Filmtip

Al Gores Film „An Inconvenient Truth“ ist ausnehmend sehenswert:
Faktenreich und abwechslungsreich erläutert er, warum „global warming“ eine massive Bedrohung unserer Zivilisation darstellt.
Er zeigt, wie ein guter Regisseur trockene Fakten lebendig darstellen kann (es ist nie langweilig)
Er ist zutiefst amerikanisch mit seinem unvermeidlichen Pathos.
Und er zeigt einmal mehr die Kraft der amerikanischen Kulur- und Bewusstseinsindustrie.
Augerechnet jenes Land, das durch seinen besinnungslosen Umgang mit fossilen Rohstoffen wie kein anders global warming verursacht, ausgerechnet dieses produziert den besten, breitenwirksten Film zum Thema.
Einmal mehr: Wo ist Europa?
guter Artikel dazu

2 Gedanken zu “Filmtip

  1. Diese US-Wahl 2000 … … hat die Geschichte der Welt geprägt wie vermutlich wirklich kaum eine andere zuvor. Sicher, der 11. September wäre wohl so oder so passiert. Allerdings traue ich mich zu behaupten:
    – Europa und USA wären heute näher beieinander als 2000 – und nicht einander entfremdet – sie würden ua die gemeinsamen Klimaschutzziele verfolgen
    – die US-Truppen stünden *sicher nicht* im Irak
    – damit wäre die Zuspitzung des „Konflikts mit dem Islamismus“ lange nicht so scharf, wie wir das heute wahrnehmen
    – und insgesamt stünden die USA mit einem Präsidenten Gore heute so sympathisch da wie kaum je zuvor, da die Sympathiewelle nach 9/11 eben nicht ins Gegenteil verkehrt worden wäre

    Und vielleicht würden sogar Nordkorea und Iran sich nicht so sehr veranlasst sehen, die neuen Rumpelstilzchen der Weltgeschichte zu spielen.

    Tja. Hättiwari.

    Gefällt mir

  2. gut, aber ich war von dem Film eher ein bisschen enttäuscht…
    sicher, er zeigt die derzeitige Situation der Politik und des fortgeschrittenen Klimawandels sehr gut, aber meiner Meinung nach hätte er besser aufgebaut werden müssen.
    Der Anfang ist wirklich gut, doch flacht der Film gegen Ende hin immer mehr ab und wenn man hinausgeht hat man nicht das Gefühl, dass das Ganze wirklich bitterer Ernst ist und man sofort anfangen sollte, sich dafür einzusetzen.

    Ich denke, ich bin über das Thema relativ gut informiert, also hat mich nicht viel, was im Film zu sehen war, schockiert, auch wenn es natürlich etwas anderes ist, wenn man etwas liest oder wenn man dann auf der Leinwand es „live“ sieht.

    ich empfehle es trotzdem weiter, vor allem für menschen, die sich mit dem thema noch nicht genug auseinandergesetzt haben, aber ich glaube nicht, dass der film die einstellung von vielen menschen ändern wird, dazu ist er zu wenig eindringlich und zu „humorvoll“…

    mfg
    bob ersky

    Gefällt mir

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.