Natascha Kampusch, ihre Bücher und die Zukunft der Bildung

Man stelle sich Folgendes vor:
Da wird ein Mädchen 8 Jahre lang eingesperrt, bekommt ausser ihrem Peiniger niemanden zu sehen.
Sie hat nicht einmal die Volksschule abgeschlossen, geschweige denn Haupt-oder Mittelschule.
Meine These, nachdem ich ihr Interview gesehen habe.
Sie wird trotzdem innerhalb kürzester Zeit die Matura nachmachen.
Was sagt das über unser Bildungs-und Schulsystem?
Ist es, weil sie so ungeheuer intelligent ist, oder gibts andere Gründe?
Was bisher viel zu wenig beleuchtet wurde ist die Rolle der Medien.
Nicht jene über deren Sensationsgier.
Ich meine etwas viel Relevanteres:
Den Einfluss der Medien auf die „Erziehung“ von Frau Kampusch.
Was war?
Kein Handy, kein Internet, kaum Fernsehn, kaum Menschen.
statt dessen: Radio, Bücher und Magazine.
Ich glaube, dass sie deswegen Imperfekt verwendet, sehr geformte Sätze.
Hier, man verzeihe mir die Ferndiagnose, handelt es sich um einen Fall extremer, durch grausame Umstände erzwungener „Literalität“.
Meine Prognose (man wir es sicher in den nächsten Tagen hören):Sie hat nicht nur gehört und sehr viel gelesen, sie hat sicher auch sehr viel geschrieben.
Sie und ihre Sprache stammt aus einer anderen Zeit und trotzdem:
Sie zeigt, wie wichtig „das Wort“, „die Sprache“,“das Buch“, kurz die Literalität in der Bildung ist.
Ja, sie wird innerhalb kurzer Zeit die Matura machen.
V.a. deswegen, weil sie – zwar unter entsetzlichen Bedingungen, aber doch-literal erzogen wurde.
Sie wird sehr bald ein Buch schreiben, ich bin sicher, sie kann sich schriftlich extrem gut ausdrücken.
Wir könnten für unser Bildungssysytem extrem viel von Natascha Kampusch und ihrem Schicksal lernen.
Einerseits über die Wirkung von Medien (z.B. indem wir nachlesen, was Marshall McLuhan über ihre enorme Wirklichkeit schaffende Kraft geschrieben hat)
Andereseits über den „bildenden“ Charakter von Büchern und der Kraft des Schreibens.
Und schliesslich auch über eine zu schaffende Durchlässigkeit des Schulssystems:
Da hat jemand nicht einmal einen Volksschulabschluss, und trotzdem lässt man sie (richtigerweise) ganz individuell auf kürzestem Weg die Matura nachmachen.
Was für Natascha Kapusch gilt, möge für alle gelten.
Als Grundprinzip:
Je nach Fähigkeiten den angemessenen Bildungsweg individuell massschneidern lassen.
Aussergewöhnlich, aufrührende Fälle könnten vielleicht Aussergewöhnliches anstossen.
Was mir abschliessend noch zur „Literalität“ und die so wichtige Aufgabe jeder Schule, den Jugendlichen die Welt der Bücher zu öffnen auffällt:
In keinem westlichen Land werden Bibliotheken so intensiv genutzt, wie im PISA-Siegerland Finnland.

20 Gedanken zu “Natascha Kampusch, ihre Bücher und die Zukunft der Bildung

  1. Ihr Kommentar ist wohl mehr als daneben:

    In den 8 Jahren ihrer Kerkerhaft blieb ihr wohl nichts anderes übrig als entweder verrückt werden
    oder sich mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln zu bilden.

    Bücher sind wichtig, keine Frage.

    Aber von Fr. Kampusch’s Ausdrucksfähigkeit auf ihren allgemeinen Bildungsstand zu schließen und gleich
    darauf Forderungen für die restl Schülerwelt zu stellen …

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  2. Ö1 Alles richtig Hr. Chorherr. Einen Aspekt erwähnen Sie allerdings nicht: Fr. Kampusch soll „intensiv“ das Programm Österreich 1 verfolgt haben. Welche Teenager hören schon Ö1? Schaut man sich Höreranteil von Ö1 an (ich glaub bei rund 4%), braucht man sich angesichts des Dauerdudelfunks nicht wundern…
    Dieser Fall zeigt, ob Literalität oder Radio, dass es Qualität braucht. Die sich aber oft schwer verkaufen lässt und in unserer durchökonomisierten Welt daher immer mehr unter den Tisch fällt …

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  3. Biologie des Lernens Über allen Kommentaren der Pädagogen und allen PISA-Studien ruht die Biologie der Entwicklung. Längst wissen wir aus verschiedensten Forschungen der Bereiche Entwicklungspsychologie und Entwicklungspsychobiologie (man denke an Hilarion Petzold) aber auch durch die Erkenntnisse Maria Montessoris und Alfred Tomatis, dass es in der Biologie der Kinder angelegt ist, sich entwickeln (bilden) zu wollen. Sensible Phasen währen der Entwicklung des Gehirns beginnen bereits pränatal mit der Steuerung dieser „Suche“ der heranwachsenden Kinder nach Information und Inhalten.
    Dies alles ist nicht neu. Dies alles ist immer präsent in unserer eigenen Entwicklungsgeschichte. Wir haben bloß den Respekt, die Achtung vor den Kindern, den Menschen und dem Leben verloren.
    Natascha Kampusch hat unmenschliches erlebt, dies steht fest. Eine „Unmenschlichkeit“, die wir jeden Tag unseren Kindern in den bestehenden Systemen zumuten ist ihr aber (bis jetzt) erspart geblieben: sie durfte bei sich sein, ihrem SEIN gemäß – sich selbst entwickeln. Unsere Kinder dürfen nicht bei sich sein, sondern werden trainiert, schlecht ausgebildeten Pädagoginnen und Pädagogen zu gehorchen. Natascha Kampusch horchte auf ihre eigenen Entwicklungsbedürfnisse und konnte vieles wahrscheinlich nicht befriedigen, aber die Bedürfnisse ihrer Intelligenz und ihrer Persönlichkeit eindrucksvoll positiv.
    Wenn die Verantwortlichen der (Bildungs-)Politik aufhören, Standards zu definieren, die einzig in der Vergangenheit sich begründen (dies tun Standards immer) sondern den Kindern das Vertrauen schenken, dass sie sich in vorbereiteter Umgebung (Montessori) selbständig zu Erwachsenen einer NEUEN Generation entwickeln, kann Neues entstehen.
    Neben Kampusch ist auch der Krieg im Libanon ein Fingerzeig auf das Bildungssystem: wenn genau eine Generation später, wieder die politische, gesellschaftliche und soziale Ausgangslage vorhanden ist, dass eine Wiederholung des Krieges möglich ist. Auch das ist nicht biologisch, sondern menschlich, von rationalistischen und technokratischen, ewig gestrigen Gedanken geprägt.

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  4. >Wir könnten für unser Bildungssysytem extrem viel von Natascha Kampusch
    >und ihrem Schicksal lernen.

    Sie haben ja sooo recht.

    Alle Kinder sollte man mehrere Jahre in Skinner-Boxen mit Büchern sperren, damit sie Imperfekt sprechen. – Wäre eine genauso plausible Ferndiagnose.

    Ihr Engagement für Öffis in Ehren, aber Ihr Beitrag ist gewagte Trittbrettfahrerei.
    Auch ich bin für ein durchlässiges Schulsystem, aber ich finde Ihren Beitrag peinlich und schamlos.

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  5. nicht notwendig auch wenn dieser fall durchaus interessante schlüsse zulässt, macht es trotzdem einen unguten eindruck, ganz besonders hinsichtlich der wahlen, das derzeitige enorme interesse der öffentlichkeit für eigene (in diesem fall grüne) themen zu missbrauchen.
    auch wenn ihr anliegen sicherlich kurzfristig mehr menschen erreichen wird, es wird ebensoviel schneller wieder vergessen werden, in dieser flut von information, die den fall oder dessen umfeld betreffen. zurück bleibt das ungute gefühl, die klappe nicht gehalten zu haben, wenn dies angebracht gewesen wäre.
    es reicht, den anderen (derzeit „nur“ övp, bzö, spö) dieses feld zu überlassen. und grundsätzlich erwarte ich von grünen, von solcher politik die finger zu lassen.

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  6. Wann kippt das Monopol? Der Fall zeigt, dass die Gleichung Schule = Bildung so nicht stimmt. Denn einerseits kommen viele Menschen mit nicht ausreichender Bildung aus dem Schulsystem, andererseits kann Bildung offensichtlich auch außerhalb des Schulsystems erworben werden. Mir drängt sich der Verdacht auf, dass unser Schulsystem in erster Linie für „Sortier“-aufgaben geeignet ist, in zweiter Linie zur Sicherung von (LehrerInnen-)Arbeitsplätzen und erst in dritter Linie zur Vermittlung von Bildung.
    Allerdings hat unser Schulsystem eine gewaltige Monopolstellung: es ist die einzige Institution, die – fast kostenfrei – Zertifikate über Bildung ausstellt und so die Zukunft der österreichischen Jugend bestimmt. Das Zeugnis der öffentlichen Schule ist *die* Zugangsberechtigung für gute Arbeitsplätze.
    Dass Kinder auch ohne Schule in der Lage sind sich Bildung anzueignen – i.A. sogar effektiver und effizienter – ist mit vielen Beispielen belegt (siehe z.B.: „Denn mein Leben ist Lernen“, Olivier Keller). Allerdings ist dieser Weg – meiner Meinung nach vor allem durch die Monopolstellung und die damit verbundene Zertifikatsvergabe durch die Schulen – für Eltern sehr schwierig zu gehen.
    Möglicherweise kann ja dieser drastische Fall bei vielen ÖsterreicherInnen bewirken, dass 1. Bildung bereits vor der Vorksschule beginnt und dass 2. Bildung im Wesentlichen nicht in unserem Schulestem vermittelt wird bzw. vermittelt werden kann.
    Liebe Eltern: nehmt die Schule nicht so ernst! Schulnoten sind weder ein Beweis für Bildung noch ein Beweis für keine Bildung.

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  7. AUTSCH! Was Sie da schreiben ist menschenverachtend.

    An unserem Schulsystem gilt es vieles zu verbessern; Aber die kausale Kette, die sie schmieden, ist zu abenteuerlich. Meine Vorposter haben das schon richtig angemerkt.

    Hier passt eine Szene aus „Annie Hall“:

    MAN: Einerseits über die Wirkung von Medien (z.B. indem wir nachlesen, was Marshall McLuhan über ihre enorme Wirklichkeit schaffende Kraft geschrieben hat)

    WOODY ALLEN: What can you do when you get stuck on a movie line with a guy like this behind you?

    MAN: Now, Marshall McLuhan–

    WOODY ALLEN: You don’t know anything about Marshall McLuhan’s work–

    MAN: Really? Really? I happen to teach a class at Columbia called TV, Media and Culture, so I think that my insights into Mr. McLuhan, well, have a great deal of validity.

    WOODY ALLEN: Oh, do you?

    MAN: Yeah.

    WOODY ALLEN: Oh, that’s funny, because I happen to have Mr. McLuhan right here. Come over here for a second?

    MAN: Oh–

    WOODY ALLEN: Tell him.

    MARSHALL McLUHAN: — I heard, I heard what you were saying. You, you know nothing of my work. How you ever got to teach a course in anything is totally amazing.

    WOODY ALLEN: Boy, if life were only like this.

    PS:
    Wenn Sie mit dem österreichischen Schulsystem besser vertraut wären, würden Sie wissen, dass NK, wenn es mit rechten Dingen zugeht, NIEMALS innerhalb kürzester Zeit die Matura nachholen kann!

    Ich empfehle NK eine Studienberechtigungsprüfung.

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  8. Heimlich, still und wortreich Grundsätzlich gebe ich den Ausführung von cc recht. Insbesondere ist es beschämend,
    dass ausgerechnet der Deutsch-Unterricht fast in allen höheren Schulen nur als Jux
    bezeichnet werden kann, und hier das Bildungsniveau besonders niedrig ist. Die
    beschriebene „Literalität“ ist bei Natascha Kampusch absolut gegeben. Ein den
    Fähigkeiten entsprechender individueller Bildungsweg wäre freilich grundsätzlich zu
    befürworten. In manchen Ländern gibts dieses Prinzip ja schon. Es ist in unseren
    Breitengraden üblich, auf die Defizite hinzuweisen (au weia, scho wieda a fetzn in
    Mathe), und die ausgeprägten Qualitäten als gegeben hinzunehmen. In dieser Hinsicht
    mag vielleicht eine Bildungsdiskussion angeregt werden. Tja, und in Finnland läuft so
    einiges besser als in Österreich…

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  9. Die Pappn halten Lieber Christoph

    Du hast eine einmalige Gelegenheit verpaßt, die Goschn zu halten.

    Das arme Mädchen für Deine bildungsbürgerliche Argumentation einzusetzen, zeugt
    davon, daß Du selber noch viel lernen mußt im Leben.

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  10. mr Heast,
    dees giibds jo ned, woos iia doo reeds.
    Uund woos de gambusch do daheaa red feaschdeed jo ee kaana.
    A soo a Schaaß. Fia de hungadn aungaschiean, wea brauchdn dees?
    Und Büdung, wea brauchdn dees?
    Haubdsoch mei GTI foat!
    Uund de Steareoaunlog is laud uund hood an Bauerbass!
    Heast I red wia mia de Goschn gwoxn is.
    Oba de gambusch is jo ned zum vasteeh.
    Heast wos soi deen dees, heast oida!

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  11. So einfach ist das also… …in Zukunft werden wir also alle Kinder im Alter von 10 – 18 Jahren in ein Verlies sperren, und der Turm von PISA wird schlagartig geradegerückt.

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  12. Glückshormone Ja, ich glaube auch, dass sich diese junge Frau durch Bücher gut bilden konnte;
    Ich glaube nicht, dass sie schreiben durfte, und durch Bücher lesen, lernt man auch nicht rechnen;
    deswegen wird die Matura schwerer werden als wir denken.
    Warum die Frau Kampusch so gut drauf ist, erklär ich mir damit, dass diese Psychoheinis
    all ihre Psychopharmaka und Glückshormone ausprobiert haben und ihr zugeführt haben.
    Ich kann nicht verstehen, wie die Wiener Jugendanwältin da dabei sein darf,
    die ist doch sowas von inkompetent und hat keine Ahnung.
    Bei Kampuschs Fernsehauftritt hat manauch gemerkt, dass sie immer wieder Formulierungen von
    ihren Psychoheinis verwendete.

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  13. Daraus lernen Und welches sind nun die Kräfte in unserer Gesellschaft, die unseren Erziehungsmassnahmen (Schule, Bildungsangebote, Elternhaus) beinahe global entgegenarbeiten, so daß Bildung als anstrengend und von der eigenen Persönlichkeit als ablenkend empfunden wird? Und wie können wir sie wirkungslos machen oder sogar für unsere Zwecke ausnützen?
    Abgesehen einmal von den Individualkräften wie Neugier und der Summe der MIkro-Egoismen (als Ablenker und Blockaden eines bessern Bildungszuganges) etc, ist es momentan kaum vorstellbar, dass ein/e Bildungsminister/in wie Gehrer und ff dieses Real-Experiment Kampusch positiv auswerten, nämlich eine Veränderung des status quo ermöglichen. Warum? Es erscheint mir so unzeitgemäß und zutiefst frustrierend, daß wir als Gesellschaft derart unbeweglich sind.

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  14. Man kann sicher über Schulsysteme diskutieren, aber Fr. Kampuschs Ausdrucksweise dafür zum Anlass zu nehmen – noch dazu im Wahlkampf – finde ich auch nicht so glücklich…
    Abgesehen davon basiert ihre „Literalität“, wie Sie es nennen, ja nicht auf irgendeinem „Schulsystem“, sondern den generellen Umständen, mit denen sie in den letzten Jahren fertig werden musste. Für sie waren Bücher eine Beschäftigung in der „Zeitlosigkeit“ und eine Ablenkung des „unangenehmen Alltags“. Viele Schüler empfinden allerdings die Schule als diesen „unangenehemen Alltag“ – natürlich kann man das teilweise auch hinterfragen, aber es kann nicht soweit gehen, dass Kinder plötzlich aus Flucht vor dem Alltag lieber lernen und in die Schule gehen…
    Bei den Systemen zur Ausprägung der eigenen Bedürfnisse darf man doch in diesem Zusammenhang nicht vergessen: sie hatte doch keine andere Wahl! Sie erwähnen richtigerweise: Kein Handy, kein Internet, kaum Fernsehn, kaum Menschen – das war allerdings sicher nichts, was den „eigenen Bedürfnissen“ entsprochen hat. Sollen wir daher jetzt wieder alle jungen Menschen in getrennte Internate stecken, damit sie möglichst wenig Ablenkung bekommen und sich aus „Langeweile“ mit Büchern / Fantasien / Gedanken / Wissen beschäftigen?

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  15. Und noch Internet… …das hätte das Bildungsprogramm abgerundet, aber das werden sicher auch wieder ein paar daneben finden, das zu bemerken. Ergänzend zu dieser wunderbaren Diskussion: 1. dem eingesperrt sein gingen zehn Jahre voraus, die offenbar zumindest eine Basis für diese weitere Entwicklung waren, 2. auch wenn in einigen Teilen Diktion des Interviews der Einfluss der Betreuer und Therapeuten zu vermuten ist (z.B. den „Pakt“ mit dem Kind), dann setzt das voraus, dass sie in den wenigen Tagen diese Bilder aufnehmen konnte, 3. jedes Interview an sich ist Interaktion und nicht einfach ein Dressurakt, auf den man sich vorbereiten kann.

    Ein Glück nur, dass offenbar die Medien der „sozialen Kompetenz“ News und Krone, die uns Herr PR-Berater Ecker anpries, nicht bei der Bildungslektüre war… aber im Ernst: Auch daraus würde man im Laufe von acht Jahren lernen, wenn sie mit anderen Informationen relativiert werden.

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  16. Versagen der Staatspädagogik Man könnte fast meinen, das Mädchen hätte Glück im Unglück gehabt.
    Die Isolation in den Fängen eines scheinbar doch literal gebildeten
    Entführers bewahrte sie vor den verderblichen Einflüssen einer
    medial gesteuerten modischen Verluderung. Und vor einer Verbildung
    durch ein – so habe ich es erfahren – geistloses Regelschulwesen.
    Die Bücher, welche Natascha in aller Geruhsamkeit las, die wurden
    unsereinem diktiert, wir mussten Titel und Jahreszahlen auswendig
    lernen, dazu nichtssagende Namen. Was wir lasen, war Zwangsliteratur.
    Ich bin mir nicht sicher, dass Nataschas Worte immer authentisch sind, aber
    wie auch immer wird eines vermittels ihr manifest: das Versagen
    einer institutionell eingerichteten und durch ihre Pragmatisierung
    faul und träge gewordenen Staatsbeamtenpädagogik.

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  17. Eingesperrt Die Verantwortlichen der katastrophalen österreichischen Bildungspolitik gehören für 8 Jahre eingesperrt! (und zwar die aller Regierungen!!)
    Auch wenn das die Grünen wahrscheinlich nicht befürworten, werde ich sie wählen.
    ab
    p.s.: Und warum muß man dauernd irgendein verzerrtes Wort eingeben, wo doch eh schon vielzuviele verzerrte Wörter herumschwirren?

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