die Autoindustrie schlägt zurück

Klimaschutz ist Klimapolitik.
Und Politik heisst Kampf.
Wer ist stärker?
Die europäische Politik, die richtigerweise die Autoindustrie (ohnehin zahm mit langen Übergangsfristen) zur Reduktion der CO2 Emissionen zwingen will.
Nachdem freiwillige Vereinbarungen von der Autoindustrie nicht gehalten wurden.
Oder deutsche Autobosse, die jetzt massiv Druck auf „Brüssel“ ausüben
Vielleicht widmet sich auch die österr. Öffentlichkeit dieser ziemlich relevanten Auseinandersetzung, statt uns zum 100. Mal mit „Enthüllungen“ über Stache&Co zu langweilen.

3 Gedanken zu “die Autoindustrie schlägt zurück

  1. „Warnung vor Jobabbau
    Die gesamte europäische Automobilbranche wäre davon betroffen, besonders aber die deutsche, wird in dem Schreiben argumentiert. Der Wettbewerb würde durch einen starren Grenzwert massiv verzerrt. Die Autobosse drohen offen mit der Schließung und Verlagerung von Produktionsstandorten.“

    das ganze ist ja wirklich eine übertriebene Farce der Automobilbranche. Denn lt. Berichten ist es möglich, die Autos so zu bauen, dass sie „schadstoffärmer“ sind. Ein Grenzwert kann ja auch mit einer Bandbreite angegeben werden. Und am besten man schafft das ganze so aus dem Weg, indem die Hersteller einfach Strafgelder bei erhöhtem Schadstoffverbrauch zahlen müssen.

    konsequenterweise müsste die EU auch nur mehr schadstoffarme Autos in EU-Länder einführen lassen.

    für die Automobilindustrie ist ja der Klimaschutz egal. Denn denen ist der Klimawandel ja sicher auch recht –> je mehr Autos defekt werden, desto mehr Nachfrage nach Neuwägen, könnte der Effekt sein. So eben wie in der Bauwirtschaft nach heftigen Naturkatastrophen.

    Die EU sollte endlich mit dem Klimaschutz anfangen und Unternehmen fördern, die Klimaschutz betreiben (–> was ja enormes Beschäftigungs- und Wirtschaftswachstum mit sich bringen wird im Innland).

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  2. Auf die Gefahr hin… … dass wieder einige mit den Augen rollen werden.

    Ich bin auch für Klimaschutz. Mir ist auch klar, dass bis 2050 einiges sehr anders aussehen wird müssen. Und dass wir heute damit anfangen müssen. Soviel vorweg.

    Mir gibt aber die Sprache zu denken. Das letzte Mal war von einem „heldenhaften“ Vehalten des Kommissars in der „Schlacht“ gegen die Autoindustrie die Rede, diesmal heisst es nun überhaupt „Politik“ sei „Kampf“. Und die Autoindustrie „schlägt nun zurück“. Werden also die Jedi-Ritter am Schluss die Oberhand behalten oder wird der Todesstern zu Ende gebaut werden?

    Ich möchte dazu nur leise anmerken: solange wir glauben, den anderen „niederringen“ zu müssen, solange wir glauben, dass es tief drin eben um einen Kampf des einwandfrei Guten gegen das absolut Böse gehe, und dass es nur drauf ankäme, auf der richtigen Seite zu stehen und das Böse zu vernichten, solange hängen wir mystisch-religiös geprägtem und letztlich irrationalem Denken an. Und werden unsere Energie in verlustreichen Kämpfen verpuffen sehen.

    Dabei gäbe es doch ein Prinzip, das stärker ist als das Prinzip „Kampf“. Es ist das Prinzip „Kooperation“. Dem anderen zuhören. Die Sorgen des anderen versuchen zu verstehen. Um sich in Folge intensive Gedanken darüber machen zu können, wer denn fairerweise die Lasten für die von uns gewünschten Veränderungen tragen sollte. Und wie Lösungen aussehen könnten, bei denen letztlich alle gewinnen. Denn auch wenn solche Lösungen vielleicht schwierig zu finden sind, müssen wir uns immer wieder bewusst machen, dass es solche Lösungen IMMER geben muss, wenn eine Veränderung für die Gemeinschaft aller Menschen insgesamt mehr Gutes als Schlechtes bringt. Denn das heisst letztlich nichts anderes, als dass es durch die Veränderung einen Überschuss an „Nutzen“ zu verteilen geben wird.

    Wenn wir aber glauben, „kämpfen“ und „niederringen“ zu müssen, dann ist das ein starkes Indiz dafür, dass wir bezüglich der Verteilung der Lasten und Nutzen einer politischen Massnahme bisher einen eher armseligen Job gemacht haben…

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