen investiert um europaweit – auch in Österreich – zusätzliche Erzeugungs-Kapazitäten zu schaffen.
Das ist passiert, und es dauert eben nur ein knappes Jahr, bis bei einem grossen Sägewerk die Investitionen installiert sind, um Späne zu Pellets zu verarbeitet .
Die hohen gestiegenen Pelltespreise im letzten Jahr liessen daraufhin den Absatz von Öfen in Österreich total einbrechen, zusätzlich gibts einen warmen Winter und jetzt beträchtliche Überkapazitäten (auf Jahre).
Die Preise werden also bis auf weiteres tief bleiben.
Trotzdem ist der Imageschaden beträchtlich.
Denn in den Köpfen der Menschen sind Pellets jetzt „teuer“ .
That`s capitalism, stupid.

4 Gedanken zu “Der Pellets-Schweinezyklus

  1. Aber geh… … Kopf hoch. Der Ölpreis unterliegt genau demselben Zyklus. Und wenn er fällt, werden es auch nicht gerade die Grünen sein, die darauf hinweisen…

    That’s just typically human, stupid.

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  2. Zum Glück gibt’s den Kapitalismus Was wäre denn die Alternative zu den guten, alten Gesetzen von Angebot und Nachfrage? Ein Gesetz, das die Verwendung von Pellets (Solar, Fahrrädern etc.) vorschreibt etwa? Fixe Preise, die eine Einheitspartei diktiert?

    Nein Danke, gerade dieses Beispiel (steigende Nachfrage – steigende Preise – höhere Attraktivität für Unternehmen – mehr Angebot – sinkende Preise usw.) zeigt, wie gut eine Marktwirtschaft und der Kapitalismus eigentlich funktionieren können!

    Anderes Beispiel: haben die Bio- und Reformkostläden zum Bio-Boom der letzten Jahre geführt? Nein, das war der böse Kapitalist Wlaschek mit seinem Billa (Ja! Natürlich), der die Zeichen der Zeit erkannt und seinen Vorteil gesucht hat. Die Konkurrenten (heute haben alle Diskonter Bio-Waren im Angebot) sind gefolgt.

    Auswüchse des Kapitalismus können und sollen sachlich kritisiert und Verbesserungsvorschläge dargelegt werden, aber prinzipiell hat die Menschheit noch nichts Besseres erfunden.

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  3. Begriffsklärung 🙂 Mir ist durchaus bewusst, dass diese beiden Begriffe nicht als Synonyme verwendet werden können. Trotzdem bedingen sich Kapitalismus und Marktwirtschaft gegenseitig bzw. ist ein Modell vom anderen abhängig. Ohne Privateigentum und Eigennutz der Unternehmer (Kapitalismus) ist keine echte Marktwirtschaft (freies Spiel von Angebot und Nachfrage, Konkurrenz) möglich.

    Mischformen sind in der Realität immer die Regel und nicht die Ausnahme, da es (bis auf den Schwarzmarkt!) keine echte, freie Marktwirtschaft gibt, die nicht irgendwie geregelt wäre.

    Aber zurück zu den Pellets: mir ist der Chorherr’sche Schlusssatz eben nicht klar. Warum soll der Kapitalismus (bzw. die Marktwirtschaft) daran schuld sein, dass der menschliche Horizont so beschränkt ist?

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  4. Deiser Titel – Pellets Schweinezyklus Jop so ist es ein ewiger Kreislauf aus Angebot und Nachfrage und genau das belebt die Marktwirtschaft. wieso auch nicht. Dann jetzt schnell PÜellets einlagern bevor die Preise im Herbst bzw. Winter wieder steigen.

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