35 Mio sind ein Witz

War das Gusenbauers grosse Bildungsreform? Ja natürlich werd ich Ministerin Schmied eine Chance geben, aber hat sie nicht von den KoalitionsverhandlerInnen Eisenkugel an die Füße bekommen. Unglaubliche 35 Mio Euro Mehrausgaben wurden für heuer im Bildungsbereich genehmigt. Am Ende der Legislaturperiode sollen es läppische 200 Mio. sein. Zum Vergleich: Die „läppische“ Vermögenssteuer, die wegen geringem Aufkommen abgeschafft werden soll beträgt in etwa 200 Mio Euro.
Und der Koralmtunnel: 4 Mrd Euro (aber nur wenn´s dabei keine Baukostenüberschreitung gibt) Die Mehreinnahmen aus der Mineralölsteuer aus dem Tanktourismus betragen zwischen 500 Mio und 1 Mrd Euro pro Jahr. Ich spar mir hier aufzuzählen, was an Investitionen (nicht Kosten) im Schulbereich unbestritten notwendig sind (gerade für den Förderunterricht, spezielle Sprachunterstützung, kleinere Klassen, etc. etc.) Es ist unbegreiflich, dass hier nicht aufgeschrien wurde und wird, dass das DER Infrastrukturbereich der Zukunft ist. In die Köpfe zu investieren, statt Löcher in die Erde zu buddeln.
35 Mio!
Ich hab´s erst nicht geglaubt.
Ein Glück für die SPÖ, dass ab einer bestimmten Größenordnung sich kaum wer Zahlen vorstellen kann.
Was mich besonders ärgert: Ich hab Gusenbauer abgenommen, dass er es zumindest ernst meint mit der „grossen Bildungsreform“. Und jetzt dieser läppische peinliche Betrag.
Ich weiß schon, Geld ist nicht alles, aber ohne gehörige zusätzlichen Mittel wir kaum etwas herausschauen.

5 Gedanken zu “35 Mio sind ein Witz

  1. Das ist doch schon mehr als 4 € pro Nase. Noch nicht einmal ein voller Lotto-tippschein.
    Bezeichnend ist, dass die (Bestechungs)-Provisionen und andere Nebenkosten beim Koralmtunner weitaus mehr als diese Summe ausmachen werden.
    Politiker haben es aber nie so mit den großen Zahlen. Da gab es einen deutschen Finanzminister Zimmermann, der eine Million nicht von einer Milliarde unterscheiden konnte, geschweige denn wusste, was größer war.
    War glaube ich noch vor ihrer Zeit.
    Und es war nicht einmal ein Skandal.

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  2. Sicherlich ist das ein Witz. Ein schlechter noch dazu. Oder kann da irgendjemand lachen?

    Aber Gusi wollte eben Kanzler werden.

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  3. und es geht munter weiter es bleibt offenbar den unis überlassen, wem die studiengebühren erlassen werden.
    http://diepresse.at/Artikel.aspx?channel=p&ressort=i&id=616490
    die letzten hoffnungen weichen nun der enttäuschung 😦

    dem gusi müssens bei den koalitionsverhandlungen drogen ins getränk gmischt haben – anders kann ich mir nicht erklären, wie man mit so einem ergebnis deartig grinsend vor die kamera treten kann. (sorry, ich muss mich mal kurz entladen)

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  4. ad neuverhandeln.at Etwas anderes, und doch nicht. Unter http://neuverhandeln.at/ kann seit dieser Woche das Regierungsübereinkommen interaktiv „nachverhandelt“ werden. Ich hab schon gesehen, Maschi war bei der Wahlrechtsreform sehr aktiv, sehr interessante Ergebnisse! Leider scheint aber die Beteiligung auf einige wenige, sehr aktive User beschränkt zu sein. Ich befürchte, dass nach 3 Wochen (dann soll das Ergebnis präsentiert werden) einige Bereiche kaum bis gar nicht überarbeitet wurden – z.B. bei den Studiengebühren gibts kaum Beteiligung – bei anderen (Tierschutz) aber jede Menge „Kampfposter“ ihre Standpunkte forcieren.

    Die Idee ist sehr gut. Nur für ein ausgewogenes Ergebnis, das einigermaßen einen Konsens aus unterschiedlichen Interessen widerspiegelt, müsste man wohl jahrelang „verhandeln“.

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  5. Wetten, die Frau Minister glaubt, die 35 Mio sind für die Bundestheater da!
    Die weiß doch noch gar nicht, dass sie für die Schulen zuständig ist.
    Und das mag sogar gut sein.
    An den Schulen freuen wir uns schon, wenn nicht mit dem Spar-Vorschlaghammer gedroht wird.

    Liebe Regierung: Ihr tut so, als ob es uns nicht gäbe. Und wir tun einfach mit.

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