Linz-Markusplatz: die schreckliche Parodie der Stadt

Neulich in Linz.
Markusplatz.
Kein Schmäh.
So siehts da aus:

oder so

Ists wirklich Linz?
oder vielleicht Kufstein?
oder Dubai?
oder Salt Lake City?
Es ist letzlich egal.
Die Zufahrt ist immer gleich.
Im Auto hingestaut-in einer riesigen Garage Stellplatz gesucht-dann quer durch die Garage hinein“ in die Stadt“
Stadt , d.h: Fassaden italienischer Häuser aus Pappmache an die Wand geklebt
Hintergrund die Decke bemalt als Himmel.
Atrappen von Plätzen.
Einkaufs-erlebniswelt.
Absurd:
Es gibt eine Sehnsicht nach Stadt.
Deswegen ruiniert man sie, indem man riesige shopping malls an den Stadtrand
baut.
Die Bedrohung des Urbanen durch diese lächerliche, peinliche Imitation ist real, da Kaufkraft begrenzt ist, und alles, was in diesen „Tempeln“ ausgegeben wird, der urbanen Nachfrage fehlt.
Verlogen, falsch, peinlich.
Muss wirklich so die „Stadt der Zukunft“ ausschauen?

6 Gedanken zu “Linz-Markusplatz: die schreckliche Parodie der Stadt

  1. Shopping Mall = „Autofreie Stadt“ Das Perverse daran ist ja: Die Einkaufszentren sind ja autofreie Kleinstädte mittelalterlichen Zuschnitts, „die Stadt der kurzen Wege“ !
    Da muß man nicht ständig aufpassen, daß man nicht über den Haufen gefahren wird, da kann man stehen bleiben, verweilen, ohne, daß man angehupt wird, da muß man sich nicht zwischen geparktem Blech durchwurschteln…

    Die „lächerliche, peinliche Imitation“ macht auf obszöne Art die Sehnsüchte sichtbar, die vorhanden sind.

    Von San Gimignano bis Neuschwanstein oder Disney Land ist nur ein Katzensprung …
    So, wie zwischen guter Architektur und Holzbauer (oder Hundertwasser)

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  2. gibt’s ja in wien auch nur eine spur grauslicher, weil es sich speziell an kinder richtet. heißt minopolis und ist bei der reichsbrücke. dort werden die kinder so „bespielt“, dass sie solche „städte“ und den ganzen kommerz rundherum dann ganz toll finden.

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  3. Shoppingmalls fördern nur den Autoverkehr!!! Ich bin sehr selten in so große Einkaufszentren am Stadtrand, da ich auch kein Auto besitze.
    Und ich möchte auch solche Großeinkaufszentren gar nicht unterstützen, denn wenn ich einkaufen gehe, möchte ich ehrlich gesagt die meisten Geschäfte in meiner Nähe meiner Wohnung haben. Denn nur dann spart man sich auch Zeit beim Einkaufen. Wenn man aber in Großeinkaufszentren einkaufen geht, braucht man schon irrsinnig lange zum Anfahren und dann bis man erst wieder daheim ist.

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  4. siehe auch Business-Bürokomplexe!!! denselben Weg schlagen auch solche Bürokomplexe ein –> sich riesengroße Gebäude anzuschaffen mit großen Parkplätzen am Stadtrand, da es dort billiger ist.

    letztes Semester wurde auch heftig diskutiert ob man die gesamte TU am Karlsplatz (mit ihren Institutionen und auch die WU) aufs Flugfeld Aspern verlegen sollte. Schwachsinniger gehts ja nicht mehr!!!!!! Am Karlsplatz ist die beste Infrastruktur gesamt Wiens!!! Da stört es auch nicht, wenn die Institutionen 2-3 min. vom Hauptgebäude entfernt sind. Ein kleiner Fußmarsch, mehr nicht. Aber am Stadtrand hätte man gar nichts. Es wär nicht einmal sicher gewesen, ob die U2 dann wirklich nach Aspern gebaut worden wäre. …….

    Will die gesamte Stadt an den Stadtrand fliehen um dann wieder in die Stadt hinein zu fliehen, weils dann dort wieder günstiger wird. das kanns doch wirklich nicht sein.

    Die besten Stadtplaner wären die Bürger selbst. Meiner Meinung müssten die Bürger verpflichtendes Mitspracherecht dazu besitzen. d.h. der Stadtplaner kann nicht alleine entscheiden!!!

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  5. Unecht Ich bin dort zum Glück sehr selten. Und ehrlich: Ich verabscheue es!
    Für mich ist ein Disney-Land wesentlich ehrlicher, dort weiß ich was mich erwartet und warum. Aber ich kann einfach nicht sagen was ich von dem Kitschzeugs halten soll.
    Ich war letztens mit meinem Kleinen im Agrarium, die habe dort eine Saurierausstellung. Auch lauter künstliche Dinger, na klar. Aber die waren auch nach kurzem für die Kinder fad. Das Echte, Reale zählt wohl doch mehr. Gut so!

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