alt werden- in Würde

Das hätte ich nicht gedacht.
Dass es möglich ist, ausgerechnet im Wahlkampf ein wesentliches Zukunftsthema grundlegend zu diskutieren.
Das was verkürzt „Pflege“ genannt ist gehört dazu.
Man muss dem ORF Radio ein ausdrückliches Lob aussprechen, diesen komplexen Bereich , der uns alle betrifft, betreffen wird, grundlegend zu beleuchten.
Wichtig war z.B. die ermutigende Wortmeldung eines Statistikers heute im Morgenjournal
Wichtig war, einmal festzustellen, dass eine „alternde Gesellschaft“, die wir zweifellos sind, nicht per se ein Problem ist.
Denn : 60-70jährige waren noch nie so gesund wie heute. Dank Medizin, dank Lebensweise, dank Ernährung, und dank eines veränderten Arbeitsmarktes, der körperlich verschleissende Tätigkeiten stark reduziert hat.
Ohne mich hier zum Gesundheitspolitiker aufspielen zu wollen, ist doch ziemlich klar, worin in diesem Bereich die Aufgabe der Politik liegt.
Kurzfristig muss klarerweise jenen 40 000 ausländischen „illegal gemachten“ Pflegekräften, die wir dringend benötigen, eine legale Arbeitsbewilligung gegeben werden.
(Ist der Vorschlag von Bartenstein nicht heuchlerisch und absurd: Einerseits verweigert man ihnen eine Arbaitsbewilligung, obwohl es sich bei diesen Tschechinnen und Slowakinnen um EU-Bürgerinnen handelt, treibt sie so in die Illegalität und meint dann, man möge es nicht verfolgen. Als ob sich der Rechtsstaat per Ministererklärung ausser Kraft setzen liesse)
Mittelfristig darf der öffentliche Kostenersatz für Pflege und Unterstützung zuhause nicht sinken (wie absurderweise derzeit) sondern muss ausgeweitet werden.
Und: Es ist Aufgabe des Staates, eine vielfältige soziale Infrastruktur zur Verfügung zu stellen, die den offensichtlichen Wunsch beinahe aller Menschen, so lange wie möglich zu Hause zu bleiben, hier gepflegt zu werden, und nicht in ein Heim zu kommen, sicherstellt.
Angesichts der Tatsache, dass ein Heimplatz im Pflegeheim Lainz beachtliche 3000 Euro/Monat kostet, wird es doch möglich sein, die notwendigen Mittel umzuschichten.
Klug auch, was der Altersforscher Rosenmayr dazu sagt.

3 Gedanken zu “alt werden- in Würde

  1. Was rosenmayr sagt ist gut und recht. Aber es gibt Pflegefälle, die nicht

    durch eigenen Raubbau am Körper zu Pflegefällen werden.

    Ein Beispiel dafür? In der ORF-Sendung „Tirol-Heute“ wurde eine 46-jährige

    Dame gezeiitgt, die durch eine Impfung zum Pflegefall wurde. Auch andere

    Krankheiten oder Unfälle können dazu führen, daß man Pflegling wird.

    Gerade hier braucht es eine gute Löösung. Vielleicht könnte man diese jungen

    Frauen bei einem Verein „anstellen“, dadurch wären sie auch sozialversichert.

    Am 14.August 2006 (obige Erwähnung) wurde dies ebenfalls gezeigt.

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  2. Als Nachtrag zu meinem Kommentar vom 16.08. möchte ich nur sagen,

    daß der genannte beitrag über die Homepage von ORF-Tirol

    tirol.orf.at als Video abrufbar ist.

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  3. http://www.KLIMAWANDEL.com Die jüngste Entscheidung der Innenministerin ist eh nachvollziehbar.
    Echt. Voll. Wirklich. Ehrlich. Ich schwöre bei meinem Bruder…
    (Ich bin zwar Einzelkind, aber na ja…)

    Sportlich betrachtet ist das Urteil bezüglich der Bundeswahlbehörde
    vieilleicht als fair anzusehen.
    Schließlich wird ja beim Fußball auch immer eine Münze geworfen.
    Aber welche Betrachtungsweise sollte man denn von unserer
    Innenministerin wohl auch erwarten.

    Erstens ist der Jörgi ja schließlich auch ein begnadeter Bungee Jumper.
    Den kennt sie halt auch schon und mit dem BZÖ ists ja in der Regierung
    auch so lustig geworden, weil die halten immer ihre Pappm bis auf ein
    paar Japser die aber kaum der Rede wert sind. Und schließlich kann (fast)
    jede Innenministerin werden. Es gibt ja schließlich auch keinen Studienzweig
    „Innenministerwesen“. Und sie wirkt ja auch immer so kompetent gell…

    Zweitens will Frau ja den Koalitionspartner auch handzahm haben.
    (Wäre ja nicht auszudenken, was die Bezis sonst anrichten könnten)

    Nun und last but Lisl kann man schließlich alles argumentieren.
    Kehrt sie halt doch nicht an den Herd zurück, wie ihr Mann das
    möglicherweise für richtig halten würde. (Aber das glaub ich
    auch wieder nicht, weil das hat die Öffentlichkeit bei diesem
    Interview ja nur falsch verstanden.)

    Wenn also Michaela Sburny die Entscheidung bezüglich der Bundeswahlbehörde
    als nur schwer nachvollziehbar bezeichnet, muß ich ihr ja fast widersprechen.
    Weil die Lisl weiß sicher was sie tut. Schließlich war sie ja Fünfkämpferin.
    Und wir Grüne haben halt unseren ExpertInnenwahn, unseren
    SpezialistInnenwahn und unseren Hang zu Kapazundern. Ich meine eine
    gewisse Logizität beinhaltet die Entscheidung der Innenministerin schon.
    Nämlich eine politische. Na und die Verfassung und die Wahlordnung und
    ähnliche unsportlichen Sachen mein Gott, meine Göttin die hat die breite
    Masse der Bevölkerung ja eh nie gelesen…

    Und sollte sich nach einer eventuellen Wahlanfechtung herausstellen,
    daß es sich doch anders verhält so haben ja die Großparteien
    schließlich ihre „Gnadenbrothöfe“.
    (Ich mein als Innenministerin ist sie ja dann wohl beim besten Willen
    nicht mehr tragbar, weil die Leut würden sich schön bedanken wenns
    noch einmal wählen gehen müssen.)

    Und damit komme ich zu einem nicht unwichtigen Thema, nämlich der Altersversorgung.

    In Würde altern (in der ÖVP):
    Es ist Aufgabe des Staates (*der ÖVP), eine vielfältige soziale Infrastruktur zur
    Verfügung zu stellen, die den offensichtlichen Wunsch beinahe aller Menschen
    (ÖVP-Parteimitglieder), so lange wie möglich zu Hause (*in Ämtern, die die ÖVP
    zu vergeben hat) zu bleiben, hier gepflegt (*ewig versorgt und mit gutbezahlten
    Posten versehen) zu werden,
    und nicht in ein Heim zu kommen (*da fällt mir jetzt nichts weiter dazu ein,
    ich lass einmal das „nicht in ein Heim kommen“ einfach so stehen), sicherstellt.

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